aerokurier 4/2001
Editiorial Dont drink and fly / Faszination Oldtimer Ein
geschenktes zweites Leben: Altenrhein C-3605 /
Pilot Report Welche ist besser? Extra 400
oder Malibu Mirage? / Messen Heli-Expo 2001 / Magazin Reservierungssysteme,
Im Cockpit mit Henrik Münch / Flugzeug-Report Spitfire Mk 25 von Supermarine
Aircraft / Reise Im
Westen von Africa / Flying
Ewige Liebe / Praxis Nach
der Winterpause: Fitnesstraining, Refresher: Startabbruch, Unfall-Analyse: Bei Notlandung
Kornfeld in Brand gesetzt /
Ultraleicht Allegro 2000 versus
Ikarus C-42 / Segelflug Die
Reportage: 2463 km im Segelflug, Schleppen von Segelflugzeugen, Leistungscamp Gariep Damm,
Neue Notausstiegshilfe: Katapultsitz für Segelflugzeuge, Ein neues Zentrum entsteht:
Segelflugschule Oerlinghausen, LAK 17a: Gute Noten im Leistungstest, Neue TBO-Regelung
für Tost-Kupplungen, 26. Hexentreffen in Dresden / Special AERO AERO 2001: Die Nummer eins,
Motorflugzeuge auf der AERO, ULs auf der AERO: Die Branche blüht, Segelflugzeuge auf der
AERO 2001, Business-Aviation auf der AERO, Weltpremiere auf der AERO: Der TAE-Diesel ist
zugelassen, Der aerokurier auf der AERO: Volles Programm, Tagungsprogramm zur AERO 2001,
Neuer Flugsimulator, Für Experimentals und ULs: PFD 2525, Treffpunkt Bodensee:
Anflugverfahren, Interview mit Roland Bosch, Projektleiter AERO, Rückblick: Die AERO vor
10 und vor 20 Jahren
EDITORIAL
Dont drink and fly
Zum Glück gibt es nur sehr selten Flugunfälle oder Zwischenfälle, bei denen Alkohol
eine Rolle spielt. Das beweist, dass die meisten Piloten sehr verantwortungsbewusst mit
Alkohol umgehen. Schwarze Schafe gibt es jedoch auch in der Luftfahrt. Beweise für diese
Behauptung sind nicht nur diverse Unfälle mit alkoholisierten Besatzungsmitgliedern,
sondern auch Filmaufnahmen eines britischen TV-Teams, die die Cockpitcrew einer
Linienmaschine beim Zechen vor dem Abflug zeigten. Fliegen unter Alkoholeinfluss ist kein
Kavaliersdelikt. Es zeugt vielmehr von einem unprofessionellen und völlig
verantwortungslosen Verhalten, das dem Ansehen der Fliegerei immens schadet. Jedem ist
bekannt, dass Alkohol nicht nur die Reaktionsfähigkeit eines Piloten heruntersetzt.
Nichts gegen ein Bierchen im Freundeskreis. Ein Glas Rotwein soll sogar
bei regelmäßigem Genuss gesund sein. Es ist aber nicht empfehlenswert, wenn am nächsten
Tag ein Flug geplant ist.
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Klassiker
Ein geschenktes zweites Leben: Altenrhein C-3605
Wer sie einmal gesehen hat, vergisst sie nicht wieder. Die eigenwillige Optik macht die
Altenrhein C-3605 absolut unverwechselbar. Nicht weniger unverwechselbar ist die Biografie
des fast 60 Jahre alten ehemaligen Schweizer Militärflugzeugs.
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PILOT REPORT
Welche ist besser? Extra 400 oder Malibu Mirage?
Die Auslieferung der Extra 400 ist angelaufen. Was läge näher, als den brandneuen
Sechssitzer aus Dinslaken in einem Vergleichsfliegen gegen die etablierte Piper Malibu
Mirage antreten zu lassen? Beide Flugzeuge sind mit 350 Turbo-PS starken Motoren
ausgerüstet, und beide bieten sechs Personen Platz.
Preislich tun sich der deutsche Schulterdecker und der Tiefdecker aus Vero Beach, Florida,
nicht viel: 1,102 Millionen Dollar Mehrwertsteuer inklusive werden für die
EA-400 verlangt, 1,052 Millionen Dollar für die PA-46-350P ein Vorteil von 50000
Dollar oder 120000 Mark für die Mirage.
