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aerokurier 1/2001
AETi0101.jpg (32863 Byte)Editiorial Euro-LBA auf dem Weg / Reportage Fantrainer: Fan-tastisch fliegen / Pilot Report Aquila A 210: Light-Kultur /  Magazin Flugsicherheit: Sparpaket Unfalluntersuchung, Außenlandungen mit Hubschraubern: Landerestriktionen, Neuer DFS-Service über neue Medien, Neu am Kitmarkt: Super-Chipmunk als BausatzReise Exkursion nach Sardinien / Flying Die fliegenden Augen von São Paulo / Praxis Know-how: Ausflug nach Samedan, Vom "Huch!" bis zur Ohnmacht, Unfall-Analyse: Tödlicher Mix Beladung und Höhe / Ultraleicht Einsitzer Silence: Solist mit neuen Ideen / Segelflug Elektromotorsegler Antares, DG-1000S: Der Herausforderer, Im Lee des Brockens auf Diamantenhöhe, 59. Deutscher Segelfliegertag in Leipzig, Das DAeC-Team der Clubklasse-WM in Südaustralien / Special Maintanance "Enthusiasmus ist das Wichtigste", Lackierung: Visitenkarte und Schutzschild, Vom Schmutzfleck zur Bruchstelle


EDITORIAL

Euro-LBA auf dem Weg

Die Europäische Kommission hat im Oktober die Schaffung einer europäischen Agentur für Flugsicherheit beschlossen: die European Aviation Safety Agency (EASA). Die EASA ist zunächst für die gewerbliche Luftfahrt gedacht. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit und der politischen Konsequenz, ihre Kompetenzen auch auf andere Bereiche der Luftfahrt auszudehnen.
     Allerdings muss man die neue Behörde mit geschärftem Blick beobachten; europäische Behörden sind nicht dafür bekannt, Bürokratie zu verringern. Die Arbeit der EASA muss zu geringeren Gebühren führen als heute, sonst hat sie einen Teil ihres Auftrags verfehlt. Im gleichen Maße wie der EASA Kompetenzen zugesprochen werden, müssen die Kompetenzen der nationalen Luftfahrtbehörden konsequent beschnitten werden. Ein doppelter Verwaltungsaufwand – einmal für Europa und einmal für jeden einzelnen Staat – kostet unnötig Geld und ist hochgradig unproduktiv.

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REPORTAGE

Fantrainer: Fan-tastisch fliegen

Alles fing mit der Nachricht einer Versteigerung an. Zwei begeisterte Piloten wollten ein außergewöhnliches Flugzeug, den Fantrainer. Sie bekamen gleich drei. Das besondere dieser Flugzeuge ist ihr Antriebskonzept mit einer Allison-Turbine und integrierter Mantelschraube. Ihren Piloten bieten die Fantrainer daher Jeteigenschaften. Aber zu einem günstigen Preis. Erleben Sie im Januar-aerokurier mit, welche Faszination diese Flugzeuge, die jetzt in Trier beheimatet sind, auf Piloten und Mitflieger ausüben.

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PILOT REPORT

Aquila A 210: Light-Kultur

Die wohlproportionierte Aquila A 210 ist ins Endteil auf die JAR/VLA-Musterzulassung eingekurvt. Der Prototyp absolvierte seinen Erstflug am 5. März 2000. Seither wurden 200 Stunden Flugerfahrung gesammelt.
     Auf unserem Flug erzielen wir in 5000 ft bei 24 in. Hg Ladedruck und 5500 Motorumdrehungen (77 Prozent Leistung) eine angezeigte Geschwindigkeit von 115 KIAS (125,4 KTAS). An die in Aussicht gestellten 130 KTAS kommt die A 210 noch nicht ganz heran. Mit Modifikationen soll das Ziel aber erreicht werden.
     110 ausfliegbare Liter Treibstoff stellen eine ordentliche Endurance in Aussicht. Wird von einem realistischen Stundenverbrauch von 20 l ausgegangen, ergibt sich eine Höchstflugdauer von fünf Stunden zuzüglich 30 Minuten Reserve. Damit lassen sich Distanzen von bis zu 1200 km bewältigen.
260 kg darf die Aquila zuladen. Die vollen Tanks schlagen mit 79 kg zu Buche. Zieht man von der Zuladung jetzt noch die 35 kg fürs Gepäck ab, bleiben für die Crew 146 kg.
     Üppig zeigt sich auch die Kabinenhöhe. 1,90 m große Piloten finden einschließlich dick gepolstertem Headsetbügel Platz. Das Instrumentenbrett ist großzügig angelegt.
   Was die Aquila im Einzelnen bietet, lässt sich in der Januar-Ausgabe des aerokurier nachlesen.

