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1/2000 Editiorial Aus
für AIS? / Reportage
Search and Rescue / Pilot Report Mylius My-103/200 / Magazin Hochleistungs-UL:
Impulse 100 / Flying Royal
Flying Doctor Service / Praxis Refresher:
Winterbetrieb, Verschneite Pisten, Flugplan: Bei Ablehnung hilft der CEU-Helpdesk,
Unfall-Analyse: Vorsicht Eis-Wing! /
Ultraleicht Allegro 200: Fliegen zum
Spartarif, UL-Fliegertag des DAeC in Bad Sobernheim / Segelflug Elektromotorsegler
Antares, aerokurier Online-Contest, , WM 1999: Nationencup fürs DAeC-Team, Idaflieg
Sommertreffen, Nicht länger sinnvoll: Zwang zur Bugkupplung / Special Maintenance Metallreparaturen:
Kunst-Handwerk, Erster Umbau einer Beech 1900D zum Business Liner, Triebwerke und Avionik
auf der NBAA, TBO-Änderungen: Skeptische Annäherung, Branchenspiegel
EDITORIAL
Aus für AIS?
Der Flugberatungsdienst steht in Deutschland vor dem größten Umbruch in seiner
Geschichte. Die DFS plant, die AIS-Büros durch Selbstbriefing-Terminals zu ersetzen. Als
erste AIS-Büros sollen Berlin-Tempelhof und Tegel, Dresden, Erfurt, Leipzig und
Saarbrücken geschlossen werden. Termin für die Umsetzung: Noch in 2000.
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REPORTAGE
Search and Rescue
Mit dem Beitritt zur ICAO verpflichtete sich die Bundesrepublik Deutschland, einen
Such- und Rettungsdienst (SAR) vor zu halten. Dieser steht in erster Linie für die Suche
nach verunglückten Luftfahrzeugen bereit, wird aber auch immer dann tätig, wenn schnelle
Hilfe per Helikopter erforderlich ist. SAR wird in Deutschland von der Bundeswehr
betrieben, wobei zwei Rettungsleitstellen alle Einsätze koordinieren. RCC Glücksburg ist
für die Küsten und Schlesweig-Holstein zuständig (mit Sea-King-Hubschraubern), RCC
Münster (mit Bell UH-1D) für den Rest der Bundesrepublik Deutschland.
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PILOT REPORT
Mylius My-103/200
Auf der ehemaligen Bitburg Air Base, dort wo einst Kampfjets vom Typ F-15 hangariert
waren, entsteht unter der Regie von Albert Mylius eine neue Flugzeugfamilie. In Planung
ist ein Ein-, Zwei- und Viersitzer. Die Flugzeuge - sie tragen die Typbezeichnungen
My-102, My-103 und My-104 entstehen in Modularbauweise, d. h., alle drei Versionen
verwenden möglichst viele identische Bauteile. Dies kommt einer wirtschaftlichen
Fertigung und niedrigeren Wartungs- und Reparaturkosten zu Gute. Auch im Kaufpreis soll es
sich niederschlagen. Testpilot Dieter Thomas hat für den aerokurier den Prototypen des
Zweisitzers geflogen. Sein Resümée: Fliegerisch hinterlässt die Maschine schon einen
sehr guten Eindruck.
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MAGAZIN
Hochleistungs-UL: Impulse 100
Unter dem Namen Impulse 100 nähert sich am Baden-Airport ein interessantes
Hochleistungs-UL dem Erstflug. Klappt alles, könnte er im Januar stattfinden. Die
nachfolgende Flugerprobung soll aus Wetter- und Termingründen in Südfrankreich erfolgen.
