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aerokurier 4/2001
AETi0104.jpg (28208 Byte)Editiorial Don’t drink and fly / Faszination Oldtimer Ein geschenktes zweites Leben: Altenrhein C-3605 / Pilot Report Welche ist besser? Extra 400 oder Malibu Mirage? /  Messen Heli-Expo 2001Magazin Reservierungssysteme, Im Cockpit mit Henrik Münch / Flugzeug-Report Spitfire Mk 25 von Supermarine Aircraft / Reise Im Westen von Africa / Flying Ewige Liebe / Praxis Nach der Winterpause: Fitnesstraining, Refresher: Startabbruch, Unfall-Analyse: Bei Notlandung Kornfeld in Brand gesetzt / Ultraleicht Allegro 2000 versus Ikarus C-42 / Segelflug Die Reportage: 2463 km im Segelflug, Schleppen von Segelflugzeugen, Leistungscamp Gariep Damm, Neue Notausstiegshilfe: Katapultsitz für Segelflugzeuge, Ein neues Zentrum entsteht: Segelflugschule Oerlinghausen, LAK 17a: Gute Noten im Leistungstest, Neue TBO-Regelung für Tost-Kupplungen, 26. Hexentreffen in Dresden / Special AERO AERO 2001: Die Nummer eins, Motorflugzeuge auf der AERO, ULs auf der AERO: Die Branche blüht, Segelflugzeuge auf der AERO 2001, Business-Aviation auf der AERO, Weltpremiere auf der AERO: Der TAE-Diesel ist zugelassen, Der aerokurier auf der AERO: Volles Programm, Tagungsprogramm zur AERO 2001, Neuer Flugsimulator, Für Experimentals und ULs: PFD 2525, Treffpunkt Bodensee: Anflugverfahren, Interview mit Roland Bosch, Projektleiter AERO, Rückblick: Die AERO vor 10 und vor 20 Jahren


EDITORIAL

Don’t drink and fly

Zum Glück gibt es nur sehr selten Flugunfälle oder Zwischenfälle, bei denen Alkohol eine Rolle spielt. Das beweist, dass die meisten Piloten sehr verantwortungsbewusst mit Alkohol umgehen. Schwarze Schafe gibt es jedoch auch in der Luftfahrt. Beweise für diese Behauptung sind nicht nur diverse Unfälle mit alkoholisierten Besatzungsmitgliedern, sondern auch Filmaufnahmen eines britischen TV-Teams, die die Cockpitcrew einer Linienmaschine beim Zechen vor dem Abflug zeigten. Fliegen unter Alkoholeinfluss ist kein Kavaliersdelikt. Es zeugt vielmehr von einem unprofessionellen und völlig verantwortungslosen Verhalten, das dem Ansehen der Fliegerei immens schadet. Jedem ist bekannt, dass Alkohol nicht nur die Reaktionsfähigkeit eines Piloten heruntersetzt.
    Nichts gegen ein Bierchen im Freundeskreis. Ein Glas Rotwein soll sogar bei regelmäßigem Genuss gesund sein. Es ist aber nicht empfehlenswert, wenn am nächsten Tag ein Flug geplant ist.

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Klassiker

Ein geschenktes zweites Leben: Altenrhein C-3605

Wer sie einmal gesehen hat, vergisst sie nicht wieder. Die eigenwillige Optik macht die Altenrhein C-3605 absolut unverwechselbar. Nicht weniger unverwechselbar ist die Biografie des fast 60 Jahre alten ehemaligen Schweizer Militärflugzeugs.

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PILOT REPORT

Welche ist besser? Extra 400 oder Malibu Mirage?

Die Auslieferung der Extra 400 ist angelaufen. Was läge näher, als den brandneuen Sechssitzer aus Dinslaken in einem Vergleichsfliegen gegen die etablierte Piper Malibu Mirage antreten zu lassen? Beide Flugzeuge sind mit 350 Turbo-PS starken Motoren ausgerüstet, und beide bieten sechs Personen Platz.
Preislich tun sich der deutsche Schulterdecker und der Tiefdecker aus Vero Beach, Florida, nicht viel: 1,102 Millionen Dollar – Mehrwertsteuer inklusive – werden für die EA-400 verlangt, 1,052 Millionen Dollar für die PA-46-350P – ein Vorteil von 50000 Dollar oder 120000 Mark für die Mirage.
    Was die beiden Kontrahenten in der Luft bieten und mit welchem Komfort die Passagiere rechnen dürfen, haben wir für die April-Ausgabe des aerokurier in einem achtseitigen Vergleich zusammengetragen.

