aerokurier 6/1997
40 Jahre aerokurier
Im Jubiläumsheft finden Sie
Beiträge aus folgenden Rubriken:
Editorial 40 Jahre aerokurier Die Zukunft
mitgestalten / Flying
Sun 'n Fun / Pilot
Report Neu in
Europa: Kitflugzeug Jabiru ST / aerokurier
Jubiläum Großes
Jubiläums-Fly-in in Paderborn/Lippstadt, Wählen und
gewinnen Sie in der großen Jubiläumswahl / Singles
& Twins AERO '97: Jede Menge Neuigkeiten in der
Echo-Klasse und bei den ULs / Magazin Euro-Lizenz:
Das ändert sich, Die Junkers W-33L "Bremen"
ist wieder in Bremen, Mängelliste ohne Black Stars / Reise Ferry nach Dubai / Praxis Sich nicht verblasen lassen, Kleiner
Streifzug durch den deutschen Luftraum, Stalls, Spins und
der erlernte Reflex / aerokurier-AKTION: Landen zum Nulltarif / AOPA action Alles Selbstzweck oder was? / Ultraleicht Messesplitter von der AERO, Comet: Neuer
Stern am UL-Himmel / Segelflug Das DAeC Team für die WM setzt auf
Sieg, Motorsegler und Segelflugzeuge auf der AERO,
Segelflugzeugbordrechner auf der AERO 97, PPL-B
reicht für Motorseglerschlepp, Deutschland im
Streckenrausch, Meteorologie-Seminar der OSTIV, Das
leistet die moderne Standard-Klasse / Teil II, OSTIV
Sailplane Development Panel
EDITORIAL
40 Jahre aerokurier
Die Zukunft mitgestalten
Nicht einen Rückblick
auf die letzten 40 Jahre hat aerokurier-Chefredakteur
Volker K. Thomalla in den Mittelpunkt seines Editorials
gestellt, sondern er wagt einen Blick in die Zukunft.
Hier warten nicht wenige Herausforderungen auf die
Allgemeine Luftfahrt und den Luftsport.
Herausforderungen, die bewältigt werden können. Die
Entwicklung umweltfreundlicher Antriebe, die
Verfügbarkeit von Landeplätzen und Luftraum und die
Begeisterung junger Leute für die Luftfahrt sind drei
der wichtigsten Problemfelder für die Zukunft der AL.
Zur Lösung dieser Fragen
braucht es Visionen, müssen heute die Weichen gestellt
werden. Dabei stehen die Chancen gut. Schon in 20 Jahren
dürfte das heutige Lärmproblem aus technischer Sicht
keins mehr sein. In diesem
Zusammenhang ist auch der "Zugang zu
Flugplätzen" zu sehen. Wen man nicht hört, den
wird man auch nicht bekämpfen. Für optimalere
Luftraumnutzung werden die aktuellen Entwicklungen auf
dem Avioniksektor sorgen, besonders die GPS-Technologie.
Die Zukunft bleibt
spannend. Der aerokurier wird die General Aviation in
ihrer gesamten Bandbreite weiterhin publizistisch
begleiten. Kompetent, umfassend und aktuell.
Zurück zum
Kopf der Seite
FLYING
Sun n Fun
Sonne prall, Hitze satt,
Flugzeuge ohne Ende, alles mit Spaß inklusive. Wer das
im April erleben will, der muß zu Sun ´n Fun in
Lakeland, Florida. Während in unseren Breiten die
Flugsaison noch gar nicht richtig angefangen hat,
versammeln sich hier in Amerikas Sonnenstaat Jahr für
Jahr Enthusiasten aus aller Welt zu einem der größten
Fliegerfeste. Der aerokurier war für Sie unter den rund
700000 Gästen, die diesmal kamen. Exklusiv berichten wir
über dieses fantastische Fly-in, auf dem es in diesem
Jahr wieder einige Neuheiten zu bestaunen gab.
