aerokurier 6/2001
Editiorial Reden und reden
lassen / AERO
2001 Motorflugzeuge mit Dieselmotoren, Business Aviation: In Zukunft mehr
Raum, Helikopter: Virtuos und virtuell, Ultraleichtflugzeuge: Gute Geschäfte / Pilot Report Cessna
Turbo Skylane T182T / Magazin Überörtliche Luftaufsicht, Leserwahl
"Destination 2001": Die Gewinner, EBACE: Erste Business-Aviation-Messe in Genf,
Im Cockpit mit Uli Schell / Flugzeug-Report Zweistrahler als Kitflugzeug
Maverick TwinJet 1500 / Faszination Oldtimer Jodel D 140
Mousquetaire: Die Ur-Remo / Reise Im
Doppelpack zum Nordkap / Flying
Very british: de Havilland D.H. 104 Dove /
Praxis Fahrt ist das halbe Leben,
Sauerstoff Treibstoff für den Körper, VFR-Basiswissen 2: Der Weg zur Startbahn, Unfall-Analyse: Startstrecke falsch berechnet / Ultraleicht Pilot
Report: Dynamic WT9, TP422: Vierzylinder aus Tschechien / Segelflug Eigenstarter
im Vergleich, AERO 2001: Etwas Neues und viel Bewährtes, Saisonauftakt: Kalt, aber super,
Streckenflugbedingungen am 14. April, Anleitung zum Traumflug, Dreimal Segelflug-WM bei
den World Air Games
EDITORIAL
Reden und reden lassen
Messeeröffnungen sind nicht nur für viele Journalisten ein Graus. Die Eröffnung der
AERO 2001 war zumindest eine sehr lehrreiche Veranstaltung. Neben dem Koordinator der
Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt, Siegmar Mosdorf, traten auch der
neue Präsident des Deutschen Aero Clubs, Gerhard Allerdissen, sowie der
baden-württembergische Verkehrs- und Umweltminister Ulrich Müller und der LBA-Direktor
Ulrich Schwierczinski ans Rednerpult.
Bei Siegmar Mosdorf meinte man, auf der falschen Veranstaltung zu
sein. Sein Redenschreiber gehört eigentlich gefeuert, denn er hat dem armen
Staatssekretär ein Werk geschrieben, das nicht fehlplatzierter hätte sein können.
Mosdorf sprach ausgiebig über den Mega-Airbus A380. Kein Wort von Allgemeiner Luftfahrt,
kein Wort von den schlechten Rahmenbedingungen, unter denen die General Aviation leidet,
kein Wort über die Transportleistung, die die Allgemeine Luftfahrt Tag für Tag erbringt.
Man hätte nicht eindrucksvoller seine Unwissenheit über die Branche zum Ausdruck bringen
können.
Peinlich war das, was Minister Müller aus Stuttgart zum
Besten gab. Er kündigte an, sich für die europaweite Besteuerung von Flugbenzin
einzusetzen. Leider hatte ihm wohl keiner seiner Berater gesagt, dass Flugbenzin bereits
seit 20 Jahren besteuert wird und dass fast alle, die im Publikum vor ihm saßen, bei
jedem Tankvorgang kräftig Steuern zahlen.
Die Reden sind symptomatisch. Sie machen deutlich, dass General
Aviation und Luftsport in der großen Politik überhaupt nicht wahrgenommen werden. Aber
ohne Problembewusstsein kann es keine Problemlösungen für die vermeintlich kleine
Luftfahrt geben. Mosdorfs Rede zeigte, wie weit der Weg in Sachen Lobbyarbeit noch ist,
den die Branche gehen muss, um ihre wichtigen Botschaften an der richtigen Stelle
anzubringen und drängende Probleme zu lösen.
DAeC-Präsident Allerdissen vertrat die Allgemeine
Luftfahrt mit einem sehr trefflichen Plädoyer. Er wies auf die drängenden Probleme hin,
zeigte Absurditäten auf, denen man im Fliegeralltag täglich begegnet auf und forderte
die Politik sachlich, aber deutlich und eindringlich zur Verbesserung der
Rahmenbedingungen. Denn nur so, so Allerdissen, könnten die Aussteller der AERO auch in
den nächsten Jahren mit gefüllten Auftragsbüchern von der Messe heimkehren.
