aerokurier 12/2001
Editiorial Jahresnachprüfung / Reportage Roter
Stern am Airshowhimmel / Pilot Report Citation Encore / Magazin Verkehrslandeplatz
Oehna, Jabiru J200/J400: Neuer Viersitzer aus Australien, Ortner-Flugdiesel, Avionik für
die Allgemeine Luftfahrt, Neu am Markt: ATD-200, ILA setzt auf General Aviation, Im
Cockpit mit Thomas Anzenhofer / Business Aviation Neuvorstellung: Bombardier
Global 5000, Dassaults jüngstes Projekt: Falcon 7X, Feierstunde bei Dassault: Erstflug
der Falcon 2000EX, Premier I in Deutschland zugelassen / Reise VFR nach Moskau / Flying Wüstenflug
mit einer Antonow An-2 / Praxis Refresher: Follow me, VFR-Basiswissen
8: Landeeinteilung und Endanflug, Meteorologische Flugplanung, Flugsicherheit:
Beinahekollision / Ultraleicht Ultraleichter
Motorsegler: UFM 13/15 Lambada, UL-Rallye rund um Spanien, Doppelbeauftragung für DAeC
und DULV / Segelflug Pilot
Report: HPH 304 C, Ventus 2a im WM-Tuning, DG-Flugzeugbau DG-808B, Symposium aerokurier
Online Contest, Im Vereinskurs zum Segelfluglehrer, Segelflugschule Oerlinghausen mit
neuen Gebäuden, Roitzschjora 2001: Krabbelwetter in der Heide
EDITORIAL
Jahresnachprüfung
Der aerokurier hat ein neues Gesicht bekommen. Der grafische und inhaltliche Auftritt
der Zeitschrift wurde mit der Ausgabe Dezember 2001 modernisiert. Bei der Überarbeitung
haben wir das grundsätzliche Konzept, die gesamte Bandbreite der Allgemeinen Luftfahrt
vom Segelflugzeug über ULs und Motorflugzeuge bis zum Business Jet
darzustellen, nicht geändert. Der neue aerokurier hat ein klares journalistisches
Konzept, bei dem die objektive Information der Leser im Vordergrund steht.
Sensationsberichterstattung ist nicht unsere Sache. Wir sprechen für die Allgemeine
Luftfahrt und den Luftsport, klopfen bei Missständen aber den Verantwortlichen deutlich
auf die Finger. Berichterstattung und Kommentar sind bei uns klar getrennt und werden es
auch in Zukunft bleiben. Der neue aerokurier ist moderner und farbiger geworden und
verfügt über eine klare Struktur. Es lohnt sich mehr denn je, den aerokurier zu lesen.
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REPORTAGE
Roter Stern am Airshowhimmel
Manfred Rusche begeistert seit diesem Sommer mit seiner frisch restaurierten Jak-11 das
Airshowpublikum. Der russische Warbird, dessen erstes Exemplar 1946 in die Luft kam, ist
eng an den legendären Jäger Jak-3 angelehnt. Gleichwohl war der Zweisitzer mit dem 700
PS starken Shvetsov-Sternmotor als Fortgeschrittenentrainer entwickelt worden.
Mit seiner Jak-11 hat sich Rusche einen Traum verwirklicht. Doch
bis die Jak-11 die Verwandlung vom Schrotthaufen zum perfekt restaurierten Warbird
vollzogen hatte, war es ein langer Weg. Lesen Sie selbst in der packenden
aerokurier-Reportage alles über einen ungewöhnlichen Mann und sein außerordentliches
Flugzeug.
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PILOT REPORT
Citation Encore
Umfangreiche Modellpflege hat die Citation Ultra zur Encore werden lassen. Die
siebeneinhalb Tonnen schwere Encore ist die neue Version der bewährten Ultra aus dem Jahr
1994. Diese wiederum stellt ein Upgrade der populären Citation V von 1989 dar, deren
Wurzeln zur beliebten Citation II zurückreichen. Was die 7,15 Millionen Dollar teure
Neuversion fliegerisch und auch sonst bietet, hat Günter Stauch herausgefunden.