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MESSEN

Heli-Expo 2001

Ein brandneuer Helikopter, zwei Erstflüge und eine Reihe von Modifikationen sind die Bilanz der Heli-Expo 2001 im kalifornischen Anaheim. Eurocopter präsentierte mit der geräumigen EC 130 B4 ein neues Mitglied der erfolgreichen Ecureuil-Familie (AS 350). Erfolgreiche Erstflüge vermeldeten Bell/Agusta mit der zweimotorigen AS 139 und Enstrom mit der 480B. Sikorsky hatte gerade mit den Flugtests seiner modifizierten S-92 begonnen. Frank Robinson präsentierte seine Idee von kompakten Dachlandeplätzen in Industrieparks, und Agusta und Westland gaben ihre endgültige "Vermählung" bekannt. Künftig wollen sie unter "AgustaWestland" den gesamten Hubschraubermarkt bedienen.

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MAGAZIN

Reservierungssysteme

Immer mehr Vereine und Flugschulen verbannen die Reservierungskladde und setzen stattdessen auf ein Online-Reservierungssystem. Verschiedene Anbieter werben um die Gunst der Privatpiloten. Eine Übersicht.

Im Cockpit mit Henrik Münch

Er fliegt die Boeing 737 bei der Deutschen BA und ist seit Anfang 2001 auch Technischer Kapitän des in München ansässigen Tochterunternehmens von British Airways. Der 41-jährige Henrik Münch hat aber noch ein zweites Kapitänspatent: das Patent AG (Kapitän auf großer Fahrt), das ihn berechtigt, auch große Schiffe über die sieben Weltmeere zu steuern.

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FLUGZEUG-REPORT

Spitfire Mk 25 von Supermarine Aircraft

Aus Australien stammt eine Neuausgabe der legendären Spitfire – ein Viertel kleiner zwar, aber genauso schön. Brian Maginnity hat sich das einsitzige "Kriegsgerät" aus Brisbane, das schon bald durch eine zweisitzige Version ergänzt wird, genauer angesehen.
Als Antrieb dient ein 130 PS starker Jabiru-Sechszylinder 3300. Dieser macht bei 75 Prozent Power 125 KIAS möglich. Der Treibstoffverbrauch beläuft sich dabei auf rund 20 l/h. Als anfängliche Steigrate werden 1800 ft/min geboten.

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REISE

Im Westen von Africa

Nach der erfolgreichen "Mission Timbuktu" waren sich Karl-Heinz Maxwitat und Dr. Franz Stadtbäumer ganz sicher: "Wir kommen wieder." Diesmal wagten sie sich mit einer Cessna 182 noch weiter in die Tiefe des afrikanischen Kontinents vor. Die Hauptroute ihrer Fotosafari per Einmot führte entlang der Flüsse Senegal, Niger und Gambia.

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FLYING

Ewige Liebe

Mit sehr viel persönlichem und finanziellem Einsatz sorgen in den USA Waco-Liebhaber dafür, dass die zahlreichen Versionen des einst renommierten Flugzeugherstellers gegenwärtig bleiben. aerokurier-Mitarbeiter Howard Levy gelangte auf besonders zünftige Weise zum 3. Fly-in der Waco Historical Society. Bob Jaeger, Gehirnchirurg im Ruhestand und seither erst recht durch und durch praktizierender Wacorianer, nahm ihn in seiner akribisch restaurierten Waco YOC mit. Vor Ort gelang es Levy, eine Vielzahl von echten Waco-Raritäten auf Zelluloid zu bannen.

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PRAXIS

Nach der Winterpause: Fitnesstraining

Der Winter war zwar keiner, trotzdem haben viele Piloten pausiert. Dabei konnte sich so manche Routine verflüchtigen. Karl-Heinz Apel beschreibt, mit welchen typischen Fehlern nach der jahreszeitlich bedingten Zwangspause zu rechnen ist und wie man sie am besten abstellt.

