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aerokurier 10/1997
aeti1097.JPG (35705 Byte)Editorial Entzerren statt verdichten / Pilot Report Cessna 182S: Die neue Skylane / Business Aviation Learjet 45 zugelassen: Ring frei für den Rivalen / Magazin Deutsche Kunstflugmeisterschaft 1997: Alter neuer Meister, Oldie-Treffen in Nastätten: Bücker-Veteranen unter sich / Flying  Oldtimertreffen Hahnweide ’97  / Rotor Hubschrauber retten das Oderbruch, Mayday – Hilfe für Helikopterpilotin, Weltrekordflug mit R44 / Praxis Instrumentenflug: "Direct to" wird bald zur Pflicht, Absturz wegen Überladung / aerokurier-AKTION Landen zum Nulltarif / Ultraleicht   Tecnam P96 Golf: Serienfertigung angelaufen / Segelflug IS-28M2/GR: Jetzt solide motorisiert touren, aerokurier-Streckenpreis: Eine Woche Segelfliegen in den Rockies, Triumph bei der 4. Junioren-EM: Super Sechs, EM der Frauen: Meisterschaft der Höhen und Tiefen / Special Flight Training Editorial: Im Verein am schönsten?, Suche nach der richtigen Flugschule: Auf versteckte Kosten achten, aerokurier-Aktion: "Jetzt fliegen lernen", Wann hilft der Staat beim Scheinerwerb?, Linienpilotenausbildung bei Austrian Airlines, Branchenspiegel


EDITORIAL

Entzerren statt verdichten

Der Entwurf der Landeplatz-Lärmschutz-Verordnung hat für Diskussionsstoff gesorgt (siehe aerokurier 7/97, "Der Lärmhammer"). Selten drohten der Allgemeinen Luftfahrt durch eine einzelne Verordnung solche verheerenden Auswirkungen. Dies bringen auch die Hersteller von lärmreduzierendem Equipment in ihren Stellungnahmen zum Ausdruck.

Neben den technischen Fehlinterpretationen, die im Entwurf stehen, ist bereits der Ansatz der Landeplatz-Lärmschutz-Verordnung falsch. Indem man die Zeiten, zu denen geflogen werden darf, reduziert, wird man die Zahl der Flugbewegungen verdichten. Die Menschen werden aber nicht die Zeiten wahrnehmen, zu denen weniger geflogen wird, sondern registrieren, daß es Zeiten gibt, an denen mehr geflogen wird.

Lärm ist vor allem eine subjektive Empfindung und das gilt gerade für Fluglärm von Flugzeugen der Allgemeinen Luftfahrt. Hier reicht schon die optische Wahrnehmung, um sich gestört zu fühlen.

Wenn man die Menschen wirklich vor den Geräuschen der Flugzeuge schützen will, dann sollte man die Öffnungszeiten für Flugplätze ausdehnen, damit nicht alle Flugzeuge zur gleichen Zeit starten und landen müssen. Auch die Frage des Nachtflugs darf nicht zum Tabuthema gestempelt werden.

Wer das Flugzeug geschäftlich nutzt, weil er Geschäftspartner trifft, die mit anderen Verkehrsmitteln nur mit sehr viel mehr Zeitaufwand zu erreichen sind, muß sich schon heute häufig nach der Anwesenheit eines Flugleiters richten, um landen oder starten zu dürfen. Eine solche Einschränkung gibt es für kein anderes Verkehrsmittel, sie ist geradezu grotesk.

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PILOT REPORT

Cessna 182S: Die neue Skylane

Die Cessna 182S ist zehn Jahre nach ihrem Produktionsstopp wieder als Neuflugzeug zu haben. In einem Pilot Report ging die Redaktion aerokurier der Frage nach, ob Cessna die Skylane nur einem Facelifting unterzogen hat oder ob das Unternehmen die 182 fit gemacht hat für das 21. Jahrhundert.

