aerokurier 7/2001
Editiorial JAA: Geförderte Harmonie / Reportage Training
mit der G115 / Pilot
Report Jakowlew Jak-52 /
Magazin Modell Diepholz: Der Zaun ist offen,
FliteStar 8.3: Navplanung mit dem Wetter, UL-Lizenz auf Italienisch, Rallye: Neue Wege in
der Sportförderung /Reise Mit
Zelt und Cessna durch den Südwesten der USA /
Flying Piper J-3 Cub und J-5 Cub Cruiser / Praxis VFR-BASISWISSEN
3: Rollen, Nicken, Gieren; Gewitter, Unfall-Analyse: Vier falsch gesteckte Kontakte und
ein Beinahe-Crash
/ Ultraleicht F-Schlepp-Erprobung mit ULs, Zum Nachrüsten: Tuning für den
Ikarus C-42 / Segelflug G
109B Turbo: Der Superschlepper, Neue Regelung für den Segelflugzeugschlepp, Fuentemilanos
mitten im Chiemgau, Klix 2001: Vier-Tage-Rennen, Trainieren mit dem Weltmeister,
aerokurier Online Contest jetzt mit Segelflug-Bundesliga, Hahnweide mit acht
Wertungstagen, Hoch im Kurs: Clubklasse SPEZIAL, Weltmeisterschaften der Frauen und
Junioren / Avionik Special
Avionik-Designprinzipien: Der Humanfaktor im Cockpit, Farben und Symbole in der Avionik,
Mode-S-Transponder für die Allgemeine Luftfahrt, Studie: Surface Guidance System,
Avionikwartung: High-Tech in Niederbayern, GPS-Reparatur
EDITORIAL
JAA: Geförderte Harmonie
Die Einführung des europäischen Regelwerks zur Pilotenausbildung, JAR-FCL, stellt
alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Der Gesetzgeber muss die JAR-FCL in
nationales Recht umwandeln, die Behörden müssen sich auf die neuen Richtlinien
einstellen, die Prüfungsgremien haben die neuen Testfragen in ihr System einzuarbeiten,
und die Flugschulen stehen unter dem Zwang, neue Lehrmittel zu erfinden, um die
geforderten, neuen Ausbildungsinhalte ihren Flugschülern zu vermitteln.
Da die Ausbildungseinrichtungen die Letzten in der Kette sind, haben
sie die Hauptlast in Sachen JAR-FCL zu tragen, da sie einen Großteil ihrer bisherigen
Lehrmaterialien nach Einführung der JAR-FCL nicht mehr benutzen können. Eine Initiative
mit dem Namen "European Pilot Project (EPP)" will den Flugschulen bei diesem
Problem helfen. Sie will den Schulen ein fachlich, didaktisch und pädagogisch gut
ausgearbeitetes Theorieprogramm inklusive Unterrichtsmaterialien an die Hand geben, damit
sich die Flugschulen auf ihre Hauptaufgabe, die Ausbildung von Flugschülern,
konzentrieren können.
Die Aufgabe ist sehr umfangreich immerhin sind Institutionen aus
34 verschiedenen Nationen beteiligt und herausfordernd. Geradezu prophetisch
erscheint heute in diesem Licht der Satz, auf den sich die Arbeitsgruppe "Flight Crew
Licensing" der europäischen Zivilluftfahrtkonferenz ECAC auf ihrem ersten Treffen im
Februar 1987 einigte: "Sie kamen zu dem Schluss, dass die volle Harmonisierung der
Ausbildungsvorschriften schwer und komplex würde und eine zeitaufwendige Anpassung der
nationalen Gesetzgebung erfordern würde."
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REPORTAGE
Training mit der G115
Trainingsflugzeuge aus dem Hause Grob genießen in der militärischen
Ab-initio-Schulung einen guten Ruf. Aufträge gibt es aus England und Saudi-Arabien.
Ägypten hat 74, den eigenen Erfordernissen speziell angepasste G 115 geordert. Der für
Grob lukrative Deal umfasst auch die Einweisung der Fluglehrer. Patrick Neelmeier war für
die aerokurier-Reportage vor Ort.
