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aerokurier
3/2002
Editiorial JAR-FCL: Alles
klar, oder? / Reportage Bill
Destefanis Mustang-Umbau / Pilot Report Raytheon Premier I / Flugzeug Report Im
Vergleich: Cirrus SR20 und SR22 / Magazin Südafrika -
Fliegen und sparen, Wilhelmshaven-Mariensiel: Maritimes Ziel vor den Inseln,
Verkehrslandeplatz Rhön, Im Cockpit mit Wolfgang Lintl / Flying Safety-Training / Praxis GCA:
An der langen Leine, VFR-Basiswissen 11: Die PPL-Flugprüfung,
Lehrer-Schüler-Verhältnis, WAP-Wetter, Unfall-Analyse: Motorsegler in der Luft zerlegt / Ultraleicht Göbler-Hirthmotoren:
Neuer Anlauf für den Zweitakter, Fallschirmspringen aus dem UL / Segelflug 27. Segelflug-WM in Südafrika Teil II,
Transponderzone für den Hunsrück, Barron-Hilton-Cup: Die Sieger stehen fest, Zielanflug
auf Serres in Südfrankreich, SparrowHawk absolviert erfolgreich Erstflug, UL-Motorsegler
Cavok 10 fliegt / Special Flight Training
Pilotenbedarf, Nationaler PPL-A definiert , Flugschulung in den USA
EDITORIAL
JAR-FCL: Alles klar, oder?
Glaubt man den Hinweisen aus Ministerien, Behörden und Verbänden, wird die
europäische Pilotenlizenz JAR-FCL in Deutschland im Juli 2002 nun endlich eingeführt.
Nun ist das Ministerium an der Reihe, die konkreten Fragen zur
JAR-FCL zu beantworten. Wer das ohnehin umfangreiche Regelwerk für die Pilotenausbildung
umkrempelt, muss auch Rede und Antwort stehen. Schicken Sie uns Ihre Fragen zum Thema
JAR-FCL (aerokurier@compuserve.com). Wir werden Sie den entsprechenden Stellen zur
Beantwortung vorlegen und nicht eher Ruhe geben, bis alle Unklarheiten beseitigt sind. Der
Countdown zur Einführung läuft seinem Ende entgegen, wir werden die restlichen Monate
nicht ungenutzt verstreichen lassen.
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REPORTAGE
Bill Destefanis Mustang-Umbau
Knappe 3500 PS, 820 km/h schnell, Rekordflugzeug und Publikumsliebling - Bill Destefani
und seine "Strega" gehören seit 1985 zum festen Inventar bei den Reno Air Races
und zu den Schnellsten in der Szene.
Frühjahr 2001. Die Strega, italienisch für Hexe, steht in einem
abgelegenen Hangar auf dem Stead-Airfield bei Reno. Der Hexe ist beim letzten Rennen hier
im September die Puste ausgegangen, der Zwölfzylinder-Rolls-Royce-Merlin ist müde, bei
dem nur sechsminütigen Rennen um Jahrzehnte gealtert.
In nur drei Tagen wollen Bill Destefani, 58, sein Motorenmann Mike
Barrow, 40, und Mechaniker David Hughes, 31, den gewaltigen, altersschwachen
Zwölfzylinder gegen einen etwas gesünderen wechseln, um die Strega damit sicher nach
Hause in Bakersfield, Kalifornien, fliegen zu können.
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PILOT REPORT
Raytheon Premier I
Die erste Premier I dürfte in Dienst gehen, wenn Sie diese Zeilen lesen. Horst-Udo
Maly durfte für den aerokurier vorab ein Serienexemplar von Raytheons neuem Einsteigerjet
in Wichita unter die Lupe nehmen.
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FLUGZEUG REPORT
Im Vergleich: Cirrus SR20 und SR22
Auch in Europa ist die Auslieferung des Topmodells der Cirrus-Familie SR22 inzwischen
angelaufen. 17 Flugzeuge hat der Europahändler General Enterprises aus dem
niederländischen Eelde (EHGG) bereits an Kunden in sechs Ländern übergeben. Knapp die
Hälfte der Maschinen gehört deutschen Eignern.