Das Flugzeug für den Pilot Report ist erst vier Wochen alt. Es trägt die Seriennummer 182-80013 und ist damit die 13. Cessna 182S, die das neuerrichtete Werk in Independence, Kansas, verlassen hat. Ich fliege die 182 mit Bill Kovac, Cessnas regionalem Vertreter für Wisconsin. Größter Unterschied zu der alten 182 ist die Motorisierung: Anstelle des Teledyne Continental O-470 dreht bei der 182S ein Textron Lycoming IO-540 mit 230 PS den Propeller. Auch ist die 182S leiser geworden, nicht zuletzt, weil der Motor statt mit 2700 Upm nun bei 2400 Upm bereits seine volle Kraft entfaltet. Die Steigleistung ist deutlich besser, als im Handbuch, angegeben. Bei unserem Flug stieg die 182S mit 1200 ft/min, obwohl im Handbuch nur 924 ft/min als maximales Steigen angegeben werden. Beim Interieur haben sich die Ingenieure richtig Mühe gegeben, es hinterläßt einen professionellen Eindruck. Ab Fabrik und ohne Extras kostet die 182S rund 190600 Dollar.

Cessna 182S: Die neue Skylane

Die Cessna 182S ist zehn Jahre nach ihrem Produktionsstopp wieder als Neuflugzeug zu haben. In einem Pilot Report ging die Redaktion aerokurier der Frage nach, ob Cessna die Skylane nur einem Facelifting unterzogen hat oder ob das Unternehmen die 182 fit gemacht hat für das 21. Jahrhundert.

Das Flugzeug für den Pilot Report ist erst vier Wochen alt. Es trägt die Seriennummer 182-80013 und ist damit die 13. Cessna 182S, die das neuerrichtete Werk in Independence, Kansas, verlassen hat. Ich fliege die 182 mit Bill Kovac, Cessnas regionalem Vertreter für Wisconsin. Größter Unterschied zu der alten 182 ist die Motorisierung: Anstelle des Teledyne Continental O-470 dreht bei der 182S ein Textron Lycoming IO-540 mit 230 PS den Propeller. Auch ist die 182S leiser geworden, nicht zuletzt, weil der Motor statt mit 2700 Upm nun bei 2400 Upm bereits seine volle Kraft entfaltet. Die Steigleistung ist deutlich besser, als im Handbuch, angegeben. Bei unserem Flug stieg die 182S mit 1200 ft/min, obwohl im Handbuch nur 924 ft/min als maximales Steigen angegeben werden. Beim Interieur haben sich die Ingenieure richtig Mühe gegeben, es hinterläßt einen professionellen Eindruck. Ab Fabrik und ohne Extras kostet die 182S rund 190600 Dollar.

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BUSINESS AVIATION

Learjet 45 zugelassen: Ring frei für den Rivalen

Ende August erhielt der zweistrahlige Learjet 45 seine vorläufige Musterzulassung durch die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA. Die Entwicklung und Zulassung des leichten Midsize-Jets hatte ein Jahr länger in Anspruch genommen, als beim Programmlaunch geplant. Hauptpartner an dem Programm sind neben Learjet aus Wichita die ebenfalls zum Bombardier-Konzern gehörenden Unternehmen de Havilland aus Toronto sowie Shorts aus Belfast. Der Learjet 45 hat eine NBAA-IFR-Reichweite von 1710 NM (3167 km) und ist für Flüge bis in Höhen von 51000 ft zugelassen.

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MAGAZIN

Deutsche Kunstflugmeisterschaft 1997: Alter neuer Meister

Klaus Schrodt heißt der alte und neue Deutsche Meister im Motorkunstflug. Mit seiner Extra 300S dominierte Schrodt die Wettbewerbs-Meisterklasse in Großenhain unweit von Dresden. In der Aufsteigerklasse gewann Willy Baumgärtel (Zlin 50LS). Die Um- und Einsteigerklassen entschieden Rolf Hankers (RV-4) und Dirk Hilge (Pitts S-2A) für sich. Allgemein lagen die Leistungen etwas unter dem Niveau früherer Meisterschaften.

Oldie-Treffen in Nastätten: Bücker-Veteranen unter sich

Daß Bücker nicht nur Flugzeuge, sondern auch Motorräder gebaut hat, dürfte nur wenigen bekannt sein. Piloten und Fahrer von Bücker-Maschinen trafen sich kürzlich in Nastätten zum Bücker-Veteranentreffen.