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AERO 2001
Motorflugzeuge mit Dieselmotoren
Für Tankwagenfahrer auf größeren Flugplätzen heißt es künftig aufgepasst, wenn es
gilt, eine Robin 2000, DR400 Dauphin, Cessna 172 oder 182, Piper PA-28 Warrior, TB20 GT,
Maule M-7 oder eine Cirrus aufzutanken. Diese Flugzeuge könnten schon bald mit einem
diesel- oder Jet-Fuel-tauglichen Motor ausgerüstet sein.
Wie ein Lauffeuer machte auf der AERO die Meldung die Runde, dass der 230 PS
starke französische Turbo-Flugdieselmotor SR 305 von der DGAC, der Luftfahrtbehörde
Frankreichs, nach JAR E zertifiziert wurde. Mehr noch: In einer gemeinsamen
Pressekonferenz teilten der Hersteller des Motors, die société motorisations
aéronautiques (sma), und der Flugzeughersteller Cirrus Design aus Duluth, Minnesota, den
nicht schlecht staunenden Zuhörern mit, dass es schon im nächsten Jahr eine Cirrus mit
eben diesem luftgekühlten Vierzylinder geben werde.
Robin Aviation aus Darois bei Dijon macht sich für den 125 PS starken
deutschen Flugdieselmotor TAE 125 stark. In Kürze wird ein Exemplar des 1,8 l großen und
ebenfalls turboaufgeladenen Reihenvierzylinders in eine Robin 2000 oder DR400 Dauphin
implantiert werden.
Rheinland Air Service (RAS) aus Mönchengladbach und die Piper
Generalvertretung aus Kassel setzen auf die Zukunft. Beide Firmen übernehmen den Vertrieb
des von Frank Thielert entwickelten Turbodiesels. Für zwei Flugzeugtypen soll noch in
diesem Jahr die ergänzende Musterzulassung erreicht werden: die Cessna 172 und die Piper
PA-28 Warrior.
Business Aviation: In Zukunft mehr Raum
Die AERO hat die Zeichen der Zeit erkannt und will der Business Aviation in Zukunft
mehr Raum geben. Die Entwicklung der Branche gibt den Messemachern Recht.
Helikopter: Virtuos und virtuell
Nur sporadisch gaben die Helikopter bisher Gastauftritte auf der AERO, die sich
inzwischen zu Europas Nummer eins unter den Fachmessen für die Allgemeine Luftfahrt
entwickelt hat. In diesem Jahr war das anders. Gleich drei Betreiber zeigten ihre Produkte
und stellten mit optisch ansprechenden Messeständen und einer gut organisierten
Rundflugaktion die Vorzüge des Helikopters dar. Die Heli Air de Kever (Baden Airport)
hatte sogar noch ein Schmankerl mitgebracht: Ab Mitte 2002 will sie gemeinsam mit
Software-Partnern eine virtuelle PPL-E-Theorie für den heimischen PC anbieten.
Ultraleichtflugzeuge: Gute Geschäfte
Die AERO ist das europäische Schaufenster auch der UL-Branche. Gleich in mehreren
Hallen prägten die Ultraleichten das Bild. Die Innovationsfreude der Branche spiegelte
sich in einer Reihe von Premieren wieder.
W.D. Flugzeugleichtbau stellte mit der neuen D5 Evolution eines der
Highlights. Der neue Hochdecker, der in den nächsten Monaten zum Erstflug starten soll,
fällt nicht nur optisch aus dem Rahmen. Auch im Cockpit setzt er in seiner Klasse neue
Akzente. Zu den Überraschungen gehörte sicher auch das neue UL-Amphibium Seahawk II von
Mark Flugzeugbau. Flight Design zeigte die verbesserte CT2K.
Mit Spannung erwartet wurden auch die Ergebnisse der Internetwahl zum
UL-Flugzeug des Jahres, die die ULKO des DAeC initiiert hatte. Mit über 30 Prozent der
Stimmen siegte die Remos G-3 Mirage vor Dallachs Fascination und der Ikarus C-42.