Durchgeführt werden die Einweisungen von Matthias Dolderer und Edgar
Fischer von der Flugschule Tannheim. Die beiden haben wohl nie davon geträumt, dass sie
eines Tages Militärpiloten unter ihre Fittiche nehmen würden.
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PILOT REPORT
Jakowlew Jak-52
Die Jak-52 leidet wie alle Flugzeuge russischen Ursprungs unter Vorurteilen. Zu fremd,
zu teuer im Unterhalt, zu schwierig in der Wartung und Ersatzteilbeschaffung, lauten nur
einige der Vorbehalte. Stimmt alles nicht, meint Ian Parker. Er nennt eine Jak-52 aus
rumänischer Fertigung sein Eigen.
Das Exemplar seiner Begierde war zwar schon 1989 gebaut worden, es hat aber
zum Zeitpunkt des Kaufs erst 37 Stunden in der Luft zugebracht. Im Prinzip war es also neu
und sollte einschließlich einer Lackierung nach Parkers Wünschen
umgerechnet nur 140 000 Mark kosten. In puncto Gegenwert kommt an die Jak-52 nichts heran.
Für einen relativ bescheidenen Betrag bekommt man ein Flugzeug, das sich in keinerlei
Hinsicht zu verstecken braucht. Vorn unter der bulligen Cowling musiziert in
brummig-tiefer Tonlage ein gewaltiger russischer Sternmotor. Die Leistung des Wedeneyew
M-14P: satte 360 PS.
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MAGAZIN
Modell Diepholz: Der Zaun ist offen
Von ansässigen Vereinen mitgenutzt wird der Fliegerhorst Diepholz schon lange. Doch
erst jetzt ist der Platz praktisch Tag und Nacht von jedermann anfliegbar. Diepholz soll
mehr als bisher eine Rolle als Standortfaktor für die Region südlich Oldenburgs
übernehmen und könnte Modell stehen für ein vernünftiges Nebeneinander von
militärischer und ziviler Nutzung.
FliteStar 8.3: Navplanung mit dem Wetter
Die neue Version von Jeppesens Flugplanungssoftware FliteStar gibt es jetzt mit einem
weltweiten Wetterbriefing durch Jeppesen. Wetterkarten können den Flugrouten hinterlegt
werden.
Die von Jeppesen jetzt in der Version 8.31 herausgegebene
Flugplanungssoftware FliteStar IFR, die es optional mit FliteMap für den
Moving-Map-Einsatz gibt, integriert erstmals weltweit Wetterinformationen, die per
Internet von Jeppesen abgerufen werden können. Die aktuellen Höhenwinde werden
automatisch in den Flugdurchführungsplan übernommen. Karten wie die
24-Stunden-Bodenvorhersage für Europa erscheinen in der Funktion
"Kartenansicht" unter der geplanten Flugroute, so dass der geplante Flugverlauf
im aktuellen Wetter zu sehen ist.
UL-Lizenz auf Italienisch
Die italienische Firma Helisport, Hersteller der CH-7 Angel und Kompress, und die
Flugschule Pegasus in Turin bieten jetzt eine neue Möglichkeit, wie deutsche
Interessenten in Italien ihre UL-Helikopterlizenz erwerben können. Durch eine neue
Regelung kann der Bewerber für die Dauer der Ausbildung seinen Zweitwohnsitz in Italien
nehmen. Wermutstropfen der Geschichte: Nach Deutschland darf er als deutscher
Staatsbürger mit dem UL nicht einfliegen, weil es hierzulande bisher immer noch keine
entsprechende Zulassung gibt.
Rallye: Neue Wege in der Sportförderung
Mangelndes Interesse am Rallyefliegen hat in Niedersachsen zu neuen Wegen in der
Nachwuchsarbeit geführt. Die Idee für Seminar und Niedersachsen-Rallye 2001 hatte
Erfolg.
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Mit Zelt und Cessna durch den Südwesten der USA
Mit Campingausrüstung machten sich zwei Deutsche von San Diego, Kalifornien, aus auf
den Weg, den Südwesten der USA zu erobern. Dabei landeten Grischa Röhrig und Felix Roth
mit ihrer gecharterten Cessna 172 weitestgehend auf einsamen Pisten, fernab der großen
Touristenströme.