Was die beiden Kontrahenten in der Luft bieten und mit welchem Komfort
die Passagiere rechnen dürfen, haben wir für die April-Ausgabe des aerokurier in einem
achtseitigen Vergleich zusammengetragen.
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MESSEN
Heli-Expo 2001
Ein brandneuer Helikopter, zwei Erstflüge und eine Reihe von Modifikationen sind die
Bilanz der Heli-Expo 2001 im kalifornischen Anaheim. Eurocopter präsentierte mit der
geräumigen EC 130 B4 ein neues Mitglied der erfolgreichen Ecureuil-Familie (AS 350).
Erfolgreiche Erstflüge vermeldeten Bell/Agusta mit der zweimotorigen AS 139 und Enstrom
mit der 480B. Sikorsky hatte gerade mit den Flugtests seiner modifizierten S-92 begonnen.
Frank Robinson präsentierte seine Idee von kompakten Dachlandeplätzen in Industrieparks,
und Agusta und Westland gaben ihre endgültige "Vermählung" bekannt. Künftig
wollen sie unter "AgustaWestland" den gesamten Hubschraubermarkt bedienen.
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MAGAZIN
Reservierungssysteme
Immer mehr Vereine und Flugschulen verbannen die Reservierungskladde und setzen
stattdessen auf ein Online-Reservierungssystem. Verschiedene Anbieter werben um die Gunst
der Privatpiloten. Eine Übersicht.
Im Cockpit mit Henrik Münch
Er fliegt die Boeing 737 bei der Deutschen BA und ist seit Anfang 2001 auch Technischer
Kapitän des in München ansässigen Tochterunternehmens von British Airways. Der
41-jährige Henrik Münch hat aber noch ein zweites Kapitänspatent: das Patent AG
(Kapitän auf großer Fahrt), das ihn berechtigt, auch große Schiffe über die sieben
Weltmeere zu steuern.
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FLUGZEUG-REPORT
Spitfire Mk 25 von Supermarine Aircraft
Aus Australien stammt eine Neuausgabe der legendären Spitfire ein Viertel
kleiner zwar, aber genauso schön. Brian Maginnity hat sich das einsitzige
"Kriegsgerät" aus Brisbane, das schon bald durch eine zweisitzige Version
ergänzt wird, genauer angesehen.
Als Antrieb dient ein 130 PS starker Jabiru-Sechszylinder 3300. Dieser macht bei 75
Prozent Power 125 KIAS möglich. Der Treibstoffverbrauch beläuft sich dabei auf rund 20
l/h. Als anfängliche Steigrate werden 1800 ft/min geboten.
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REISE
Im Westen von Africa
Nach der erfolgreichen "Mission Timbuktu" waren sich Karl-Heinz Maxwitat und
Dr. Franz Stadtbäumer ganz sicher: "Wir kommen wieder." Diesmal wagten sie sich
mit einer Cessna 182 noch weiter in die Tiefe des afrikanischen Kontinents vor. Die
Hauptroute ihrer Fotosafari per Einmot führte entlang der Flüsse Senegal, Niger und
Gambia.
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FLYING
Ewige Liebe
Mit sehr viel persönlichem und finanziellem Einsatz sorgen in den USA Waco-Liebhaber
dafür, dass die zahlreichen Versionen des einst renommierten Flugzeugherstellers
gegenwärtig bleiben. aerokurier-Mitarbeiter Howard Levy gelangte auf besonders zünftige
Weise zum 3. Fly-in der Waco Historical Society. Bob Jaeger, Gehirnchirurg im Ruhestand
und seither erst recht durch und durch praktizierender Wacorianer, nahm ihn in seiner
akribisch restaurierten Waco YOC mit. Vor Ort gelang es Levy, eine Vielzahl von echten
Waco-Raritäten auf Zelluloid zu bannen.
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PRAXIS
Nach der Winterpause: Fitnesstraining
Der Winter war zwar keiner, trotzdem haben viele Piloten pausiert. Dabei konnte sich so
manche Routine verflüchtigen. Karl-Heinz Apel beschreibt, mit welchen typischen Fehlern
nach der jahreszeitlich bedingten Zwangspause zu rechnen ist und wie man sie am besten
abstellt.
