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aerokurier 6/1997
40 Jahre aerokurier

Im Jubiläumsheft finden Sie Beiträge aus folgenden Rubriken:

Editorial 40 Jahre aerokurier – Die Zukunft mitgestalten / Flying Sun 'n Fun / Pilot Report Neu in Europa: Kitflugzeug Jabiru ST / aerokurier Jubiläum Großes Jubiläums-Fly-in in Paderborn/Lippstadt, Wählen und gewinnen Sie in der großen Jubiläumswahl / Singles & Twins AERO '97: Jede Menge Neuigkeiten in der Echo-Klasse und bei den ULs / Magazin Euro-Lizenz: Das ändert sich, Die Junkers W-33L "Bremen" ist wieder in Bremen, Mängelliste ohne Black Stars / Reise Ferry nach Dubai / Praxis Sich nicht verblasen lassen, Kleiner Streifzug durch den deutschen Luftraum, Stalls, Spins und der erlernte Reflex / aerokurier-AKTION: Landen zum Nulltarif / AOPA action Alles Selbstzweck oder was? / Ultraleicht Messesplitter von der AERO, Comet: Neuer Stern am UL-Himmel / Segelflug Das DAeC Team für die WM setzt auf Sieg, Motorsegler und Segelflugzeuge auf der AERO, Segelflugzeugbordrechner auf der AERO ’97, PPL-B reicht für Motorseglerschlepp, Deutschland im Streckenrausch, Meteorologie-Seminar der OSTIV, Das leistet die moderne Standard-Klasse / Teil II, OSTIV Sailplane Development Panel


EDITORIAL

40 Jahre aerokurier – Die Zukunft mitgestalten

Nicht einen Rückblick auf die letzten 40 Jahre hat aerokurier-Chefredakteur Volker K. Thomalla in den Mittelpunkt seines Editorials gestellt, sondern er wagt einen Blick in die Zukunft. Hier warten nicht wenige Herausforderungen auf die Allgemeine Luftfahrt und den Luftsport. Herausforderungen, die bewältigt werden können. Die Entwicklung umweltfreundlicher Antriebe, die Verfügbarkeit von Landeplätzen und Luftraum und die Begeisterung junger Leute für die Luftfahrt sind drei der wichtigsten Problemfelder für die Zukunft der AL.

Zur Lösung dieser Fragen braucht es Visionen, müssen heute die Weichen gestellt werden. Dabei stehen die Chancen gut. Schon in 20 Jahren dürfte das heutige Lärmproblem aus technischer Sicht keins mehr sein. In diesem Zusammenhang ist auch der "Zugang zu Flugplätzen" zu sehen. Wen man nicht hört, den wird man auch nicht bekämpfen. Für optimalere Luftraumnutzung werden die aktuellen Entwicklungen auf dem Avioniksektor sorgen, besonders die GPS-Technologie.

Die Zukunft bleibt spannend. Der aerokurier wird die General Aviation in ihrer gesamten Bandbreite weiterhin publizistisch begleiten. Kompetent, umfassend und aktuell.

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FLYING

Sun ’n Fun

Sonne prall, Hitze satt, Flugzeuge ohne Ende, alles mit Spaß inklusive. Wer das im April erleben will, der muß zu Sun ´n Fun in Lakeland, Florida. Während in unseren Breiten die Flugsaison noch gar nicht richtig angefangen hat, versammeln sich hier in Amerikas Sonnenstaat Jahr für Jahr Enthusiasten aus aller Welt zu einem der größten Fliegerfeste. Der aerokurier war für Sie unter den rund 700000 Gästen, die diesmal kamen. Exklusiv berichten wir über dieses fantastische Fly-in, auf dem es in diesem Jahr wieder einige Neuheiten zu bestaunen gab.

