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aerokurier
9/2002
Editiorial Schein-Beschäftigung / Reportage AirVenture:
Pilotentreffen der Superlative / Pilot Report Columbia 400: Auf schnellen
Beinen / Magazin Pilotenausbildung
in Südafrika, Fly-in: Volles Haus in Tannheim, Howard-Hughes-Rennflugzeug H-1, Fly-Baby
wird Junkers-Nachbau, Die neuen Euro-Pilotenlizenzen (Teil 5, Fluglehrer), FlightPlanner
FP5: Verbesserte Kartendarstellung, Im Cockpit mit Helge Zembold / Faszination
Oldtimer Klemm L 25: Leicht fliegt länger / Im Anflug auf Zell
am See: Neu, schön und gastfreundlich/ Flying Zieldarstellung mit PC-9 / Praxis Sicher
landen bei böigem Wind, Medizin: Flugtauglich, aber nicht flugtüchtig, Unfall-Analyse:
Notwasserung bei Nacht auf der Salzach / Ultraleicht UL-Europameisterschaften,
UL-Gewichte: Heilsame Unruhe / Segelflug Europameisterschaften
in Ungarn, In Norwegen bei Nacht über 1200 km, V5 Rondone: Doppelsitzer für den
Selbstbau, Wandersegelflug einmal anders, Österreichische Meisterschaften in Mariazell,
Streckenflugtraining für Segelfliegerinnen, DM Segelkunstflug: Gregor Wilke holt Titel,
Behinderung kein Handicap / Helicopter Special
EDITORIAL
Schein-Beschäftigung
Am 16. Juli ordnete die amerikanische Federal Aviation Administration (FAA) ihre
Außenstellen und Distriktbüros an, ausländische Pilotenlizenzen nicht mehr als
Grundlage für eine US-Lizenz zu akzeptieren. Das nach dem 11. September neu geschaffene
Heimatschutz-Ministerium in Washington hatte schon lange darauf gedrungen, den Zugang zu
amerikanischen Lizenzen zu erschweren.
Dass die neu eingeführten Maßnahmen tatsächlich mehr
Sicherheit schaffen, darf bezweifelt werden. Denn wenn Terroristen bis zu ihrer Tat nicht
auffällig sind, wird man sie mit dieser Art der Schein-Kontrolle auch nicht herausfiltern
können. Aber dass die US-Behörden nach dem 11. September jede nur mögliche Kontrolle
nutzen, ist verständlich.
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REPORTAGE
AirVenture: Pilotentreffen der Superlative
Das alljährliche Fly-in in Oshkosh ist vieles: Pilotentreffen, Flugschau,
Ausflugsziel, Messe, Fortbildungsstätte, Rummelplatz. Vor allem ist es gigantisch.
Schon die Zahlen sind beeindruckend: So werden regelmäßig etwa 750000 Besucher gezählt,
2500 Ausstellungsflugzeuge, 12000 Besucherflugzeuge und 45000 Camper auf dem riesigen
Gelände.
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PILOT REPORT
Columbia 400: Auf schnellen Beinen
Gelingt es Lancair, den momentanen Finanzengpass zu meistern, dann könnte die
Columbia 400 schon in Kürze als schnellste Serieneinmot mit Kolbenmotor und starrem
Fahrwerk von der US-Luftfahrtbehörde FAR-23-zugelassen sein. Der Neuzugang tummelt sich
dann im Lager der High-Speed-Viersitzer, in dem sich die wieder auferstandene Mooney Bravo
M20M, die Commander 115TC, die Columbia 300/350 und die beiden Cirrus-Versionen SR20/SR22
finden.
Physisch leitet sich die Columbia 400 von der Columbia 300 ab. Sie ist
seit Oktober 1998 FAA-zertifiziert. Muss sich die Columbia 300 in FL 180 mit 191 KTAS
begnügen, wartet die Turbo-Version (400) in identischer Höhe mit 230 KTAS auf. In FL 250
sollen es gar 245 KTAS sein. Zum Vergleich: Die 270-Turbo-PS starke Mooney Bravo bringt es
in gleicher Höhe "nur" auf 212 KTAS trotz Einziehfahrwerk. Darüber, was
die Columbia 400 fliegerisch im Einzelnen bietet, berichtet der aktuelle
aerokurier-Pilot-Report.