Refresher: Startabbruch
All das, was im Flug unplanmäßig verlaufen kann, hat man irgendwie schon im
Hinterkopf. Nur ist man in entscheidenden Situationen wirklich auf die Ausnahme vom
Normalen, den Notfall vorbereitet? Zum Beispiel beim Start. Ein Startabbruch kommt höchst
selten vor. Mental liegt dieser Eventualfall deshalb in weiter Ferne, irgendwo
verschüttet im Hinterkopf. Das Handlungsrepertoire muss im Fall des Falles aber sofort
zur Verfügung stehen. Es ist deshalb von großer Bedeutung, die Notfallverfahren vor dem
Start zu rekapitulieren.
Unfall-Analyse: Bei Notlandung Kornfeld in Brand gesetzt
Blasenbildung im Treibstoffsystem ist die vermutliche Ursache des Flugunfalls einer
russischen Yak 18T in Raron, im schweizerischen Wallis. Unmittelbar nach dem Start hatte
der Motor ausgesetzt. Nachdem der Versuch des Piloten, dem Motor per Handpumpe Treibstoff
zuzuführen, misslang, musste er die Yak auf einem Feld notlanden. Das Flugzeug
durchtrennte dabei Kabel von Hochspannungsleitungen, die bei Bodenkontakt Feuer
auslösten. Pilot und Begleiterin konnten sich unverletzt aus dem stark beschädigten
Flugzeug befreien.
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ULTRALEICHT
Allegro 2000 versus Ikarus C-42
Mit der Allegro 2000 als unkompliziertem Allrounder will die tschechische Fantasy Air
Kunden erobern. Bei diesem Anspruch haben wir sie gegen den Marktführer Ikarus C-42
antreten lassen.
Wie sich die Allegro 2000 gegen den Bestseller geschlagen hat und wo die Vor- und
Nachteile der beiden Kandidaten liegen, klärt unser UL-Vergleich.
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SEGELFLUG
Die Reportage: 2463 km im Segelflug
Am 26. November vergangenen Jahres hat Klaus Ohlmann mit Copilot Alois Urbancic die
größte je im Segelflug zurückgelegte Strecke absolviert. Den bisherigen Rekord hat er
gleich um mehr als 400 km überboten. Klaus Ohlmann hat dieses Erlebnis mit der Stemme S10
in den Leewellen der argentinischen Anden für den aerokurier aufgeschrieben.
Schleppen von Segelflugzeugen
Die in der aerokurier-Ausgabe März angekündigte neue Bestimmung zum Schleppen von
Segelflugzeugen und Motorseglern soll, anders als berichtet, ganz allgemein gehalten
werden. In der angekündigten Durchführungsverordnung als Ergänzung zur LuftBO wird
übergreifend vom Luftfahrzeugschlepp die Rede sein. Unter den Begriff
"Luftfahrzeuge" fallen dann als Schleppgeräte sowohl Motorflugzeuge wie
Motorsegler und künftig voraussichtlich auch UL-Flugzeuge!
Die leidige Unterscheidung zwischen F-Schlepp und Motorseglerschlepp entfällt damit. Das
heißt, nach Inkrafttreten dieser Durchführungsverordnung werden Motorflugzeuge und
Motorsegler (sowie später einmal ULs) Segelflugzeuge ohne Bugkupplung an der
Bodenkupplung schleppen können, wenn der geschleppte Pilot über einen Übungsstand von
fünf Schleppstarts in den letzten sechs Monaten verfügt. Ist dieser Trainingsstand nicht
gegeben, muss mit Schleppstarts an der Bugkupplung bis zu dieser Mindestzahl aufgefüllt
werden.
Leistungscamp Gariep Damm
Einmal in der Hochsaison wird der Flugplatz am Gariep Damm in Südafrika für rund acht
Wochen zum Segelflugzentrum. Der Gariep Damm liegt im Herzen Südafrikas und damit weit
weg von den Einflüssen des Atlantiks oder Indischen Ozeans. Der Flugpatz an dem Stausee
verfügt über zwei Asphaltpisten von 1200 m Länge und eine Querbahn. In der
Segelflugsaison 2000/2001 war er wieder Treffpunkt für 41 Piloten mit 23 Segelflugzeugen
aus Europa und Südafrika.
