aerokurier
2/1999
Editorial Im freien Zerfall /
Reportage Mit dem
Brett fliegen: Skysurfen / Pilot Report Cessna
206H Stationair / Magazin Fliegen in den USA, Flugvorbereitung am PC: Flight Planner 4.0,
Hobbyforscher: Flieger aus der Frühgeschichte? / Hubschrauber Pilot Report: EC 120B Colibri / Flying Bärbels Baby heißt Pink Thunder, Die Pink Thunder im DSF, Fakten
zur Boeing Stearman / Praxis Richtig
durchstarten, Fliegen mit Gästen, Sicherheit: Alpinistenkurs II, Unfall-Analyse: Gut
geflogen ist lang noch nicht gelandet /
Ultraleicht Pelican Sport 450S: Kraft
macht Freu(n)de, Wild Thing jetzt in fünf Motorversionen / Segelflug Puimoisson: 1000 km mit der ASW 20, Wellenfliegen in Deutschland,
Im Segelflug von Bremen bis Rhein-Main Airport, "Segelflugzentrum"
Münster/Osnabrück, Weltmeisterschaft in Bayreuth ohne Kontrollzone, Anhänger und der
Euro-Führerschein , Das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung / Special
Professional PC-PILOT Reportage: Vom
Joystick zum Steuerhorn, Der Etablierte: Microsoft Flight Simulator 98, Der Komplette:
Sierra Pro Pilot 99, Der Spielerische: Flight Unlimited II, Der Professionelle: B747-400
Precision Simulator, ADD-ons: Zubehör für den FS 98, Szenerien: Neue Welten, Kleine
Helfer: Der Copilot und viele Extras
EDITORIAL
Im freien Zerfall
Die Probleme brennen. Der Luftraum für das sportliche Fliegen wird immer enger. Die
Reglementierungen wuchern auch am Boden. Wenn das nicht Grund genug ist für eine
starke, effektive Interessenvertretung für den Luftsport! Bislang hat der Luftsport diese
Stimme, den Deutschen Aero Club. Aber wie lange noch? Innerlich zeigt sich der Verband so
zerstritten wie noch nie.
Die DAeC-Landesverbände Nordrhein-Westfalen und Bayern haben ihre Mitgliedschaft zum
Jahresende gekündigt. Konkrete Auswirkungen haben die Kündigungen obgleich der
Austritt noch nicht vollzogen ist schon heute. Leidtragende sind die Sportler in
Bayern und Nordrhein-Westfalen. Ihre Qualifikationswettkämpfe in diesem Jahr verlieren
ihre Bedeutung. Die Chance auf die Teilnahme an Europa- und Weltmeisterschaften geht
verloren, Sportlizenzen werden ungültig.
Wer soll da noch seinen Verband als Interessenvertretung des Sports verstehen können?
Zurück zum Kopf der Seite
REPORTAGE
Mit dem Brett fliegen: Skysurfen
Skysurfer sind die Extremsportler unter den Fallschirmspringern. Rasanz und perfekte
Körperbeherrschung, Ästhetik und Phantasie zeichnet diese junge Sportart aus, die nur
eine elitäre Gruppe athletischer Spezialisten beherrscht. In unserer Reportage zeigen wir
Ihnen in Großaufnahme die Faszination, die die Skysurfer immer wieder auf ihr Brett und
zum fast rauschhaften Tanz auf dem Wind treibt. Ein Tanz von 60 Sekunden, der für viele
Skysurfer zum Lebensinhalt geworden ist.
Zurück zum Kopf der Seite
PILOT REPORT
Cessna 206H Stationair
Nach der C 172R Skyhawk und der C 182S Skylane hat Cessna Ende November auch die
Stationair 206H FAA-zertifiziert. Gegenüber den Vormodellen wartet die H-Version mit
technischen und komfortbezogenen Änderungen auf. Als Antrieb kommt nicht der anfangs
vorgesehene Lycoming IO-580A1A zum Einbau. Dieser Sechszylinder-Einspritzer sollte seine
Maximalleistung bei niedrigen 2500 U/min bereitstellen. Leider blamierte er sich bei
verschiedenen 500-h-Dauertests. Wohl oder übel mußte sich Cessna für den 655
Kubikzentimeter kleineren IO-540AC1A entscheiden. Zwar macht auch dieser 300 PS mobil,
jedoch bei höheren 2700 U/min. Daraus könnten sich Lärmprobleme bei der deutschen
Musterzulassung ergeben.
In puncto Steigleistung läßt die 206H nichts zu wünschen übrig. Der dreiblättrige
Black-Mac-Propeller ermöglicht gute 988 ft/min (5,0 m/s). Seit jeher bietet die
Stationair große Vielseitigkeit, daran hat sich auch bei der Neuversion nichts geändert.
Wer sie als Frachter einsetzen will, kann bequem zwei oder auch vier Sitze entfernen.
Wenngleich die Zuladung gegenüber früheren 206-Versionen etwas geringer ausfällt,
bleiben immer noch respektable 633 kg übrig. Wie sich die neue Stationair fliegt, hat
Dave Hidgon dort, wo die Wiege dieses knapp 290 000 Dollar teuren Flugzeuges steht,
nämlich in Kansas, erkundet.