Zurück zum
Kopf der Seite
PILOT REPORT
Neu in Europa:
Kitflugzeug Jabiru ST
In Australien fliegt der
Vollkunststoff-Zweisitzer Jabiru ST schon in größerer
Stückzahl, in Europa hingegen zählt er noch zu den
Raritäten. Das soll und wird sich ändern. In
Großbritannien fliegen derzeit bereits zwei Maschinen
und zwei weitere befinden sich im Bau. Auch in
Deutschland soll demnächst der erste Bausatz eintreffen
und nach seiner Fertigstellung als Experimental
zugelassen werden. Der Hersteller, Jabiru Aircraft, hat
nach eigenem Bekunden schon alle Nachweise für die
Zulassung als VLA-Leichtflugzeug erbracht. Noch in diesem
Jahr rechnet die Firma daher mit der Zulassung in dieser
Kategorie. Das Besondere an der Jabiru: Sie bedient sich
eines Antriebs, der hierzulande noch ebenso wenig bekannt
ist wie das Flugzeug selbst. Die wesentlichen Bauteile
für den bei 3300 U/min 80 PS starken Vierzylinder-Boxer
entstehen in Eigenregie. Der Motor ist über 20 kg
leichter als der gleich starker Rotax 912 und kostet
je nach Umrechnungskurs bis zu 6000 Mark
weniger.
Zurück zum
Kopf der Seite
JUBILÄUM: Der aerokurier wird 40
Großes
Jubiläums-Fly-in in Paderborn/Lippstadt
Im Juni feiert der
aerokurier sein 40jähriges Bestehen. Feiern Sie mit uns.
Für den 21. Juni laden wir ein zum großen
Jubiläums-Fly-in auf dem Flughafen Paderborn/Lippstadt.
Egal ob Sie mit dem Motorflugzeug, Ultraleicht,
Motorsegler oder Hubschrauber kommen, jeder ist
willkommen. Wir halten eine Menge Überraschungen und
viele Preise für Sie bereit. Was genau, lesen Sie im
Heft. Auf jeden Fall lohnt sich das Kommen.
Wählen und gewinnen Sie in der großen
Jubiläumswahl
Wählen Sie unter 81
verschiedenen Mustern
die besten Flugzeuge ihrer Klasse und das beste GPS. In
unserer großen Jubiläumswahl verlosen wir Preise im Gesamtwert von 20000 Mark.
Erster Preis ist eine aerokurier-Reise nach Oshkosh. Sie
können auch Freiflüge mit der Condor, einen wertvollen
Fortis-Fliegerchronografen oder ein Handheld-GPS
gewinnen.
Zurück zum
Kopf der Seite
SINGLES & TWINS
AERO '97: Jede
Menge Neuigkeiten in der Echo-Klasse und bei den ULs
Diamond Aircraft nutzte
die diesjährige AERO als Rahmen für die Vorstellung des
neuen Viersitzers DA 40. Der Prototyp der
Vollkunststoff-Maschine mit Starrfahrwerk soll im Juni
zum Erstflug abheben. Äußerlich lehnt sie sich eng an
die zweisitzige DA 20 an. Diese Ähnlichkeit ist gewollt:
Sie sorgt für niedrigere Entwicklungskosten und macht
Piloten den Wechsel vom Zwei- auf den Viersitzer
leichter. Die DA 40 soll IFR-zugelassen werden. Als
Antriebe werden dem Kunden der Rotax 914, Conti IO-240
und Lycoming IO-360 zur Auswahl stehen . Die ersten DA 40
Grundpreis derzeit 199 000 Mark zuzüglich
Mehrwertsteuer sollen Ende 1998 ausgeliefert
werden.
Ihr offizielles
Europa-Debüt gab die neue Cessna 172. Die Firma ließ zu
diesem Zweck eigens einen der Demonstrator über den
Atlantik fliegen. So hatten Piloten in unseren Breiten
zum ersten Mal Gelegenheit, sich von den Neuerungen der
C172R Skyhawk selbst ein Bild zu machen. Die erste
Kundenmaschine soll, so ist zu hören, im September in
Deutschland eintreffen.
Der VLA-Sektor beginnt
mehr und mehr Fahrt aufzunehmen. Namen, die man sich
merken sollte, lauten: P96 Golf, MCR 01, Wega, Eurostar.