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PILOT REPORT

Neu in Europa: Kitflugzeug Jabiru ST

In Australien fliegt der Vollkunststoff-Zweisitzer Jabiru ST schon in größerer Stückzahl, in Europa hingegen zählt er noch zu den Raritäten. Das soll und wird sich ändern. In Großbritannien fliegen derzeit bereits zwei Maschinen und zwei weitere befinden sich im Bau. Auch in Deutschland soll demnächst der erste Bausatz eintreffen und nach seiner Fertigstellung als Experimental zugelassen werden. Der Hersteller, Jabiru Aircraft, hat nach eigenem Bekunden schon alle Nachweise für die Zulassung als VLA-Leichtflugzeug erbracht. Noch in diesem Jahr rechnet die Firma daher mit der Zulassung in dieser Kategorie. Das Besondere an der Jabiru: Sie bedient sich eines Antriebs, der hierzulande noch ebenso wenig bekannt ist wie das Flugzeug selbst. Die wesentlichen Bauteile für den bei 3300 U/min 80 PS starken Vierzylinder-Boxer entstehen in Eigenregie. Der Motor ist über 20 kg leichter als der gleich starker Rotax 912 und kostet – je nach Umrechnungskurs – bis zu 6000 Mark weniger.

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JUBILÄUM: Der aerokurier wird 40

Großes Jubiläums-Fly-in in Paderborn/Lippstadt

Im Juni feiert der aerokurier sein 40jähriges Bestehen. Feiern Sie mit uns. Für den 21. Juni laden wir ein zum großen Jubiläums-Fly-in auf dem Flughafen Paderborn/Lippstadt. Egal ob Sie mit dem Motorflugzeug, Ultraleicht, Motorsegler oder Hubschrauber kommen, jeder ist willkommen. Wir halten eine Menge Überraschungen und viele Preise für Sie bereit. Was genau, lesen Sie im Heft. Auf jeden Fall lohnt sich das Kommen.

Wählen und gewinnen Sie in der großen Jubiläumswahl

Wählen Sie unter 81 verschiedenen Mustern die besten Flugzeuge ihrer Klasse und das beste GPS. In unserer großen Jubiläumswahl verlosen wir Preise im Gesamtwert von 20000 Mark. Erster Preis ist eine aerokurier-Reise nach Oshkosh. Sie können auch Freiflüge mit der Condor, einen wertvollen Fortis-Fliegerchronografen oder ein Handheld-GPS gewinnen.

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SINGLES & TWINS

AERO '97: Jede Menge Neuigkeiten in der Echo-Klasse und bei den ULs

Diamond Aircraft nutzte die diesjährige AERO als Rahmen für die Vorstellung des neuen Viersitzers DA 40. Der Prototyp der Vollkunststoff-Maschine mit Starrfahrwerk soll im Juni zum Erstflug abheben. Äußerlich lehnt sie sich eng an die zweisitzige DA 20 an. Diese Ähnlichkeit ist gewollt: Sie sorgt für niedrigere Entwicklungskosten und macht Piloten den Wechsel vom Zwei- auf den Viersitzer leichter. Die DA 40 soll IFR-zugelassen werden. Als Antriebe werden dem Kunden der Rotax 914, Conti IO-240 und Lycoming IO-360 zur Auswahl stehen . Die ersten DA 40 – Grundpreis derzeit 199 000 Mark zuzüglich Mehrwertsteuer – sollen Ende 1998 ausgeliefert werden.

Ihr offizielles Europa-Debüt gab die neue Cessna 172. Die Firma ließ zu diesem Zweck eigens einen der Demonstrator über den Atlantik fliegen. So hatten Piloten in unseren Breiten zum ersten Mal Gelegenheit, sich von den Neuerungen der C172R Skyhawk selbst ein Bild zu machen. Die erste Kundenmaschine soll, so ist zu hören, im September in Deutschland eintreffen.