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MAGAZIN
Verkehrslandeplatz Oehna
Gäbe es einen Preis für freundliche Flugplätze, wäre Oehna ganz vorn mit dabei. Vor
zehn Jahren gab es in Oehna, etwa auf halbem Wege zwischen Berlin und Leipzig, nur einen
brachliegenden Acker. Doch inzwischen haben Rudolf Hackel und seine Familie einen
Flugplatz aufgebaut, der praktisch alles bietet, was sich Privatpiloten wünschen. Wir
waren in Oehna und sagen Ihnen, warum sich ein Flug hierher auch für Sie lohnen kann.
Jabiru J200/J400: Neuer Viersitzer aus Australien
Die neue Jabiru J200/J400 ist etwas für Selbstbauer, die ein modernes
Kunststoffflugzeug in überschaubarer Zeit fertig stellen wollen. Dabei kann er als Zwei-
oder Viersitzer gebaut werden. Im australischen Bundaberg haben wir uns den Prototypen
näher angesehen. Schon das erste Exemplar zeigte gute Flugeigenschaften und ist mit dem
aus dem selben Hause stammenden 120-PS-Sechszylinder mit 120 kts Reisegeschwindigkeit
höchst flott unterwegs.
Ortner-Flugdiesel
In Österreich wird in Kürze eine PA-18 Super Cub zum Erstflug abheben. Das Besondere
an ihr: Als Antrieb kommt ein 150 PS starker Automobil-Turbodieselmotor zum Einsatz. Dr.
Christian Ortner, Rechtsanwalt, ist Initiator dieses Projektes.
Der Turbodiesel hat eine stattliche Anzahl an Bodentestläufen
bereits hinter sich. Christian Ortner: "Der Motor läuft samt Getriebe und
Constant-Speed-Propeller von Mühlbauer extrem leise und schwingungsarm. Die Leistung
beträgt 150 PS bei 2150 Propellerumdrehungen. Dabei wurden bereits Standschubwerte von
über 2600 Newton erzielt, und das noch ohne Cowling, die den Einbauwirkungsgrad weiter
verbessern und eine leichte zusätzliche Erhöhung des Schubs bewirken dürfte."
Avionik für die Allgemeine Luftfahrt
Ein Trend in der Avionik gewinnt weiter an Tiefe und Breite: Spitzentechnologie aus
Verkehrsflugzeugen wird für die Allgemeine Luftfahrt verfügbar gemacht. Ein Beispiel
dafür ist das Avioniksystem "SmartDeck" der amerikanischen Goodrich Company.
Ein anderes Beispiel ist Bendix/Kings Avioniksystem IHAS (Integrated Hazard Avoidance
System) 5000 und IHAS 8000.
Neu am Markt: ATD-200
So genannte Traffic-and-Collision-Alerting-Systeme, kurz TCAS genannt, sind Verkehrs-
und Geschäftsflugzeugen vorbehalten nicht zuletzt wegen des saftigen Preises.
Piloten der Allgemeinen Luftfahrt müssen sich bislang auf die Outside-Scan-Technik
verlassen. Seit kurzem können sich Piloten von Motorflugzeugen, ULs und Segelflugzeugen
bei der Luftraumbeobachtung von einem nur 280 Gramm schweren Alu-Kästchen, an dessen
Stirnseite sich mehrere LEDs befinden, unterstützen lassen. ATD-200 heißt die aus den
USA stammende Neuheit. Wir haben uns das ATD-200 in einem praktischen Versuch angesehen.