Refresher: Startabbruch

All das, was im Flug unplanmäßig verlaufen kann, hat man irgendwie schon im Hinterkopf. Nur ist man in entscheidenden Situationen wirklich auf die Ausnahme vom Normalen, den Notfall vorbereitet? Zum Beispiel beim Start. Ein Startabbruch kommt höchst selten vor. Mental liegt dieser Eventualfall deshalb in weiter Ferne, irgendwo verschüttet im Hinterkopf. Das Handlungsrepertoire muss im Fall des Falles aber sofort zur Verfügung stehen. Es ist deshalb von großer Bedeutung, die Notfallverfahren vor dem Start zu rekapitulieren.

Unfall-Analyse: Bei Notlandung Kornfeld in Brand gesetzt

Blasenbildung im Treibstoffsystem ist die vermutliche Ursache des Flugunfalls einer russischen Yak 18T in Raron, im schweizerischen Wallis. Unmittelbar nach dem Start hatte der Motor ausgesetzt. Nachdem der Versuch des Piloten, dem Motor per Handpumpe Treibstoff zuzuführen, misslang, musste er die Yak auf einem Feld notlanden. Das Flugzeug durchtrennte dabei Kabel von Hochspannungsleitungen, die bei Bodenkontakt Feuer auslösten. Pilot und Begleiterin konnten sich unverletzt aus dem stark beschädigten Flugzeug befreien.

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ULTRALEICHT

Allegro 2000 versus Ikarus C-42

Mit der Allegro 2000 als unkompliziertem Allrounder will die tschechische Fantasy Air Kunden erobern. Bei diesem Anspruch haben wir sie gegen den Marktführer Ikarus C-42 antreten lassen.
Wie sich die Allegro 2000 gegen den Bestseller geschlagen hat und wo die Vor- und Nachteile der beiden Kandidaten liegen, klärt unser UL-Vergleich.

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SEGELFLUG

Die Reportage: 2463 km im Segelflug

Am 26. November vergangenen Jahres hat Klaus Ohlmann mit Copilot Alois Urbancic die größte je im Segelflug zurückgelegte Strecke absolviert. Den bisherigen Rekord hat er gleich um mehr als 400 km überboten. Klaus Ohlmann hat dieses Erlebnis mit der Stemme S10 in den Leewellen der argentinischen Anden für den aerokurier aufgeschrieben.

Schleppen von Segelflugzeugen

Die in der aerokurier-Ausgabe März angekündigte neue Bestimmung zum Schleppen von Segelflugzeugen und Motorseglern soll, anders als berichtet, ganz allgemein gehalten werden. In der angekündigten Durchführungsverordnung als Ergänzung zur LuftBO wird übergreifend vom Luftfahrzeugschlepp die Rede sein. Unter den Begriff "Luftfahrzeuge" fallen dann als Schleppgeräte sowohl Motorflugzeuge wie Motorsegler und künftig voraussichtlich auch UL-Flugzeuge!
Die leidige Unterscheidung zwischen F-Schlepp und Motorseglerschlepp entfällt damit. Das heißt, nach Inkrafttreten dieser Durchführungsverordnung werden Motorflugzeuge und Motorsegler (sowie später einmal ULs) Segelflugzeuge ohne Bugkupplung an der Bodenkupplung schleppen können, wenn der geschleppte Pilot über einen Übungsstand von fünf Schleppstarts in den letzten sechs Monaten verfügt. Ist dieser Trainingsstand nicht gegeben, muss mit Schleppstarts an der Bugkupplung bis zu dieser Mindestzahl aufgefüllt werden.

Leistungscamp Gariep Damm

Einmal in der Hochsaison wird der Flugplatz am Gariep Damm in Südafrika für rund acht Wochen zum Segelflugzentrum. Der Gariep Damm liegt im Herzen Südafrikas und damit weit weg von den Einflüssen des Atlantiks oder Indischen Ozeans. Der Flugpatz an dem Stausee verfügt über zwei Asphaltpisten von 1200 m Länge und eine Querbahn. In der Segelflugsaison 2000/2001 war er wieder Treffpunkt für 41 Piloten mit 23 Segelflugzeugen aus Europa und Südafrika.