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ROTOR

Hubschrauber retten das Oderbruch

Mit der Hilfe von mehr als 9000 Soldaten und 70 Hubschraubern der Bundeswehr und des Bundesgrenzschutzes konnte das Oderbruch vor den Hochwasserfluten gerettet werden. Dem nächtlichen Einsatz der Transporthubschrauber (MTH) der Heeresflieger vom Typ Sikorsky CH-53G ist es zu verdanken, daß ein bereits verlorengeglaubter Deichabschnitt bei Hohenwutzen nicht brach. Die Besatzungen transportierten – ganz auf sich allein gestellt, da die Bodenhelfer aus Sicherheitsgründen abgezogen worden waren – je Anflug fünf Tonnen Sandsäcke auf die rissigen Deiche. Referenzen fehlten fast gänzlich, nur die Scheinwerfer unter den Rümpfen der Maschinen beleuchteten das Terrain. Neben den Heeresfliegern (mit CH-53G, BO 105 und Bell UH-1D) waren die Marineflieger (mit Mk 41 Sea King und Do 228), die Luftwaffe (mit Bell UH-1D) sowie der BGS (mit AS 330 Puma, Bell UH-1D, Bell 212 und SA 318C Alouette II) im Oderbruch im Einsatz. Die Gesamtflugzeit betrug mehr als 3400 Stunden.

Mayday – Hilfe für Helikopterpilotin

Bei einer mißglückten Autorotationslandung mit einer Alouette II erlitt die 42jährige Pilotin Sylvie Parrat 1994 eine Querschnittslähmung. Da die Umstände des Flugunfalls und die Verantwortlichkeit im Cockpit (beim Flug handelte es sich um einen Verlängerungs-Checkflug mit Fluglehrer) bis heute ungeklärt sind, wurde der Pilotin bisher jegliche finanzielle Unterstützung verweigert. Die "Stiftung Mayday", die nach dem tödlichen Unfall eines russischen Piloten auf der ILA ’94 gegründet wurde und es sich zur Aufgabe gemacht hat, in Not geratene Piloten oder deren Familien ideell wie materiell zu unterstützen, hat sich der Angelegenheit jetzt angenommen. Sie stellte als erstes ein kostenloses Flugticket zur Verfügung, mit dem Sylvie zu einem Neurochirurgen nach Ulm reisen konnte. Dieser untersuchte die Französin honorarfrei. Notwendige Medikamente zur Schmerztherapie, die von der französischen Krankenkasse nicht bezahlt werden, will die Stiftung finanzieren. Den Rollstuhl erwarb Sylvie von den Spendengeldern der Whirly Girls (weltweite Vereinigung hubschrauberfliegender Frauen), deren Mitglied sie seit 1993 ist.

Weltrekordflug mit R44

Mit einem Robinson-R44-Hubschrauber flogen Jennifer Murray (56) und Quentin Smith (32) in 97 Tagen um die Welt. Ihre Route führte sie von England über Südeuropa, Arabien, Asien, den nordamerikanischen Kontinent, über Grönland wieder zurück in die britische Heimat. Die Maschine war mit GPS sowie mit einem Zusatztank ausgerüstet. Der Erlös des Fluges um die Welt – der erste mit einem weiblichen Piloten und der erste mit einem kolbenmotorgetriebenen Helikopter – kommt der Organisation "Save the Children" zugute.

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FLYING

Oldtimertreffen Hahnweide ’97

Wer die Faszination lebendiger Luftfahrtgeschichte hautnah erleben will, ist auf der Hahnweide richtig. Alle zwei Jahre wird der Platz bei Kirchheim/Teck zum Mekka der Oldtimer-Enthusiasten. In diesem Jahr gab es wieder wahre Schätze zu sehen. Zu den Stars gehörte eine Bériot XI aus dem Jahr 1914. Wir waren für Sie dabei.

