aerokurier 7/2000
Editiorial Visionen für die Zukunft / Reportage
Mit der Ju-52 um die halbe Welt / Pilot Report CitationJet CJ1: Der Kleine macht
sich groß / Magazin
Dauerbrenner: 100. Caravan auf Floats, Luftfahrtversicherungen:
Safari im Prämiendschungel, 25 Malibus in Essen-Mülheim, Mammut-Shuttle am Nürburgring,
Piloten für die Schweiz gesucht / Messen ILA 2000
in Berlin-Schönefeld / Reise
Neuseelandflug ins Regenland / Flying Ur-UL Mathieu-Russell Monoplane / Praxis
Treibstoffmanagement: Auf die Zuschläge kommts an, Seenotfall: Notlandung
auf dem Wasser, Unfall-Analyse: Im Landeanflug mit Sendermast kollidiert / Ultraleicht
Vor der Zulassung: Aerostyle Breezer, UL-Flüge nach Österreich: Nur mit PPL / Segelflug Pilot-Report Schleicher ASW 28, Deutsche
Meisterschaft in Renn- und Standard-Klasse, 10. EM: Der Countdown ist angezählt, Klix:
Pokal der Alten Langohren, Der Segelflug muss aufwachen (Teil 2) /avionic Special Weiße
Flecken in der GPS-Überdeckung, Mode-S-Transponder für Neuflugzeuge, Moving Map mit
Geländewarnung
EDITORIAL
Visionen für die Zukunft
Um Himmels willen, wo nehmen Sie den Optimismus her?, fragte mich ein Leser in seinem
Brief vorwurfsvoll. Um die Luftfahrt in Deutschland sei es schlecht bestellt, und die
Allgemeine Luftfahrt habe überhaupt keine Zukunft. Anschließend folgte eine
ausführliche Aufzählung von Problemen, die die General Aviation plagen.
Betrachtet man die Vergangenheit, relativiert sich aber das negative Bild, denn die
Luftfahrt in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wurde immer von genau den oben
genannten Problemen verfolgt. Die Situation ist nicht neu.
Aber: Es arbeiten intelligente Menschen an der Zukunft der Allgemeinen Luftfahrt in USA
und Europa und entwickeln Schlüsseltechnologien, mit denen mehrere Probleme auf einmal
gelöst werden.
Ein Beispiel dafür ist ein zeitgemäßer Flugmotor. Das Strahltriebwerk ist bauartbedingt
sehr zuverlässig und mit Hilfe der heute verfügbaren Technik über eine elektronische
Steuerung einfacher zu bedienen als ein zu leanender Kolbenflugmotor mit
Verstellpropeller. Ein anderer Weg ist das mit Kerosin betriebene Dieseltriebwerk.
Fliegen soll so einfach und komfortabel wie Auto fahren werden.
Zurück zum Kopf der Seite
REPORTAGE
Mit der Ju-52 um die halbe Welt
Es sollte ein einzigartiger Flug werden: der Trip mit einer 61 Jahre alten Ju-52 rund
um die Welt. Die Weltumrundung machte ein russisches "Njet" zunichte. Und
dennoch wurde der Flug zum großen Abenteuer. Exakt 39906 Kilometer in 122 Tagen flog der
Oldtimer, der 1939 die Werkshallen der Junkers-Flugzeugwerke in Dessau verließ. Dabei
waren so manche Prüfungen für die Crew und das Flugzeug zu bestehen. Wie die Ju-52 der
Schweizer JU-Air unter teils schwierigsten Bedingungen bis in den Norden Japans und wieder
zurück nach Dübendorf flog, lesen Sie in unserer aktuellen Reportage.
Zurück zum Kopf der Seite
PILOT REPORT
CitationJet CJ1: Der Kleine macht sich groß
Cessna Citation hat den erfolgreichen Einstiegszweistrahler CitationJet avionikseitig
einer Überarbeitung unterzogen. Die nunmehr als Citation CJ1 bezeichnete Neuversion, für
die bislang schon an die 100 Bestellungen vorliegen, ist serienmäßig mit dem
integrierten Collins-Avioniksystem Pro Line 21 ausgerüstet. Das System verwendet
State-of-the-Art-Sensorik, zwei 10 x 8 Zoll große Farbdisplays mit arbeitsentlastenden
Darstellungen und hoher Flexibilität. Die Darstellungen des Primary Flight Displays
beispielsweise lassen sich problemlos auf das Multifunktions-Display umlegen oder
umgekehrt. Die verwendete Symbolik ist leicht verständlich.
