aerokurier
HEFT


News
Spots (Fotos)
Sportergebnisse
Facts
Neues Heft
Spezial
Action
Links
Shop
Wir über uns
Home

aerokurier 3/1998
aerokurier März Titel (21968 Byte)Editorial Der Steuer ein Schnippchen schlagenPilot Report Lancair IV-P / Business Aviation Citation Excel vor der Zulassung: Lightjet Comfort Class / Magazin Tanken a la carte / Flying Ecuador - Wo Abenteuer zum Alltag gehört / Praxis Tips für Trips: Flug nach Saanen, Schweiz, Langsamflug, VFR-Flugplanung: Abseits der "Ölspur", Unfallanalyse: Absturz beim Hangsegelflug / Ultraleicht Mit dem UL über dem Rio Branco, Dallach geht in die Offensive, Ultraleichte im Regierungsviertel / Segelflug Streckenflugrechner: Wohin geht der Trend?, Barron-Hilton-Cup 96/97, Die große Chance: Rekorde in Deutschland, Ultraleicht-Segelflugzeug aus dem Baukasten / Flight Training Special Editorial: Luftfahrtkarrieren beginnen am Flugplatz, Kunstflugausbildung: Keine Angst vorm Loop, Sparen mit Spaß: Fliegen im Verein, 40 Jahre Fernschule für Aeronautik, Große Flugschulübersicht


EDITORIAL

Der Steuer ein Schnippchen schlagen

Die Mehrwertsteuer wird zum 1. April erhöht. Wer sich 1998 ein Flugzeug kaufen will, kann eine Menge Geld sparen.

Heute kostet ein Liter Avgas zwischen 2,35 Mark und 2,45 Mark, der Steueranteil liegt bei über einer Mark. Treibstoffe, nicht nur Flugbenzin, sind von der Mehrwertsteuer-Erhöhung doppelt betroffen, denn die Mehrwertsteuer berechnet sich aus dem Produktpreis plus Mineralölsteuer.

Daß die Mineralölsteuer der Allgemeinen Luftfahrt nachhaltig geschadet hat, zeigen die Flugstundenzahlen der vergangenen Jahre. Wenn sich die Mineralölsteuer für Flugbenzin weiter erhöhen würde, hätte das einschneidende Folgen, auch für die Flugsicherheit.

Einen Lichtblick in dieser Situation bieten neue Antriebskonzepte wie der Flugdiesel. Zwar ist der Steuersatz auf Jettreibstoff nicht geringer als der für Avgas, aber der Verbrauch eines Flugdiesels liegt erheblich unter dem der heute verwendeten Motoren. Die Tochtergesellschaft von Socata und Renault scheint bei der Entwicklung eines Flugdiesels die Nase vorn zu haben.

Zurück zum Kopf der Seite


PILOT REPORT

Lancair IV-P

High-Performance-Einmots wie die Mooney TLS Bravo, die Malibu Mirage oder der Commander 114TC können der Lancair IV-P in puncto Speed kaum das Wasser reichen. Der Kit-Viersitzer, in aller Regel mit einem 350 PS starken Conti-Sechszylinder TSIO-550E/B mit Doppelturbolader ausgerüstet, fliegt ihnen allen davon. Knapp 90 Bausätze des Composite-Tiefdeckers haben derzeit schon ihren Erstflug hinter sich, die Hälfte davon mit druckbelüfteter Kabine.

Wir konnten die einzige Lancair IV-P in Europa fliegen. Stationiert ist sie in Basel in der Schweiz. 7000 Arbeitsstunden und jede Menge Dollars hat ihr Erbauer in die Entstehung dieses "Hotrods der Lüfte" investiert. Der aerokurier-Flug bestätigte, was der Kithersteller und die amerikanischen Versicherungen von Lancair-IV-Piloten verlangen: Ohne solide Erfahrung auf Hochleistungsmots geht nichts - und selbst dann sollte man diesem Flugzeug noch mit großem Respekt begegnen.

Zurück zum Kopf der Seite


BUSINESS AVIATION

Citation Excel vor der Zulassung: Lightjet Comfort Class

Die zweijährige Flugerprobung ist fast beendet, die Serienfertigung ist angelaufen. Nun wartet Cessna auf den Segen der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA. "Ich glaube, wir werden über tausend Excel verkaufen," sagte Cessna-Chairman Russ Meyer anläßlich des Roll-outs der ersten Serien-Citation-Excel am 21. November 1997 in Wichita. Für gut ein Fünftel der angestrebten Zahl hat Cessna bereits unterschriebene Kaufverträge im Tresor liegen. Eine größere Zahl von Festbestellungen hat es bisher bei keinem Business Jet in diesem Programmstadium gegeben. Fast genau 2000 Stunden haben die beiden Excel-Prototypen seit dem Erstflug am 29. Februar 1996 in der Luft verbracht.