Das Interessante: mehrheitlich werden diese
Neuentwicklungen entweder als Ultraleicht oder als VLA zu
haben sein. Dies eröffnet dem Kunden neue Perspektiven.
Die P96 Golf von Tecnam aus Neapel war bislang 30 Stunden
in der Luft. Der Tiefdecker verwendet zu 70 Prozent
Bauteile der erfolgreichen P92. Die Maschine wird
zunächst als UL angeboten. Bis zur VLA-Zulassung dürfte
noch zirka ein Jahr vergehen. Auch die MCR 01 wird als UL
und Leichtflugzeug zu haben sein. Der Zweisitzer ist
erstes Resultat einer Zusammenarbeit zwischen den
Franzosen Michel Colomban und Christophe Robin. Die MCR
01 basiert auf der MC 100. Für sie gab und gibt es nur
Baupläne. Ein Blick auf die Wega erinnert unschwer an
das Kitflugzeug Pulsar. Auch sie soll den VLA-Kriterien
Genüge tun. Entwickelt und hergestellt wird sie in
Oberpfaffenhofen von HK Aircraft Technology. Der Eurostar
EV-97, ein adretter Tiefdecker von Ikarusflug, basiert
auf der französischen Pottier P.220. Auch von diesem
Flugzeug ist nach der UL-Ausführung eine VLA-Version
vorgesehen.
Größer als je zuvor war
das Angebot an Ultraleichtflugzeugen. So viele Premieren
hatte die AERO noch nicht gesehen. Über 30 UL-Hersteller
und Importeure zeigten ihre Flugzeuge. Fast alle hatten
Neues zu bieten. B & F brachte mit der FK 12 Comet,
der FK 11 und der FK 9 Mark 3 gleich drei neue Flugzeuge
nach Friedrichshafen. Remos zeigte die gerade
fertiggestellte G-3 Mirage. Aufgrund seiner
hervorragenden Fertigungsqualität und guter
Flugleistungen dürfte der Kunststoff-Zweisitzer, der
jetzt im Zulassungsverfahren steckt, zu einem ganz
heißen Konkurrenten auf dem UL-Markt werden. Besonders
bemerkenswert unter den vielen Neuvorstellungen aus
Tschechien: Die Swing, ein brandneuer
Kunststoff-Schulterdecker, der in diesen Monaten die deutsche Zulassung erhalten
soll. Mit druckfrischer Zulassung präsentierte sich der
Sky Arrow 450 T. Als Pusher mit Tandem-Cockpit sticht
dieses italienische UL aus der Masse der angebotenen
Flugzeugmuster klar heraus.
Wegen der vielen,
allgemein als gut beurteilten Kontakte auf der AERO
zeigten sich die meisten UL-Aussteller optimistisch für
das Nach-Messe-Geschäft. Selbst direkt auf der Messe
wurden einige Flugzeuge verkauft oder Optionen
gezeichnet.
Zurück zum
Kopf der Seite
MAGAZIN
Euro-Lizenz: Das ändert sich
Ab Juli 1999 soll das
neue europäische Regelwerk FAR-FCL gelten. Es betrifft
alle Piloten, denn es bestimmt, wie man in Zukunft eine
Lizenz bekommt oder verlängert. Die Änderungen zu den
heute geltenden Bestimmungen sind zum Teil gravierend. Im ersten Teil
einer mehrteiligen Serie sagen wir Ihnen, was mit den JAR-FCL auf den
PPL-/VFR-Flieger zukommt.
Die Junkers
W-33L "Bremen" ist wieder in Bremen
Ein Stück
Luftfahrtgeschichte ist nach Bremen zurückgekehrt, wenn
auch nur leihweise. Die Junkers W-33L "Bremen",
mit der die Besatzung v. Hünefeld/Köhl/Fitzmaurice
erstmals im April 1928 den Atlantik in Ost-West-Richtung
bezwang, wird jetzt in der Hansestadt restauriert. Zum
70. Jahrestag der Atlantiküberquerung soll die
"Bremen", dann in neuem Glanz, ausgestellt
werden.