Neue Notausstiegshilfe: Katapultsitz für Segelflugzeuge
Der Notausstieg aus dem Segelflugzeug ist bei Zwischenfällen problematisch und
schwierig. Als Hilfe haben jetzt zwei Segelflieger das Konzept einer rein mechanischen
Notausstiegshilfe vorgestellt.
Das Konzept einer dem NOAH ähnlichen allerdings gänzlich mechanisch
funktionierenden Aussteighilfe haben jetzt Dr. Ernst-Dieter Voigt und Daniel Klumpp
entwickelt. Ihre Idee war vor allem, ältere Muster damit nachrüsten zu können. Denn die
sind von der neuen Technik der Gesamtrettungssysteme ja abgekoppelt.
Ein neues Zentrum entsteht: Segelflugschule Oerlinghausen
Seit Anfang des Jahres wird in Oerlinghausen kräftig gebaut. Im Oktober soll das neue
Schulzentrum auf der Ostseite des Flugplatzes fertig gestellt sein. Gut 7,7 Millionen Mark
im wesentlichen Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen werden in die
Runderneuerung der Segelflugschule Oerlinghausen investiert. Das traditionsreiche
Ausbildungszentrum wird dann mit allen Einrichtungen in einem locker angesiedelten
modernen Bungalowdorf zu finden sein.
LAK 17a: Gute Noten im Leistungstest
Die Leistungspolaren ihres Kombiflugzeugs LAK 17a für die Renn- und 18-m-Klasse
braucht Sportine Aviacija in Litauen nicht zu verstecken. Beim Idaflieg-Sommertreffen im
vergangenen August in Aalen-Elchingen haben die Litauer die LAK 17a einem Vergleichstest
unterzogen. Die Ergebnisse der im Fotovergleichs- und im GPS-Verfahren ermittelten Daten
können sich sehen lassen. Der Hersteller hat sie deshalb ohne Bedenken für die
Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Es werden die Geschwindigkeits- und
Gleitzahlpolaren gezeigt.
Neue TBO-Regelung für Tost-Kupplungen
Bislang mussten Tost-Schleppkupplungen in Segelflugzeugen alle vier Jahre zur
Überholung auch wenn sie kaum oder gar nicht genutzt wurden. Das soll jetzt anders
werden.
Die Überholzeiten werden künftig an eine Anzahl von Starts geknüpft. Dabei
spielte vor allem ein technischer Aspekt eine ganz wesentliche Rolle. Die Kupplung
enthält ein Bauteil mit begrenzter Lebensdauer, die Rückstellfeder. Sie muss mindestens
10000 Lastwechsel aushalten (die tatsächliche Lebensdauer liegt 20 bis 30 Prozent
darüber). Lastwechsel heißt hier Betätigungen/Auslösungen. Schon im Normalbetrieb mit
Einhängen des Seiles, Auslösen und dreimaligem Betätigen ergeben sich fünf
Betätigungen pro Start. Dabei ist das Schleppen des Flugzeuges am Platz noch nicht
berücksichtigt. Die 10000 Lastwechsel sind also spätestens nach 2000 Starts
ausgeschöpft. In Deutschland werden beide Kupplungen mit einem Auslösezug betätigt. Die
Anzahl der Betätigungen ist also für beide Kupplungen gleich, auch wenn nur eine benutzt
wird.
Es kam am 7. Februar in Braunschweig deshalb zu folgender Übereinkunft
zwischen Tost und LBA:
- Laufzeitbegrenzung auf 2000 Starts (wie bisher), aber mit dem Hinweis auf die Anzahl der
Betätigungen. Damit sind nach 2000 Starts beide Kupplungen zur Überholung fällig.
- Die Laufzeitbegrenzung auf vier Jahre wird aufgehoben und durch eine
Herstellerempfehlung ersetzt.
- Die Regelung tritt mit Veröffentlichung in den Nachrichten für Luftfahrer (NfL) durch
das LBA in Kraft.
Die neue Regelung bringt eine deutliche Arbeits- und Kostenersparnis,
überträgt aber dem Halter und auch dem Prüfer bei der Jahresnachprüfung deutlich mehr
Verantwortung.