Die Auftragslage des amerikanischen Produzenten Cirrus Design aus
Duluth, Minnesota, zeigt sich in beneidenswerter Hochform. Mehr als 800 Maschinen sind
geordert. Seit Juli 1999 konnte das Unternehmen 300 Flugzeuge ausliefern, darunter rund
120 SR22. Über 50 Cirrus-Maschinen haben ihr Zuhause in Europa.
Einziger Wermutstropfen im Moment: SR20-Kunden müssen sich bis
zur Übernahme ihres Fliegers 18 lange Monate gedulden. Für SR22-Käufer beträgt die
Wartezeit zehn Monate. Personalaufstockungen an den drei Cirrus-Standorten sollen die
Wartefristen drastisch verkürzen helfen. Geplant ist, ab Mitte des Jahres pro Arbeitstag
zwei SR20/22 zu fertigen, in 2003 soll sich die arbeitstägliche "Ausstoßrate"
sogar auf drei steigern.
Rund 80 Prozent aller europäischen Cirrus-Kunden haben sich
bisher für die im Herbst 1998 von der FAA zertifizierte SR20 mit 200 PS entschieden, der
Rest für die seit Dezember 2000 zugelassene SR22. Deren Motor, ein Conti-Sechszylinder,
entwickelt 310 PS. Was die beiden Modelle außer der PS-Leistung noch unterscheidet, haben
wir für die März-Ausgabe in einem ausführlichen Vergleich zusammengetragen.
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MAGAZIN
Südafrika - Fliegen und sparen
Fliegen zum Sparpreis, das ist jetzt mit dem günstigen Tauschkurs des Rand in
Südafrika möglich. Touristisch hat der Schwarze Kontinent dazu jede Menge zu bieten.
Bislang galten die USA als das fliegerische Paradies schlechthin. Dass daneben Südafrika
mit vergleichbarer Infrastruktur für die Allgemeine Luftfahrt, ähnlich großer
fliegerischer Freiheit und dazu hochinteressanten touristischen Zielen kaum Beachtung
fand, lag bislang vor allem am ungünstigen Wechselkurs. Kostenmäßig war das Land in der
Südspitze des Schwarzen Kontinents für Selbstflieger eher uninteressant. Der Wechselkurs
hat sich nun Ende letzten Jahres drastisch zu Gunsten der Touristen geändert. Für einen
Euro gibt es jetzt fast zwölf Rand. Der Liter Avgas ist damit für traumhaft günstige 57
Eurocent zu haben!
Das Chartern für Ferientrips und sogar die PPL-Ausbildung in
Südafrika erscheinen damit in einem neuen Licht. Der Lowveld Aero Club in Nelspruit, rund
300 km östlich Johannesburg direkt am Rande des Krüger Nationalparks, hat die Zeichen
der Zeit erkannt und bereits beides im Angebot. Die IFR ausgerüstete Cessna 172 des Clubs
kostet im Nasscharter 550 Rand, umgerechnet 46 Euro. Das PPL-A-Ausbildungspaket, das von
der fliegerärztlichen Untersuchung über die Unterrichtsmaterialien, 40 Stunden Praxis
auf Cessna 150 und 172 bis hin zu den Prüfungsgebühren alles enthält, was an Kosten bis
zur Ausstellung des Scheins anfällt, wird für 30000 Rand (2500 Euro) angeboten. Im
direkten Vergleich zur Ausbildung in Deutschland ist das gut 5000 Euro günstiger.
Wilhelmshaven-Mariensiel: Maritimes Ziel vor den Inseln
Die Ostfriesischen Inseln ziehen viele Piloten an wie ein Magnet. Dabei gibt es schon
direkt an der Küste attraktive Plätze. Wilhelmshaven-Mariensiel ist ein guter Tipp für
einen Kurztrip in den Norden, wenn man einmal maritimes Flair atmen möchte.