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MAGAZIN
Pilotenausbildung in Südafrika
Wo kommt man für schon 3000 Euro zum PPL-A? In Südafrika ist das noch möglich. Jan
Binnebesel hats ausprobiert. Nach vier Wochen hatte er den Schein und dazu jede
Menge erlebt.
Fly-in: Volles Haus in Tannheim
Das Tannheimer Fly-in zieht UL- und Motorflieger an wie die Motten das Licht. Jedes
Jahr werden es mehr. Rund 400 Flugzeuge waren diesmal der Einladung des Flieger- und
Freizeitzentrums gefolgt.
Howard-Hughes-Rennflugzeug H-1
Mehr als 33000 Arbeitsstunden, verteilt über viereinhalb Jahre und das stolze
Sümmchen von anderthalb Millionen Dollar waren nötig, damit sich der amerikanische
Unternehmer Jim Wright aus Oregon seinen zugegeben anspruchsvollen Traum vom
eigenen Flugzeug erfüllen konnte. Am 9. Juli frühmorgens absolvierte er mit einem bis
ins Detail originalgetreu gefertigten Nachbau des Howard-Hughes-Rennflugzeugs H-1 den
Erstflug.
Fly-Baby wird Junkers-Nachbau
In Ermangelung passender Gegner für die beim Airshowpublikum so beliebten Dogfights
haben zwei Engländer aus ihrem friedfertigen Fly-Baby, einem Einsitzer, eine Junkers CL I
mit Platz für Heinrich, einen Bordschützen, werden lassen. Heinrich, eine täuschend
echt aussehende Puppe kann sogar den Kopf bewegen wenn sein Pilot die
Seitenruderpedale betätigt. Schütze Heinrich hatte seinen ersten
"Frontauftritt" auf dem französischen Fliegertreffen in La Ferté Alais Ende
Mai.
Die neuen Euro-Pilotenlizenzen (Teil 5, Fluglehrer)
So nah und doch so fern. Unter dieses Motto scheint in Deutschland die Einführung der
europäischen Pilotenlizenzen gestellt zu sein. Schon mehrfach wurde der
Einführungszeitraum verschoben. Jetzt solls wieder Ernst werden diesmal wohl
endgültig. Die Einführung von JAR-FCL ist auf Anfang 2003 terminiert. Noch gibt es -
auch unter Fluglehrern - viele unbeantwortete Fragen. Wie lange bleibt meine jetzige
PPL-A-Lehrberechtigung nach Einführung von JAR-FCL gültig? Welche Kategorien von
Lehrberechtigungen wird es künftig geben? Wie werden PPL-Flugschulen nach JAR-FCL
anerkannt? Auf diese und viele andere Fragen gehen wir in der September-Ausgabe des
aerokurier ein.
FlightPlanner FP5: Verbesserte Kartendarstellung
Für den FlightPlanner FP5 von ifos gibt es die Jeppesen-Europakarten jetzt gleich
digital und für die Kleinnavigation die Generalkarte Deutschland mit
Flugsicherungsaufdruck.
Im Cockpit mit Helge Zembold Helge Zembold
Wenn Piloten schreiben, endet das meist genauso unbeholfen, wie wenn Journalisten
Flugzeuge steuern. Zu den wenigen Gegenbeispielen zählt Helge Zembold. Der Nachwuchspilot
finanzierte sich bereits als Schüler seine ersten Flugversuche als freier Mitarbeiter bei
der Gifhorner Rundschau, einem Lokalteil der Braunschweiger Zeitung.
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FASZINATION OLDTIMER
Klemm L 25: Leicht fliegt länger
Zeitlebens verfocht Hanns Klemm die Idee des Leichtflugzeugs. Eine seiner
erfolgreichsten Konstruktionen war die L 25 aus den späten zwanziger Jahren. Das weltweit
älteste fliegende Exemplar wird heute in Großenhain bei Dresden liebevoll gepflegt.