Der VLA-Sektor beginnt mehr und mehr Fahrt aufzunehmen. Namen, die man sich merken sollte, lauten: P96 Golf, MCR 01, Wega, Eurostar. Das Interessante: mehrheitlich werden diese Neuentwicklungen entweder als Ultraleicht oder als VLA zu haben sein. Dies eröffnet dem Kunden neue Perspektiven. Die P96 Golf von Tecnam aus Neapel war bislang 30 Stunden in der Luft. Der Tiefdecker verwendet zu 70 Prozent Bauteile der erfolgreichen P92. Die Maschine wird zunächst als UL angeboten. Bis zur VLA-Zulassung dürfte noch zirka ein Jahr vergehen. Auch die MCR 01 wird als UL und Leichtflugzeug zu haben sein. Der Zweisitzer ist erstes Resultat einer Zusammenarbeit zwischen den Franzosen Michel Colomban und Christophe Robin. Die MCR 01 basiert auf der MC 100. Für sie gab und gibt es nur Baupläne. Ein Blick auf die Wega erinnert unschwer an das Kitflugzeug Pulsar. Auch sie soll den VLA-Kriterien Genüge tun. Entwickelt und hergestellt wird sie in Oberpfaffenhofen von HK Aircraft Technology. Der Eurostar EV-97, ein adretter Tiefdecker von Ikarusflug, basiert auf der französischen Pottier P.220. Auch von diesem Flugzeug ist nach der UL-Ausführung eine VLA-Version vorgesehen.

Größer als je zuvor war das Angebot an Ultraleichtflugzeugen. So viele Premieren hatte die AERO noch nicht gesehen. Über 30 UL-Hersteller und Importeure zeigten ihre Flugzeuge. Fast alle hatten Neues zu bieten. B & F brachte mit der FK 12 Comet, der FK 11 und der FK 9 Mark 3 gleich drei neue Flugzeuge nach Friedrichshafen. Remos zeigte die gerade fertiggestellte G-3 Mirage. Aufgrund seiner hervorragenden Fertigungsqualität und guter Flugleistungen dürfte der Kunststoff-Zweisitzer, der jetzt im Zulassungsverfahren steckt, zu einem ganz heißen Konkurrenten auf dem UL-Markt werden. Besonders bemerkenswert unter den vielen Neuvorstellungen aus Tschechien: Die Swing, ein brandneuer Kunststoff-Schulterdecker, der in diesen Monaten die deutsche Zulassung erhalten soll. Mit druckfrischer Zulassung präsentierte sich der Sky Arrow 450 T. Als Pusher mit Tandem-Cockpit sticht dieses italienische UL aus der Masse der angebotenen Flugzeugmuster klar heraus.

Wegen der vielen, allgemein als gut beurteilten Kontakte auf der AERO zeigten sich die meisten UL-Aussteller optimistisch für das Nach-Messe-Geschäft. Selbst direkt auf der Messe wurden einige Flugzeuge verkauft oder Optionen gezeichnet.

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MAGAZIN

Euro-Lizenz: Das ändert sich

Ab Juli 1999 soll das neue europäische Regelwerk FAR-FCL gelten. Es betrifft alle Piloten, denn es bestimmt, wie man in Zukunft eine Lizenz bekommt oder verlängert. Die Änderungen zu den heute geltenden Bestimmungen sind zum Teil gravierend. Im ersten Teil einer mehrteiligen Serie sagen wir Ihnen, was mit den JAR-FCL auf den PPL-/VFR-Flieger zukommt.

Die Junkers W-33L "Bremen" ist wieder in Bremen

Ein Stück Luftfahrtgeschichte ist nach Bremen zurückgekehrt, wenn auch nur leihweise. Die Junkers W-33L "Bremen", mit der die Besatzung v. Hünefeld/Köhl/Fitzmaurice erstmals im April 1928 den Atlantik in Ost-West-Richtung bezwang, wird jetzt in der Hansestadt restauriert. Zum 70. Jahrestag der Atlantiküberquerung soll die "Bremen", dann in neuem Glanz, ausgestellt werden.