26. Hexentreffen in Dresden
"Brücken bauen", so lautet das Motto der Dresdner Frauenkirche. Genau das
haben die Segelfliegerinnen zu ihrem Jahrestreffen, dem 26. Hexentreffen, in Dresden
erleben können. Angela Pollmer, der Organisatorin des Treffens, ist es mit tatkräftiger
Unterstützung des Fliegerclubs Oschatz vortrefflich gelungen, anspruchsvolle Themen in
ein Rahmenprogramm mit hohem Erlebniswert einzubinden.
Weitere aktuelle Segelflugmeldungen unter airSport
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SPECIAL AERO
AERO 2001: Die Nummer eins
Mit 450 Ausstellern aus 23 Ländern und der erwarteten Zahl von 45000 Besuchern ist die
AERO in Friedrichshafen die Nummer eins unter den europäischen Messen für die Allgemeine
Luftfahrt. In zehn Hallen und einem großen Freigelände am Flughafen Löwenthal, das
einfach und kostenlos per Shuttlebus zu erreichen ist, präsentiert sich den Besuchern die
gesamte Bandbreite und Vielfalt der Allgemeinen Luftfahrt.
Motorflugzeuge auf der AERO
Auf der AERO 1999 hatte sie den Erstflug noch vor sich, jetzt ist ihr
Flugerprobungsprogramm abgeschlossen. 260 Stunden war die A 210 Aquila aus Schönhagen
bislang in der Luft. Zu den AERO-Neuheiten zählen weiter die T182T Turbo Skylane
von Cessna und die 310 PS starke SR22 von Cirrus Design. Die österreichische DA40-180
Diamond Star könnte bis Ausstellungsbeginn in Europa IFR-zertifiziert sein.
Neu bei Robin ist die Robin 2120 U. Bei ihr handelt es sich um eine
Synthese aus der HR200 und der R2160.
Ihr AERO-Debüt wird auch die Columbia 300 von Lancair geben. Den
Demonstrator des Europahändlers, der Hanseatischen Luftwerft (HLW), schmückt seit kurzem
das niederländische Kennzeichen PH-HLW.
ULs auf der AERO: Die Branche blüht
Die Ultraleichten bilden wieder einen Schwerpunkt der AERO. Weniger neue Modelle werden
zu sehen sein, dafür mehr verbesserte Versionen bekannter Flugzeuge.
Ihr Debüt soll auf der AERO unter anderem die neue D-5 Evolution von
W. D. Flugzeug Leichtbau geben. Der Hochdecker soll die Fascination ergänzen und ähnlich
hohe Flugleistungen bieten.
Die komplette Übersicht über die Neuheiten auf der AERO finden Sie im
großen AERO-Special des aerokurier.
Segelflugzeuge auf der AERO 2001
Entwicklungen im Segelflugzeugbau brauchen ihre Zeit. Mit dem schnellen Messerhythmus
halten sie oft nicht Schritt. Auf der AERO 2001 gibts denn nur eine Premiere, aber
eine ganze Reihe hochinteressanter Projekte.
Die Firma HPH, die in Tschechien dem immer noch aktuellen Klassiker
Glasfügel 304 zu einer Renaissance verholfen hat, wird den Prototypen eines neuen
Standard-Klasse-Flugzeugs zeigen: die 304C. Die 304C soll es für 56000 Mark geben.
Den Charakter von Neuflugzeugen wird in Friedrichshafen noch eine Reihe
von Segelflugzeugen tragen. Dazu zählen das im vergangenen Jahr zum Erstflug gekommene
Standard-Klasse-Flugzeug ASW 28 von Alexander Schleicher Segelflugzeugbau und der
Doppelsitzer DG-1000 von DG-Flugzeugbau. Rolladen-Schneider zeigt den Prototypen der
motorisierten LS8-18 als nicht eigenstartfähigen Motorsegler (LS8-18t). Stemme will das
Cockpit der im vergangenen Jahr auf der ILA in Berlin angekündigten Vereinsvariante der
S10, die S8 mit 18 m Spannweite, festem Dreibeinfahrwerk und 155 PS Rotax, vorstellen, die
auch zum Schleppen geeignet sein soll. Lange Flugzeugbau kommt mit seinem
Erprobungsträger LF-20E und eventuell dem ersten Flügel der Antares.
