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aerokurier 2/2002
AETi0202.jpg (31013 Byte)Editiorial Merkmal: Pilot Reportage Erlebnis Wüste: Wind, Sand und Sterne / Pilot Report EC 130: Auf leisen Sohlen / Messen NBAA-Convention 2001 / Magazin Extra Flugzeugbau: Krise im Griff?, Rotax-Sechszylinder 936, FlightPlanner-Erweiterung, Im Cockpit mit Gregor Gysi, Bonn/Hangelar: Standortfaktor für die Region / Faszination Oldtimer Stark Turbulent / Tipps für Trips Das Museo G. Caproni in TrientReise Rund um Phoenix / Flying Cessna 195 / Praxis Werkstattflug, VASI und PAPI, Vorbereitung auf den ersten Alleinflug, Der richtige Dreh, Unfall-Analyse: Pass zu tief angeflogen / Ultraleicht Weller Sprint: Stoff und Stahl, Neues Domizil für B & F am Flugplatz Speyer / Segelflug  Werner Meuser erneut Weltmeister!, Autark unterwegs: Segelflug-Safari nach Lappland, Teil 2, UL-Schlepp: Crash kurz nach dem Abheben, Sportförderung bei der Bundeswehr, Deutsch-französisches Jugendlager, Meinung: DMSt 2002 mit zweierlei Maß, SparrowHawk für den UL-Segelflieger


EDITORIAL

Merkmal: Pilot

Anfang Januar steuerte ein 15-jähriger Flugschüler in Tampa, Florida, eine knapp ein Jahr alte Cessna 172 mit Absicht in ein Bankgebäude. Der Junge überlebte seinen spektakulären Suizidversuch nicht. Es gab geringen Sachschaden, aber keine weiteren Personenschäden. Sein Selbstmord löste angesichts der Terroranschläge vom 11. September 2001 eine Diskussion aus, wie sinnvoll es sei, schon jungen Menschen zu erlauben, das Fliegen zu erlernen.
Meine Meinung zu diesem Punkt ist glasklar: Man kann gar nicht früh genug damit anfangen. Ich halte es aus mehreren Gründen für sinnvoll, Nachwuchs früh an die Luftfahrt heranzuführen. Dabei muss als Wunsch-Arbeitsplatz der "Nachwuchskünstler" nicht ausschließlich der Pilotensitz bei der Lufthansa im Vordergrund stehen. Fliegen vermittelt Werte und Fähigkeiten, die auch in anderen Branchen gefragt sind.

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REPORTAGE

Erlebnis Wüste: Wind, Sand und Sterne

Abenteuer Namibia: Im offenen Doppeldecker über die älteste Wüste der Erde. Ein Erlebnis ganz ungewohnter fliegerischer Freiheiten.

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PILOT REPORT

EC 130: Auf leisen Sohlen

Überaus flugstabil und besonders leise präsentiert sich die EC 130 B4. Eduard Kus hat für uns den neuen, achtsitzigen Helikopter von Eurocopter getestet und dabei viel Altbekanntes wiederentdeckt: Die oberhalb der erfolgreichen AS 350 Ecureuil angesiedelte EC 130 enthält eine Reihe bewährter Elemente von anderen Eurocopter-Mustern, wie von der EC 135, der EC 120 oder von der schon erwähnten AS 350. Die Neue wird in Südfrankreich gebaut und zielt in erster Linie auf den Personentransport ab.

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MESSEN

NBAA-Convention 2001

Die Business-Aviation-Branche übte sich auf ihrer größten Zusammenkunft in Optimismus. Marktanalysen sagen längerfristig gute Absätze voraus. Unaufgeregtheit war sichtlich die vorherrschende Stimmung auf der 2001er-Version der NBAA-Convention im vorweihnachtlichen New Orleans. Kenner der größten Business-Aviation-Messe der Welt fanden das vertraute Ambiente und das bewährte Programm wieder, wenn auch in deutlich verkleinertem Umfang. Ursprünglich für die dritte Septemberwoche 2001 geplant, hatten die NBAA-Verantwortlichen die Messe unter der Schockwirkung der Terroranschläge in den USA und der weitreichenden Folgen für die Luftfahrt abgesagt. Nach eingehenden Beratungen fassten sie den Entschluss, es dabei nicht zu belassen, sondern den Branchentreff entgegen skeptischer Stimmen im Dezember doch noch abzuhalten.

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MAGAZIN

Extra Flugzeugbau: Krise im Griff?