Der 3,6 Millionen Dollar teure CJ1 bietet darüber hinaus eine um 90 kg erhöhte
Abflugmasse. Wer dieses Mehr an Zuladung für Treibstoff nutzt, kann mit 30 Minuten mehr
Flugzeit oder 150 NM größerer Reichweite rechnen.
Leistungsmäßig offeriert der CJ1 Gewohntes: In FL 350 stellen sich als maximale
Reisegeschwindigkeit 380 KTAS ein. Die Reichweite beträgt 1475 NM zuzüglich 45 Minuten
Reserve. Zum Start genügen bei Maximalmasse 1000 m Anlauf, zum Landen bei maximalem
Landegewicht 847 m.
Zurück zum Kopf der Seite
MAGAZIN
Dauerbrenner: 100. Caravan auf Floats
Einmotorige Flugzeuge mit Turbopropantrieb eignen sich aufgrund ihrer Zuverlässigkeit
für den kommerziellen Einsatz. Am 16. Mai wurde die 100. Cessna 208 mit Floats in Dienst
gestellt.
Das Einmot-Geschäft der Cessna Aircraft Company läuft in den USA wie geschmiert. Der
hohe Dollarkurs, der Flugzeuge aus den Vereinigten Staaten in Europa verteuert und die
Verkäufe hier zu Lande stocken lässt, interessiert nordamerikanische Käufer nicht. Die
boomende Wirtschaft hat den Flugzeugbedarf in die Höhe schnellen lassen.
Luftfahrtversicherungen: Safari im Prämiendschungel
Versicherungen für die Allgemeine Luftfahrt sind ein hart umkämpfter Markt. Wo viel
zu verdienen ist, wird manchmal mit Haken und Ösen um den Kunden gekämpft. Wir haben uns
für Sie durch den Prämiendschungel der Versicherer gekämpft, geben Tipps, worauf beim
Vertragsabschluss zu achten ist, und zeigen in einer Übersicht, wer was für welche
Leistung verlangt.
25 Malibus in Essen-Mülheim
Flugsicherheit und Erfahrungsaustausch standen beim Jahrestreffen der Malibu-Freunde
Mitte Mai in Essen-Mülheim ganz oben auf der Tagesordnung.
Das Fly-in zum Flugplatz Essen-Mülheim galt Mitte Mai der zweiten europäischen MMIG 46
Convention. Hier waren 25 PA-46 aus der Bundesrepublik und den Nachbarländern für ein
Wochenende zusammengekommen, um in einem Flight-Safety-Seminar ihre theoretischen und
praktischen Fähigkeiten im Umgang mit dem sensiblen Hochleistungsflugzeug zu trainieren,
technische Tipps auszutauschen, über Vor- und Nachteile der Turbinen zu diskutieren und
auch die zum Kraftwerk modifizierten Malibus Probe zu fliegen.
Mammut-Shuttle am Nürburgring
Das Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring war nicht nur eines der sportlichen Highlights
in Deutschland, es war auch eines der größten Helikoptertreffen auf dem europäischen
Kontinent. Mehr als 3000 Rennbesucher wurden per Hubschrauber zum Ring gebracht. Dabei
waren insgesamt 148 Helikopter aus ganz Europa im Einsatz.
Piloten für die Schweiz gesucht
Ein Abkommen zwischen der Schweiz und den EU-Staaten macht es jetzt möglich, dass
EU-Bürger ohne die bisher so problematisch zu erlangende Arbeitserlaubnis in der Schweiz
arbeiten dürfen. Das öffnet auch der Swissair die Möglichkeit, Absolventen ihrer
Swissair Flight Academy nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz im Cockpit eines
Swissair-Jets anbieten zu können. Der Bedarf an Piloten in der Schweiz ist größer als
je zuvor und derzeit gibt es beim Nationalcarrier sogar eine Übernahmegarantie.
Zurück zum Kopf der Seite
MESSEN
ILA 2000 in Berlin-Schönefeld
Die ILA 2000 war beeindruckend: Mehr als 950 Aussteller waren aus 38 Nationen vom 6.
bis 12. Juni zur fünften ILA in Berlin gekommen. Während die Industrie sich über volle
Auftragsbücher freut, plagt momentan der hohe Dollarkurs die Hersteller und Händler von
Flugzeugen aus der General Aviation.