Flugplatznah findet man gleich eine Palette von Zielen, bei denen
man etwas über das Meer lernen und gleichzeitig einfach Spaß haben kann.
Verkehrslandeplatz Rhön
Ein Zusammenschluss aus Piloten und Unternehmern will die Chancen für die General
Aviation in Mainfranken verbessern. DIe Initiative plant einen Verkehrslandeplatz mit
1200-Meter-Piste und Instrumentenflugbetrieb in Schondra bei Bad Brückenau. Eine
ausführliche Darstellung des Projektes finden Sie in unserer Märzausgabe.
Im Cockpit mit Wolfgang Lintl
Leiter der Nachrichtenredaktion bei Radio Bremen und engagierter UL-Pilot mit bewegter
Luftfahrtvergangenheit. Über seinem Schreibtisch im Büro bei Radio Bremen hängt ein
unfreiwillig zum Dreiblattpropeller verwandelter Vierblatt-Holzprop, am Schrank künden
Aufkleber von seiner Luftfahrtleidenschaft: Kein Wunder, Wolfgang Lintl (53) ist
begeisterter Pilot. Rund 100 Stunden ist er pro Jahr in der Luft, meistens mit einem
Trike.
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FLYING
Safety-Training
Sicherheit und Flugspaß lassen sich beim Kunstflug optimal kombinieren. Wir haben die
Sicherheitseinweisung auf Extra 200 bei Joachim Engl in Mosbach ausprobiert.
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PRAXIS
GCA: An der langen Leine
Der Ground Controlled Approach, kurz GCA, ist die Hilfe der Militärs bei schlechtem
Wetter. Es macht Sinn, einmal zu trainieren, wie es ist, wenn man zur sicheren Piste
"gesprochen" wird. Wie sie trainieren können und auf was Sie vorbereitet sein
sollten, steht im aktuellen März-aerokurier.
VFR-Basiswissen 11: Die PPL-Flugprüfung
Die letzte, aber entscheidende Hürde vor der ersehnten "Erlaubnis für
Privatflugzeugführer" ist die praktische Prüfung. Je besser man trainiert ist, umso
weniger macht sich Prüfungsstress mit all seinen negativen Auswirkungen bemerkbar.
Darüber hinaus wird informiert über Flugvorbereitung, Außen- und Innenkontrolle,
Rollen, Starts, Steigflug, Flugübungen und Prüfungstoleranzen.
Lehrer-Schüler-Verhältnis
Die wichtigste Bezugsperson auf dem Weg zum PPL ist der Fluglehrer. Wie sollte er
beschaffen sein und welche Erwartungen können an ihn gerichtet werden? Themen dieses
Beitrags sind unter anderen: Lernatmosphäre, Lehrerverhalten, Flugschulen-Infrastruktur,
Qualitätsstandards.
WAP-Wetter
Leitung besetzt! Diese ärgerliche Feststellung macht eine Flugwetterberatung längst
nicht mehr unmöglich selbst wenn man nur aufs Mobiltelefon angewiesen ist. Über
den WAP-Dienst des DWD finden Handys Anschluss ans Internet-Wetter.
Mit einem WAP-fähigen Handy lassen sich beim Deutschen
Wetterdienst (DWD) inzwischen Informationen zum Flugwetter als allgemeine Vorhersagen
sowie Flugplatz- beziehungsweise stationsbezogene Infos abrufen. Zur Verfügung stehen
METARs, TAFs und Langzeit-TAFs sowie GAFOR-Berichte. Die Nutzung dieses WAP-Dienstes des
Deutschen Wetterdienstes ist kostenfrei, es fallen allerdings die Telefonkosten an.