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IM ANFLUG AUF
Zell am See: Neu, schön und gastfreundlich
Der alte Platz musste einem Gewerbegebiet weichen. Zumindest teilweise. Dafür
erhielten die Piloten im österreichischen Zell am See erstklassigen Ersatz.
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FLYING
Zieldarstellung mit PC-9
Auch im Simulatorzeitalter kann nicht die ganze Ausbildung im Theoriesaal stattfinden.
Für die Fliegerabwehr der Schweizer Armee bedeutet dies, mit scharfer Munition zu
trainieren. Als fliegender Sparringspartner dient ihnen dazu die Zielfliegerstaffel 12 der
Schweizer Luftwaffe. Kaj-Gunnar Sievert flog mit.
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PRAXIS
Sicher landen bei böigem Wind
Besonders im Frühjahr und Herbst frischt der Wind in unseren Breiten hin und wieder
heftig auf. Es ist daher wichtig zu wissen, wie man bei böigem Wind von der Seite
Landungen sicher meistert. Karl-Heinz Apel betrachtet in diesem Beitrag unter anderem
folgende Aspekte: Flugvorbereitung, Rollen, Start, praktikable Landetechniken und die
angemessene Anfluggeschwindigkeit.
Medizin: Flugtauglich, aber nicht flugtüchtig
Medikamente, Alkohol und Zigaretten können den Piloten beim Führen eines
Luftfahrzeugs erheblich beeinflussen. Auch vermeintlich harmlose Erkältungsmittel können
zur Gefahr werden, weil der Pilot deren Nebenwirkung unter Umständen unterschätzt.
Grundsätzlich gilt: Wer ein Flugzeug führt, sollte keine Medikamente nehmen. Wenn aber
doch erforderlich, so sollte er dies nur nach Rücksprache mit seinem Fliegerarzt tun.
Alkohol und Fliegen schließen sich ohnehin aus.
Unfall-Analyse: Notwasserung bei Nacht auf der Salzach
Glück im Unglück hatten die vier Insassen einer Cessna 210, als das Flugzeug nach
einem Motorausfall bei Dunkelheit auf der Salzach nördlich von Salzburg notwassern
musste. Alle vier Personen konnten das Flugzeug unverletzt verlassen, lediglich ein
Fluggast zog sich bei der Evakuierung eine leichte Verletzung zu. Die ganze Aktion verlief
deshalb so erfolgreich, weil der erfahrene Pilot alles richtig gemacht hatte. Nach dem
Triebwerksausfall hatte er sich zur Rückkehr nach Salzburg entschieden. Dort war die
Maschine wenig zuvor mit dem Flugziel Berlin gestartet. Als klar war, dass der Flughafen
nicht mehr erreicht werden konnte, entschied der Pilot, eine Wasserlandung mit
eingefahrenem Fahrwerk auf der Salzach durchzuführen, da in der Dunkelheit geeignete
Landefelder an Land nicht erkennbar waren und die Notlandung auf dem Fluss in diesem Fall
das geringste Risiko darstellte.
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ULTRALEICHT
UL-Europameisterschaften
Der dritte Platz Wolfram Walters war die Überraschung der EM im ungarischen
Nagykanizsa. Doch ansonsten war das deutsche Team nicht gerade vom Glück verfolgt.
Insgesamt 59 Teams aus elf Ländern flogen vom 14. bis 21. Juli in
Nagykanizsa südwestlich des Plattensees um die Europameistertitel. Mit nur zwölf
Flugzeugen waren die Dreiachserklassen dünn besetzt. Unter Trike-Piloten scheint der
Wettbewerbseifer auf internationaler Ebene deutlich größer. In ihren Klassen traten
immerhin 47 Teams und Einzelpiloten an.
UL-Gewichte: Heilsame Unruhe
Es tut sich was an der Gewichtsfront. Erstmals arbeiten jetzt die Hersteller und
Verbände im engen Schulterschluss an der Lösung des Zuladungsproblems der ULs. Mit
bester Aussicht auf Erfolg.
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SEGELFLUG
Europameisterschaften in Ungarn
Silber für Claus Triebel, Titel für Tassilo Bode: Nach neun Wertungstagen und nur
zwölf Stunden vor der Siegerehrung stand die Europameisterschaft in Békéscsaba, Ungarn,
Kopf. Der letzte Wertungstag hatte fast alles durcheinander gewirbelt.