Einen kompletten Überblick über alle UL-Neuheiten auf der AERO
finden Sie in der aktuellen Juni-Ausgabe des aerokurier.
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PILOT REPORT
Cessna Turbo Skylane T182T
Neu bei Cessna ist in diesem Jahr nicht nur eine verbesserte Version der Skylane,
sondern auch die Turbo Skylane. Die T182T, so das Typkürzel der Turboversion, wartet mit
vielen Detailverbesserungen auf, die sich auf den ersten Blick vor allem dem Kenner
erschließen. Eine Reihe kleinerer aerodynamischer Optimierungen sorgt dafür, dass der
235 PS starke Schulterdecker gegenüber dem zuletzt angebotenen Modell merklich an Speed
zulegen kann. 160 kts true lassen sich jetzt in 10000 ft realisieren. In FL 200 sollen es
laut Firmenangaben sogar 175 KTAS sein.
Viele Neuerungen finden sich auch im Cockpit. Augenfällig werden
diese besonders am Instrumentenpanel.
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MAGAZIN
Überörtliche Luftaufsicht
Die Luftaufsichtsmenschen im Turm kennt jeder Pilot. Aber diese haben noch
Kollegen, die nicht nur an einem einzigen Flugplatz sind und deren Alltag ganz anders
aussieht. Die "Sachbearbeiter für Luftaufsicht" im Außendienst bewegen sich
bei ihrer Arbeit zwischen Beratungsangebot und Kontrollaufgaben.
Leserwahl "Destination 2001": Die Gewinner
Wir wollten bei der Leserwahl "Destination 2001" von Ihnen wissen, wohin Sie
selbst gerne fliegen möchten beziehungsweise in welchen Regionen Sie tolle Flugerlebnisse
hatten. Ergebnisse und Sieger werden vorgestellt.
EBACE: Erste Business-Aviation-Messe in Genf
Die erste reine Business-Aviation-Messe in Genf vom 18. bis 20. April konnte durch
exzellente Rahmenbedingungen bei Ausstellern und Besuchern Punkte sammeln.
Im Cockpit mit Uli Schell
Uli Schell ist Testpilot bei Grob. Mit über 20 "Dienstjahren" zählt er zum
Inventar des Unternehmens. Hautnah hat er die vielen Ups und auch die Downs der Firma
miterlebt. Gehörte anfangs das Vorfliegen von Motorseglern und Segelflugzeugen zu seinen
Hauptaufgaben, kam schnell die echte Entwicklungsfliegerei hinzu.
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FLUGZEUG-REPORT
Zweistrahler als Kitflugzeug Maverick TwinJet 1500
Die amerikanische Selbstbauszene schwingt sich zu neuen Höhen auf. Dies belegen zwei
brandheiße Projekte. Bei beiden handelt es sich um Jets, deren Zellen auf Composite
setzen. Der eine, ein sehr schön gestylter Tandem-Zweisitzer, heißt ViperJet. Er wächst
in Pasco, Washington, heran. Der andere hört auf den Namen TwinJet 1500. Entwickelt wird
er bei Maverick Air in Penrose, Colorado. Seine bedruckte Kabine bietet vier Erwachsenen
plus Gepäck Platz. Als Antriebe kommen zwei General-Electric-Turbinen T58 zum Einsatz.
Laut Firmenangaben soll sich der kleine Zweistrahler als Schnellbausatz
in zirka 3000 Arbeitsstunden fertigen lassen. Bislang sind schon fünf Kits verkauft
worden. Für den kompletten Zellenbausatz werden 219000 Dollar verlangt. Die beiden
modifizierten Antriebe mitsamt Überwachungsinstrumentierung gibts für 110000
Dollar.
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FASZINATION OLDTIMER
Jodel D 140 Mousquetaire: Die Ur-Remo
Seit den 40er Jahren gibt es die Jodels des französischen Unternehmerduos Joly
und Delemontez. 1958 kam die D 140 Mousquetaire auf den Markt, ein Fünfsitzer mit
starker Leistung. Der Tiefdecker, der fast sein Eigengewicht zuladen konnte, legte den
Grundstein für die spätere Robin Remorqueur. Beim FSV Blitz Kirchhain auf dem
Segelfluggelände Amöneburg bei Marburg fliegt eines der ältesten noch existierenden
Exemplare.