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PRAXIS

Instrumentenflug: "Direct to" wird bald zur Pflicht

Am dem 29. Januar 1998 wird europaweit Basic Area Navigation (B-RNAV) eingeführt. Ab dann müssen in Deutschland alle Luftverkehrsteilnehmer oberhalb von Flugfläche 100 eine Navigationsausrüstung an Bord haben, die Flächennavigation erlaubt. Neben VOR/DME, DME/DME und Loran-C ist auch GPS als Navigationsmittel für B-RNAV zugelassen. Allerdings sind bisher noch wenige GPS-Empfänger vom Luftfahrt-Bundesamt für B-RNAV zugelassen worden. Die Hersteller sind unter großem Druck, die Hardware bis zum Stichtag zugelassen zu bekommen. Ein weiteres Problem ist, daß für alle Flugzeugeinbauten mit B-RNAV-Geräten eine ergänzende Musterzulassung notwendig ist.

Absturz wegen Überladung

Eine mit vier Personen besetzte Cessna 172 kollidierte im Abflugbereich der Piste 27 des Verkehrslandeplatzes Tannheim in ansteigendem Gelände mit Bäumen und stürzte ab. Dabei wurden alle vier Insassen getötet, die Maschine brannte aus. Nach den Ermittlungen der Flugunfalluntersuchungsstelle (FUS) beim Luftfahrt-Bundesamt war der Hochdecker um 87 kg überladen. Er hob nach Zeugenaussagen erst nach der Halbbahnmarkierung ab und erreichte im flachen Geradeausflug keine ausreichende Höhe für die Hindernisse. Der Pilot reagierte auch nicht auf die Warnung über Funk, nach rechts abzudrehen. Zudem verfügte der verantwortliche Pilot über wenig Flugerfahrung; er hatte seinen PPL-A erst wenige Wochen vor dem Unfall erhalten und war etwa fünf Stunden auf dem Muster geflogen.

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aerokurier-AKTION

Landen zum Nulltarif

Nutzen Sie die letzte Chance für kostenlose Landungen in diesem Jahr. Bevor die aerokurier-aktion "Landen zum Nulltarif" in die Winterpause geht, finden Sie im Oktoberheft noch einmal vier Gutscheine, die Ihnen zu kostenloser Landepraxis verhelfen. Diesmal geht es auf die Flugplätze Großenhain, Varrelbusch, Oehna und Ballenstedt.

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ULTRALEICHT

Tecnam P96 Golf: Serienfertigung angelaufen

Bei Tecnam in Neapel hat die Serienfertigung des Tiefdeckers P96 Golf begonnen. Die erste Maschine soll in Kürze in Deutschland eintreffen. Der Side-by-side-Zweisitzer verwendet zu 70 Prozent Bauteile der P92. In Italien ist der Schulterdecker als UL (P92 Echo) und VLA (P92-J) zugelassen. Bislang sind schon 300 Stück verkauft worden. Die neue P96 Golf bietet den Piloten mehr Platz. Auch einige Performancewerte, allen voran die Reisegeschwindigkeit, zeigen sich verbessert. Ob die Maschine jemals auch als Leichtflugzeug zugelassen wird, scheint derzeit zumindest fraglich. Erst wenn 20 Bestellungen vorliegen, will Tecnam sich darum kümmern. Das Unternehmen hat aus den Erfahrungen mit der P92 Lehren gezogen. Von ihr sind bis heute noch nicht einmal zehn Stück in der VLA-Ausführung verkauft worden. Der Grund: Die Leichtflugzeugausführung ist teurer als die Ultraleichtversion. Auf Grund des höheren Gewichtes bietet sie zudem die schlechteren Leistungen. Hinzu kommt: Wegen ihrer Einstufung als "richtiges" Flugzeug ist sie im Betrieb in vielen Ländern stärkeren Restriktionen unterworfen. In Deutschland wird die P96 Golf einschließlich BRS-Rettungsgerät und Funk 115 000 Mark kosten.

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SEGELFLUG

IS-28M2/GR: Jetzt solide motorisiert touren

Der Preisbrecher unter den Touring-Motorseglern, die rumänische Ganzmetallkonstruktion IS-28M2, wird knapp zwei Jahre nach ihrer LBA-Zulassung mit einer verbesserten Motorisierung aufgefrischt. Standard-Triebwerk ist jetzt der 80 PS starke Rotax 912 mit einer Constant-Speed-Luftschraube von Hoffmann.