ILA setzt auf General Aviation
Mit einem eigenen Areal innerhalb des Ausstellungsgeländes sowie einem verbesserten
Service werben die ILA-Veranstalter um Aussteller aus der Allgemeinen Luftfahrt. Für die
ILA 2002 erwarten die Veranstalter BDLI und Messe Berlin eine Rekordbeteiligung an
Ausstellern. Der Buchungsstand war Anfang November so hoch wie nie zuvor. Eine
General-Aviation-Avenue auf dem Gelände soll den Ausstellern eine optimale
Darstellungsmöglichkeit für ihre Flugzeuge und Produkte bieten. Sie soll durch ihre
Konzentration an Flugzeugen der Allgemeinen Luftfahrt den Fachbesuchern den Eindruck einer
"Messe innerhalb der Messe" bieten. Es soll nach Veranstalterangaben mehr
Stellplätze für Besucherflugzeuge als in den vergangenen Jahren geben. Für die
Besucher, die ihre Maschinen auf dem Nordteil des Airports abstellen, soll es einen
regelmäßig verkehrenden Shuttlebus geben. Die ersten drei Tage der ILA (6. bis 8. Mai)
sind ausschließlich dem Fachpublikum vorbehalten, am 9. und 10. Mai wird man Fachbesucher
und allgemeines Publikum auf dem Messegelände antreffen. Am ILA-Wochenende (11. und 12.
Mai) ist mit der "Berlin International Airshow" eine Veranstaltung geplant, die
dem Publikum die Leistungsfähigkeit der gesamten Luft- und Raumfahrt demonstrieren soll.
Im Cockpit mit Thomas Anzenhofer
Er kommt vom klassischen, ernsten Theater, spielte Shakespeare, Schiller und Brecht:
Thomas Anzenhofer. Dann wurde er für die RTL-Actionserie "Der Clown" entdeckt,
in der er einen coolen Helikopterpiloten verkörpert. Die Arbeit mit dem Fluggerät hat
ihm so viel Spaß gemacht, dass er 1999 die Helikopterpiloten-Lizenz erwarb und nun privat
per Drehflügler unterwegs ist, allerdings schön gemütlich und ohne halsbrecherische
Action.
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BUSINESS AVIATION
Neuvorstellung: Bombardier Global 5000
Mit der Neuvorstellung eines schnellen und komfortablen Business Jets landete
Bombardier einen Überraschungscoup. Der Neue füllt eine Lücke in der Oberklasse.
Der Global 5000 ist eine verkürzte Version des Ultralangstrecken-Jets
Global Express. Er ordnet sich mit seinen Dimensionen und Leistungswerten zwischen dem
Global Express und dem Verkaufsschlager Challenger 604 ein.
Dassaults jüngstes Projekt: Falcon 7X
Dassault stellt sich zum Jahresende noch einmal ins Rampenlicht: Die Falcon 2000EX
absolvierte ihren Erstflug und das neue Projekt 7X gewinnt an Profil.
Bisher war von dem jüngsten Projekt der französischen Business-Jet-Schmiede kaum mehr
bekannt als ein schlicht gehaltenes Modell und einige wenige Merkmale. Nun hat Dassault
weitere Einzelheiten veröffentlicht und dem Vorhaben bei der Gelegenheit einen neuen
Namen mit auf den Weg gegeben: Falcon 7X heißt der schnelle Business Jet nun.
Feierstunde bei Dassault: Erstflug der Falcon 2000EX
Familienzuwachs steht auch der zweistrahligen Linie der Falcon-Familie ins Haus. Am 25.
Oktober erhob sich erstmals die Falcon 2000EX in den Himmel über dem Stammsitz in
Bordeaux-Mérignac. Die ersten Exemplare des Jets sollen bereits im zweiten Quartal 2003
beim Kunden sein. Die Zulassung durch FAA und JAA erwartet Dassault im dritten Quartal
2002.