Mit der Zulassung wird für Mai gerechnet. Die Impulse 100 soll eine
Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h bieten, Die rechnerische Reisegeschwindigkeit liegt
bei 270 km/h, die Manövriergeschwindigkeit bei 220 km/h. Als Reichweite nennt die
Herstellerfirma Impulse Aircraft 1700 km zuzüglich eine Stunde Reserve. Gefertigt werden
wird die Impulse 100 vollständig in Kohlefaser-Honeycomb-Sandwich-Bauweise. Das Fahrwerk
ist starr ausgelegt. Eine Version mit Einziehfahrwerk soll folgen. Die Impulse 100 wird zu
einem attraktiven Basispreis angeboten. Mit starrem Zweiblattprop und
Grundinstrumentierung ausgerüstet, ist ein Preis von 129500 Mark zuzüglich Steuer
vorgesehen. Das formschöne und in puncto Leistung viel versprechende UL soll sich laut
Philipp Steinbach aus seiner Hand stammt das Konzept auch für den F-Schlepp
eignen.
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FLYING
Royal Flying Doctor Service
Sieben Millionen Quadratkilometer Wüste, Sümpfe und Urwälder sind Revier des Royal
Flying Doctor Service (RFDS). Mit modernen Flugzeugen bringen die Piloten und Ärzte
schnelle medizinische Hilfe in Regionen, in denen Menschen oft unter archaischen
Bedingungen leben. Wir haben ein Team des RFDS durch das australische Outback begleitet.
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PRAXIS
Refresher: Winterbetrieb
Der Winterbetrieb von Flugzeugen folgt eigenen Regeln. Nur wer sie beachtet, fliegt
auch sicher. In einem weit gefaßten Beitrag beschreibt Karl-Heinz Apel, worauf es
ankommt, wenn die Tage sehr kurz sind, sich das Wetter nur selten von der guten Seite
zeigt, die schneebedeckte Startbahn Piloten mit hohem Rollwiderstand überrascht und nicht
klar ist, ob die Bahnlänge am Zielflugplatz in Anbetracht geschmälerter Griffigkeit auch
wirklich ausreicht.
Verschneite Pisten
Wer im Winter fliegt, braucht auch landbare Flugplätze. Das kann bei Schneelagen
schwierig werden. Manchmal lässt es sich auf einer geschlossenen Schneedecke sogar
sicherer landen als auf einer geräumten, aber womöglich leicht vereisten Bahn. Wir
nennen die Kriterien.
Flugplan: Bei Ablehnung hilft der CEU-Helpdesk
Bei einem von der AOPA veranstalteten Seminar gaben Vertreter der Abteilung
Verkehrsflusssteuerung (CFMU) von Eurocontrol hilfreiche Tipps zur Flugplanaufgabe. Auch
der seit Oktober bei Flügen über FL 245 in Europa gültige Frequenzabstand 8.33 kHz
wurde ausführlich behandelt.
Unfall-Analyse: Vorsicht Eis-Wing!
Wie gefährlich es werden kann, wenn man bei der Vorflugkontrolle vergißt, Eis, Schnee
oder Raureif von den Flächen seines Flugzeugs zu fegen, belegt ein tödlicher Absturz in
Massachussetts. Die Maschine konnte nicht ausreichend steigen und explodierte beim
Aufprall auf eine Baumgruppe. Auch dem inzwischen verstorbenen DLR-Astronauten Reinhard
Furrer unterlief 1990 der Fehler, dem Schnee auf den Flächen keine Bedeutung beizumessen.
Furrer startete in der Dunkelheit, ohne die Flächen von dem inzwischen gefrorenen Schnee
zu befreien. Sein Flugzeug konnte nicht an Höhe gewinnen und stürzte auf ein Feld.
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ULTRALEICHT
Allegro 200: Fliegen zum Spartarif
Ein UL der neuen Generation unter 90000 Mark, das ist heute selten. Der Newcomer
Allegro 200 von Fantasy Air ist solch ein Angebot. Wir haben den Schulterdecker kritisch
unter die Lupe genommen. Dabei fanden wir wenige Schwachstellen, die Importeur Dr.
Gerd-Peter Kuhn aber bis zur Auslieferung der ersten Kundenflugzeuge beseitigen will. Dann
bietet die Allegro ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
UL-Fliegertag des DAeC in Bad Sobernheim
Bad Sobernheim: Erstmals seit langem gab es beim diesjährigen UL-Fliegertag des
DAeC wieder ein volles Haus. Über 100 Teilnehmer wollten sich aus erster Hand über die
Entwicklungen im UL-Sport informieren. Die Mitglieder der Ultraleichtkommission (ULKO)
bekamen einige Kritik zu spüren, konnte aber auch so manches Missverständnis ausräumen.