Zurück zum Kopf der Seite
MAGAZIN
Fliegen in den USA
Wer hat nicht schon davon geträumt: Fliegen ohne Flugplatz-Öffnungszeiten, ohne
Landegebühren und zu vernünftigen Charterpreisen. Hierzulande können wir davon
tatsächlich nur träumen, im Heimatland der Fliegerei, den USA, hingegen ist es
Normalität. Wer sich dafür entscheidet, in den USA einen Fliegerurlaub zu verbringen,
sollte sich möglichst gut vorbereiten. Dazu zählt, daß man sich mit den wichtigsten
luftrechtlichen Fragen vertraut macht und seine Kenntnisse in Luftfahrtenglisch
aufpoliert. Interessante Tips zum Fliegen in den Vereinigten Staaten hat Patrick Neelmeier
für Sie zusammengefaßt.
Flugvorbereitung am PC: Flight Planner 4.0
Flugplanung ganz intuitiv direkt auf der ICAO-Karte, aber einer elektronischen im PC:
Der Flight Planner 4.0 für Windows-Rechner macht es möglich. Einfaches Anklicken mit der
Maus legt die Wegpunkte fest. Das Berechnen der Kurse, die Berücksichtigung des Winds,
... übernimmt die Software und liefert schließlich alle notwendigen Kalkulationen in
einem Flugdurchführungsplan ab. Das Programm verfügt über ausgezeichnete
Anbindungsmöglichkeiten an GPS-Empfänger und bietet damit Moving-Map-Funktionen.
Hobbyforscher: Flieger aus der Frühgeschichte?
Gab es sie, die Besucher aus dem All? Vielleicht geben die kolumbianischen
"Fliegeramulette" einen Hinweis. Drei Hobbyforscher aus Norddeutschland haben
vergrößerte Modelle der kaum handtellergroßen Amulette zum Fliegen gebracht.
Zurück zum Kopf der Seite
HUBSCHRAUBER
Pilot Report: EC 120B Colibri
Wendig, schnell und leicht zu fliegen. Das sind Kriterien, mit denen der fünfsitzige
Helikopter EC 120B Colibri aufwarten kann. Gemeinsam mit zwei asiatischen Partnern (Catic
aus China und Singapore Aerospace) hat Eurocopter den Helikopter entwickelt und damit ein
neues Zeitalter für Leichthubschrauber eingeleitet. Denn der kompakte Colibri ist ein
Produkt neuester, innovativer Helikoptertechnologie. aerokurier-Testpilot Eduard Kus hat
ihn geflogen.
Zurück zum Kopf der Seite
FLYING
Bärbels Baby heißt Pink Thunder
Eine ungewöhnliche Frau mit einem aufregenden Flugzeug. Das ist auch ein Thema für
einen TV-Sender. Die Deutsche Bärbel Abela und ihre Pink Thunder, eine getunte Boeing
Stearman, stehen im Mittelpunkt einer Reportage des DSF. Bis das Team zu faszinierenden
Bildern kam, mußte es eine Menge Hürden nehmen, technische und menschliche. Wir waren
für Sie dabei.
Die Pink Thunder im DSF
Die faszinierenden Aufnahmen von Bärbel Abela und ihrer Pink Thunder können Sie
demnächst selbst im Deutschen Sportfernsehen (DSF) erleben. Gesendet werden sie in
"Faszination Oldtimer" am Dienstag, dem 2. März, um 21.15 Uhr.
Fakten zur Boeing Stearman
1927 gründet Lloyd Stearman in Wichita die Stearman Aircraft Company.
1933 erfolgt die Entwicklung des Trainers Stearman X-70. Im Dezember startet der in
Gemischtbauweise (Holztragflächen, Rumpf: Stahlrohr bespannt) gefertigte Doppeldecker zum
Erstflug.
Im Frühjahr 1935 bestellt die US-Navy 61 Stearman Model 70. Es folgt das Model 75.
1939 übernimmt Boeing die Stearman Aircraft Company und produziert den Doppeldecker unter
der Bezeichnung Boeing Model 75.
Standardtriebwerk ist der Avco Lycoming R-680-17 mit 220 PS. Es werden aber auch andere
Motoren ähnlicher Leistung eingebaut. Die Reisegeschwindigkeit liegt bei 170 km/h.
Bis 1945 produziert Boeing über 10000 Boeing Stearman in verschiedenen Baureihen.
Zurück zum Kopf der Seite
PRAXIS
Richtig durchstarten
Durchstarten ist keine Schande, auch wenn manche "Fliegerfreunde" anderer
Meinung sind. Damit der Go-around als fester Handlungsbestandteil im Bewußtsein von
Piloten verankert wird, sollte er in der Ausbildung frühzeitig intensiv geübt und
später regelmäßig wiederholt werden. Wann und wie durchzustarten ist und worauf man
dabei unbedingt achten sollte, hat Dr. Konrad Steininger für den aerokurier
zusammengetragen.