"Die ILA 2000 war ein großer Erfolg!" "Die ILA 2000 hat sich für uns
nicht gelohnt!" Die Stimmung unter den Ausstellern war zweigeteilt. Während die
Industrie sich über gute Aufträge freute der amerikanisch-deutsche Hersteller
Fairchild Dornier und der brasilianische Flugzeugbauer Embraer erhielten beispielsweise
während der Show beide je 50 feste Bestellungen plus 100 Optionen für ihre
konkurrierenden Regionaljetfamilien , mochten einige Hersteller und Händler aus der
Allgemeinen Luftfahrt nicht in den Jubel über eine gute ILA einstimmen.
Zurück zum Kopf der Seite
REISE
Neuseelandflug ins Regenland
Am anderen Ende der Welt, nämlich auf der Südinsel Neuseelands, fliegt Air Fiordland
Touristen zum Milford Sound. Der Fjord ist eine Attraktion inmitten des Air Fiordland
National Parks, die jährlich tausende von Besuchern aus aller Welt anlockt. Zudem ist die
Gegend eine der regenreichsten der Welt gerade richtig für Piloten, die ihr
Handwerk verstehen.
Zurück zum Kopf der Seite
FLYING
Ur-UL Mathieu-Russell Monoplane
Baukastenflugzeuge sind keine Erfindung der Nachkriegszeit. Zwischen 1920 und 1930 gab
es bereits Kitplanes, die zum Teil wenig erfolgreich waren. Warum, zeigen die Flugversuche
mit einem im letzten Jahr restaurierten Russell Monoplane.
Zurück zum Kopf der Seite
PRAXIS
Treibstoffmanagement: Auf die Zuschläge kommts an
In trauriger Regelmäßigkeit wiederholen sich in der Allgemeinen Luftfahrt
Zwischenfälle, bei denen falsches Treibstoffmanagement einen zentralen Part spielt. Autor
Karl-Heinz Apel, im Hauptberuf als Linienpilot tätig, nimmt dies zum Anlass, das Thema
Treibstoffplanung noch einmal ausführlich zu beleuchten. Er erinnert daran, dass bei der
Planung von Flügen nur allzu gerne jene Spritzuschläge, die fürs Warten am Boden, für
den Start- und Steigflug und für einen unerwartet starken Gegenwind im Reiseflug
eigentlich hätten einkalkuliert werden müssen, "vergessen" wurden. Die
unerfreuliche Folge: Am Ende des Fluges, schon ganz nahe am Zielflugplatz, stellt sich im
Cockpit größte Nervosität ein, weil die Zeiger der Tanks auf "leer" zeigen.
Seenotfall: Notlandung auf dem Wasser
Trainieren lässt sie sich nur eingeschränkt, aber mental kann man sich auf die
Notwasserung vorbereiten. Das Überleben einer solchen Situation hängt auch von der
richtigen Ausrüstung ab. Wie man unter verschiedenen Wind- und Seegangsbedingungen am
besten auf dem Wasser landet und seine Chancen wahrt, bis zur Rettung aus dem kalten
Seewasser zu überleben, zeigen wir im aktuellen aerokurier.
Unfall-Analyse: Im Landeanflug mit Sendermast kollidiert
Der Fluggast war prominent. Er wollte unbedingt noch am Abend nach Hause. Die Piloten
der Cessna Citation starteten in Köln/Bonn trotz des sich verschlechternden Wetters am
Zielort Lübeck. Nach dem Wechsel von IFR auf VFR (Lübeck war für IFR-Anflüge nicht
ausgelegt) gerieten sie in das angesagt schlechte Wetter und gaben erheblich an Flughöhe
auf. Etwa 700 m vor dem Platz berührte eine Tragfläche der Citation einen NDB-Mast. Beim
Aufprall des Flugzeuges auf den Boden wurden beide Piloten getötet. Der im hinteren Teil
der Kabine sitzende Uwe Barschel, damals Ministerpräsident von Schleswig Holstein,
überlebte schwer verletzt.