Über acht Wertungstage hatte es kaum eine Bewegung in der Spitze der
vier Klassen dieser Europameisterschaft gegeben. Es war die Ruhe vor dem Sturm des
neunten, letzten und alles entscheidenden Rennens.
In Norwegen bei Nacht über 1200 km
Dass nördlich des Polarkreises im Sommer rund um die Uhr Tag ist, haben Robert
Feßler und Helmut Rohs für einen Wellenstreckensegelflug über 24 Stunden genutzt! Ihre
Pioniertat beschreiben sie selbst.
V5 Rondone: Doppelsitzer für den Selbstbau
Nach der V1/2, einer Faserverbund-Konstruktion für den Amateurbau, hat sich Dr. Pajno
jetzt einen Doppelsitzer vorgenommen.
Wandersegelflug einmal anders
Südfrankreich steht bei Segelfliegern vom Frühjahr bis in den Herbst hoch im Kurs.
Traumhafte Bedingungen locken. Aber sie müssen erflogen werden. Mit den Einführungs- und
Vertiefungskursen von Weltrekordpilot Klaus Ohlmann fällt das um vieles leichter. Ein
Erlebnisbericht, in dem eine Außenlandung fern vom Ausgangsort zum Event wird.
Österreichische Meisterschaften in Mariazell
Durchweg neue Namen stehen auf der Bestenliste der österreichischen
Segelflugmeisterschaften vom 22. Juni bis 6. Juli in Mariazell. Mit acht Wertungstagen,
Strecken bis fast 600 km und Durchschnittsgeschwindigkeiten der Tagessieger bis zu 130
km/h war die Ausbeute für die 34 teilnehmenden Piloten in drei Klassen groß.
Streckenflugtraining für Segelfliegerinnen
Mit traumhaftem Streckenflugwetter wurde das Frauentraining Ende Juni auf der
Hahnweide recht rund. Marina Rupp hat mitgemacht und ihre Eindrücke beschrieben.
DM Segelkunstflug: Gregor Wilke holt Titel
Bei der Deutschen Meisterschaft im Segelkunstflug Mitte Juli in Pasewalk hat Gregor
Wilke in der Meisterklasse den Titel geholt. Auf Platz zwei in der 25 Piloten starken
Klasse folgte Ferenc Toth (Ungarn) vor Henry Bohlig und Helmut Lindner. In der
Aufsteigerklasse kam Rainer Philippi auf Platz eins vor Martin Schick und Mirko Mattko.
Hier beteiligten sich 24 Piloten.
Die anschließende Europameisterschaft wurde ein Opfer des schlechten
Wetters. Es kam nur zu zwei Durchgängen, nach denen der mehrfache Weltmeister Jerzy
Makula (Polen) vor Ferenc Toth und Georgui Kaminiski (Russland) dominierte. Bester
Deutscher in der 35 Piloten starken Konkurrenz wurde der neue Deutsche Meister Gregor
Wilke auf Platz 7.
Behinderung kein Handicap
Seit dem Frühjahr hat das Projekt "Fliegen verbindet Alt und Jung und Menschen mit
Behinderung" am Flugplatz Giebelstadt ein eigenes Flugzeug.
Weitere aktuelle Segelflugmeldungen unter airSport
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HELICOPTER SPECIAL
Im Helikopter Special stellen wir das
vielschichtige Spektrum der Drehflüglerbranche vor. Neben dem umfangreichen
Branchenspiegel mit 81 Helikopterbetreibern und Luftfahrttechnischen Betrieben aus
Deutschland, Österreich und der Schweiz findet sich in dem 32 Seiten umfassenden Special
eine Reportage über die Helikopter bei der Tour de France, ein Beitrag über
Fliegerfreiheit in Rumänien, eine Geschichte über den Umstieg vom Flächenflugzeug auf
den Helikopter sowie ein technischer Beitrag zu Fly-by-Light an Bord eines
Forschungshubschraubers. Das Ganze wird ergänzt mit News aus der Helikopterbranche.
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