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MAGAZIN

Flugsicherheit: Sparpaket Unfalluntersuchung

Das entsprechende Gesetz fordert von der BfU, Abstürze und Störfälle mit Flugzeugen bis zu zwei Tonnen Startgewicht nur noch in bestimmten Fällen zu untersuchen. Scharfe Kritik an dieser Regelung übt der Berliner Luftrechtsexperte Prof. Elmar Giemulla.

Außenlandungen mit Hubschraubern: Landerestriktionen

Deutschland ist in puncto Restriktionen für die Luftfahrt sicherlich federführend. Auch für Helikopter, die ja - gerade weil sie so flexibel sind - auf kleinstem Areal starten und landen können, gilt der Flugplatzzwang. Ausnahmen gibt es für gewerbliche Einsätze, aber meistens nur, wenn die Behörde es will. Und die will eben nicht immer, schon mal gar nicht, wenn der Antragsteller ein Privatpilot ist. In anderen Ländern geht es da erheblich lockerer zu. So muss man in England oder Irland nur das Okay des Grundstückseigners haben, um außerhalb eines Flugplatzes landen zu dürfen.

Neuer DFS-Service über neue Medien

Im nächsten Jahr gibt es den Flugberatungsdienst nur noch zentral im AIS-Center. Für die Allgemeine Luftfahrt (AL) wohl mit am interessantesten ist die zukünftige Organisationsform der LDM, zu der auch der Flugberatungsdienst gehört. Wir fragten Frank Brenner, neuer Sprecher der Geschäftseinheit Luftfahrtdatenmanagement, LDM, nach den Hintergründen, warum die DFS ihre unbestritten kompetenten Außenvertretungen aufgibt und alle Flugberater in Frankfurt-Rödelheim in einem AIS-C, einem Aeronautical Information Service Center, zusammenziehen will. Die Fragen stellte Clemens Bollinger.

Neu am Kitmarkt: Super-Chipmunk als Bausatz

Es gibt sie wieder, die DHC-1 Chipmunk von de Havilland. 1500 Exemplare des Militärtrainers sind gebaut worden. Im Einsatz war der Tandemzweisitzer bei vielen Luftwaffen. Am 2. September 1999 hat wieder eine Chipmunk ihren Erstflug absolviert. Diesmal nahe Montreal. Gebaut wurde sie von Gilles Leger. Der Kanadier bietet den nostalgischen Tiefdecker in Bausatzform an. Legers Version nennt sich Super-Chipmunk, weil der Motor stärker ist, das Cockpit mehr Platz bietet und die Zelle stabiler ausgelegt ist. Leger hat sein Flugzeug mit einem 210 PS starken Conti IO-360 ausgerüstet.
     Zum Start benötigt die Kitversion 207 m Anlauf. Bei 97 km/h hebt sie ab. Die Steigrate beträgt 2000 ft/min oder 10,3 m/s. Im Reiseflug bei 258 km/h werden stündlich 38 l Avgas konsumiert. Etwas magere 483 km Distanz lassen sich mit gefüllten Standardtanks bewältigen.
     Den teilweise vorgefertigten Bausatz gibt es für 33900 Dollar. Die Bauzeit wird auf 2000 h beziffert.