Unfall-Analyse: Motorsegler in der Luft zerlegt
Mit unglaublichem Glück überstanden zwei Piloten den Absturz ihres Motorseglers vom
Typ Dimona in den Tiroler Alpen. Nach Einflug in eine Gewitterwolke war das Flugzeug,
vermutlich infolge Staurohrvereisung, in eine unkontrollierte Fluglage geraten. Bei ihrem
"Sturzflug" verlor die Dimona Teile der linken Tragfläche, das komplette
Leitwerk und danach auch die Kabinenhaube. Der Aufprall auf einen Steilhang erfolgte dann
in einem so günstigen Winkel, dass beide Insassen dem völlig zerstörten Flugzeug leicht
verletzt entsteigen konnten.
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ULTRALEICHT
Göbler-Hirthmotoren: Neuer Anlauf für den Zweitakter
Aus den aktuellen ULs sind Zweitaktmotoren fast verschwunden. Unzuverlässig und
durstig lauten zwei der Argumente gegen die doch so leichten Antriebe. Mit dem neuen 3701
will Göbler-Hirthmotoren in Benningen nördlich von Stuttgartss an der Dominanz der
Viertakter in der aktuellen UL-Generation kratzen.
Der Dreizylinder verspricht tatsächlich viel. Lesen Sie im aktuellen
aerokurier, wie Göbler-Hirthmotoren den neuen Dreizylinder-Zweitakter fit für den
Wettbewerb macht.
Fallschirmspringen aus dem UL
Ein UL als Absetzflugzeug ist schon außergewöhnlich. Noch ungewöhnlicher ist es,
wenn mit einer nur 80 PS starken Rans S-6 ein Springer auf FL 150 gebracht wird.
Schon seit 1998 beschäftigen sich die Koblenzer Wolfgang Kaiser und
Sepp Kaindl im Rahmen eines Erprobungsprogramms mit dem Absetzen aus ULs. Sie berichten
über ihre Erfahrungenbeim Absetzflug in FL 150.
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SEGELFLUG
27. Segelflug-WM in Südafrika Teil II
Nach einem ersten Überblick über die Ergebnisse und die Geschehnisse bei den 27.
Segelflug-Weltmeisterschaften in Mafikeng, Südafrika, in der aerokurier-Ausgabe Februar
folgt eine Analyse der Tage und eine Aufzeichnung des Aufstiegs von Werner Meuser zum
zweiten WM-Sieg.
Transponderzone für den Hunsrück
Hahn: Der Flughafen Hahn erhält ab 21. März eine Transponderzone (TMZ /
Transponder Mandatory Zone). Der Luftraum über dem Hunsrück kann dann in der Umgebung
von Hahn nur mit Transponder genutzt werden. Für den Segelflug gibt es zwei Sektoren
(Hahn-Nord und Hahn-Süd), in denen bei Aktivierung die Transponderpflicht nicht gilt. Die
Aktivierung der Sektoren erfolgt über Hahn Turm (Frequenz 119,65 MHz) und wird über Hahn
ATIS bekannt gegeben. Gemäß den Nachrichten für Luftfahrer NfL I 55/02 vom 25.
Januar, mit der die TMZ eingeführt wird, können die Sektoren grundsätzlich an
Wochenenden und Feiertagen aktiviert werden.
Barron-Hilton-Cup: Die Sieger stehen fest
Saarbrücken: Die Europawertung des Barron-Hilton-Cups 2000/2001 steht fest. Die
Siege in den fünf Klassen, in denen es um die jeweils größten Dreiecksstrecken ging,
haben sich diesmal Piloten aus Österreich und Deutschland geteilt.
Kurios gings schon zu. So hätte es Roland Brucker in der Clubklasse
fast mit dem Oldtimer B-Spatz auf den ersten Platz geschafft. Mit einem um 200 km
größeren Dreieck gelang es Andreas Nagel, mit einer LS1-f den hauchdünnen Vorsprung von
drei Punkten für den Sieg einzufliegen. Das Nachsehen hatte auch Robert Feßler in der
Rennklasse. Trotz eines Plus von 160 km blieb er hinter Hermann Trimmel zurück.