Über Monate hinweg kamen aus Dinslaken-Schwarze Heide, dem Sitz von Extra Flugzeugbau, nur düstere Nachrichten, inoffiziell natürlich. Der Firma gehe es alles andere als gut. Es fehle an Liquidität. Zeitweilig hätten sogar die Jobs der 180 Mitarbeiter zur Disposition gestanden.
    Inzwischen, so scheint es, ist zumindest die finanzielle Krise gebannt. Die Beschäftigten dürfen aufatmen. Ihre Jobs sind wieder sicher. Helmut Giesers, seit mehr als sieben Jahren Teilhaber bei Extra Flugzeugbau, hat dem Unternehmen finanziell erneut unter die Arme gegriffen.
    Mit an Bord ist seit einem Jahr noch ein weiterer Investor (und Teilhaber): Tan Siekmann aus Allendorf. Siekmann, begeisterter Extra-400- und CitationJet-Pilot, hat in der E-Com-Branche zu Wohlstand gefunden.
    Wie es weitergeht mit dem Unternehmen und wie Walter Extras Pläne für die nahe Zukunft aussehen, haben wir bei einem Besuch recherchiert.

Rotax-Sechszylinder 936

Die Entwicklung des Rotax-Sechszylinders 936 kommt gut voran. Demnächst beginnt in einer Piper Arrow die Flugerprobung. Erstaunliche Fortschritte bei einem Motor, den es, fragt man Rotax, eigentlich gar nicht gibt. Dabei arbeiten die Rotax-Ingenieure schon seit mehreren Jahren an der Entwicklung dieses Flugmotors.
    Das Projekt firmiert unter der Typbezeichnung 936. Dahinter verbirgt sich ein über drei Liter großer, flüssigkeitsgekühlter Sechszylinder-Einspritzer mit Zahnrad-Untersetzungsgetriebe. Geplant ist, den V6 in einer Super-Bleifrei-tauglichen Turbo- und einer Normal-Bleifrei-tauglichen Non-Turbo-Version anzubieten. Letztere soll bei Vollgas 220 PS leisten. Die Turboausführung wird – anfangs jedenfalls – gleich stark sein. Eine deutlich stärkere Version dürfte jedoch schnell folgen.
    Seit langem schon absolvieren erste Exemplare des 936 intensive Prüfstandläufe, darunter Schwingungs-, Temperatur- und Volllasttests. Unterschiedliche Propellerauslegungen wurden ebenfalls schon getestet. Die Prüfstandmotoren haben es inzwischen auf mehrere tausend Teststunden gebracht.

FlightPlanner-Erweiterung

Mit dem Flugplanungsprogramm FlightPlanner 5.0 kann jetzt gleich mit dem Wetter geplant werden. Die Daten (AIP-Blätter) von deutschen Flugplätzen gibt es als Option.
    Als wichtigste Neuerung im FlightPlanner 5.0 hat die noch vor Weihnachten erschienene Programmerweiterung (Service Release 9) die Einbindung des GAFOR in die Flugplanung gebracht. Das auf eine möglichst intuitive Flugplanung in der ICAO-Karte aufbauende Programm hat damit ganz praktisch und übersichtlich das Wetter mit einbezogen. Genutzt werden kann die Funktion mit einem pc_met-Abonnement des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Zurzeit ist sogar der kostenfreie Zugang zum GAFOR über das WAP-Angebot des DWD möglich. Dazu ist nur eine Internetverbindung notwendig.

Im Cockpit mit Gregor Gysi

Allerlei Eigenschaften werden dem PDS-Protagonisten zugeschrieben, die sein Bild in der Öffentlichkeit prägen: Clever sei er, eloquent, forsch, selbstbewusst, kämpferisch, quirlig, zuweilen hibbelig. Und als Pilot? "Ruhe ist mir wichtig", sagt der 53-Jährige. Unter Zeitdruck von Wahlkampftermin zu Wahlkampftermin möchte er kein Flugzeug steuern.
    Zum Fliegen kam Gregor Gysi dennoch durch seine Arbeit für die PDS. "Ab 1990", blickt der langjährige Fraktionsvorsitzende zurück, "gab es mehrmals im Jahr Termine, die mit keinem anderen Verkehrsmittel zu erreichen waren."

Bonn/Hangelar: Standortfaktor für die Region

Lange war Bonn/Hangelar umstritten. Doch die Fronten haben sich beruhigt. Heute wird der Verkehrslandeplatz als Standortfaktor der Wissenschaftsregion Bonn nicht mehr in Frage gestellt.
    Jetzt steht die Entscheidung an, ob Bonn/Hangelar entsprechend den neuen JAR-OPS-Standards ausgebaut wird. Nur so könnte der Platz auch künftig seiner Aufgabe gerecht werden. Der Ausbau brächte sogar Vorteile für die geräuschempfindlichen Nachbarn mit sich.