Schon im Auftritt unterscheidet sich die neue GR-Version deutlich vom Vorgängermodell. Sie reckt jetzt die von den anderen Motorseglern her bekannte typisch lange Rotax-Cowling mit dem an ein Haifischmaul erinnernden Kühlluftschacht weit nach vorn.

Der Wechsel zum wassergekühlten Rotax bringt drei große Vorteile. Über das integrierte Untersetzungsgetriebe ist sichergestellt, daß die Startleistung bei der hohen Drehzahl von 5800 U/min tatsächlich über den Propeller umgesetzt werden kann. Das Triebwerk begnügt sich zudem mit bleifreiem Benzin, wie es in Deutschland – einmal abgesehen vom sehr viel teureren Avgas – nur noch verfügbar ist. Und schließlich verhilft die Lärmdämmung der Flüssigkeitskühlung zu einer geringeren Schallemission. In Zeiten sich überschlagender Forderungen nach immer geringeren Lärmwerten ein Vorteil, der kaum überschätzt werden kann.

Rund 115000 Mark (plus Steuern) soll der Motorsegler nach der für Ende '97 erwarteten LBA-Zulassung inklusive einer umfangreichen Grundausstattung ab Werk kosten. Importeur Dieter Oschinsky (Oschinsky KG, Wolfsheck 9, 69254 Malsch) will die ersten Flugzeuge zur Markteinführung für knapp unter 100000 Mark anbieten.

aerokurier-Streckenpreis: Eine Woche Segelfliegen in den Rockies

Glück muß man haben: Gleich zweimal Glück hatte Jens Lange. Er hat den aerokurier-Streckenpreis '96 erflogen und für die gewonnene Woche Segelfliegen in Golden, Kanada, in den Rocky Mountains gutes Segelflugwetter angetroffen.

Fünf Tage boten richtig gutes Wetter mit zwar nicht ganz so früh einsetzender, aber immerhin bis auf 11000 ft hochreichender Thermik. Zwischendurch gab's Gelegenheit die Perspektive zu wechseln. Besondere Sehenswürdigkeiten wurden mit dem Auto angefahren.

"Es war eine gute Mischung", freute sich Jens am Ende der Woche. Er ist auf den Geschmack gekommen. Jedenfalls wurden schon Pläne geschmiedet, im nächsten Jahr und dann zur besten Zeit wiederzukommen.

Triumph bei der 4. Junioren-EM: Super Sechs

Zum totalen Triumph wurde die 4. Segelflug-EM der Junioren für das deutsche Team. Sowohl in der Standard- als auch in der Clubklasse räumten die deutschen Junioren in Freudenstadt-Musbach sämtliches Edelmetall ab. Mario Kießling (Discus b) und Michael Sommer (LS1-f) erflogen sich die Titel. Möglich wurde der Erfolg durch die ausgezeichnete Teamleistung der Piloten. Gute thermische Bedingungen über dem Schwarzwald brachten den Teilnehmern zehn Wertungstage.

EM der Frauen: Meisterschaft der Höhen und Tiefen

Gisela Weinreich und Gundula Goeke Europameisterinnen der Renn- und Standard-Klasse, Bronze für Angelika Machinek (Rennklasse) und Kathrin Wötzel in der Clubklasse – das ist die erfolgreiche Ausbeute des DAeC-Teams in Prievidza, Slowakei. Angelika Machinek berichtet, wie die Pilotinnen diese Europameisterschaft erlebten, in denen die Wettbewerbsflüge durch den ständigen Wechsel zwischen dem Fliegen im Flachland und Gebirge mit meist nicht einfachen Einstiegen ins Relief geprägt waren.

Weitere Meldungen aus dem Segelflug unter anderem zur Europameisterschaft der Frauen und der Deutschen Meisterschaft der Junioren finden sich unter airSPORT.

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SPECIAL FLIGHT TRAINING

Editorial: Im Verein am schönsten?