Premier I in Deutschland zugelassen
Es hat viel länger gedauert, als Raytheon es erhofft hatte: Die ersten Kunden
übernahmen ihre neuen Einsteigerjets vom Typ Premier I in Wichita. Bis kurz vor Beginn
der Auslieferungen standen teilweise 20 Premier I auf dem Beechfield, wo sie ihre letzten
Modifikationen erhielten, die die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA vor der Erteilung
der Zulassung vorgeschrieben hatte. Damit steht der erste Business Jet der Welt mit
Kunststoff-Rumpf im aktiven Dienst. Er wurde nach FAR 23, Amendment 52 zugelassen und darf
im Single-Pilot-Betrieb geflogen werden. Bereits am 3. September hatte das LBA die
Musterzulassung erteilt. Bestellungen für über 300 Premier I liegen Raytheon vor, davon
kommen rund 200 aus Nordamerika.
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REISE
VFR nach Moskau
Fünf Piloten aus Norddeutschland erfüllten sich einen lang gehegten Traum. Sie flogen
mit zwei Cessnas VFR nach Moskau. Zu Hilfe kamen ihnen dabei die guten Kontakte zum
russischen Fliegerclub "Aist", dessen Mitglieder den Flug auf russischer Seite
vorbereiteten und organisierten. Sie schickten auch eine Jak-18 nach Weißrussland, um die
deutsche Formation durch den sonst so restriktiven russischen Luftraum zu geleiten.
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FLYING
Wüstenflug mit einer Antonow An-2
Die Rallye "St. Exupéry" führt bis ins tiefste Afrika. Uwe Agnes hat sie
für eine Filmreportage begleitet. Der Job war ein Abenteuer.
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PRAXIS
Refresher: Follow me
Die Terroranschläge in den USA lassen auch die Allgemeine Luftfahrt Europas nicht
unberührt. Die mit der Abschaffung der ADIZ und der Öffnung Osteuropas längst überholt
geglaubten Abfangregeln gewinnen seit dem 11. September wieder neue Bedeutung. Die
Verfahren und Zeichen werden rekapituliert.
VFR-Basiswissen 8: Landeeinteilung und Endanflug
Einer sicheren und guten Landung geht immer ein stabiler Endanflug voraus. Der
Schlüssel dafür liegt in einer vorausschauend strukturierten Landevorbereitung und
einteilung. Ein Landeanflug mit Triebwerksleistung bietet dabei eine Reihe von
Vorteilen.
Meteorologische Flugplanung
Für das Erlebnis eines schönen Streckenflugs sollte auch das Wetter schön sein.
Über die Durchführbarkeit entscheidet jedoch die Frage, wie schlecht es werden kann. An
dem Beispiel eines VFR-Fluges Anfang September von Traben-Trarbach nach Uetersen wird
gezeigt, wie dazu die Informationen zusammengetragen werden.
Flugsicherheit: Beinahekollision
Missverständnisse im Funkverkehr, nicht korrekt durchgeführte Anweisungen und Zögern
aller Beteiligten am Boden wie in der Luft, führten zu einer gefährlichen Annäherung im
Luftraum über Zürich. Beteiligt waren ein deutsches Verkehrsflugzeug und eine Maschine
der Allgemeinen Luftfahrt auf einem VFR-IFR-Wechselflug von Freiburg über Zürich nach
Italien. Den Ausgangspunkt der Beinahekollision war ein auf dem flugsicherungsinternen
Übermittlungsfehler des VFR/IFR-Flugplans.
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ULTRALEICHT
Ultraleichter Motorsegler: UFM 13/15 Lambada
Die UFM 13/15 ist die neueste Version der Lambada von Urban. Die Spannweite des
tschechischen Mitteldeckers kann mittels Ansteckflächen zwischen 13 und 15 Metern
variiert werden. Die 15-Meter-Version qualifizierte sich bei unserem Testflug als echter
Motorsegler, mit dem auch schon mal länger in der Termik geflogen werden kann.