Verglichen mit den errechneten Werten, die im September 1995 veröffentlicht wurden, hat die Citation Excel im Laufe ihrer Entwicklung ein wenig zugelegt. Die Steigleistung der Citation Excel ist trotzdem beachtlich. Sie steigt vollbeladen nonstop in 25 Minuten direkt bis auf 43000 ft. Die Passagiere der Excel können sich über eine Kabine freuen, die in der Klasse der leichten Business Jets ihresgleichen sucht. Bei der Entwicklung haben die Ingenieure die Kabine der Citation X genommen und sie auf 7,00 m Länge verkürzt. Mit 1,73 m Raum zwischen Fußboden und Deckenverkleidung bietet die Excel-Kabine den Fluggästen Stehhöhe. Voraussichtlich Anfang des zweiten Quartals 1998 wird die endgültige Zulassung erteilt. Damit verfehlt Cessna das bei der Erstvorstellung genannte Zieldatum um mindestens sechs Monate, am Zeitpunkt für die ersten Auslieferungen will man aber festhalten.

Zurück zum Kopf der Seite


MAGAZIN

Tanken a la carte

Luftfahrt-Kreditkarten zum bargeldlosen Bezahlen von Flugkraftstoffen sind kein Luxus. Sie vereinfachen die Abrechnung und werden von den Ölgesellschaften auch an Privatpiloten ohne eigenes Flugzeug ausgestellt. Die FlightCard und Sterling Card von Air BP, die AIRWORLD von Esso und das Shell-Carnet werden vorgestellt.

Zurück zum Kopf der Seite


FLYING

Ecuador - Wo Abenteuer zum Alltag gehört

Südamerika ist ein Kontinent der Extreme. Regenwald, Hochgebirge und Pampa haben eines gemeinsam: Das Flugzeug ist das einzige Transportmittel, mit dem man diese Gegenden erschließen kann. Hans-E. Görtz hat in Ecuador den Piloten einer Pilatus PC-6 auf seinen abenteuerlichen Flügen begleitet und berichtet darüber im aerokurier.

Zurück zum Kopf der Seite


PRAXIS

Tips für Trips: Flug nach Saanen, Schweiz

Beginn einer neuen aerokurier-Serie. Erstes Flugziel: Saanen in der Schweiz. Schritt für Schritt wird (nach bestem Gewissen) beschrieben, wie man hinkommt und worauf geachtet werden muß. Selbst Piloten ohne Alpenerfahrung dürften - sofern das Wetter mitspielt - keine Probleme haben. Saanen liegt in wunderschöner Umgebung. Im Sommer bietet sich Kraxeln an, im Winter Skifahren. Der Nobelort Gstaad liegt nur wenige Radel- oder Taximinuten entfernt. Ab in die Berge, lautet die Devise. Wem Saanen als Ziel nicht genügen sollte, der ist schon Minuten später am Genfer See.

Langsamflug

Das Frühjahr kommt, und meist haben im Verlauf der Wintermonate die fliegerischen Fertigkeiten gelitten. Zeit also, eine Rostkur einzuleiten. Langsamflüge und Stalls zu üben ist ein guter Anfang. Wer beides beherrscht, hat weitaus bessere Chancen, nicht in einer Unfallstatistik aufzutauchen. Wichtig beim Langsamfliegen: Die Kugel im Wendezeiger stets in der Mitte halten. Stimmt die gewählte Höhe nicht, dann nur mit Gas korrigieren. Weicht die Geschwindigkeit von der Vorgabe ab, dann wird nur mit Hilfe des Höhenruders korrigiert. Denken Sie auch daran, daß in Kurven die Abrißgeschwindigkeit enorm ansteigt. Bei 60 Grad Querlage sind es satte 40 Prozent. Bei den Abrißübungen sollten der sogenannte Cross-control stall und auch der Accelerated stall nicht fehlen. Ersterer ereignet sich typischerweise beim unkoordinierten Eindrehen in den Endanflug, letzterer belegt, daß Flugzeuge bei jeder Geschwindigkeit "gestallt" werden können - zum Beispiel in Kurven oder bei einem stark gezogenen Abfangbogen.