Mängelliste ohne
Black Stars
Die jüngste Mängelliste
über die deutschen Flughäfen, ausgearbeitet und
vorgestellt von der Vereinigung Cockpit (VC), weist
erstmalig keine schwarzen Sterne (kritisch mangelhaft)
mehr aus. Lediglich Bremen erhielt als einziger deutscher
Verkehrsflughafen noch einen Orange Star (mangelhaft)
für einen immer noch fehlenden Rollweg.
Erstmalig wurden auch die
Regionalflughäfen unter die Lupe genommen, weil das
Passagieraufkommen sowie der Jet-Flugbetrieb überall
hohe Zuwachszahlen aufweisen. Auch hier bescheinigt die
VC allen Plätzen den ICAO-Mindeststandard. Den von der
IFALPA (International Federation of Air Line Pilots
Association, dem VC-Dachverband) geforderten höheren
Ansprüche allerdings werden sieben deutsche
Regionalflughäfen nicht gerecht; fünf erhielten den
Orange Star, Mannheim und Kassel wurden mit dem Red Star
(sehr mangelhaft) bedacht.
Zurück zum
Kopf der Seite
PRAXIS
Sich nicht verblasen
lassen
Seitenwind spielt bei
Landeunfällen eine große Rolle. Wir sagen Ihnen, was
Sie tun müssen, um auch bei Crosswind wieder sicher zum
Boden zurückzukommen.
Kleiner Streifzug
durch den deutschen Luftraum
1993 wurde die
Luftraumstruktur in den ICAO-Staaten weitgehend
vereinheitlicht. Wir verdeutlichen Ihnen den Umgang mit
den Lufträumen unterhalb von FL 100.
Stalls, Spins und der
erlernte Reflex
Nicht jeder Reflex ist
beim Fliegen hilfreich. Manche erlernten Reflexe in
bestimmten Situationen sogar gefährlich. Unser Autor Rod
Machado, der in den USA mit Flugsicherheitsvorträgen zum
Star geworden ist, meint, die Herausbildung eines der
Situation angepaßten Handlungsreflexes ist der beste
Weg, Stall-/Spin-Unfälle in den Griff zu bekommen.
Zurück zum
Kopf der Seite
aerokurier-AKTION
Landen zum Nulltarif
Mehrere Hundert
aerokurier-Leser haben bereits die Gelegenheit beim
Schopfe gefaßt, im Rahmen unserer Aktion "Landen
zum Nulltarif" kostenlos Landepraxis zu sammeln. Im
Juni-Heft finden Sie wieder Coupons für vier
Gratis-Landungen, diesmal in Wyk auf Föhr, Schönhagen,
Höxter-Holzminden und Aalen-Elchingen.
Auf eine sehr gute
Resonanz stößt "Landen zum Nulltarif" bei den
Flugplätzen. Ohne ihre Mitarbeit, das liegt auf der
Hand, wäre unsere Aktion für mehr Sicherheit überhaupt
nicht möglich. Deshalb nennen wir hier noch einmal die
die bisherigen Teilnehmer: Aalen-Elchingen, Anklam, Bad
Dürkheim, Barth, Böhlen, Cottbus-Neuhausen,
Höxter-Holzminden, Kamenz, Meinerzhagen,
Mosbach-Lohrbach, Rechlin-Lärz, Schönhagen, Stendal,
Wyk auf Föhr, Zweibrücken.
Zurück zum
Kopf der Seite
AOPA action
Alles Selbstzweck oder
was?
Etliche
Verkehrslandeplätze müssen nach einer neuen
europäischen Vorschrift ab 1999 ihre Landebahnen
verlängern, wenn sie noch legal gewerblich angeflogen
werden wollen. Manch einer Länderregierung sind diese
Ausbaupläne ein Dorn im Auge.