Fläming Air in Oehna, die den Vertrieb übernommen haben, wollen das
Flugzeug in zwei Motorvarianten mit dem Rotax 912 und dem Göbler-Hirth 2706 anbieten.
Lesen Sie selbst im aktuellen aerokurier, was die neue Lambada-Version auszeichnet und wo
ihre Schwächen sind.
UL-Rallye rund um Spanien
Die Vuelta Iberica ist wohl die größte UL-Rallye in Spanien. Diesmal war auch eine
kleine Gruppe deutscher Piloten dabei. Sie verlebten acht spannende Tage mit
faszinierenden Flügen. Dass es dabei nicht immer ganz glatt ging, tat der Faszination
dieser Reise keinen Abbruch.
Doppelbeauftragung für DAeC und DULV
Die Zeit der unterschiedlichen Zuständigkeiten bei der Verwaltung von Dreiachsern und
Trikes durch den DAeC und den DULV ist vorbei. Mit der Veröffentlichung im
Bundesgesetzblatt am 22. Oktober trat die lange umstrittene so genannte Doppelbeauftragung
der beiden Verbände in Kraft.
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SEGELFLUG
Pilot Report: HPH 304 C
Rolladen-Schneider hats mit der LS8 erfolgreich vorgemacht: Aus
Rennklasse-Flugzeugen lassen sich ausgezeichnete Standard-Klasse-Flugzeuge ableiten. Jetzt
zieht HPH aus Kutna Hora in Tschechien mit der 304 C nach. Die 304 C fliegt von
wenigen Modifikationen abgesehen mit dem Flügel der CZ. Die Flügel für beide
Muster entstehen in derselben Form, wobei der 304-C-Flügel ohne Wölbklappe und
Hinterkanten-Drehbremsklappe, dafür aber mit geändertem Außenflügel und
Schempp-Hirth-Bremsklappen gebaut wird. Die brennendste Frage in der Beurteilung des so
entstandenen neuen Flugzeugs ist natürlich: Eignet sich das Klappenprofil der 304 mit
fixierter Null-Grad-Stellung der Klappen zum Allroundeinsatz vom Langsam- bis zum
Schnellflug? Wie steht es um die Langsamflugeigenschaften und das Handling im unteren
Geschwindigkeitsbereich? Wir haben der 304C auf den Zahn gefühlt.
Ventus 2a im WM-Tuning
Bei der Weltmeisterschaft Ende Dezember in Südafrika werden zwei neue Ventus 2ax
mitfliegen. Das x steht dabei für ein komplett neu profiliertes und dimensioniertes
Leitwerk und neue Winglets.
Pate der neuen Leitwerksprofile ist Professor Loek M. Boermans. Ziel
war ein widerstandsärmeres, leistungsfähigeres Leitwerk, mit dem zugleich die
Flugeigenschaften noch einmal verbessert werden sollten. Die dazu passenden Winglets
stammen von Professor Mark Maughmer von der Pennsylvania University, USA. Sie haben vor
der Übernahme Tests im Windkanal wie in der Praxis bestanden. Auch das neue Leitwerk
wurde bereits einem Praxistest unterzogen.
DG-Flugzeugbau DG-808B
Es wird immer schwerer, bei vorgegebener Spannweite die Leistung von Segelflugzeugen zu
steigern. Entwicklungspotenzial bietet das Handling. Das hat DG-Flugzeugbau jetzt bei der
DG-800B aufpoliert.
Mit einer maßvollen Modifikation im Leitwerksbereich hat
Chefkonstrukteur Dipl.-Ing. Wilhelm Dirks eine harmonischere Abstimmung von Quer- und
Seitenruder und damit eine Verbesserung des Kurbelverhaltens gesucht.