Eine Reihe von Referaten zu den Themen Flugsicherheit, GPS-Navigation und F-Schlepp mit
Ultraleichtflugzeugen machten den UL-Fliegertag zu einem interessanten Forum.
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SEGELFLUG
Elektromotorsegler Antares
Die Zukunft hat noch im alten Jahrtausend begonnen: Bei Lange Flugzeugbau in
Zweibrücken entsteht das erste motorisierte Segelflugzeug mit praxistauglichem
Elektroantrieb.
Er präsentiert sich leise, virbrationsarm und ganz ohne Abgase, dazu bärenstark im
Antritt, vor allem aber zuverlässig. Der Erprobungsträger LF-20E von Lange Flugzeugbau
benötigt von den drei Kilometern Piste in Zweibrücken nicht einmal 100 Meter. Dann hat
er auf Abhebegeschwindigkeit beschleunigt und zieht auf einer beeindruckend steilen Bahn
schnell außer Sichtweite. Hören kann man den Elektromotorsegler schon nach dem Abheben
nicht mehr.
Für die Leistung gibts nachvollziehbare Angaben: Das Maximalsteigen der LF-20E
beträgt 4,4 m/s. In der Höhe, mit nachlassender Batteriespannung, lässt zwar auch das
Steigen nach, Schluss ist aber erst in knapp 1700 m. Das Durchschnittssteigen bis dort
hinauf beträgt rund 2,9 m/s.
Abgeschirmt von der Öffentlichkeit erfolgte der Erstflug bereits am 7. Mai 1999. Im
Laufe des Sommers hat es der Erprobungsträger auf über 30 Starts und 20 Flugstunden
gebracht. Auf dem Prüfstand hat das Antriebssystem der 42 kW starke
High-Tech-Motor mit kompletter Steuerungselektronik und dem großen Zweiblattpropeller
schon rund 80 Stunden unter Volllast absolviert. Nach einer Flugsaison kann der
Antrieb jetzt vorgezeigt werden.
Der Statusreport beschreibt den neuartigen Antrieb und gibt einen Ausblick auf die
speziell für den Elektroantrieb ausgelegte Antares mit 20 m Spannweite und einem besten
Gleiten von 54.
aerokurier Online-Contest
Wettbewerbe fliegen kann eine Menge Spaß machen. Bei zentral ausgetragenen ist die
Möglichkeit des unmittelbaren Austauschs mit den Konkurrenten ein dafür ganz
entscheidendes Moment. Dezentrale Wettbewerbe hinkten da bislang nach.
Mit dem aerokurier-Online-Contest wird das anders. Im Internet fängt er die
Aktualität ein, die zentrale Wettbewerbe so spannend machen. Kurze Zeit nach der Landung
stehen dort die Ergebnisse fest, kann man sich mit anderen Piloten darüber austauschen,
wie sie Problemstellen der Aufgabe gemeistert haben, mit welcher Taktik sie Erfolg hatten
oder wo sie mit ihren Entscheidungen reingefallen sind. Alle Details im kompletten Artikel.
Idaflieg Sommertreffen
Beim Idaflieg-Sommertreffen werden Arbeit und Vergnügen auf angenehme Weise verbunden:
Messaufgaben mit dem Segelfliegen. 1999 hatte die Idaflieg eine Reihe hochinteressaner
Prototypen im Test.