Zielanflug auf Serres in Südfrankreich
Die Südostecke Frankreichs hat auf deutsche Segelflieger geradezu magische
Anziehungskraft. Jahr für Jahr ziehen Hunderte Pkw-Hänger-Gespanne in diese von der
Sonne begnadete Region. Gerd Spiegelberg unternahm im Mai vergangenen Jahres die Reise mal
nicht mit Auto und Hänger, er bewältigte die 700-km-Distanz von Anspach im Taunus bis
nach Serres in den französischen Seealpen mit seiner LS8 im Fluge. An einem Tag nonstop
hin, an einem Tag nonstop wieder zurück! Gerd Spiegelberg beschreibt die Vorbereitungen
und den spannenden Flug.
SparrowHawk absolviert erfolgreich Erstflug
Das von Windward Performance in Bend, USA, entwickelte und vollständig in
CfK-Prepreg-Bauweise gefertigte Ultraleicht-Segelflugzeug SparrowHawk (aerokurier 2/2002:
"SparrowHawk für den UL-Segelflieger") hat am 11. Januar erfolgreich die ersten
Flüge absolviert. Greg Cole, Konstrukteur der SparrowHawk, zeigte sich nach den Starts im
Autoschlepp zuversichtlich, dass die SparrowHawk die hohen in sie gesetzten Erwartungen
erfüllen wird. Die jetzt vorgesehene weitere Flugerprobung soll zur Zulassung als
Ultraleichtflugzeug nach FAR 103 führen.
Das UL-Segelflugzeug mit einer Leermasse von nur 70 kg, für das ein
bestes Gleiten von 33 errechnet wurde, soll zunächst in zwei Einheiten pro Monat
gefertigt werden. Grundpreis sind 25000 US-Dollar. Hersteller Windward Performance ist im
US-Staat Oregon beheimatet.
UL-Motorsegler Cavok 10 fliegt
Der Prototyp des von Christian Brondel konstruierten und gebauten
eigenstartfähigen Segelflugzeugs in Faserverbundbauweise für die Zulassung als
Ultraleichtflugzeug, die Cavok 10 (aerokurier 12/2001), ist am 13. Dezember 2001 in
Challes-les-Eaux zum ersten Mal geflogen. Christian Brondel unternahm den Erstflug bei
recht böigen Bedingungen selbst im Eigenstart und war recht zufrieden.
Das UL ist in seiner Auslegung klar auf den Segelflieger
ausgerichtet. In der Version mit 15 m Spannweite, es steht auch eine 11-m-Version zur
Wahl, wird eine beste Gleitzahl von 40 versprochen. Der verwendete Zweitaktmotor kommt von
dem US-Hersteller Gas Gas, die ausklappbare Zweiblattluftschraube von MT-Propeller. Als
Rüstmasse werden sensationelle 160 kg angegeben. Der wie bei den Schempp-Hirth-Flugzeugen
aufgebogene und mit der Vorderkante zurückgebogene Flügel besitzt neun Quadratmeter
Fläche. Die maximale Abflugmasse soll 300 kg betragen. Alle anderen Daten für das
Wölbklappenflugzeug (Flaperon) lesen sich fast wie die eines Standard-Klasse-Musters. Die
ersten Cavok 10 soll es voraussichtlich noch in diesem Jahr für rund 40000 Euro geben.
Als Hersteller firmiert die britische Hatherleigh Consultants Ltd. mit
Sitz in der Rue du Château 11, 1030 Bussigny, Schweiz.
Weitere aktuelle Segelflugmeldungen unter airSport
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SPECIAL FLIGHT TRAINING
Pilotenbedarf
Droht ATPL-Schülern nach der Ausbildung die Arbeitslosigkeit? Oder versuchen
zweifelhafte "Ratgeber" mit Panikmache auf Kundenfang zu gehen? Unsere Umfrage
zeigt die Stimmung bei Airlines und Berufsverbänden.