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FLYING
Piper J-3 Cub und J-5 Cub Cruiser
Die Piper Cub ist eine Flugzeuglegende. J-3C und PA-18 sind dank großer Stückzahlen
sehr bekannt. Weniger bekannt sind dagegen die anderen Mitglieder der Cub-Familie wie die
Piper J-5 Cub Cruiser, die als Dreisitzer in ihrer Zeit durchaus erfolgreich war.
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PRAXIS
VFR-BASISWISSEN 3: Rollen, Nicken, Gieren
Am Ende der zweiten Folge von "VFR-Basiswissen" sind Sie am Rollhalteort
angelangt. Nun heben Sie ab und lernen die Funktionsweise der Steuerung im Flug kennen.
Gewitter
Das Gewitter ist für die Luftfahrt das gefährlichste Wetterphänomen. Kennen Sie noch
alle Risiken? Wir listen sie auf und zeigen, wie sie vermieden werden können. Mit
Gewitter sind in aller Regel immer mehrere Fluggefahren wie Turbulenz, Windscherung,
Vereisung, Blitz und Donner, Hagel und minimale Flugsicht in der Wolke gleichzeitig
verbunden. Der Einflug in einen Cb (Cumulonimbus = Gewitterwolke) bedeutet höchste
Gefahr, aber auch das Unterfliegen oder ein Flug in seiner unmittelbaren Nähe sind
riskant und sollten möglichst vermieden werden.
Unfall-Analyse: Vier falsch gesteckte Kontakte und ein Beinahe-Crash
Guten Reaktionen der Piloten ist es zu verdanken, dass eine A320 auf dem Frankfurter
Flughafen einer Katastrophe entging. Bei einer kleinen Reparatur waren Seitenruderkontakte
für den Bordcomputer falsch gesteckt worden, so dass das Flugzeug genau entgegengesetzt
den Eingabebefehlen des Kapitäns steuerte. Der Fehler trat nur bei dem für die linke
Cockpitseite zuständigen Bordcomputer auf und wurde beim Bodencheck nicht bemerkt. Erst
als der Pilot unmittelbar nach dem Abheben eine Ruderkorrektur durchführte, neigte sich
der Airbus so weit zur anderen Seite, dass sich die linke Tragfläche nur einen halben
Meter über dem Boden befand. Der Copilot griff sofort ein, korrigierte nach rechts und
landete den Airbus wenig später wieder in Frankfurt.
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ULTRALEICHT
F-Schlepp-Erprobung mit ULs
Das Erprobungsprogramm zum F-Schlepp mit ULs ist abgeschlossen. Noch im Juli, so das
LSG-B, sollte die allgemeine Genehmigung erteilt werden. Mehrere Hersteller waren an der
Erprobung beteiligt. Die Kosten für den F-Schlepp lassen sich beim Einsatz eines ULs
praktisch halbieren. Doch nicht für alle Fälle eignen sich die ultraleichten
F-Schlepper.
Die Möglichkeiten und Grenzen des UL-Schlepps zeigt der ausführliche Bericht von
Dr.-Ing. Achim Merklinger im aktuellen aerokurier auf, der die Erprobung mit der Sprint
von Weller Flugzeugbau durchführte.
Zum Nachrüsten: Tuning für den Ikarus C-42
Weniger Widerstand versprechen Kunststoffverkleidungen, die der
Aero-Service-Dreiländereck (ASD) jetzt für die Federbeine des Ikarus C-42 anbietet. Für
140 km/h soll das Flugzeug durch die Verkleidungen 200 U/min weniger Drehzahl benötigen.
In die Bugverkleidung ist zusätzlich ein Landescheinwerfer integriert. Das Gewicht der
knapp 1400 Mark teuren Teile gibt ASD mit einem Kilogramm an.