Der Verkehrslandeplatz Aalen-Elchingen auf der Schwäbischen Alb, traditioneller
Standort des Sommertreffens, war auch im August 1999 Ziel der Akademischen Fliegergruppen
und vieler Gäste. Oben auf dem Programm stand der Vergleich der jüngsten und mitunter
auch sehr ungewöhnlichen Flugzeugentwürfe der Akafliegs sowie jener aus der
Serienfertigung der Industrie (Discus2, Genesis 2). Die Flugleistungen und -eigenschaften
wurden untersucht und mit denen lang bekannter Konstruktionen verglichen. Eher zur
Grundlagenforschung gehörte das Projekt der Akaflieg Berlin, das mit Hitzdrahtsonden
versuchte, die Mikroturbulenz der Atmosphäre zu messen. Zu den anwendungsorientierten
Projekten gehörte 19der Versuch der Akaflieg Darmstadt/FH Darmstadt, mit einer
verhältnismäßig einfachen Anlage direkt die Gleitzahl eines Flugzeuges zu messen.
WM 1999: Nationencup fürs DAeC-Team
Bei den 26. Segelflug-Weltmeisterschaften 1999 in Bayreuth gab es erstmals eine
Mannschaftswertung. Platz 1 holte sich das deutsche Team.
Mit dem World Soaring Cup, so der offizielle Titel der Nationenwertung, darf sich die
insgesamt rund 30-köpfige Mannschaft für ihre Anstrengungen in Bayreuth bestätigt
fühlen. Trainer, Coach, Meteorologe und die vielen Helfer in der Organisation rund um die
acht Piloten haben dafür gesorgt, dass das System "WM-Team" funktionierte.
Rainer Wienzek als Teamcaptain ist zuzuschreiben, dass kein Sand in diesen Betriebsablauf
geriet auch nachdem der in der zweiten Woche von den Amerikanern eingebrachte, von
der Jury aber zurückgewiesene Protest für einen Zwist gesorgt hatte (aerokurier 10/99),
der letztlich das Bild nach außen in Mitleidenschaft zog.
Nicht länger sinnvoll: Zwang zur Bugkupplung
Ist die Verpflichtung zur Nutzung der Bugkupplung beim Schlepp mit Motorseglern noch
aufrecht zu erhalten? Eine vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebene Untersuchung
zum F-Schlepp, die am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig
durchgeführt wurde, legt nahe, diese Verpflichtung aufzuheben.
Beim 23. Segelflugzeugsymposium Mitte November in Braunschweig wurde aus der inzwischen
beim Luftfahrt-Bundesamt liegenden Forschungsarbeit unter dem Titel "Untersuchung der
Steuerbarkeit von Segelflugzeugen im F-Schlepp" berichtet. Danach ergaben sich keine
signifikanten Sicherheitsunterschiede für die Fesselung in Bug- oder Bodenkupplung. Der
Motorseglerschlepp allerdings erwies sich nach dieser Untersuchung in Extremsituationen
als deutlich günstiger und damit auch sicherer: Die Kräfte und Beschleunigungen fielen
erheblich geringer aus.
Vor diesen Erkenntnissen erscheint das Verbot des Motorseglerschlepps an der
Bodenkupplung in einem neuen Licht: Segelflugzeuge ohne Bugkupplung werden von diesem
Verbot zum weniger sicheren Schlepp hinter Motorflugzeugen gezwungen! Denn nur der Schlepp
mit Motorflugzeugen ist nicht auf die Bugkupplung beschränkt.
Weitere aktuelle Segelflugmeldungen unter airSport
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SPECIAL MAINENTANCE
Metallreparaturen: Kunst-Handwerk
Die Komplexität von Metallarbeiten an Flugzeugen wird gewöhnlich unterschätzt.
Besonders bei Unfallschäden ist eine große Erfahrung, verbunden mit handwerklichem
Können, unabdingbare Voraussetzung für das Gelingen einer Reparatur. Im Maintenance
Special im aerokurier 1/2000 stellt der aerokurier die Firma "Flugzeugreparaturen
Ralf Kohnen" vor, die sich auf Zellenreparaturen und andere Metallarbeiten an
Flugzeugen spezialisiert hat.