Neue Notausstiegshilfe: Katapultsitz für Segelflugzeuge

Der Notausstieg aus dem Segelflugzeug ist bei Zwischenfällen problematisch und schwierig. Als Hilfe haben jetzt zwei Segelflieger das Konzept einer rein mechanischen Notausstiegshilfe vorgestellt.
Das Konzept einer dem NOAH ähnlichen – allerdings gänzlich mechanisch funktionierenden – Aussteighilfe haben jetzt Dr. Ernst-Dieter Voigt und Daniel Klumpp entwickelt. Ihre Idee war vor allem, ältere Muster damit nachrüsten zu können. Denn die sind von der neuen Technik der Gesamtrettungssysteme ja abgekoppelt.

Ein neues Zentrum entsteht: Segelflugschule Oerlinghausen

Seit Anfang des Jahres wird in Oerlinghausen kräftig gebaut. Im Oktober soll das neue Schulzentrum auf der Ostseite des Flugplatzes fertig gestellt sein. Gut 7,7 Millionen Mark – im wesentlichen Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen – werden in die Runderneuerung der Segelflugschule Oerlinghausen investiert. Das traditionsreiche Ausbildungszentrum wird dann mit allen Einrichtungen in einem locker angesiedelten modernen Bungalowdorf zu finden sein.

LAK 17a: Gute Noten im Leistungstest

Die Leistungspolaren ihres Kombiflugzeugs LAK 17a für die Renn- und 18-m-Klasse braucht Sportine Aviacija in Litauen nicht zu verstecken. Beim Idaflieg-Sommertreffen im vergangenen August in Aalen-Elchingen haben die Litauer die LAK 17a einem Vergleichstest unterzogen. Die Ergebnisse der im Fotovergleichs- und im GPS-Verfahren ermittelten Daten können sich sehen lassen. Der Hersteller hat sie deshalb ohne Bedenken für die Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Es werden die Geschwindigkeits- und Gleitzahlpolaren gezeigt.

Neue TBO-Regelung für Tost-Kupplungen

Bislang mussten Tost-Schleppkupplungen in Segelflugzeugen alle vier Jahre zur Überholung – auch wenn sie kaum oder gar nicht genutzt wurden. Das soll jetzt anders werden.
   Die Überholzeiten werden künftig an eine Anzahl von Starts geknüpft. Dabei spielte vor allem ein technischer Aspekt eine ganz wesentliche Rolle. Die Kupplung enthält ein Bauteil mit begrenzter Lebensdauer, die Rückstellfeder. Sie muss mindestens 10000 Lastwechsel aushalten (die tatsächliche Lebensdauer liegt 20 bis 30 Prozent darüber). Lastwechsel heißt hier Betätigungen/Auslösungen. Schon im Normalbetrieb mit Einhängen des Seiles, Auslösen und dreimaligem Betätigen ergeben sich fünf Betätigungen pro Start. Dabei ist das Schleppen des Flugzeuges am Platz noch nicht berücksichtigt. Die 10000 Lastwechsel sind also spätestens nach 2000 Starts ausgeschöpft. In Deutschland werden beide Kupplungen mit einem Auslösezug betätigt. Die Anzahl der Betätigungen ist also für beide Kupplungen gleich, auch wenn nur eine benutzt wird.
    Es kam am 7. Februar in Braunschweig deshalb zu folgender Übereinkunft zwischen Tost und LBA:
- Laufzeitbegrenzung auf 2000 Starts (wie bisher), aber mit dem Hinweis auf die Anzahl der Betätigungen. Damit sind nach 2000 Starts beide Kupplungen zur Überholung fällig.
- Die Laufzeitbegrenzung auf vier Jahre wird aufgehoben und durch eine Herstellerempfehlung ersetzt.
- Die Regelung tritt mit Veröffentlichung in den Nachrichten für Luftfahrer (NfL) durch das LBA in Kraft.
    Die neue Regelung bringt eine deutliche Arbeits- und Kostenersparnis, überträgt aber dem Halter und auch dem Prüfer bei der Jahresnachprüfung deutlich mehr Verantwortung.