Symposium aerokurier Online Contest
Mehr als 1300 Piloten haben in diesem Jahr beim aerokurier Online Contest Deutschland
mitgemacht. Mit 6183 Flügen wurden 1,84 Millionen Streckenkilometer angemeldet. Viel
wichtiger aber noch: Dank OLC haben viele Segelflieger wieder oder überhaupt erst den
Spaß am dezentralen Leistungsvergleich entdeckt.
In diesem Jahr gabs beim OLC Symposium zum Abschluss der Saison
Vorträge von Dr. Herber Leykauf, Leiter des Geschäftsfelds Luft- und Raumfahrt des
Deutschen Wetterdienstes und selbst Segelflieger (Barron-Hilton-Cup-Gewinner), Natalie
Michalak von den "Logvögeln", der Unterstützergruppe des OLC, vom OLC-Champion
Deutschland 2001, Herbert Weiß, und über das Segelflugzentrum Bitterwasser von
Lydia Casper.
Neues gab es auch für den OLC zu berichten: Das Projekt
"Bundesliga" auf Basis eines Formel-1-Rankings für Einzelpiloten und
Vereinsmannschaften wurde vorgestellt. Hier werden die Besten künftig mit dem Titel
"Deutscher Meister" ausgezeichnet.
Im Vereinskurs zum Segelfluglehrer
Dass ein Verein seine eigenen Fluglehrer ausbildet, das passiert nicht alle Tage. Bei
der FAG Coburg ist jetzt ein Club-basierter Lehrgang erfolgreich über die Bühne
gegangen.
Nicht selten fällt es Vereinen schwer, Interessenten für einen
Fluglehrer-Lehrgang zu finden. Schließlich bedeutet solch eine Ausbildung für den
Kandidaten, dass er nahezu den gesamten Jahresurlaub für den Kursus einsetzen muss, der
dazu noch irgendwo fernab des Wohnorts ausgerichtet wird. Kommt noch eine junge Familie
hinzu, wird es für Interessenten besonders hart.
Dieses Thema hat man in Coburg zum Anlass genommen, einmal eine
Fluglehrerausbildung in völlig anderer Form anzudenken: Es sollte der Fluglehrernachwuchs
direkt im Verein ausgebildet werden, idealerweise in Gemeinschaft mit den Nachbarvereinen.
Segelflugschule Oerlinghausen mit neuen Gebäuden
Mit einer großen Eröffnungsfeier und einem Tag der offenen Tür hat die
Segelflugschule Oerlinghausen Ende Oktober ihr neues Domizil bezogen: einen schmucken
Gebäudekomplex aus sechs Pavillons mit Unterkünften, Büros, Unterrichts- und
Fitnessräumen bis hin zur Kantine und einer 20 m x 40 m großen Flugzeughalle. Mit dem
Umzug hat die Schule zugleich die Seiten gewechselt. Der neue Standort findet sich auf der
ruhigen Südostseite des Flugplatzes Oerlinghausen mit direktem Anschluss an das
Erholungsgebiet Teutoburger Wald.
Rund 7,7 Millionen Mark im Wesentlichen Mittel des Landes
Nordrhein-Westfalen wurden in die Neuanlage der Schulgebäude investiert.
Roitzschjora 2001: Krabbelwetter in der Heide
Zwanzig Plätze für die Deutschen Segelflugmeisterschaften der Club- und
Standard-Klasse 2002 waren beim 8. Heidepokal im sächsischen Roitzschjora zu vergeben. In
der Clubklasse startete man sogar in zwei Wettbewerbsgruppen.
Mit konstant guten Tagesleistungen holte Bernd Bartmann von der LSG Menden (Discus) den
Sieg in der Standard-Klasse nach Nordrhein-Westfalen. In den beiden Clubklassen hatten am
Ende Jan-Hinnerk Scheel (AC von Lübeck) und Daniel Günther (Berliner Aeroclub Mitte) die
Nase vorn. Die klassenübergreifende Heidepokal-Wertung entschied Kai Glatter vom AC Pirna
für sich.
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