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REISE
Im Doppelpack zum Nordkap
In einem Sommer, der eigentlich nur schlechtes Wetter parat hatte, machten sich eine
Piper PA-28 und eine DR 400 Robin von Berlin aus Richtung Nordkap auf den Weg. Mit viel
Wetterglück fanden die beiden Crews die Ideallinie. Ihre achttägige Reise führte durch
Schweden, Norwegen und Finnland bis an die russische Grenze.
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FLYING
Very british: de Havilland D.H. 104 Dove
In einer Zeit, als britische Ingenieurskunst noch für etwas skurrile, aber grundsolide
Konstruktionen stand, erblickte die zweimotorige de Havilland "Dove" das Licht
der Nachkriegswelt. Stilvoll, wie sie ist, trat sie auch schon in Spielfilmen auf.
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PRAXIS
VFR-Basiswissen 2: Der Weg zur Startbahn
Parallel zur Theorie wird beim PPL die Praxis unterrichtet. Die erste Praxiserfahrung
eines jeden Flugschülers besteht darin, zunächst das Verhalten seines Flugzeuges am
Boden kennen zu lernen.
Fahrt ist das halbe Leben
Die Abkürzungswut in der Luftfahrt hat auch vor den Fahrtbezeichnungen nicht Halt
gemacht. Der Beitrag erklärt die wichtigsten Geschwindigkeitsabkürzungen und deren
Anwendung in der Praxis.
Sauerstoff Treibstoff für den Körper
Nur eine ausreichende Menge an Sauerstoff stellt das Überleben sicher. Mit zunehmender
Flughöhe wird die Luft dünner und die Gefahr von Sauerstoffmangelerscheinungen steigt.
Eine Übersicht über die Gefahren.
Unfall-Analyse: Startstrecke falsch berechnet
Nach heftigen Regenfällen war die Graspiste des Verkehrslandeplatzes Langeoog stark
aufgeweicht. Dennoch startete der Pilot einer Piper PA-28 mit drei Passagieren, um 75 kg
überladen und mit relativ vollem Tank. Sein Flugziel war Bad Neuenahr/Ahrweiler.
Laut Zeugenaussagen hob die Maschine erst kurz vor dem Bahnende
ab, beschrieb einen flachen Steigflug, der allerdings nicht ausreichte, um die
angrenzenden Bäume sicher passieren zu können. Die Piper berührte die Bäume, kippte
dann nach vorn über und prallte auf den Boden. Der Pilot und ein Passagier wurden nur
leicht verletzt, die beiden anderen Passagiere erlitten schwere Verletzungen. Das Flugzeug
wurde zerstört.
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ULTRALEICHT
Pilot Report: Dynamic WT9
Gleich zwei Versionen des neuen Kunststoff-Tiefdeckers Dynamic haben wir für Sie
getestet. Die Dynamic Club mit dem 80-PS-Rotax 912 und Festfahrwerk und die Topversion
Speed mit dem Rotax 912S (100 PS) und elektrohydraulischem Einziehfahrwerk.
Beide Varianten zeigten sich als ausgereifte Fluggeräte, die
ganz klar in der UL-Oberklasse angesiedelt sind. Flugleistungen und Verarbeitung sind sehr
gut. Zu verbessern gibt es allenfalls kleine Details. Lesen Sie im Juni-aerokurier, was
die beiden Modelle auszeichnet und wo noch Verbesserungspotenzial liegt.
TP422: Vierzylinder aus Tschechien
Einen luftgekühlten Vierzylinder-Boxermotor hat die tschechische AlfaPrag entwickelt.
Komplett mit Anbauteilen soll der 86 PS starke Viertakter 79 kg wiegen. Der mit einer
Doppelzündung ausgerüstete Motor soll knapp 15000 Mark kosten.
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SEGELFLUG
Eigenstarter im Vergleich
Die Klasse ist neu und hart umkämpft. Eigenstartfähige Segelflugzeuge der 18-m-Klasse
bietet inzwischen jeder deutsche Hersteller an. Teils haben sie unterschiedliche Konzepte
verfolgt, teils sind sich die Flugzeuge sehr ähnlich. Ein Überblick mit Vergleich von
ASH 26E, DG-808B, LS9 und Ventus 2cM.