26. Hexentreffen in Dresden

"Brücken bauen", so lautet das Motto der Dresdner Frauenkirche. Genau das haben die Segelfliegerinnen zu ihrem Jahrestreffen, dem 26. Hexentreffen, in Dresden erleben können. Angela Pollmer, der Organisatorin des Treffens, ist es mit tatkräftiger Unterstützung des Fliegerclubs Oschatz vortrefflich gelungen, anspruchsvolle Themen in ein Rahmenprogramm mit hohem Erlebniswert einzubinden.

Weitere aktuelle Segelflugmeldungen unter airSport

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SPTi0104.JPG (29619 Byte)SPECIAL AERO

AERO 2001: Die Nummer eins

Mit 450 Ausstellern aus 23 Ländern und der erwarteten Zahl von 45000 Besuchern ist die AERO in Friedrichshafen die Nummer eins unter den europäischen Messen für die Allgemeine Luftfahrt. In zehn Hallen und einem großen Freigelände am Flughafen Löwenthal, das einfach und kostenlos per Shuttlebus zu erreichen ist, präsentiert sich den Besuchern die gesamte Bandbreite und Vielfalt der Allgemeinen Luftfahrt.

Motorflugzeuge auf der AERO

Auf der AERO 1999 hatte sie den Erstflug noch vor sich, jetzt ist ihr Flugerprobungsprogramm abgeschlossen. 260 Stunden war die A 210 Aquila aus Schönhagen bislang in der Luft. Zu den AERO-Neuheiten zählen weiter die T182T Turbo Skylane von Cessna und die 310 PS starke SR22 von Cirrus Design. Die österreichische DA40-180 Diamond Star könnte bis Ausstellungsbeginn in Europa IFR-zertifiziert sein.
    Neu bei Robin ist die Robin 2120 U. Bei ihr handelt es sich um eine Synthese aus der HR200 und der R2160.
    Ihr AERO-Debüt wird auch die Columbia 300 von Lancair geben. Den Demonstrator des Europahändlers, der Hanseatischen Luftwerft (HLW), schmückt seit kurzem das niederländische Kennzeichen PH-HLW.

ULs auf der AERO: Die Branche blüht

Die Ultraleichten bilden wieder einen Schwerpunkt der AERO. Weniger neue Modelle werden zu sehen sein, dafür mehr verbesserte Versionen bekannter Flugzeuge.
    Ihr Debüt soll auf der AERO unter anderem die neue D-5 Evolution von W. D. Flugzeug Leichtbau geben. Der Hochdecker soll die Fascination ergänzen und ähnlich hohe Flugleistungen bieten.
    Die komplette Übersicht über die Neuheiten auf der AERO finden Sie im großen AERO-Special des aerokurier.

Segelflugzeuge auf der AERO 2001

Entwicklungen im Segelflugzeugbau brauchen ihre Zeit. Mit dem schnellen Messerhythmus halten sie oft nicht Schritt. Auf der AERO 2001 gibt’s denn nur eine Premiere, aber eine ganze Reihe hochinteressanter Projekte.
    Die Firma HPH, die in Tschechien dem immer noch aktuellen Klassiker Glasfügel 304 zu einer Renaissance verholfen hat, wird den Prototypen eines neuen Standard-Klasse-Flugzeugs zeigen: die 304C. Die 304C soll es für 56000 Mark geben.
    Den Charakter von Neuflugzeugen wird in Friedrichshafen noch eine Reihe von Segelflugzeugen tragen. Dazu zählen das im vergangenen Jahr zum Erstflug gekommene Standard-Klasse-Flugzeug ASW 28 von Alexander Schleicher Segelflugzeugbau und der Doppelsitzer DG-1000 von DG-Flugzeugbau. Rolladen-Schneider zeigt den Prototypen der motorisierten LS8-18 als nicht eigenstartfähigen Motorsegler (LS8-18t). Stemme will das Cockpit der im vergangenen Jahr auf der ILA in Berlin angekündigten Vereinsvariante der S10, die S8 mit 18 m Spannweite, festem Dreibeinfahrwerk und 155 PS Rotax, vorstellen, die auch zum Schleppen geeignet sein soll. Lange Flugzeugbau kommt mit seinem Erprobungsträger LF-20E und eventuell dem ersten Flügel der Antares.