Wenn es denn stimmt, daß Fliegen ein Urtraum der Menschheit ist, dann tun’s eigentlich erschreckend wenig. Einfach mal reinschnuppern, heißt deshalb das Motto dieses Flight Training Special. Denn oft ist es der entscheidende erste Schritt zum großen Erlebnis des Selberfliegens, der aus vielerlei Gründen schwerfällt und deshalb vielfach nicht unternommen wird. Um den Einstieg in die ganz neue Welt des Fliegens zumindest finanziell etwas zu erleichtern, hat jetzt der aerokurier gemeinsam mit 75 Flugschulen die Aktion "Schnupperflug" gestartet.

Barrieren abzubauen, das hat sich auch der Deutsche Aero Club (DAeC) mit seinen rund tausend Ortsvereinen als wichtige Aufgabe gestellt. Ganz auf der Linie des Deutschen Sportbundes "Sport ist im Verein am schönsten", wird mit Schnupperkursen um Einsteiger geworben. In rund 950 Clubs des DAeC wird zu günstigen Konditionen Segelflugausbildung angeboten, in 180 Vereinen kann die Motorfluglizenz erworben werden, und zunehmend mehr Fluggruppen erweitern ihr Schulungsangebot zum Ultraleichtfliegen.

Die Menschen auf der anderen Seite des Flugplatzzauns zu gewinnen, dazu ist aber auch ihre direkte Ansprache notwendig. Man muß auf sie zugehen, sie ansprechen und damit das Gefühl vermitteln, daß sie willkommen sind, um sie so sprichwörtlich über den Flugplatzzaun zu ziehen – damit es nicht bleibt bei einem "Fliegen ja, aber Verein: nein danke".

Suche nach der richtigen Flugschule: Auf versteckte Kosten achten

Der Preis für einen Theoriekurs und der für die praktische Ausbildung ergeben oft schon den Kostenvoranschlag für die angestrebte Privatpilotenlizenz. Auch in einer detaillierteren Auflistung ist nicht offensichtlich, daß noch lange nicht alles abgedeckt ist, was später in der Familienkasse fehlt. In dem Artikel wird aufgezeigt, mit welchen Kostenfaktoren für die Ausbildung zu rechnen ist, damit es nicht am Ende zu einer bösen Überraschung kommt.

aerokurier-Aktion: "Jetzt fliegen lernen"

Hier bietet der aerokurier in Zusammenarbeit mit 75 Flugschulen die Chance zu einem besonders preisgünstigen Schnupperflug auf dem Pilotensitz unter der Betreuung eines Fluglehrers. Der Schnupperflug-Coupon im Special Flight Training 97 verhilft zu einem rund halbstündigen "Einweisungsflug" im Motorflugzeug, Ultraleichten oder Hubschrauber.

Wann hilft der Staat beim Scheinerwerb?

Fliegen lernen kostet Geld. Schon jeder Privatpilot wird, wenn er das begehrte Dokument endlich in Händen hält, an die vielen Mühen und auch Kosten zurückdenken, die er während seiner Ausbildung aufzubringen hatte. In ungleich höhere Kostenbereiche kommt man bei der Erlangung gewerblicher Lizenzen. Der Weg zum Verkehrsflugzeugführer (ATPL) gehört mit zu den teuersten Ausbildungsgängen, die heutzutage möglich sind. Es ist also wichtig, sich bei der Planung seiner Pilotenkarriere schon frühzeitig Gedanken über deren Finanzierung zu machen. In Anbetracht der hohen Schulungskosten gilt es gerade hier, kostspielige Fehler zu vermeiden und rechtzeitig unter Berücksichtigung aller Förderungsmöglichkeiten zu planen. Auf was zu achten ist, erklärt Michael Wiesner, Rechtsanwalt und Pilot.

Linienpilotenausbildung bei Austrian Airlines

Österreichs Nationalcarrier Austrian Airlines expandiert – und sucht junge Leute für die Ausbildung zum Flugzeugführer auf Fokker 70, McDonnell Douglas MD-80 oder Airbus 320/321. Die Airline bildet aus wie die Lufthansa auch, im Gegensatz zu anderen Gesellschaften allerdings für die Pilotenanwärter kostenfrei, sie müssen sich allerdings für fünf Jahre bei Austrian Airlines verpflichten.

Branchenspiegel

Die Marktübersicht stellt über 200 Flugschulen in Deutschland, der Schweiz, Österreich und den USA vor.

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Last updated September 19, 1997