Erster Umbau einer Beech 1900D zum Business Liner
Die Umrüstung eines Flugzeugs vom Airliner zum Geschäftsreiseflugzeugs ist eine
Herausforderung, besonders, wenn sie zum ersten Mal vorgenommen wird. Das Unternehmen
Beechcraft Berlin Aviation hat sich dieser Herausforderung gestellt und eine Beechcraft
1900D modifiziert. Anstelle von 19 Passagiersitzen beherbergt der Regional-Airliner nun
ein Executive-Interieur mit zwölf Sitzen. Innen wurde das Flugzeug komplett nach
Kundenwünschen ausgerüstet. Der Umbau der Beech 1900D ist das bislang größte Projekt
der Firma.
Triebwerke und Avionik auf der NBAA
Die NBAA ist nicht nur ein Schaufenster der Flugzeughersteller, auch die System- und
Zubehörlieferanten zeigten anlässlich der 52. NBAA in Atlanta ihre Neuheiten.
Integrierte Avionik wird immer kleiner und preisgünstiger. Auf der NBAA stellte
AlliedSignal Aerospace mit dem Integrated Hazard Avoidance System (IHAS) sein erstes
Avionikpaket dieser Art für die Allgemeine Luftfahrt vor. Auf einem Multifuktionsdisplay
kann beim IHAS eine Vielzahl von Informationen dargestellt werden. Navigationsdaten,
Wetterdaten in graphischer Darstellung, virtuelle Geländedarstellung und
Luftraumsituation sind nur einige Beispiele.
Gulfstream Aerospace in Savannah, Georgia, wird der erste zivilen Flugzeughersteller
sein, der seinen Kunden ein Enhanced Vision System (EVS), anzubieten vermag. An einem
entsprechenden Projekt wird gearbeitet. Das EVS-System arbeitet mit Echtzeit-Wärmebildern
wie sie heute bereits bei Streitkräften in vielen Länden Verwendung findet. Laut
Firmenmitteilung darf mit der FAA-Zulassung bereits fürs erste Quartal 2000 gerechnet
werden.
Pratt & Whitney Canada (P&WC) will eine neue Triebwerksfamilie auf den Markt
bringen. Die PW6XX-Familie vor allem auf Anwendungen im Bereich der Allgemeinen Luftfahrt.
Der Turbofan könnte eine neue Klasse von Vier- bis Sechssitzern antreiben, gleiches gilt
für einen Turboprop aus der PW6XX-Familie, die durch ein Hubschraubertriebwerk
vervollständigt werden soll.
Auf der NBAA präsentierte Williams das 1000. Exemplar des FJ44. Mit dieser
Turbofan-Familie ebnete Williams den leichten Business Jets den Weg. Die erste Anwendung
für das FJ44 war der Cessna CitationJet, mittlerweile buhlen weitere Wettbwerber in
diesem Markt um Anteile. Die weltweite Flotte von FJ44-1A-Triebwerken hat eine kumulierte
Flugstundenzahl von über 500000.
TBO-Änderungen: Skeptische Annäherung
Das Luftfahrt-Bundesamt hat für privat genutzte Kolbenmotorflugzeuge die bisherigen
TBO-Regelungen für Motoren, Propeller und Schläuche liberalisiert. Dokumentiert ist dies
in der NfL II-70/99. Nicht nur für Halter ergeben sich daraus Fragen, auch die
Wartungsbetriebe, Prüfer und Versicherungen müssen sich mit der neuen Gegebenheit erst
anfreunden. Um allen Betroffenen den Umgang mit der Neuregelung zu erleichtern, hat das
LBA ein Flussdiagramm entwickelt. Mit seiner Hilfe lässt sich schneller ermitteln, in
welchen Situationen der Halter selbst darüber entscheiden kann, wann ein Motor oder
Propeller der Überholung bedarf und wann nicht.
Branchenspiegel
Seit 1988 erscheint jeweils zum Jahresbeginn das Maintenance Special im aerokurier. Es
stellt die besonderen Leistungen dieser bedeutenden Sparte der Luftfahrt mit all ihren
Spezialisierungen heraus. Mit der Portraitierung von 168 Luftfahrttechnischen Betrieben in
Deutschland, Österreich und der Schweiz bildet der Branchenspiegel im Maintenance Special
die größte Marktübersicht der Branche.
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