Mängelliste ohne Black Stars

Die jüngste Mängelliste über die deutschen Flughäfen, ausgearbeitet und vorgestellt von der Vereinigung Cockpit (VC), weist erstmalig keine schwarzen Sterne (kritisch mangelhaft) mehr aus. Lediglich Bremen erhielt als einziger deutscher Verkehrsflughafen noch einen Orange Star (mangelhaft) für einen immer noch fehlenden Rollweg.

Erstmalig wurden auch die Regionalflughäfen unter die Lupe genommen, weil das Passagieraufkommen sowie der Jet-Flugbetrieb überall hohe Zuwachszahlen aufweisen. Auch hier bescheinigt die VC allen Plätzen den ICAO-Mindeststandard. Den von der IFALPA (International Federation of Air Line Pilots Association, dem VC-Dachverband) geforderten höheren Ansprüche allerdings werden sieben deutsche Regionalflughäfen nicht gerecht; fünf erhielten den Orange Star, Mannheim und Kassel wurden mit dem Red Star (sehr mangelhaft) bedacht.

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PRAXIS

Sich nicht verblasen lassen

Seitenwind spielt bei Landeunfällen eine große Rolle. Wir sagen Ihnen, was Sie tun müssen, um auch bei Crosswind wieder sicher zum Boden zurückzukommen.

Kleiner Streifzug durch den deutschen Luftraum

1993 wurde die Luftraumstruktur in den ICAO-Staaten weitgehend vereinheitlicht. Wir verdeutlichen Ihnen den Umgang mit den Lufträumen unterhalb von FL 100.

Stalls, Spins und der erlernte Reflex

Nicht jeder Reflex ist beim Fliegen hilfreich. Manche erlernten Reflexe in bestimmten Situationen sogar gefährlich. Unser Autor Rod Machado, der in den USA mit Flugsicherheitsvorträgen zum Star geworden ist, meint, die Herausbildung eines der Situation angepaßten Handlungsreflexes ist der beste Weg, Stall-/Spin-Unfälle in den Griff zu bekommen.

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aerokurier-AKTION

Landen zum Nulltarif

Mehrere Hundert aerokurier-Leser haben bereits die Gelegenheit beim Schopfe gefaßt, im Rahmen unserer Aktion "Landen zum Nulltarif" kostenlos Landepraxis zu sammeln. Im Juni-Heft finden Sie wieder Coupons für vier Gratis-Landungen, diesmal in Wyk auf Föhr, Schönhagen, Höxter-Holzminden und Aalen-Elchingen.

Auf eine sehr gute Resonanz stößt "Landen zum Nulltarif" bei den Flugplätzen. Ohne ihre Mitarbeit, das liegt auf der Hand, wäre unsere Aktion für mehr Sicherheit überhaupt nicht möglich. Deshalb nennen wir hier noch einmal die die bisherigen Teilnehmer: Aalen-Elchingen, Anklam, Bad Dürkheim, Barth, Böhlen, Cottbus-Neuhausen, Höxter-Holzminden, Kamenz, Meinerzhagen, Mosbach-Lohrbach, Rechlin-Lärz, Schönhagen, Stendal, Wyk auf Föhr, Zweibrücken.

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AOPA action

Alles Selbstzweck oder was?

Etliche Verkehrslandeplätze müssen nach einer neuen europäischen Vorschrift ab 1999 ihre Landebahnen verlängern, wenn sie noch legal gewerblich angeflogen werden wollen. Manch einer Länderregierung sind diese Ausbaupläne ein Dorn im Auge.