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SEGELFLUG
G 109B Turbo: Der Superschlepper
Frischzellen für die Grob G 109B: Korff Flugtechnik rüstet den Klassiker der modernen
Touring-Motorsegler mit einem der modernsten heute verfügbaren Flugmotoren aus, dem
Limbach L 2400DT/ET, und eröffnet damit der Konstruktion aus dem Jahre 1983 eine ganz
neue Zukunft.
Den begehrten Einsatz als Schleppflugzeug eröffnet jetzt Korff
Flugtechnik in Dietzenbach den G-109B-Haltern. Der LTB auf dem Flugplatz Mainbullau
rüstet die G 109B mit dem flüssigkeitsgekühlten Limbach L 2400DT/ET aus. Mit
Turboaufladung, Ladeluftkühlung und elektronisch gesteuerter Zündung ist er heute der
wohl modernste Kolbenflugmotor. Die elektronisch gesteuerte Benzineinspritzung versorgt
jeden der vier Zylinder in Boxeranordnung mit exakt dem Gemisch, das nach
Leistungseinstellung, Temperatur und Luftdichte (Flughöhe) benötigt wird ganz
ohne Zutun des Piloten. Die moderne Kennfeldzündung (Doppelzündung) sorgt für optimale
Leistungsentfaltung. Als Propeller kommt der elektrisch verstellbare Constant Speed
MTV-1-A/L170-05 von Mühlbauer zum Einsatz.
Neue Regelung für den Segelflugzeugschlepp
Mit den jüngsten Nachrichten für Luftfahrer (NfL II-44/01) wird die
"Bekanntmachung über den Einbau einer Bugkupplung zum Schleppen von Segelflugzeugen
durch andere Luftfahrzeuge" (NfL II- 38/00 vom 28. März 2000) wie angekündigt
(aerokurier 3 und 4/01) zurückgezogen. Der Zwang zur Umrüstung auf Bugkupplungen für
den Schleppstart hinter Motorflugzeugen und Motorseglern entfällt damit. Die neue NfL
weist ausdrücklich darauf hin, dass bezüglich des Schleppluftfahrzeugs keine
Unterscheidung mehr vorgenommen wird, um welche Art von Luftfahrzeug es sich handelt. Es
kann sich also um Motorflugzeuge, Motorsegler und künftig um Ultraleichtflugzeuge
handeln, wenn sie zum Schleppen zugelassen werden.
Gleichzeitig mit der Aufhebung der NfL II 38/00 tritt ein neuer
Paragraph in der Durchführungsverordnung zur Betriebsordnung (LuftBO) in Kraft, die das
Schleppen von Segelflugzeugen und Motorseglern durch andere Luftfahrzeuge regelt. Hinzu
kommt der § 4b "Schleppstarts von Segelflugzeugen und Motorseglern, die nicht mit
einer Bugkupplung ausgerüstet sind, mit anderen Luftfahrzeugen sind nur zulässig, wenn
der Luftfahrzeugführer des geschleppten Luftfahrzeuges mindestens fünf Schleppstarts
innerhalb der letzten sechs Monate durchgeführt hat."
Fuentemilanos mitten im Chiemgau
Unterwössen im Chiemgau war Ende April, Anfang Mai Ausgangspunkt für große
Streckenflüge. Wolfgang Lengauer, Gewinner des aerokurier Online Contest 2000, war gleich
mit zwei Tausendern dabei.
Insgesamt wurden drei Tausender geflogen, dazu viele Strecken über
800, 700 und 500 km. Eine tolle Bilanz, die man in dieser Größenordnung sonst nur von
den Streckenflughochburgen Fuentemilanos, Bitterwasser oder den Zentren Australiens kennt.
Wolfgang A. Lengauer beschreibt sein Tausendererlebnis.
Klix 2001: Vier-Tage-Rennen
Den "Pokal der alten Langohren" 2001 hat ein alter Meister neu gewonnen: Ingo
Trentelj (ASW 17), der bereits 1998 einmal den Pokal nach Kamp-Lintfort holte. In der
neuen 106er-Klasse flog Holger Weitzel (LS4) aus Hamburg auf Platz eins.