Nationaler PPL-A definiert
Bei den neuen europäischen Ausbildungsrichtlinien für Piloten haben sich die
Beteiligten nicht auf den kleinsten, sondern den größten gemeinsamen Nenner geeinigt.
Die Folge: Pilotenausbildungen werden erheblich teurer. Erste Konsequenz: Der
Fliegernachwuchs bleibt aus. Mit einer kostengünstigeren, jedoch nur national gültigen
Privatpilotenlizenz soll gegengesteuert werden.
Mit Beteiligung von Interessenvertretern des DAeC und dem engagierten Einsatz
von Mitarbeitern verschiedener Luftfahrtbehörden gelang es, in für Behörden untypisch
kurzer Zeit Kriterien für einen nationalen PPL-A zu erarbeiten. Eckpunkte der nationalen
PPL-A-Lizenz sind:
Die theoretische Ausbildung umfasst im Wesentlichen die bisherigen
Stoffgebiete. Hinzugekommen ist allerdings das Fach "Menschliches
Leistungsvermögen".
Die Flugausbildung umfasst 35 Flugstunden auf Flugzeugen verschiedener
Muster (Maximalmasse: 750 kg) innerhalb der letzten vier Jahre vor Ablegung der Prüfung.
Wird die Flugausbildung innerhalb von vier Monaten abgeschlossen, verringert sich die
geforderte Flugstundenmindestzahl auf 30. Zehn Stunden davon müssen im Alleinflug
absolviert werden. In der Flugausbildung dürfen bis zu 15 Stunden lang Reisemotorsegler
(Touring Motorglider, TMG) als zweites Muster eingesetzt werden.
Erleichterungen haben Bewerber, die bereits eine Luftfahrererlaubnis
besitzen. Segelflugzeug- und Hubschrauberführer: mindestens 15 Stunden Flugausbildung.
Alle für die "Fußgängerlösung" beschriebenen Ausbildungsinhalte sind zu
absolvieren. Segelflugzeugführer mit TMG-Klassenberechtigung: fünf Flugstunden. Darin
enthalten sein müssen zehn Starts und Landungen mit Lehrer sowie die gleiche Anzahl im
Alleinflug.
UL-Flugzeugführer (aerodynamisch gesteuerte ULs) benötigen nur sieben
Flugstunden, davon fünf Stunden mit Lehrer. Zehn Starts und Landungen sind sowohl mit
Lehrer als auch im Alleinflug zu absolvieren. Hinzu kommen noch An- und Abflüge an
kontrollierten Flugplätzen, Flüge durch Kontrollzonen, Flugverkehrsverfahren und
Sprechfunk.
Der nationale PPL-A berechtigt zum Führen von zweisitzigen Flugzeugen
bis zu einer Höchstabflugmasse (MTOM) von 750 kg am Tage. Schlepp- sowie
Nachtflugberechtigung können erworben werden. Geflogen werden darf mit dem (deutschen)
nationalen PPL vorläufig zumindest- nur über dem
Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.
Alle Einzelheiten zu der geplanten Lizenz lassen sich der März-Ausgabe
des aerokurier entnehmen.
Flugschulung in den USA
Wer heute seine Flugausbildung in den Vereinigten Staaten absolvieren möchte, der muss
mehr als zuvor das Procedere der US-Behörden einhalten. Dazu gehört in erster Linie die
Visumspflicht für die Flugausbildung. Ist diese aber geregelt, stehen dem Schüler aus
Deutschland, Österreich oder der Schweiz alle Ausbildungsmöglichkeiten in den USA zur
Verfügung, inklusive der Fliegerfreiheit, die die USA als Ausbildungsland für Europäer
so attraktiv macht.
Ausbildung: Im größten Branchenspiegel seiner Art haben wir wieder mehr als 200
Flugschulen in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Schweiz und den USA aufgelistet.
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