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FASZINATION OLDTIMER

Stark Turbulent

Oliver Barth, heute Kapitän auf einer Boeing 737, flog Anfang der neunziger Jahre als Copilot mit einem erfahrenen englischen Flugkapitän. Der schien schon alles geflogen zu haben, was Flügel hat. Von Barth befragt, welches Flugzeug es ihm denn am meisten angetan habe, antwortete der Brite, dem es damals sogar vergönnt war, in seiner Freizeit eine Spitfire zu fliegen: die Turbulent.
    Die überraschende Antwort ließ den jungen First Officer von damals nicht mehr los. Inzwischen nennt Oliver Barth eine Turbulent sein Eigen. Der kleine Einsitzer war zwischen 1958 und 1960 in sehr bescheidener Zahl bei Stark Flugzeugbau in Minden gebaut worden. Nur drei Dutzend Maschinchen hatten das Werk verlassen. Ein paar wenige haben bis heute überlebt.
    Wie sich der mit einem 48 PS starken Motor ausgerüstete Winzling fliegt, beschreibt Oliver Barth in der Februar-Ausgabe. Fotograf Frank Herzog, aerokurier-Lesern bestens bekannt, hat den knallgelb lackierten Vogel fotografisch eingefangen.

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TIPPS FÜR TRIPS

Das Museo G. Caproni in Trient

Ausflugsziele liegen manchmal ganz nah – jedenfalls dicht an der Reisestrecke. Das Museo G. Caproni am Flugplatz Trient in Norditalien ist solch ein lohnendes Ziel.
    Trento oder zu Deutsch Trient, ist für viele Touristen, die über die Brennerautobahn nach "Bella Italia" fahren, ein Begriff; allerdings kennen sie den Namen meist nur von den Autobahnschildern, die auf die entsprechenden Ausfahrten verweisen. Wer bequemer und schneller mit dem Flugzeug nach Italien reist, findet im Süden der Stadt einen hervorragend ausgebauten, wenig frequentierten Flugplatz.

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REISE

Rund um Phoenix

Urlaub in den USA, verbunden mit fliegerischen Tagestouren. Helga Kleisny hat diese Art des Reisens für sich entdeckt. Rund um Phoenix, Arizona, flog sie mit einer gecharterten Cessna zahlreiche interessante Plätze an. Dort gab es neben den fliegerischen Eindrücken auch viel Kulturelles und Kurioses zu erleben.

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FLYING

Cessna 195

Zwei Cessna 195 auf einem kleinen Flugplatz, da sind Sticheleien programmiert: Welcher Besitzer hat sein Flugzeug besser restauriert und welcher Pilot fliegt das schönere Flugzeug?
     Tom Morris steuert eine mit grünen Streifen, ein Modell "A" von 1952, sein Kollege George Dray eine mit roten, ein "B"-Modell aus dem Jahre 1954. Beide bildhübsch und in hervorragendem Zustand. Drays 195 hat im vergangenen Jahr in Oshkosh den "Lindbergh-Award" für die beste Restaurierung bekommen und damit 31 weitere Konkurrenten ausgestochen.

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PRAXIS

Werkstattflug

Was heute so gut wie nicht mehr vorkommt, war früher bei TÜV-Prüfungen an Pkws die Regel: Der Prüfer drehte mit dem Vehikel eine Runde, um sich über dessen Betriebssicherheit einen zusätzlichen Eindruck zu verschaffen. Anders bei Flugzeugen. Bei ihnen gehört der Prüfflug, umgangssprachlich auch Werkstattflug genannt, in vielen Fällen zum festen Programm.
    Vorgeschrieben sind Prüfflüge im Rahmen der Jahresnachprüfung, nach allen größeren Reparaturen und nach bedeutsamen Änderungen am Luftfahrzeug. Nach 50-h- oder 100-h-Kontrollen dagegen ist es eher selten, dass ein Werkstattflug durchgeführt wird.
    Wir haben uns bei Karlheinz Bantle, Prüfer der Klasse I am Flugplatz Villingen-Schwenningen, erkundigt, was bei solch einem Prüfflug alles gecheckt wird.