VFR-Flugplanung: Abseits der "Ölspur"

Durch Nutzung von User-Waypoints lassen sich schon bei der Flugplanung wertvolle Flugminuten einsparen. Außerdem können so die oft hochfrequentierten "Rennstrecken" über den Funkfeuern vermieden werden. Mit einem Beispielflug wird gezeigt, wie’s geht.

Unfallanalyse: Absturz beim Hangsegelflug

Südwestlich des Hochschwab in der Steiermark war ein Motorsegler bei Starkwindlage an einem Felsen zerschellt. Alles deutet darauf hin, daß der gebirgsflugerfahrene deutsche Pilot in den Hang gekurvt ist. Er wurde beim Absturz getötet.

Zurück zum Kopf der Seite


ULTRALEICHT

Mit dem UL über dem Rio Branco

Es ist eine der wenig bekannten Regionen im Norden Brasiliens: das Gebiet um den Rio Branco. Hierher hatte es unseren Autor Klaus Kolling beruflich verschlagen. Zu seiner Überraschung fand er in der Gegend, die in den 80er Jahren bis in die 90er Jahre hinein einen wahren Goldrausch erlebte, viele Ultraleichtflugzeuge. Mit dem UL besuchte er verlassene Goldgräberpisten.

Dallach geht in die Offensive

Der Absturz einer Fascination in den USA hat zu Spekulationen um die Konstruktion geführt. Wie sagen Ihnen, was Wolfgang Dallach selbst und andere Fachleute in den USA zur Unfallursache herausgefunden haben.

Ultraleichte im Regierungsviertel

Da staunte selbst manch´ Bundestagsabgeordneter. Eine CT und eine Ikarus C-42 standen Anfang Februar mitten im Bonner Regierungsviertel. Die wiesen auf eine Veranstaltung hin, wie sie Bonn bislang noch nicht gesehen hatte, den Parlamentarischen Abend Ultraleichtflugzeuge. Der aerokurier veranstaltete diesen Abend mit hochkarätigen Gästen aus Politik, Branche und Verbänden in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg. Erklärtes und erreichtes Ziel: die UL-Branche auf der Bonner Politbühne bekannt zu machen, einen ersten Schritt zur wirksamen Lobbyarbeit zu leisten. Lesen Sie selbst, was unter anderem der Koordinator für die deutsche Luft- und Raumfahrt, Parl. Staatssekretär Dr. Norbert Lammert, an Neuigkeiten den anwesenden Firmenvertretern mitgebracht hatte.

Zurück zum Kopf der Seite


SEGELFLUG

Streckenflugrechner: Wohin geht der Trend?

Wer heute sein Segelflugzeug mit einem Streckenrechner aufrüsten will, hat die große Auswahl. Allein in Deutschland rangeln sich acht Anbieter mit 15 Geräten/Modellreihen um den Markt. Welches wählen? Es wird gezeigt, welche Anforderungen erfüllt sein müssen und welche Bedienungskonzepte verwendet werden und die einfachste Handhabung versprechen.

Barron-Hilton-Cup 96/97

Die Sieger des Barron-Hilton-Cups 1996/97 der Region Europa stehen fest. Die begehrten Tickets zur Flying-M-Ranch sind verteilt. Die Entscheidung ist in manchen Klassen wieder einmal sehr knapp ausgefallen. Aber diesmal spielte auch das Glück mit. Einigen der top-plazierten Piloten, die nur um eine Nasenlänge den ersten Platz verpaßt haben, blieb die Einladung zum Winners Camp in Nevada, USA, nicht verwehrt. (Ergebnistabelle)

Die große Chance: Rekorde in Deutschland

Seit dem 1. Oktober ’97 gibt es neue Rekordkategorien. Es wird jetzt nach Flugzeugklassen unterschieden. Die neu aufgestellten Listen haben noch viele weiße Stellen – sie könnten bei gutem Frühjahrswetter in Deutschland besetzt werden.

Trauen Sie sich zu, mit einem 15-m-Flugzeug einen Zielrückkehrflug über 500 oder 1000 km zu absolvieren – mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit auch immer? Dann können Sie (derzeit noch) einen Deutschen Segelflugrekord erfliegen! Der Artikel zeigt die weißen Stellen in den Rekordlisten auf.

Ultraleicht-Segelflugzeug aus dem Baukasten

Mit gerade einmal 70 kg ist das Ultraleicht-Segelflugzeug Tempest ein Fliegengewicht. Leicht soll sich dieses amerikanisch-australische Ultraleicht-Segelflugzeug künftig auch aus einem Kit aufbauen lassen.