Business-Aviation auf der AERO

Die Auftragsbücher der Hersteller von Geschäftsreiseflugzeugen sind prall gefüllt, die AERO will der Business Aviation noch mehr Raum geben. Eine Reihe äußerst erfolgreicher Muster wird in Friedrichshafen zu sehen sein.

Weltpremiere auf der AERO: Der TAE-Diesel ist zugelassen

Die AERO hat ihre Sensation: Thielert Aircraft Engines wird den TAE-Diesel zeigen, den ersten zugelassenen modernen Flugdiesel der Welt. Er fliegt im Erprobungsträger Valentin Taifun und in einer Piper Warrior.
Am 8. März erhielt Firmenchef Frank Thielert für den TAE 110 die Zulassung der JAA. Der Motor, der für die Allgemeine Luftfahrt den Grundstock einer neuen Ära legen könnte, ist nach JAR 22H zertifiziert und damit der erste zugelassene Flugdiesel nach dem Zweiten Weltkrieg.
Der stärkere TAE 125, der gegen den Lycoming O-320 antritt und nach JAR-E zertifiziert werden soll, ist bereits in eine neue Piper PA-28-161 eingebaut und soll Anfang April fliegen.

Der aerokurier auf der AERO: Volles Programm

Ein Besuch in Halle 10, Stand 5, lohnt sich auf jeden Fall: Dort können Messebesucher nicht nur den neuesten aerokurier bekommen, sondern mit etwas Glück auch beim Gewinnspiel einen attraktiven Preis gewinnen.
    Das Zentrum des aerokurier-Stands bildet in diesem Jahr ein Gebrauchtflugzeug- und Zubehörmarkt. Dort können Messebesucher für die Dauer der AERO kostenlos ihr Flugzeug oder Zubehör anbieten und oder nach solchem suchen. In der Mitte dieses Specials hat die aerokurier-Mannschaft einen Vordruck beigeheftet, den Sie ausgefüllt an die Litfaßsäule am aerokurier-Stand (Standnummer 5 in Halle 10) hängen können.
     Zum Kostenbeitrag von nur 99 Mark können zukünftige Flugschüler in die Welt des Fliegens unverbindlich hineinschnuppern. Holen Sie sich einen der Schnupperflug-Gutscheine – kostenlos – beim aerokurier-Stand ab. Den können Sie bei einer der teilnehmenden Flugschulen einlösen.
     Haben Sie schon immer davon geträumt, mal für ein Wochenende einen Porsche zu fahren oder ein Autorennen auf einer großen Rennstrecke mit einer Zutrittsberechtigung für die Boxengasse zu erleben? Mit etwas Glück können Sie beim Gewinnspiel, das aerokurier und FLUG REVUE in Kooperation mit Porsche anlässlich der AERO veranstalten, einen der attraktiven Preise gewinnen. Die Teilnahmekarten finden Sie im aktuellen Heft und auf dem Messestand des aerokurier in Friedrichshafen, wo Sie auch die ausgefüllten Teilnahmekarten abgeben können.

Tagungsprogramm zur AERO 2001

Wer sich über die Allgemeine Luftfahrt informieren will, findet vom 26. bis 29. April in Friedrichshafen dazu auch bei Vorträgen reichlich Gelegenheit. Die Bandbreite der Themen reicht von allgemeinen Betrachtungen zur General Aviation bis zu ganz speziellen Fragestellungen.
    Die neuen europäischen Regelungen, die jeden Motorsegler- und Motorflugzeugpiloten betreffen, stehen zum Beispiel im Mittelpunkt von zwei Veranstaltungen. Bei der Podiumsdiskussion "JAR-FCL" am Freitag, 27. April um 10.30 Uhr, werden Vertreter vom Luftfahrt-Bundesamt, von der JAA sowie vom Deutschen Aero Club und der AOPA Germany über die neuesten Entwicklungen in Sachen JAR-FCL diskutieren. Der Deutsche Fliegerarztverband will am Samstag, den 28. April, über die neuen medizinischen Bestimmungen berichten.
    Über das derzeit heiß diskutierte Thema "F-Schlepp mit ULs" erfahren die Teilnehmer des UL-Symposiums des aerokurier am Freitag, den 27. April, mehr.
    Wie der dezentrale Segelflugwettbewerb aerokurier Online Contest funktioniert, welche besonderen Vorteile er jedem Teilnehmer bietet, und warum kein Segelflugzeugpilot ihn in diesem Jahr verpassen sollte, darüber informieren zwei Vorträge: einer am 28. April um 11.30 Uhr und ein zweiter am 29. April ab 11.30 Uhr.
    Einen faszinierenden Blick hinter die Linse seiner umfangreichen Ausrüstung erlaubt aerokurier-Fotograf Frank Herzog, der am Sonntag zwischen 11.00 Uhr und 12.00 Uhr zum Thema "Luftbildfotografie" referiert.