Zurück zum
Kopf der Seite
REISE
Ferry nach Dubai
Eine Cessna 206 sollte
der Ferry-Pilot Andreas Offermanns von
Münster/Osnabrück ins Scheichtum Dubai am Persischen
Golf überführen. Er und sein Copilot wollten dies in
fünf Tagen schaffen, und als Route hatten sie sich
mutig eine Strecke über den Iran mit zwei
Tankstops ausgesucht. Eine fehlende Permission number
zwang aber erst einmal zur Pause in der Osttürkei. Nach
zahllosen Telefonaten und Faxen gelang dann doch noch der
Flug über die menschenleeren Weiten des Iran, bevor die
Crew im kristallklaren Wasser des Golfs wieder relaxen
konnte.
Zurück zum
Kopf der Seite
ULTRALEICHT
Messesplitter von der
AERO:
Tschechen mit großem Aufgebot
Mehr als ein Dutzend
UL-Flugzeuge stellten tschechische und slowakische
Hersteller auf der AERO vor. Für Aufsehen sorgten vor
allem die in Kunststoff gefertigte UFM Lambada von Urban
aus Libchavy und der Ganzmetall-Tiefdecker KP 2U Sova der
Firma Kappa. Als Antrieb der Lambada, die durch ihr
perfektes Finish begeistert, dient ein modifizierter
BMW-Motorradmotor mit 50 PS. Die Sova ist wahlweise mit
einem festen oder Einziehfahrwerk zu bekommen und soll im
Horizontalflug bis zu 240 km/h erreichen.
Elektronische
Instrumente von TL Ultralight
Der tschechische
UL-Hersteller TL-Ultralight, der unter anderem den TL 232
Condor Plus baut, bietet jetzt auch eine eigene Palette
elektronischer Instrumente zur Motorüberwachung.
Sternmotor ohne
Kurbelwelle
Ein technisches
Bravourstück zeigte Vladimir Yakuschenko auf der AERO.
Der Ukrainer hat einen 80 PS starken Sternmotor
entwickelt, der ohne herkömmliche Kurbelwelle auskommt.
Neue Rettungssysteme
zugelassen.
Mit zwei gerade
zugelassenen Rettungssystemen überraschte der
Glasfaser-Flugzeugservice Hansjörg Streifeneder aus
Grabenstetten. Die in Rußland hergestellten K 500 und KS
500 sind für Anhängelasten bis 500 kg und
Geschwindigkeiten bis 160 km/h beziehungsweise 250 km/h
zugelassen.
Comet: Neuer Stern am UL-Himmel
B & F-Chef Peter Funk
hat ein neues Flugzeug auf die Beine gestellt, das viele
Piloten ins Träumen geraten lassen dürfte. Wir stellen
ihnen die neue FK 12 Comet vor, einen Doppeldecker, der
durchaus als modern gelten darf. Kurz nach dem Erstflug
hatten wir Gelegentheit, uns den faszinierenden
Zweisitzer genauer anzuschauen. Wir meinen: Die FK 12
Comet ist weniger etwas für Nostalgiefans, sondern mit
allen Attributen eines modernen ULs ausgestattet. Sie
bietet gute Flugleistungen, ist extrem wendig und wartet
mit exzellenten Detaillösungen auf. Eines bekommt jeder
Comet-Pilot gratis und in kräftiger Dosis: Die Faszination eines
sportlichen Doppeldeckers.
Zurück zum
Kopf der Seite
SEGELFLUG
Das DAeC Team für die
WM setzt auf Sieg
"Es geht darum zu
gewinnen", erklärt Robby Schröder ganz ohne
Schnörkel auf die Frage nach seinen WM-Ambitionen. Die
Franzosen seien bei den Segelflug-Weltmeisterschaften vom
29. Juni bis 13. Juli in St. Auban, in den französischen
Alpen, sicherlich ein starker Gegner, aber nicht
unschlagbar. Acht Piloten ist das deutsche Team für die
25. Segelflug-Weltmeisterschaften groß. Nicht alle
spekulieren auf einen Medaillenplatz, ums bloße
Dabeisein geht es aber keinem. Und die oft vorgebrachte
Wunschplazierung "unter den ersten Zehn"
schließt natürlich den Traum von einem Spitzenplatz
nicht aus. Im Heft werden die Piloten und ihre
Vorbereitungstaktiken vorgestellt.