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REISE

Ferry nach Dubai

Eine Cessna 206 sollte der Ferry-Pilot Andreas Offermanns von Münster/Osnabrück ins Scheichtum Dubai am Persischen Golf überführen. Er und sein Copilot wollten dies in fünf Tagen schaffen, und als Route hatten sie sich – mutig – eine Strecke über den Iran mit zwei Tankstops ausgesucht. Eine fehlende Permission number zwang aber erst einmal zur Pause in der Osttürkei. Nach zahllosen Telefonaten und Faxen gelang dann doch noch der Flug über die menschenleeren Weiten des Iran, bevor die Crew im kristallklaren Wasser des Golfs wieder relaxen konnte.

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ULTRALEICHT

Messesplitter von der AERO:
Tschechen mit großem Aufgebot

Mehr als ein Dutzend UL-Flugzeuge stellten tschechische und slowakische Hersteller auf der AERO vor. Für Aufsehen sorgten vor allem die in Kunststoff gefertigte UFM Lambada von Urban aus Libchavy und der Ganzmetall-Tiefdecker KP 2U Sova der Firma Kappa. Als Antrieb der Lambada, die durch ihr perfektes Finish begeistert, dient ein modifizierter BMW-Motorradmotor mit 50 PS. Die Sova ist wahlweise mit einem festen oder Einziehfahrwerk zu bekommen und soll im Horizontalflug bis zu 240 km/h erreichen.

Elektronische Instrumente von TL Ultralight

Der tschechische UL-Hersteller TL-Ultralight, der unter anderem den TL 232 Condor Plus baut, bietet jetzt auch eine eigene Palette elektronischer Instrumente zur Motorüberwachung.

Sternmotor ohne Kurbelwelle

Ein technisches Bravourstück zeigte Vladimir Yakuschenko auf der AERO. Der Ukrainer hat einen 80 PS starken Sternmotor entwickelt, der ohne herkömmliche Kurbelwelle auskommt.

Neue Rettungssysteme zugelassen.

Mit zwei gerade zugelassenen Rettungssystemen überraschte der Glasfaser-Flugzeugservice Hansjörg Streifeneder aus Grabenstetten. Die in Rußland hergestellten K 500 und KS 500 sind für Anhängelasten bis 500 kg und Geschwindigkeiten bis 160 km/h beziehungsweise 250 km/h zugelassen.

Comet: Neuer Stern am UL-Himmel

B & F-Chef Peter Funk hat ein neues Flugzeug auf die Beine gestellt, das viele Piloten ins Träumen geraten lassen dürfte. Wir stellen ihnen die neue FK 12 Comet vor, einen Doppeldecker, der durchaus als modern gelten darf. Kurz nach dem Erstflug hatten wir Gelegentheit, uns den faszinierenden Zweisitzer genauer anzuschauen. Wir meinen: Die FK 12 Comet ist weniger etwas für Nostalgiefans, sondern mit allen Attributen eines modernen ULs ausgestattet. Sie bietet gute Flugleistungen, ist extrem wendig und wartet mit exzellenten Detaillösungen auf. Eines bekommt jeder Comet-Pilot gratis und in kräftiger Dosis: Die Faszination eines sportlichen Doppeldeckers.

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SEGELFLUG

Das DAeC Team für die WM setzt auf Sieg

"Es geht darum zu gewinnen", erklärt Robby Schröder ganz ohne Schnörkel auf die Frage nach seinen WM-Ambitionen. Die Franzosen seien bei den Segelflug-Weltmeisterschaften vom 29. Juni bis 13. Juli in St. Auban, in den französischen Alpen, sicherlich ein starker Gegner, aber nicht unschlagbar. Acht Piloten ist das deutsche Team für die 25. Segelflug-Weltmeisterschaften groß. Nicht alle spekulieren auf einen Medaillenplatz, ums bloße Dabeisein geht es aber keinem. Und die oft vorgebrachte Wunschplazierung "unter den ersten Zehn" schließt natürlich den Traum von einem Spitzenplatz nicht aus. Im Heft werden die Piloten und ihre Vorbereitungstaktiken vorgestellt.