Neuer Flugsimulator

Ein komplexes Hydrauliksystem macht Simulatoren mit Bewegungssimulation für die Allgemeine Luftfahrt unerschwinglich. Eine US-Firma hat deswegen einen Full-Motion-Simulator mit elektrischem Antrieb auf den Markt gebracht. Die in Pittsburgh beheimatete Fidelity Flight Simulation will ihre Flugsimulatorfamilie Motus F62li erstmalig in Europa vorstellen. Sie verwendet anstelle eines Hydrauliksystems zur Bewegungssimulation ein elektrisches System. Dadurch verliert das Gerät an Komplexität und kann zu einem Bruchteil des Preises normaler Full-Motion-Simulatoren angeboten werden. In den USA verkauft Fidelity Flight Simulation das PC-gestützte Trainingsgerät für 145000 Dollar.

Für Experimentals und ULs: PFD 2525

Für 9796 Dollar bietet Electronic Guidance Systems aus Fellbach bei Stuttgart seit kurzem ein Primary Flight Display (PFD) an. Ein einziges, 13 x 10 cm großes und lediglich 1,25 kg schweres Farbdisplay vereint in sich acht Instrumente: einen künstlichen Horizont mit Nick- und Rollanzeige, magnetisches Heading, angezeigte und echte Fluggeschwindigkeit, Wendezeiger, Beschleunigungsmesser, Variometer und Höhenmesser.
    Als Stand-alone-Fluginstrumentierung bietet sich das Primary Flight Display für ULs und Experimentals an. In FAR/JAR-23-Flugzeugen lässt es sich als leistungsstarke Ergänzung zur vorgeschriebenen Mindestinstrumentierung installieren.

Treffpunkt Bodensee: Anflugverfahren

Aus den USA stammt das Anflugverfahren für die AERO in Friedrichshafen. Die Lotsen vom Bodensee haben in Lakeland, bei einer der größten Luftfahrtveranstaltungen der Welt, "spioniert", und sie kamen zurück mit der Erkenntnis, dass der Einflug über nur einen Meldepunkt (Illmensee) und die Staffelung aus einer Richtung hintereinander die effizienteste Methode sei. Für die Piloten der Allgemeinen Luftfahrt, die zur AERO fliegen wollen, bedeutet dies: PPR einholen, Anflugkarte studieren, ATIS abhören und Zeppelinhalle als Orientierungspunkt anpeilen.

Interview mit Roland Bosch, Projektleiter AERO

Die Messegesellschaft hat die AERO stetig entwickelt. Man musste schon ein Visionär sein, um vor über 20 Jahren daran zu glauben, eine Luftfahrtmesse am Bodensee langfristig zum Erfolg führen zu können. Für nicht wenige stellt der Flug zur AERO wieder den ersten großen Ausflug des Jahres dar. In zwei Jahren, im Frühjahr 2003, wird sie ihr Debüt auf dem neuen Messegelände am Flughafen geben. Dann wird die AERO eine der wenigen bedeutenden Luftfahrtmessen der Welt sein, auf der die Piloten mit ihrem eigenen Flugzeug quasi bis zum Eingang rollen können.
    Wir haben den langjährigen Projektleiter der AERO, Roland Bosch, nach dem Stand der Vorbereitungen für die AERO 2001 und den Perspektiven für die Messe ab 2003 befragt. Den kompletten Wortlaut des Interviews finden Sie im aktuellen aerokurier.

Rückblick: Die AERO vor 10 und vor 20 Jahren

Auch die AERO hat einmal klein angefangen. Der Rückblick auf die Messen der Jahre 1981 und 1991 fördert außer Kuriositäten auch wichtige Entwicklungsschritte zu Tage.

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Last updated March 25, 2001