Business-Aviation auf der AERO
Die Auftragsbücher der Hersteller von Geschäftsreiseflugzeugen sind prall gefüllt,
die AERO will der Business Aviation noch mehr Raum geben. Eine Reihe äußerst
erfolgreicher Muster wird in Friedrichshafen zu sehen sein.
Weltpremiere auf der AERO: Der TAE-Diesel ist zugelassen
Die AERO hat ihre Sensation: Thielert Aircraft Engines wird den TAE-Diesel zeigen, den
ersten zugelassenen modernen Flugdiesel der Welt. Er fliegt im Erprobungsträger Valentin
Taifun und in einer Piper Warrior.
Am 8. März erhielt Firmenchef Frank Thielert für den TAE 110 die Zulassung der JAA. Der
Motor, der für die Allgemeine Luftfahrt den Grundstock einer neuen Ära legen könnte,
ist nach JAR 22H zertifiziert und damit der erste zugelassene Flugdiesel nach dem Zweiten
Weltkrieg.
Der stärkere TAE 125, der gegen den Lycoming O-320 antritt und nach JAR-E zertifiziert
werden soll, ist bereits in eine neue Piper PA-28-161 eingebaut und soll Anfang April
fliegen.
Der aerokurier auf der AERO: Volles Programm
Ein Besuch in Halle 10, Stand 5, lohnt sich auf jeden Fall: Dort können Messebesucher
nicht nur den neuesten aerokurier bekommen, sondern mit etwas Glück auch beim Gewinnspiel
einen attraktiven Preis gewinnen.
Das Zentrum des aerokurier-Stands bildet in diesem Jahr ein
Gebrauchtflugzeug- und Zubehörmarkt. Dort können Messebesucher für die Dauer der AERO
kostenlos ihr Flugzeug oder Zubehör anbieten und oder nach solchem suchen. In der Mitte
dieses Specials hat die aerokurier-Mannschaft einen Vordruck beigeheftet, den Sie
ausgefüllt an die Litfaßsäule am aerokurier-Stand (Standnummer 5 in Halle 10) hängen
können.
Zum Kostenbeitrag von nur 99 Mark können zukünftige
Flugschüler in die Welt des Fliegens unverbindlich hineinschnuppern. Holen Sie sich einen
der Schnupperflug-Gutscheine kostenlos beim aerokurier-Stand ab. Den können
Sie bei einer der teilnehmenden Flugschulen einlösen.
Haben Sie schon immer davon geträumt, mal für ein Wochenende
einen Porsche zu fahren oder ein Autorennen auf einer großen Rennstrecke mit einer
Zutrittsberechtigung für die Boxengasse zu erleben? Mit etwas Glück können Sie beim
Gewinnspiel, das aerokurier und FLUG REVUE in Kooperation mit Porsche anlässlich der AERO
veranstalten, einen der attraktiven Preise gewinnen. Die Teilnahmekarten finden Sie im
aktuellen Heft und auf dem Messestand des aerokurier in Friedrichshafen, wo Sie auch die
ausgefüllten Teilnahmekarten abgeben können.
Tagungsprogramm zur AERO 2001
Wer sich über die Allgemeine Luftfahrt informieren will, findet vom 26. bis 29. April
in Friedrichshafen dazu auch bei Vorträgen reichlich Gelegenheit. Die Bandbreite der
Themen reicht von allgemeinen Betrachtungen zur General Aviation bis zu ganz speziellen
Fragestellungen.
Die neuen europäischen Regelungen, die jeden Motorsegler- und
Motorflugzeugpiloten betreffen, stehen zum Beispiel im Mittelpunkt von zwei
Veranstaltungen. Bei der Podiumsdiskussion "JAR-FCL" am Freitag, 27. April um
10.30 Uhr, werden Vertreter vom Luftfahrt-Bundesamt, von der JAA sowie vom Deutschen Aero
Club und der AOPA Germany über die neuesten Entwicklungen in Sachen JAR-FCL diskutieren.
Der Deutsche Fliegerarztverband will am Samstag, den 28. April, über die neuen
medizinischen Bestimmungen berichten.
Über das derzeit heiß diskutierte Thema "F-Schlepp mit ULs"
erfahren die Teilnehmer des UL-Symposiums des aerokurier am Freitag, den 27. April, mehr.