Vater der Tempest ist ein bekannter Konstrukteur von Hängegleitern, Bill Moyes in Australien. Es kommt also nicht von ungefähr, daß die Tempest auch in ihren Materialien starke verwandtschaftliche Züge zu diesen Luftsportgeräten zeigt. Vielleicht bildet diese Nähe eine Brücke, die Drachenflieger zum Segelflug führt. Und: Mit einer Gleitzahl von 24 (Prospekt) verdoppelt die Tempest das Leistungsspektrum der Drachenflieger auf einen Schlag.

Derzeit gibt es das Ultraleichtflugzeug nur als Komplettgerät für 12500 US-Dollar (Moyes Microlights Pty. Ltd., 173 Bronte Road, Waverly 2024, NSW, Australien). Die in Vorbereitung befindlichen Baukästen will Bob Bailey (Quest Air Soaring Center, 6548 Groveland Airport Road, Groveland, Florida 34736, USA) zu einem Einführungspreis von 10000 US-Dollar anbieten.

Weitere Meldungen aus dem Segelflug unter anderem zur Europameisterschaft der Frauen und der Deutschen Meisterschaft der Junioren finden sich unter airSPORT und NEWS Segelflug.

Zurück zum Kopf der Seite


FLIGHT TRAINING SPECIAL

Editorial: Luftfahrtkarrieren beginnen am Flugplatz

Hal Shevers ist ein berühmter Mann. Allerdings kennt ihn kaum jemand unter seinem bürgerlichen Namen. Hals Spitzname "Sporty" hingegen ist den meisten Piloten ein Begriff. Sein Flugbedarfs-Versandhandel Sporty’s Pilot Shop ist das wohl weltweit größte Unternehmen seiner Art. Hal Shevers lebt für die Fliegerei und zum Teil auch von der Fliegerei. Er ist unermüdlicher Promoter der Allgemeinen Luftfahrt. Erst vor ein paar Wochen hat er zusammen mit der amerikanischen AOPA 1600 Werbetafeln (Learn to fly here) an Flugschulen verschenkt. Hal Shevers begründete seine Aktion damit: "Wenn die Marketingbudgets der Flugschulen schon so schmal sind, daß Interessierte den Weg zur Flugschule nicht mehr finden können, dann müssen die AOPA und ich ihnen eben die Schilder kaufen."

Kunstflugausbildung: Keine Angst vorm Loop

Der Privatpilotenschein ist gemacht, die Faszination des Fliegens droht zur Routine zu werden? Dem kann abgeholfen werden. Die Kunstflugausbildung wird Ihre Sicht des Fliegens verändern. Ursula Sollfrank hat ihre Aerobatik-Berechtigung unvorhergesehenerweise in nur drei Tagen gemacht.

Nur im aktuellen Special: Interview mit Walter Extra

Sparen mit Spaß: Fliegen im Verein

"Was kostet das?" Die Frage kommt fast immer als zweite, wenn das Interesse nach den Möglichkeiten des Selberfliegens etwas weitergeht. Fliegen kostet. Wer sich in seiner Freizeit als Pilot betätigen möchte, muß jedoch nicht zu den Besserverdienenden gehören. Der Verein bietet in der Regel eine preisgünstige Alternative in Ausbildung und Charter. Eine Reihe von Dingen will allerdings beachtet werden.

40 Jahre Fernschule für Aeronautik

Ernst Gröger (72) machte mit seiner Fernschule aus vielen Fußgängern richtige Piloten. Wie auch Gloria und Günther Kotzor, die vor fünf Jahren, im Juli 1993, die Fernschule von Gröger übernahmen.

Im heimischen Arbeitszimmer den Flugscheinaspiranten auf härteste Examen vorzubereiten, diese Aufgabe hatte sich Ernst Gröger gestellt und gemeistert. Die Fernschule für Aeronautik feierte jetzt ihr 40jähriges.

Große Flugschulübersicht

Die Übersicht über die deutschen, österreichischen, Schweizer und ausgewählte US-amerikanische Flugschulen ist für den Einsteiger sowie für die Piloten gedacht, die eine Weiterbildung anstreben.

Zurück zum Kopf der Seite


NEWS | SPOTS | airSPORT | FACTS | HEFT | SPECIAL | aeroACTION | LINKS | SHOP | PROFILE | HOME


Copyright 1997 by Motor-Presse Stuttgart. All rights reserved.


Last updated February 20, 1998