Vier Wertungstage konnten Ende April und Anfang Mai in Klix der
Lausitzer Wetterküche abgetrotzt werden. Zwischen 100 km (Kleine Clubklasse) und 400 km
groß (Offene Klasse) waren die ausgeschriebenen Strecken. Die Neuigkeit bei den
"alten Langohren": Zum ersten Mal stand in Klix eine LAK-12 mit am Start.
Klix 2001, das war ein Wettbewerb nicht wie gewohnt in vier, sondern in
fünf Klassen. Nach dem Pokal für die "alten Langohren", die heute in
Qualifikationswettbewerben nicht mehr konkurrenzfähigen alten Offene-Klasse-Flugzeuge,
machte Klix nun neu die 106er-Klasse auf. Neben der Kleinen (Index 86 bis 96) und der
Großen Clubklasse (Index 98 bis 100) stand mit der 106er-Klasse eine dritte
Vereinsfliegerklasse am Start.
Trainieren mit dem Weltmeister
Für die Spitzenpiloten der Segelflugnationalmannschaft stand zum ersten Mal nicht das
eigene Training im Mittelpunkt, sondern die gezielte Förderung von Nachwuchstalenten.
Schauplatz dieses Angebots war Wilsche in Norddeutschland.
aerokurier Online Contest jetzt mit Segelflug-Bundesliga
Hersbruck: Der Erfolg spricht für sich, und der Zulauf hält an: Weit über
tausend Teilnehmer zählt der aerokurier Online Contest inzwischen. An guten
Wochenendtagen werden weit über 300 Strecken gemeldet. Streckenflugcracks sind ebenso
dabei wie Einsteiger ins Überlandfliegen. Und jetzt gibts in der Deutschlandwertung
noch eine Wochenwertung, die als Segelflug-Bundesliga läuft!
Die Erweiterung der Tages- und Gesamtwertung um eine
Wochenwertung soll über diese hervorragenden Möglichkeiten der internen Kommunikation
neue Chancen der Öffentlichkeitsarbeit für den Segelflug eröffnen. In Form einer
Segelflug-Bundesliga kann sie dem Sport über die gesamte Segelflugsaison Präsenz in der
Presse verschaffen. Es ist als erster Schritt aus dem Nischendasein geplant, das sich
letztlich auch als Folge der wenigen zentralen Wettbewerbe mit überregionaler Bedeutung
pro Jahr ergeben hat. Sie haben immer nur zu singulärer Beachtung in den Medien geführt.
Hahnweide mit acht Wertungstagen
Kirchheim: Der 36. Internationale Hahnweide-Segelflugwettbewerb 2001 hatte
richtig Wetterglück, der Wettbewerbszeitraum vom 19. bis 26. Mai umfasste die beste Woche
des Monats. Die 99 Teilnehmer konnten mit Ausnahme jener der Offenen Klasse
die acht Wettbewerbstage in acht Wertungstage ummünzen. Auftakt und Schluss bescherten
Schnittgeschwindigkeiten über 100 km/h. Das beste Stundenmittel legte Peter Harvey
(Nimbus 4T) vom London Gliding Club am letzten Wertungstag mit 125,4 km/h über 311 km
vor.
Hoch im Kurs: Clubklasse SPEZIAL
Weißenburg: Die Clubklasse SPEZIAL in Weißenburg wird zum Renner. In
diesem Jahr waren 53 Piloten dabei, darunter die Clubklasse-Nationalmannschaft und die
Clubklassepiloten für die Junioren-Weltmeisterschaft im August in Issoudun, Frankreich.
In derselben Woche ausgetragen wie der Hahnweide-Wettbewerb und mit deren Wetterbriefing
durch Dr. Josef Dahlem ausgestattet, mussten die Clubklasse-Piloten in Weißenburg
allerdings auf einen Wertungstag mit allzu starkem Ostwind verzichten. Der Platz erlaubt
nur Starts in Richtung Westen.
Insgesamt sechs Wertungstage über im Mittel 280 km große Strecken mit
364 km als Maximum kamen so in der Zeit vom 20. bis 26. Mai zustande. Gleich am zweiten
Wettbewerbstag wurde auch eine Assigned Area Task (AAT, Flächenaufgabe) mit vorgegebenen
Wendepunktsektoren geflogen, in denen die Piloten ihren Wendepunkt selbst wählen können.