Wie der dezentrale Segelflugwettbewerb aerokurier Online Contest
funktioniert, welche besonderen Vorteile er jedem Teilnehmer bietet, und warum kein
Segelflugzeugpilot ihn in diesem Jahr verpassen sollte, darüber informieren zwei
Vorträge: einer am 28. April um 11.30 Uhr und ein zweiter am 29. April ab 11.30 Uhr.
Einen faszinierenden Blick hinter die Linse seiner umfangreichen
Ausrüstung erlaubt aerokurier-Fotograf Frank Herzog, der am Sonntag zwischen 11.00 Uhr
und 12.00 Uhr zum Thema "Luftbildfotografie" referiert.
Neuer Flugsimulator
Ein komplexes Hydrauliksystem macht Simulatoren mit Bewegungssimulation für die
Allgemeine Luftfahrt unerschwinglich. Eine US-Firma hat deswegen einen
Full-Motion-Simulator mit elektrischem Antrieb auf den Markt gebracht. Die in Pittsburgh
beheimatete Fidelity Flight Simulation will ihre Flugsimulatorfamilie Motus F62li
erstmalig in Europa vorstellen. Sie verwendet anstelle eines Hydrauliksystems zur
Bewegungssimulation ein elektrisches System. Dadurch verliert das Gerät an Komplexität
und kann zu einem Bruchteil des Preises normaler Full-Motion-Simulatoren angeboten werden.
In den USA verkauft Fidelity Flight Simulation das PC-gestützte Trainingsgerät für
145000 Dollar.
Für Experimentals und ULs: PFD 2525
Für 9796 Dollar bietet Electronic Guidance Systems aus Fellbach bei Stuttgart seit
kurzem ein Primary Flight Display (PFD) an. Ein einziges, 13 x 10 cm großes und lediglich
1,25 kg schweres Farbdisplay vereint in sich acht Instrumente: einen künstlichen Horizont
mit Nick- und Rollanzeige, magnetisches Heading, angezeigte und echte Fluggeschwindigkeit,
Wendezeiger, Beschleunigungsmesser, Variometer und Höhenmesser.
Als Stand-alone-Fluginstrumentierung bietet sich das Primary Flight
Display für ULs und Experimentals an. In FAR/JAR-23-Flugzeugen lässt es sich als
leistungsstarke Ergänzung zur vorgeschriebenen Mindestinstrumentierung installieren.
Treffpunkt Bodensee: Anflugverfahren
Aus den USA stammt das Anflugverfahren für die AERO in Friedrichshafen. Die Lotsen vom
Bodensee haben in Lakeland, bei einer der größten Luftfahrtveranstaltungen der Welt,
"spioniert", und sie kamen zurück mit der Erkenntnis, dass der Einflug über
nur einen Meldepunkt (Illmensee) und die Staffelung aus einer Richtung hintereinander die
effizienteste Methode sei. Für die Piloten der Allgemeinen Luftfahrt, die zur AERO
fliegen wollen, bedeutet dies: PPR einholen, Anflugkarte studieren, ATIS abhören und
Zeppelinhalle als Orientierungspunkt anpeilen.
Interview mit Roland Bosch, Projektleiter AERO
Die Messegesellschaft hat die AERO stetig entwickelt. Man musste schon ein Visionär
sein, um vor über 20 Jahren daran zu glauben, eine Luftfahrtmesse am Bodensee langfristig
zum Erfolg führen zu können. Für nicht wenige stellt der Flug zur AERO wieder den
ersten großen Ausflug des Jahres dar. In zwei Jahren, im Frühjahr 2003, wird sie ihr
Debüt auf dem neuen Messegelände am Flughafen geben. Dann wird die AERO eine der wenigen
bedeutenden Luftfahrtmessen der Welt sein, auf der die Piloten mit ihrem eigenen Flugzeug
quasi bis zum Eingang rollen können.
Wir haben den langjährigen Projektleiter der AERO, Roland Bosch, nach
dem Stand der Vorbereitungen für die AERO 2001 und den Perspektiven für die Messe ab
2003 befragt. Den kompletten Wortlaut des Interviews finden Sie im aktuellen aerokurier.
Rückblick: Die AERO vor 10 und vor 20 Jahren
Auch die AERO hat einmal klein angefangen. Der Rückblick auf die Messen der Jahre 1981
und 1991 fördert außer Kuriositäten auch wichtige Entwicklungsschritte zu Tage.
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