Zurück zum Kopf der Seite
ULTRALEICHT
Vor der Zulassung: Aerostyle Breezer
Auf der AERO ´99 gab er sein Debüt. Jetzt steht der neue UL-Tiefdecker Breezer kurz
vor der Zulassung. Gut 70 Stunden war der Prototyp bisher in der Luft. Wir haben uns den
Newcomer angesehen, der in der Motorisierung mit einem BMW-Einspritzer ganz eigene Wege
geht. In unserem Flugzeugreport steht, was der neue Tiefdecker für Training und Reise
sonst noch zu bieten hat.
UL-Flüge nach Österreich: Nur mit PPL
Wer mit einem UL nach Österreich fliegen will, benötigt zusätzlich zur UL-Lizenz den
PPL-A oder -B. Gegenüber dem aerokurier hat Austro Control jetzt klargestellt, dass
UL-Piloten, auch wenn sie ein deutsch registriertes Ultraleichtflugzeug fliegen, mit der
Sportpilotenlizenz Beiblatt F allein nicht in den österreichischen Luftraum einfliegen
dürfen.
Österreichische UL-Piloten müssen die komplette Therorie und 40 Stunden Praxisausbildung
nach PPL-Standard nachweisen und erhalten dann einen auf ULs beschränkten PPL. "Da
die deutsche Sportpilotenlizenz F nicht vollständig dem Niveau des PPL entspricht und
nicht ICAO-konform ist, kann sie in Österreich leider nicht anerkannt werden",
erklärt Regina Einziger von Austro Control. "Wer jedoch zusätzlich zur deutschen
UL-Lizenz einen PPL-A oder -B besitzt, darf mit einem UL nach Österreich
einfliegen."
Zurück zum Kopf der Seite
SEGELFLUG
Pilot-Report Schleicher ASW 28
Der Erstflug war im März, gerade rechtzeitig zur Wettbewerbssaison 2000. In ersten
Härtetests hat die ASW 28 inzwischen auch schon gestanden. Mag sie die viel gescholtene
turbulente Thermik? Wir haben's probiert und die 28 in schwacher, ruppiger wie starker und
enger Thermik geflogen.
Deutsche Meisterschaft in Renn- und Standard-Klasse
Zwickau hat der Standard- und Rennklasse zur Deutschen Meisterschaft so ziemlich alles
geboten: Sieben Wertungstage der Extreme im Guten wie Negativen. Für den größten
Wirbel sorgten die Piloten dann aber selbst und stellten zum Schluss mit ihrem Abflugpoker
fast noch einmal alles auf den Kopf.
Die neuen Deutschen Meister sind Reinhard Schramme, Bückeburg, in der Standard-Klasse und
Axel Horn, Hockenheim, in der Rennklasse. Sie rückten jeweils mit ihrem Team an die
Spitze. Partnerschaften waren in in Zwickau.
Die erfolgreichste Gruppierung der Rennklasse bildeten Axel Horn und Karl-Eugen Bauder
(2.), die beide in der ersten vorläufigen Wertung des letzten Tages sogar punktgleich
ganz vorn lagen. Erwin Sommer (5.) mischte hier auch noch mit. Glückliche dritte und
vierte Plätze gingen an Werner Meuser und Michael Grund ihnen hatte der erste
"Streckentag" übel mitgespielt.
Andere räumten im Abflugpoker des letzten Tages für sie ging es ebenfalls um den
Einzug in die Nationalmannschaft ihre guten Positionen: Martin Theisinger und Tilo
Holighaus. Martin Theisinger (15. Platz), der in einem furiosen Auftakt fast drei
Tagessiege in Folge erflogen hatte: "Ich bin noch nie so gut geflogen und habe dabei
so schlecht abgeschnitten."
In der 47 Piloten starken Standard-Klasse erwiesen sich Matthias Schunk (3.) und Peter
Fischer (4.) um Reinhard Schramme als unzertrennlich. Der Zweite, Erwin Ziegler, schob
sich beharrlich, so richtig erfolgreich aber erst zum Ende hin in die Spitze. Drei
Tagessiege flog Claus Triebel ein, zwei davon bei den ihm so verhassten Cat's Cradles.
Nach dem Ausreißer zur Wettbewerbsmitte (nur 50 Prozent der Aufgabe) begnügte er sich
mit dem sechsten Platz. Noch ärger traf es Robert Schröder mit dem ASW-28-Prototypen.