Den Sieg holte Europameister Frank Hahn (ASW 15) vor Andreas Nagel (LS1-f) und Axel Reich
(Std. Libelle).
Weltmeisterschaften der Frauen und Junioren
Prienai/Isssoudun: Im Sommer stehen nach den Weltmeisterschaften der
18-m-Klasse, der Weltklasse und im Kunstflug in Spanien zwei weitere
Segelflug-Weltmeisterschaften an. Vom 20. Juli bis 5. August werden die ersten
Weltmeisterschaften der Frauen in Prienai, Litauen, ausgetragen. Die WM der Junioren in
Issoudun, Frankreich, findet vom 5. bis 19. August statt.
Das deutsche Team in Prienai ist neun Pilotinnen stark. In der Rennklasse starten Angelika
Machinek, Katrin Senne und Annette Klossok, in der Standard-Klasse Sue Kussbach, Stefanie
Mühl und Cornelia Schaich, in der Clubklasse Sylvia Stampke, Gudrun Haas und Swantje
Geyer. Teamcaptain ist Rainer Wienzek, Walter Eisele Coach.
Bei der Junioren-WM treten an: Jens Ammerlahn (LS1-f), Holger
Spangenberg (LS1-f) und Steffen Krimmer (Std. Cirrus) in der Clubklasse. In der
Standard-Klasse wird Robert Scheiffarth (Discus 2), Junioren-Weltmeister der Clubklasse,
versuchen, seinen Titel zu verteidigen. Zum Team der Standard-Klasse gehören ferner
Sebastian Huhmann (LS8), Jochen Treyer (LS8) und Thomas Krausert (Discus CS). Gunther
Stahl, Junioren-Weltmeister der Standard-Klasse, ist aus dem Alterslimit gefallen und kann
seinen Titel nicht mehr verteidigen.
Weitere aktuelle Segelflugmeldungen unter airSport
AVIONIK
SPECIAL
Avionik-Designprinzipien: Der Humanfaktor im Cockpit
Immer mehr, immer schneller, immer bunter: Die Informationsfülle im Cockpit wird
zunehmend dichter. Die Avionikdesigner müssen sich überlegen, wie der Mensch damit
zurechtkommen kann.
Farben und Symbole in der Avionik
Farben und Symbole haben in der Technik eine große Bedeutung: Sie helfen sehr
effizient bei der Bedienung von Geräten.
Mode-S-Transponder für die Allgemeine Luftfahrt
Der Luftverkehr wächst weiter, die herkömmlichen Mode-A/C-Transponder sind damit
technisch überfordert. Die Einführung von Mode-S-Transpondern ist beschlossene Sache. Ab
31. März 2005 müssen nach heutigem Planungsstand alle Luftfahrzeuge also auch
ULs, Segelflugzeuge und Ballone einen Mode-S-tauglichen Transponder an Bord haben.
Doch noch immer sind viele Fragen offen.
Studie: Surface Guidance System
Mit zunehmender Luftverkehrsdichte wächst auch das Risiko von Rollunfällen. Die
US-Transportsicherheitsbehörde hat Vorfälle während des Rollens als eines der
bedeutsamsten Probleme für die Sicherheit des Luftverkehrs ausgemacht. Eine Studie von
Rockwell Collins zeigt, wie sicheres Rollen bei allen Wetterbedingungen aussehen kann.
Avionikwartung: High-Tech in Niederbayern
Spezialwissen, Erfahrung und ein umfangreicher Bestand an Prüfgeräten sind bei der
Wartung von Flugzeugelektronik gefragt. Ein Beispiel ist der Avionikbetrieb Avionik
Straubing auf dem Flugplatz Wallmühle.
GPS-Reparatur
GPS-Empfänger sind in den Flugzeugen der Allgemeinen Luftfahrt mittlerweile häufig zu
finden. Tritt an ihnen ein Fehler auf, ist der GPS-Spezialist gefragt. Fehlersuche,
Reparatur und Endkontrolle werden begleitet von einer umfassenden Prüfpunkteliste des
Herstellers.
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