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REISE

Exkursion nach Sardinien

Von seinen Einsätzen als Fliegerarzt bei der Luftfwaffe kannte Dr. Ulrich Werner die Insel Sardinien. Was wäre, wenn man den Weg dorthin allein mit einem Motorsegler zurücklegen würde? In Wittmund startete er an einem Sommertag mit einer SF-25 und einer guten Wetterprognose für die Alpenüberquerung zu seinem 1800-km-Trip gen Süden.

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FLYING

Die fliegenden Augen von São Paulo

In São Paulo, mit mehr als 18 Millionen Menschen eine der größten Metropolen der Welt, ist die Kriminalität allgegenwärtig. Zum Schutz von Bank- und Supermarktfilialen fliegen R44-Helikopter über der Stadt rund um die Uhr Streife. Dass sie erfolgreich auch in der Abschreckung sind, beweist die Statistik: Banküberfälle sind um die Hälfte rückläufig.

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PRAXIS

Know-how: Ausflug nach Samedan

Auf zum höchsten Flughafen Europas. Samedan im Oberengadin ist diesmal das Ziel unserer VFR-Auslandsreise. Elevation: satte 5600 ft (1707 m). Ringsherum absolute Traumkulisse. Viele Tipps zum Flug ins Oberengadin.

Vom "Huch!" bis zur Ohnmacht

Angst im Cockpit – ein Problem nur von Flugschülern? Oder werden auch Piloten mit langjähriger Erfahrung immer wieder von frühen Angsterlebnissen eingeholt? Die Erfahrung zeigt: Die Inhalte von Angst müssen nicht ursächlich mit der akuten Situation zu tun haben.

Unfall-Analyse: Tödlicher Mix Beladung und Höhe

Der junge Pilot hatte seine Fluglizenz ganze sechs Tage, als er gemeinsam mit seiner Frau an Bord einer PA-28 zu einem Trip ins Hochgebirge (im US-Bundesstaat Colorado) aufbrach. Zu einem lokalen Rundflug nahm er seinen Vater und seine Schwester mit an Bord. In einer Höhe von mehr als 8500 ft kollidierte das Flugzeug mit einer Tanne und zerschellte. Für die Unfallermittler sind falsche Beladung, fliegerische Unerfahrenheit und die unzureichende Steigleistung der Piper im Gebirge die Ursachen für den Absturz.

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ULTRALEICHT

Einsitzer Silence: Solist mit neuen Ideen

Es ist schon nicht alltäglich, wenn ein Einsitzer für die UL-Klasse entwickelt wird. Aber mehr noch verwirklicht die Silence ganz neue Ideen und zeigt konstruktive Lösungen, die mit alten Vorstellungen brechen.
    Seit einigen Monaten fliegt dieses außergewöhnliche Flugzeug. Als das Team Silence vor vier Jahren die Entwicklung begann, ging es nur darum, ein Sportgerät ganz nach den eigenen Vorstellungen zu bauen. Jetzt ist ein Serienbau geplant. Wir haben uns die Silence für unsere Leser genauer angesehen.

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SEGELFLUG

Elektromotorsegler Antares

Mitte 2001 wird die erste Antares fliegen und dann gleich den Erprobungsträger LF-20E, mit dem der High-Tech-Elektroantrieb inzwischen über zwei Jahre erfolgreich im Einsatz steht, in der Motorflugleistung deutlich in den Schatten stellen. Lange Flugzeugbau stellt noch in der Entwicklungsphase der Antares auf eine neue Generation von Lithium-Ionen-Akkus um. Nicht mehr 1700 m sind dann maximale Starthöhe, sondern gute 3000 m.
     Die Leistungsdaten sind einfach traumhaft. Nach ausgiebigen Labortests der neuen hochstromfähigen Li-Ion-Zellen im Werk in Zweibrücken und dem rechnerischen Vergleich mit den längst abgesicherten Daten des Erprobungsträgers LF-20E (Metall-Hydrid-Akkus) werden sich mit der Antares bei 500 kg Flugmasse leicht 3000 m Starthöhe erreichen lassen. Maximal wären sogar 5,5 m/s als bestes Steigen möglich, was einen extremen Steigwinkel ergibt und wohl aus Sicherheitsgründen gar nicht empfohlen wird.
     Neben den neuen Batterien und den damit möglichen Leistungen wird im aerokurier 1/2001 auch das aerodynamische Konzept des Elektroseglers vorgestellt. Es steckt voll interessanter Details.