Motorsegler und Segelflugzeuge auf der AERO

Unangefochtener Star der AERO ’97 im Bereich der Segelflugzeuge war der Albatros von Hansjörg Streifeneder (ausführliche Beschreibung in aerokurier 5/97). Streifeneder hatte den Technologieträger eindrucksvoll unter dem farbenprächtigen Schirm des Gesamtrettungssystems ausgestellt. Vorstöße aus dem UL-Sektor deuteten auf Messe in Friedrichshafen zudem einen neuen Trend an.

Gegen die einzige Innovation auf dieser AERO in Friedrichshafen im Bereich der Segelflugzeuge, das Projekt des Standard-Klasse-Flugzeugs Albatros von Glasfaser-Flugzeug-Service wirkte die Präsentation der etablierten Hersteller eher blaß. Räumlich und in der Plazierung setzten zudem in Halle 3, dem Ausstellungsfeld des Segelflugs, die Polen den Schwerpunkt. Das gerade LBA-zugelassene Weltklasse-Flugzeug PW-5, das Rennklassemuster SZD-56-1, das inzwischen in Polen seine Zulassung erhalten hat, und der Akro-Abkömmling des Standard Jantar, die SZD-59, bildeten hier den zentralen Blickfang.

Altes legt die Firma HPH aus Tschechien neu auf: die Glasflügel 304B. Ausgestellt war das erste Exemplar des jetzt als 304 CZ bezeichneten und mit Winglets nachgerüsteten Musters. Gomolzig in Wuppertal bietet in einer Kleinserie von fünf Exemplaren, für die vorgefertigte Flügelteile vorlagen, den Metalldoppelsitzer Caproni Calif A 21S mit nebeneinander angeordneten Sitzen an. Das in der Leistung dem Janus vergleichbare Flugzeug mit einziehbarem Doppelfahrwerk wird mit einer hochwertigen Instrumentierung (Streckenrechner Peschges VP7) zu einem sehr günstigen Preis angeboten (160000 Mark). Das Vorführflugzeug steht für 140000 Mark im Angebot.

Segelflugzeugbordrechner auf der AERO ’97

Da schlug die Innovationsfreude Purzelbäume: Im Bereich Segelflugzeuginstrumentierung hatte die AERO ’97 jede Menge Neues zu bieten. Und die Neueinsteiger locken mit Preisen, die alles Bisherige unterbieten. Hier nur ein Beispiel: Garrecht Computersysteme präsentierte den Volkslogger für komplett nur 1499 Mark – gezeigt wurde vorerst allerdings nur der Prototyp mit noch nicht vollständig entwickelter Software. Mehr im Heft.

Deutschland im Streckenrausch

War es schon der Tag des Jahres? Der 21. April jedenfalls hat den Segelfliegern in Deutschland eine Flut von Superstrecken beschert, darunter das jetzt mit 1124 km größte FAI-Dreieck Europas. Geflogen hat es Klaus Wedekind mit einer ASH 25M. Angekündigt hat sich die brisante Wetterlage mit Vorlauf, und zwar an einem Sonntag. An dem Wochenendtag ist wohl jedem engagierten Streckensegelflieger klar geworden, was am darauffolgenden Montag, dem 21. April, möglich sein sollte.

Klaus Wedekind beschreibt seinen Flug selbst. Ebenfalls auf Dreiecksstrecken über 1000 km waren an dem Tag Uli Schwenk und Wilfried Großkinsky unterwegs.

PPL-B reicht für Motorseglerschlepp

Für das Schleppen von Segelflugzeugen und nichteigenstartfähigen Motorseglern mit Motorseglern benötigt der Pilot im Schleppmotorsegler nur den PPL-B mit Schleppberechtigung! Das hat jetzt nach der auf Protest gestoßenen NfL II 5/97, in der noch der PPL-A gefordert worden war (aerokurier 3/1997), das Bundesministerium für Verkehr festgestellt. Mitte Mai war aus dem BMV zu hören, daß eine entsprechende Veröffentlichung in den Nachrichten für Luftfahrer, mit der auch die NfL II 5/97 aufgehoben wird, sich in der Vorbereitung befindet.