Motorsegler und
Segelflugzeuge auf der AERO
Unangefochtener Star der
AERO 97 im Bereich der Segelflugzeuge war der
Albatros von Hansjörg Streifeneder (ausführliche
Beschreibung in aerokurier 5/97). Streifeneder hatte den
Technologieträger eindrucksvoll unter dem
farbenprächtigen Schirm des Gesamtrettungssystems
ausgestellt. Vorstöße aus dem UL-Sektor deuteten auf
Messe in Friedrichshafen zudem einen neuen Trend an.
Gegen die einzige
Innovation auf dieser AERO in Friedrichshafen im Bereich
der Segelflugzeuge, das Projekt des
Standard-Klasse-Flugzeugs Albatros von
Glasfaser-Flugzeug-Service wirkte die Präsentation der
etablierten Hersteller eher blaß. Räumlich und in der
Plazierung setzten zudem in Halle 3, dem Ausstellungsfeld
des Segelflugs, die Polen den Schwerpunkt. Das gerade
LBA-zugelassene Weltklasse-Flugzeug PW-5, das
Rennklassemuster SZD-56-1, das inzwischen in Polen seine
Zulassung erhalten hat, und der Akro-Abkömmling des
Standard Jantar, die SZD-59, bildeten hier den zentralen
Blickfang.
Altes legt die Firma HPH
aus Tschechien neu auf: die Glasflügel 304B. Ausgestellt
war das erste Exemplar des jetzt als 304 CZ bezeichneten
und mit Winglets nachgerüsteten Musters. Gomolzig in
Wuppertal bietet in einer Kleinserie von fünf
Exemplaren, für die vorgefertigte Flügelteile vorlagen,
den Metalldoppelsitzer Caproni Calif A 21S mit
nebeneinander angeordneten Sitzen an. Das in der Leistung
dem Janus vergleichbare Flugzeug mit einziehbarem
Doppelfahrwerk wird mit einer hochwertigen
Instrumentierung (Streckenrechner Peschges VP7) zu einem
sehr günstigen Preis angeboten (160000 Mark). Das
Vorführflugzeug steht für 140000 Mark im Angebot.
Segelflugzeugbordrechner
auf der AERO 97
Da schlug die
Innovationsfreude Purzelbäume: Im Bereich
Segelflugzeuginstrumentierung hatte die AERO 97
jede Menge Neues zu bieten. Und die Neueinsteiger locken
mit Preisen, die alles Bisherige unterbieten. Hier nur
ein Beispiel: Garrecht Computersysteme präsentierte den
Volkslogger für komplett nur 1499 Mark gezeigt
wurde vorerst allerdings nur der Prototyp mit noch nicht
vollständig entwickelter Software. Mehr im Heft.
Deutschland im
Streckenrausch
War es schon der Tag des
Jahres? Der 21. April jedenfalls hat den Segelfliegern in
Deutschland eine Flut von Superstrecken beschert,
darunter das jetzt mit 1124 km größte FAI-Dreieck
Europas. Geflogen hat es Klaus Wedekind mit einer ASH
25M. Angekündigt hat sich die brisante Wetterlage mit
Vorlauf, und zwar an einem Sonntag. An dem Wochenendtag
ist wohl jedem engagierten Streckensegelflieger klar
geworden, was am darauffolgenden Montag, dem 21. April,
möglich sein sollte.
Klaus Wedekind beschreibt
seinen Flug selbst. Ebenfalls auf Dreiecksstrecken über
1000 km waren an dem Tag Uli Schwenk und Wilfried
Großkinsky unterwegs.
PPL-B reicht für
Motorseglerschlepp
Für das Schleppen von
Segelflugzeugen und nichteigenstartfähigen Motorseglern
mit Motorseglern benötigt der Pilot im
Schleppmotorsegler nur den PPL-B mit Schleppberechtigung!