VASI und PAPI

Wer sich beim Endanflug nur aufs Augenmaß verlässt, liegt schnell daneben: Die Maschine schwebt viel zu hoch ein oder rasiert beinahe die Baumwipfel am Platzrand. Den sicheren Gleitwinkel zur Aufsetzzone gerade bei Landungen auf unbekannten Plätzen weisen PAPI und VASI.

Vorbereitung auf den ersten Alleinflug

Die Vorbereitung auf Ausnahmesituationen in der Platzrunde und bei der Landung ist Teil der Grundausbildung. Danach steht dem ersten Alleinflug nichts mehr im Weg.

Der richtige Dreh

Warum dauert es beim Abstellen eines Helikopter-Turbinentriebwerks immer so lang, bis man den Motor gänzlich ausmachen darf? Wir haben bei einem Triebwerksspezialisten die Antwort darauf erfhalten und diese in einem Praxisbeitrag umgesetzt.

Unfall-Analyse: Pass zu tief angeflogen

Obgleich die Wetterprognose schlecht war, startete der Pilot mit einer Cessna in der Nähe von Zürich zu seinem Flug Richtung Locarno (Lago Maggiore). Unterwegs änderte er seinen Kurs, landete auf einem anderen Platz und setzte seinen Flug dann Richtung St. Gotthard fort. Im Reusstal flog er viel zu tief, zudem wurde das Flugzeug vermutlich duch starke Windböen immer weiter heruntergedrückt. Zu spät erkannte der Pilot seine Lage; für einen Steigflug reichte aber die Leistung des Flugmotors nicht mehr und die Umkehrkurve misslang in dem engen Tal. Der Pilot konnte nur noch tot geborgen werden.

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ULTRALEICHT

Weller Sprint: Stoff und Stahl

Die Sprint von Weller Flugzeugbau besetzt eine Nische im UL-Markt. Der Zweisitzer präsentiert sich nicht nur im Retrodesign. Auch seine Struktur lehnt sich an eine Bauweise aus den 30er Jahren an.
     Dabei bietet Weller solides Handwerk an. Was die Sprint zu bieten hat und für wen dieses UL interessant sein könnte, lesen Sie ausführlich in der aktuellen Februar-Ausgabe des aerokurier.

Neues Domizil für B & F am Flugplatz Speyer

Der erste Spatenstich zum neuen Domizil von B & F sollte noch im Januar erfolgen. Schon im Frühjahr will der Hersteller der FK-Flugzeugfamilie den neuen Komplex am Flugplatz Speyer beziehen. Dann stehen dem Unternehmen rund 900 m2 Fläche zur Verfügung.

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SEGELFLUG

Werner Meuser erneut Weltmeister!

Am zehnten und letzten Wertungstag der 27. Segelflug-Weltmeisterschaften in Mafikeng, Südafrika hat es Werner Meuser (Ventus 2ax) erneut auf Platz eins der Rennklasse geschafft. Nach einem mühsamen Start holte sich der 49-jährige Weltmeister von 1997 zum zweiten Mal den Titel.
    Für lange Zeit war dieses Superergebnis für die deutsche Mannschaft, das mit einem zweiten Platz für Michael Sommer in der Offenen Klasse abgerundet wurde, so nicht abzusehen. Zur Wettbewerbsmitte hatte es vielmehr nach einer Wiederholung eines anderen Titelgewinns ausgesehen: Holger Karow, Weltmeister der Offenen Klasse 1999, hatte sich am vierten Wertungstag mit einem brillanten Tagessieg von Platz 11 an die Tabellenspitze katapultiert und diese Führung über vier Wertungsflüge behauptet. Kurz vor Ende der WM kam der Einbruch. Holger Karow (Nimbus 4M) schloss schließlich als Fünfter ab.
    Das Potenzial des deutschen Teams war damit aber keineswegs erschöpft. Statt Karow schob sich Newcomer Michael Sommer (28) auf seiner ersten Weltmeisterschaft fast ganz nach vorn. Mit sehr stetigen Leistungen im Spitzenfeld, darunter zweimal Tagesplatz zwei, platzierte sich der ASW-22BLE-Pilot direkt hinter dem neuen Weltmeister der Offenen Klasse, den Südafrikaner Oscar Goudriaan (ASW 22BLE) und wurde Vizeweltmeister.

Autark unterwegs: Segelflug-Safari nach Lappland, Teil 2

Ein deutsches Dreierteam hat in diesem Sommer die Thermik weit nördlich des Polarkreises erkundet. Mit eigenstartfähigen Segelflugzeugen ging’s über Schweden bis Ivalo im hohen Norden. In Teil 2 dieser Reisegeschichte beschreiben die drei den Rückflug über Finnland.