Null Toleranz bei der Berührung von Beschränkungsgebieten bedeuteten für ihn am letzten
Tag statt Tagessieg null Punkte und damit den Absturz in der Wertung (Ergebnisse).
10. EM: Der Countdown ist angezählt
Die Teilnehmerliste ist imposant: 113 Piloten aus 24 Nationen wollen bei der
Europameisterschaft 2000 vom 29. Juli bis 13. August in Lüsse, südwestlich Berlin, dabei
sein. Es wird die zehnte EM insgesamt und nach Mengen 1986 die zweite in Deutschland sein.
Bei dieser Europameisterschaft werden aber auch andere Kontinente vertreten sein. Vier
Piloten treten in Lüsse außer Konkurrenz an: Laurens Goudriaan aus Südafrika, zwei
Japaner, Makoto Ichikawa und Shigeki Sawada, sowie John Coutts aus Neuseeland.
Ein starkes deutsches Team geht mit Europa- und Weltmeister ins Rennen. Uli Schwenk (ASW
22BL) startet als Titelverteidiger in der Offenen Klasse. Sein Teamkollege Holger Karow
ist Weltmeister
Klix: Pokal der Alten Langohren
Frühjahrswettbewerb in Klix, und das gleich mit einem Superlativ: 126 Segelflugzeuge
schoben die Helfer Morgen für Morgen ins Startfeld.
Um das passende Wetter vom 28. April bis 7. Mai kümmerten sich zwei Hochdruckgebiete,
eins im Osten, eins im Westen. Sie quirlten mal maritime Warmluft, mal polare Kaltluft in
die Lausitz. Dazwischen ließen sich fünf und für die alte Offene Klasse - den Pokal der Alten Langohren - sechs
Wertungstage platzieren. Zum Schluss hatte die Warmluft so eingeheizt, dass bei den
Stundenmitteln die Klix-Rekorde purzelten (Ergebnisse).
Der Segelflug muss aufwachen (Teil 2)
Mit dem Segelflug geht's bergab jedenfalls was die Zahl der Piloten angeht. Die
Konsequenzen wirken sich auf den ganzen Sport aus. Fred Weinholtz zeigt auf Basis der in
seinem ersten Teil in der aerokurier-Ausgabe Juni veröffentlichten Untersuchung von John
Roake, wie der Trend gebrochen werden könnte.
Weitere aktuelle Segelflugmeldungen unter airSport
Zurück zum Kopf der Seite
AVIONIC
SPECIAL
Weiße Flecken in der GPS-Überdeckung
Seit dem 1. Mai ist das zivil nutzbare GPS noch einmal erheblich genauer geworden. Die
Amerikaner haben die künstliche Signalverschlechterung (Selective Availability)
aufgegeben. Anlass zu Euphorie? Wenns nur um die Idee geht, schon. Die Praxis zeigt
stellenweise vollständige Ausfälle.
Als sehr ärgerlich erweisen sich Effekte, die mit einer absichtlichen
Signalverschlechterung durch die GPS-Betreiber nichts zu tun haben, die Zuverlässigkeit
des GPS aber einschränken. Erst jüngst kam es wieder zu Meldungen aus Italien über
Stellen und Gebiete, in denen kein GPS-Empfang möglich ist. Die aerokurier-Redaktion kann
das Phänomen nach Flügen durch Norditalien, die sie in diesem Frühjahr unternommen hat,
bestätigen. Betroffen sind vor allem der Norden des Landes und die Küstenstreifen.
Massimo Levi, Vizepräsident der AOPA Italien, berichtet von Gebieten von gut zehn bis
zwanzig Kilometern Durchmesser, in denen GPS-Empfänger schlicht den Dienst quittierten.
Mode-S-Transponder für Neuflugzeuge
Die technologische Aufrüstung im Cockpit bricht über Luftfahrzeugbetreiber herein.
Nach B-RNAV- und Funkgeräten mit 8,33 kHz Kanalabstand steht als nächste Investition ein
Mode-S-Transponder auf dem Plan.
Moving Map mit Geländewarnung
Displays, die Daten mehrerer Sensoren darstellen, sind auch in den Cockpits der
Allgemeinen Luftfahrt auf dem Vormarsch. Das GCAS-2000 von EuroTelematik ist ein
Terrain-Warnsystem mit eingebautem Wachstumspotenzial.
Weitere aktuelle Segelflugmeldungen unter airSport
Zurück zum Kopf der Seite |