AERO 2001: Etwas Neues und viel Bewährtes
Bröckelt die deutsche Dominanz im Segelflugzeugbau? In Halle 3, seit Jahren die
Segelflughalle der AERO, war Ende April zur Ausstellung 2001 jedenfalls eine ganze Reihe
osteuropäischer Segelflugzeughersteller eingezogen.
Zu den Premieren zählten die LS8-t, die Version des 18-m-Flugzeugs mit
Heimweghilfe, das Standard-Klasse-Segelflugzeug 304C von HPH, die
Ultraleicht-Segelflugzeuge Apis WR und Banjo. Zum ersten Mal auf der AERO wurden die
DG-1000, die ASW 28 und die Turbovarianten von Discus 2 und Duo Discus gezeigt.
Saisonauftakt: Kalt, aber super
Zwischen heftigen Regenfällen und Schneeschauern hatte die Streckenflugsaison 2001
einen fulminanten Start. Ostersamstag gelangen fast in ganz Deutschland die ersten großen
Strecken.
Herbert Weiß trumpfte an diesem 14. April mit einem 790-km-Dreieck
auf. Schon am Vortag (Karfreitag) hatte er in heftigem Schauerwetter 525 km zwischen
Mannheim und Regensburg für den aerokurier Online Contest gemeldet. Herbert Weiß:
"Hinter den Schauervorhängen stand immer gute Thermik." Ostersamstag setzte
sich dann Zwischenhocheinfluss durch und versprach damit ausgezeichnete Bedingungen
auch wenn für den Nachmittag schon wieder ein neuer Frontaufzug angekündigt war. Eine
Bilanz der Streckenflüge.
Streckenflugbedingungen am 14. April
Ab Mitte April, so zeigen es die letzten Jahre, ist es Zeit, genauer in die
Wettervorhersagekarten zu schauen. Häufig ist ab diesem Zeitpunkt auch schon für die
Piloten der 15-m-Klassen die erste Chance im Jahr gegeben, ein 700er zu fliegen. Eine
Analyse des guten Wetters am Ostersamstag und die Geschichte seiner Vorhersage.
Anleitung zum Traumflug
Ein Streckenflugseminar unter neuen Vorzeichen sollte es werden: der vom Team
Segelflugszene um Reiner Rose initiierte Lehrgang mit dem schönen Namen "Erlebnis
Strecke Wege zum Traumflug".
Um es vorwegzunehmen: Der Versuch darf als gelungen bezeichnet werden.
Jedenfalls war dies nach Abschluss des zweiteiligen Kursus mit Theorie in Unterwössen und
Praxis Mitte April in Nötsch, Österreich, die einhellige Meinung der Teilnehmer.
Dreimal Segelflug-WM bei den World Air Games
Bei den Weltluftsportspielen (WAG) 2001 Ende Juni in Spanien kommen gleich drei
Segelflugwettbewerbe als Weltmeisterschaften zur Austragung. In Lillo, rund 90 km südlich
Madrid, wird es eine Premiere geben: die erste Weltmeisterschaft in der 18-m-Klasse.
Parallel dazu wird die dritte WM der Weltklasse ausgeflogen. Rund 350 km weiter südlich
in Palma del Rio, nahe Cordoba in Andalusien, starten die Segelkunstflieger zu ihrer WM.
In der 18-m-Klasse vertreten Bernd Gauger und Claus Triebel die
deutschen Farben. Betreut wird die deutsche Mannschaft in Lillo von Bundestrainer Rainer
Wienzek. In der Weltklasse gehören Thomas Wartha und Axel Reich zu seinem Team.
Das deutsche Team für die Segelkunstflug-Weltmeisterschaft in Palma
del Rio ist sieben Piloten stark. Angeführt wird es von Vize-Weltmeister Henry Bohlig.
Mit dabei sind Detlev Eilers, Michael Göst, Martin Krämer als Neuling, Mike Rottland,
Eugen Schaal und Gregor Wilke.
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