Das hat jetzt nach der auf Protest gestoßenen NfL II
5/97, in der noch der PPL-A gefordert worden war
(aerokurier 3/1997), das Bundesministerium für Verkehr
festgestellt. Mitte Mai war aus dem BMV zu hören, daß
eine entsprechende Veröffentlichung in den Nachrichten
für Luftfahrer, mit
der auch die NfL II 5/97 aufgehoben wird, sich in der Vorbereitung
befindet.
Damit ist eine wichtige
Forderung des Segelflugs erfüllt. Der Motorseglerschlepp
kann jetzt von den Piloten ausgeübt werden, die auf
Motorseglern sicherlich die meiste Flugerfahrung und
-übung aufweisen können, ohne daß sie gezwungen
werden, zuvor die F-Schleppberechtigung über PPL-A und
Motorflugzeugschlepp zu erwerben.
Meteorologie-Seminar
der OSTIV
Auf dem Gebiet der
Segelflugwetterberatung ist vieles in Bewegung geraten.
Der verstärkte Einsatz von Computern eröffnet ganz neue
Möglichkeiten. Optimal zu nutzen sind sie aber nur, wenn
die meteorologische Aus- und Fortbildung, und zwar im
Wetterdienst wie auf Verbraucherseite, darauf abgestellt
wird.
"Meteorologische
Aus- und Fortbildung von Beratern und
Segelfliegern", "Segelflugwetterbericht",
"Wettbewerbsberatung", "Meteorologische
Auswertung von GPS-Daten" und "Globale
Segelflugmöglichkeiten" standen denn auch als
Schwerpunkte auf der Tagesordnung des letzten
Theorietreffens der meteorologischen Sektion der OSTIV
(Internationale wissenschaftlich-technische Organisation
für den Segelflug) in Oberpfaffenhofen. Die Beiträge
und Diskussionen, besonders zu den drei erstgenannten
Themen, ließen erkennen, wie eine räumlich und zeitlich
detaillierte Segelflugwetterprognose in Zukunft aussehen
könnte.
Das leistet die
moderne Standard-Klasse / Teil II
Was leisten die Muster
der modernen Standard-Klasse wirklich? Der aerokurier hat
sich in dieser Frage nicht auf Herstellerangaben und von
Besitzerstolz gefärbte Einschätzungen verlassen.
Aufschluß anhand objektiv nachvollziehbarer Daten
liefern die von der Idaflieg in Zusammenarbeit mit der
DLR mit immensem Aufwand in Vergleichsflugverfahren
ermittelten Geschwindigkeits- und Gleitzahlpolaren.
In zweiten Teil dieser
Artikelreihe "Das leistet die moderne
Standard-Klasse" werden jetzt die
Idaflieg/DLR-Polaren für LS7, LS7 mit Winglets, die
Vorserien-LS8 und die SZD-55 vorgestellt. Ergänzt wird
diese Leistungsbeurteilung durch die im Rahmen der
Idaflieg-Sommertreffen erstellten
Flugeigenschaftsprogramme (Zacherprotokolle).
OSTIV Sailplane
Development Panel
Diese Konstellation ist
im Bereich der Luftfahrt ziemlich einmalig: Im Segelflug
bestimmen ganz wesentlich behördenunabhängige Experten
mit, was international in puncto Sicherheit vom
Sportgerät Segelflugzeug zu verlangen ist. Hier hat sich
der Sport eine einmalige Chance gewahrt, nicht fernab der
Praxis von Verwaltungen gegängelt zu werden. Der Name
der Organisation: Sailplane Development Panel der OSTIV.
Die Arbeitsgruppe zur
Segelflugzeugentwicklung (Sailplane Development Panel
oder kurz SDP) der technisch-wissenschaftlichen
internationalen Organisation des Segelflugs (OSTIV) kommt
wenigstens einmal im Jahr zu einer Arbeitssitzung
zusammen. Die Tagung 96 hatten der finnische
Aero-Club und die Helsinki University of Technology
ausgerichtet. Die Veranstaltung wurde zu einem kleinen
Jubiläum: Vor 35 Jahren hatte hier das erste Treffen der
Arbeitsgruppe stattgefunden. Grund genug, einmal auf die
Geschichte dieser wichtigen Institution zu schauen.
Zurück zum
Kopf der Seite
|