DG-1000S: Der Herausforderer

In der Doppelsitzerklasse gibt’s jetzt Konkurrenz. DG-Flugzeugbau bietet mit dem neuen 20-m-Zweisitzer eine attraktive Alternative für diese Wettbewerbsklasse. In der 18-m-Version eignet sich die DG-1000S für den Kunstflug und die Schulung.
     Mit 20 m Spannweite passt der Faserverbund-Zweisitzer genau in die Wettbewerbsdefinition für die Doppelsitzerklasse. Der auf Meisterschaftsebene durch "Duo-Discus-Reinkultur" fast schon zur Monotypklasse verarmten Wettbewerbsgruppe wird es gut tun, sie gewinnt neue Vielfalt und Attraktivität.
Wie sich die DG-1000S fliegt, steht im aerokurier 1/2001.

Im Lee des Brockens auf Diamantenhöhe

Warum zum Wellenfliegen in die Ferne schweifen? Auch aus dem nordostdeutschen Flachland geht’s auf Diamantenhöhe. Bernd Goretzki, Meteorologe und Segelflieger, beschreibt den Einstieg von Lüsse aus.

59. Deutscher Segelfliegertag in Leipzig

Mitte November hatte Leipzig den deutschen Segelflug zu Gast. Der Tagungsort des 59. Deutschen Segelfliegertages beschwor noch einmal den demokratischen Aufbruch vor zehn Jahren und erinnerte zugleich an das schnelle Zusammenwachsen im Sport. Es war das Verdienst von Siggi Kabbe, heute Ehrenvorsitzender der DAeC-Sportfachgruppe Segelflug, dass der Segelflug als eine der ersten Sportarten die Integration vollzog. Das Motto des 59. Segelfliegertages "Der Segelflug im neuen Jahrtausend" allerdings zielte klar in die Zukunft.
     Viele Fachvorträge am Nachmittag des 18. November im Congress Centrum der Messe Leipzig befassten sich denn auch mit der näheren und mittelfristigen Zukunft. Dipl.-Ing. Gerhard Waibel, Vater der W-Reihe in der AS-Typenpalette von Alexander Schleicher Segelflugzeugbau, gab unter dem Thema "Segelfliegen 2010" einen Ausblick auf die technischen Möglichkeiten.

Das DAeC-Team der Clubklasse-WM in Südaustralien

Am 14. Januar startet in Gawler, Südaustralien, die erste Weltmeisterschaft der Clubklasse. Fünf deutsche Piloten sind dabei.
     Frank Hahn bringt in Gawler, das rund 30 km nördlich von Adelaide liegt, einen Titel ein. Der Amberger ist amtierender Europameister. Mathias Nagel tritt als Deutscher Meister Clubklasse die Reise nach Down under an. Mit ihm sind die Zweit- und Drittplatzierten der DM 2000 dabei: Andreas Nagel und Wolfgang Beyer, der Deutsche Meister von 1998. Axel Reich geht als Reservepilot mit. Die Piloten werden porträtiert.

Weitere aktuelle Segelflugmeldungen unter airSport

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SPECIAL MAINTENANCE

"Enthusiasmus ist das Wichtigste"

Ohne sie fliegt nichts: Der Beruf des Fluggerätmechanikers bietet ein vielseitiges Arbeitsfeld, fordert aber auch einiges.

Lackierung: Visitenkarte und Schutzschild

Wir stellen Technik und Arbeitsabläufe bei der Flugzeuglackierung vor.

Vom Schmutzfleck zur Bruchstelle

Die ersten Anzeichen sind meist unscheinbar, doch hat die Korrosion das teure Fluggerät erst einmal befallen, sollte ihr ohne Zögern der Kampf angesagt werden.

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Last updated December 17, 2000