Damit ist eine wichtige Forderung des Segelflugs erfüllt. Der Motorseglerschlepp kann jetzt von den Piloten ausgeübt werden, die auf Motorseglern sicherlich die meiste Flugerfahrung und -übung aufweisen können, ohne daß sie gezwungen werden, zuvor die F-Schleppberechtigung über PPL-A und Motorflugzeugschlepp zu erwerben.

Meteorologie-Seminar der OSTIV

Auf dem Gebiet der Segelflugwetterberatung ist vieles in Bewegung geraten. Der verstärkte Einsatz von Computern eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Optimal zu nutzen sind sie aber nur, wenn die meteorologische Aus- und Fortbildung, und zwar im Wetterdienst wie auf Verbraucherseite, darauf abgestellt wird.

"Meteorologische Aus- und Fortbildung von Beratern und Segelfliegern", "Segelflugwetterbericht", "Wettbewerbsberatung", "Meteorologische Auswertung von GPS-Daten" und "Globale Segelflugmöglichkeiten" standen denn auch als Schwerpunkte auf der Tagesordnung des letzten Theorietreffens der meteorologischen Sektion der OSTIV (Internationale wissenschaftlich-technische Organisation für den Segelflug) in Oberpfaffenhofen. Die Beiträge und Diskussionen, besonders zu den drei erstgenannten Themen, ließen erkennen, wie eine räumlich und zeitlich detaillierte Segelflugwetterprognose in Zukunft aussehen könnte.

Das leistet die moderne Standard-Klasse / Teil II

Was leisten die Muster der modernen Standard-Klasse wirklich? Der aerokurier hat sich in dieser Frage nicht auf Herstellerangaben und von Besitzerstolz gefärbte Einschätzungen verlassen. Aufschluß anhand objektiv nachvollziehbarer Daten liefern die von der Idaflieg in Zusammenarbeit mit der DLR mit immensem Aufwand in Vergleichsflugverfahren ermittelten Geschwindigkeits- und Gleitzahlpolaren.

In zweiten Teil dieser Artikelreihe "Das leistet die moderne Standard-Klasse" werden jetzt die Idaflieg/DLR-Polaren für LS7, LS7 mit Winglets, die Vorserien-LS8 und die SZD-55 vorgestellt. Ergänzt wird diese Leistungsbeurteilung durch die im Rahmen der Idaflieg-Sommertreffen erstellten Flugeigenschaftsprogramme (Zacherprotokolle).

OSTIV Sailplane Development Panel

Diese Konstellation ist im Bereich der Luftfahrt ziemlich einmalig: Im Segelflug bestimmen ganz wesentlich behördenunabhängige Experten mit, was international in puncto Sicherheit vom Sportgerät Segelflugzeug zu verlangen ist. Hier hat sich der Sport eine einmalige Chance gewahrt, nicht fernab der Praxis von Verwaltungen gegängelt zu werden. Der Name der Organisation: Sailplane Development Panel der OSTIV.

Die Arbeitsgruppe zur Segelflugzeugentwicklung (Sailplane Development Panel oder kurz SDP) der technisch-wissenschaftlichen internationalen Organisation des Segelflugs (OSTIV) kommt wenigstens einmal im Jahr zu einer Arbeitssitzung zusammen. Die Tagung ’96 hatten der finnische Aero-Club und die Helsinki University of Technology ausgerichtet. Die Veranstaltung wurde zu einem kleinen Jubiläum: Vor 35 Jahren hatte hier das erste Treffen der Arbeitsgruppe stattgefunden. Grund genug, einmal auf die Geschichte dieser wichtigen Institution zu schauen.

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Last updated May 23, 1997