UL-Schlepp: Crash kurz nach dem Abheben

Mit der Zulassung von Ultraleichtflugzeugen zum Schleppen von Segelflugzeugen ist mit einem neuen Risiko in dieser Startart zu rechnen. Die leichten ULs fliegen in der Regel früher als Segelflugzeuge, sogar sehr viel früher, wenn es sich um schwere Segelflugzeuge mit starrem Tragflügelprofil handelt. Ultraleichtflugzeuge (wie auch Motorsegler) können dann schon in den Steigflug übergehen, wenn das Segelflugzeug gerade einmal Minimalgeschwindigkeit erreicht hat.

Sportförderung bei der Bundeswehr

Viele Spitzenpiloten, Nationalmannschaftsmitglieder und Deutsche Meister haben heute etwas gemeinsam. Sie waren Sportsoldaten. Bei der Bundeswehr haben sie ihre Erfolge vorgeschmiedet.
    Für die Spitzensportförderung bei der Bundeswehr stehen bundesweit rund 700 Stellen zur Verfügung, acht davon entfallen auf qualifizierte junge Segelflieger, die Jahr für Jahr im Januar ihren Dienst bei der Sportfördergruppe antreten. Ihnen stehen mindestens acht aufregende Monate bevor, in denen fast ausschließlich Segelfliegen auf dem Dienstplan steht. Stationiert sind die Wehrpflichtigen im niedersächsischen Bückeburg. Zu verdanken haben sie diese Verwendungsmöglichkeit dem jetzigen Segelflug-Bundestrainer Rainer Wienzek, der vor rund 20 Jahren die Förderung des Segelfluges bei der Bundeswehr durch seine guten Kontakte zum Bundesverteidigungsministerium bewirkte.

Deutsch-französisches Jugendlager

Egal ob Vol à Voile oder Segelfliegen – allein die gemeinsamen Erfahrungen in der Luft und am Boden zählten beim deutsch-französischen Jugend-Streckenfluglager auf dem Klippeneck. Und die waren durchweg positiv.

Meinung: DMSt 2002 mit zweierlei Maß

Unser Breitensport geht seltsame Wege. Die Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug (DMSt) soll aufgesplittet werden in eine Deutsche Meisterschaft und eine europäische Wertung. Bei der Festlegung der "deutschen" Flüge, die für die Deutsche Meisterschaft zählen sollen, ist aber wohl ein Gedankenfehler unterlaufen. So soll lediglich der Start-/Landeort oder ein Wendepunkt in Deutschland liegen, das heißt, der eigentliche Flug kann bis auf einen der Punkte vollständig im benachbarten Ausland erfolgen.
   Wenn so unterschieden wird, muss man sich natürlich fragen: Was unterscheidet im sportlichen Sinne dann noch einen Urlaubsflug im europäischen Ausland, der nicht für die Deutsche Meisterschaft zählt, von einem "deutschen" Flug mit Start beziehungsweise Landung in Deutschland, der aber ansonsten vollständig im Ausland durchgeführt wird und dennoch für die Deutsche Meisterschaft gewertet wird?
   Wenn Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug, dann doch bitte mit Flügen, die komplett innerhalb Deutschlands durchgeführt werden.

SparrowHawk für den UL-Segelflieger

In Oregon, USA, entsteht bei Windward Performance ein neues Ultraleicht-Segelflugzeug "SparrowHawk" in Faserverbundbauweise. Der vollständig in CfK Pre-Preg gefertigte Prototyp präsentierte sich Ende letzten Jahres beim Roll-out noch ohne Finish ganz in Schwarz.
    Die SparrowHawk wurde für gute Flugleistungen und eine einfache Handhabung ausgelegt, so dass auch Anfänger mit ihr zurechtkommen. Das beste Gleiten wurde mit 33:1 bei rund 85 km/h kalkuliert und soll auch bei 145 km/h noch besser als 20:1 sein. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 228 km/h angegeben.
   Leer soll die SparrowHawk nur ganze 70 kg (!) auf die Waage bringen, Maximalmasse sind 187 kg. Die Spannweite beträgt knapp 10,8 m bei 6,3 m2 Flügelfläche (Streckung: 18,6). Das geringste Sinken ist mit 0,64 m/s bei 70,3 km/h angegeben, die Mindestgeschwindigkeit mit 59 km/h. Festigkeitsmäßig ist die SparrowHawk so konzipiert, dass sie Belastungen von + 5,48 und - 4 g vertragen soll.

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Last updated January 22, 2001