Fliegen mit Gästen
Für manchen Piloten wird Fliegen erst in Begleitung von Mitfliegern zu einem richtigen
Erlebnis. Für andere ist die Mitnahme von Gästen gegen Erstattung der Selbstkosten eine
kostengünstige Möglichkeit, sich in Übung zu halten. In beiden Fällen ist es wichtig,
auf die Haftungs- und die Sicherheitsaspekte einen gründlichen Blick zu richten.
Karl-Heinz Apel, Linienpilot und Autor des Buches Motorflug Praxis, nimmt sich des Themas
in großer Ausführlichkeit an. Berücksichtigt wird von ihm auch der Umweltaspekt von
Gastflügen ein immer wichtigerer Aspekt.
Sicherheit: Alpinistenkurs II
Im ersten Teil unseres kleinen Alpenflugkursus beschäftigten wir uns mit einigen
Grundlagen. Im Februarheft geht es nun um die fliegerische Praxis. Wir sagen Ihnen nicht
nur, wie sie Ihren Flug durch die Alpen sinnvoll vorbereiten können. Auch die besten
Taktiken für den Flug durch die Täler sind ein Thema. Dazu nehmen wir sie mit auf einen
Flug von Kempten über Österreich, die Schweiz und Italien.
Unfall-Analyse: Gut geflogen ist lang noch nicht gelandet
Wie dramatisch es werden kann, wenn man im Landeanflug von der tiefstehenden Sonne
geblendet wird, erfuhren ein Privatpilot und sein Passagier am Flugplatz Schwenningen.
Ihre Maschine stürzte neben der Bahn in westlicher Landerichtung in einen Wald. Beide
Insassen hatten Glück im Unglück und kamen mit Beinverletzungen davon. Wäre der Pilot
rechtzeitig durchgestartet und hätte den BfL darum gebeten, von der anderen Seite
anfliegen zu können (Windverhältnisse und Länge der Bahn hätten dies bedenkenlos
zugelassen), wäre der Absturz verhindert worden.
Zurück zum Kopf der Seite
ULTRALEICHT
Pelican Sport 450S: Kraft macht Freu(n)de
Eine starke Konkurrenz will die Pelican Sport 450S auf dem heftig umkämpften UL-Markt
bieten. Nicht nur durch ihre üppige Motorisierung mit dem neuen 100-PS-Rotax 912S.
Das Grundkonzept des kanadischen Schulterdeckers mit Kunststoffrumpf und Metallflügeln
stammt aus den 80er Jahren. Brandneu ist jedoch die Sport-450S-Version, die speziell für
den europäischen Markt entwickelt wurde. In unserem Test erwies sich dieser Kandidat als
außerordentlich problemloses und leistungsfähiges Flugzeug. Nachbesserungen verdienen
allerdings einige Details, die den Komfort verbessern könnten. Informationen über die
Pelican finden Sie auch im Internet unter www.drive-and-fly.de.
Wild Thing jetzt in fünf Motorversionen
Fünf verschiedene Antriebsversionen bietet Air-light jetzt für den
Ganzmetall-Zweisitzer Wild Thing. Alle sind zugelassen.
Nach inzwischen gelösten Problemen mit dem Standard-Triebwerk Jabiru 2200 (80 PS)
bieten die Haßfurther jetzt auch den Rotax 912 und den tschechischen Verner SVS 1400 an,
beide ebenfalls mit 80 PS. Vierte Antriebsoption ist der Midwest Hawk. Der
Zweischeiben-Wankel mit Getriebe leistet 105 PS. In der Topvariante mit dem Jabiru 3300
ist die Wild Thing das erste UL, das mit einem Sechszylindermotor serienmäßig verkauft
wird.
Zurück zum Kopf der Seite
SEGELFLUG
Puimoisson: 1000 km mit der ASW 20
Roland Stuck hat das erste 1000er von Puimoisson aus, am Südrand der französischen
Alpen, erflogen. Der Manager der Segelflug-Weltmeisterschaften 1997 brachte eineinhalb
Jahrzehnte Urlaubserfahrung in den Seealpen dazu ein.
Seit 15 Jahren verbringt er seinen jährlichen Segelfliegerurlaub in Puimoisson, nicht
nur, weil der Flugplatz selbst ideal am Anfang des Parcours gelegen ist, sondern auch,
weil es sich dort ganz angenehm leben läßt. Die Gegend ist ruhig, der Blick auf die
Serre de Montdenier und das Plateau von Valensole ist schön, und es riecht gut nach
Lavendel. Für die Familie liegen der Stausee von Ste. Croix, die Gorges du Verdon und
Moustiers in nächster Nähe. Abends kann man sich am Tisch bei Annie und Henri verwöhnen
lassen, nachts ist es angenehm kühl, und man schläft ausgezeichnet. Kurz, wenn dies
nicht das Paradies selbst ist, so ähnelt es diesem doch sehr.
Es war das Sprungbrett zum 1000er. In seinem Bericht beschreibt Roland Stuck
detailliert den Flug mit all seinen Schwierigkeiten.
Wellenfliegen in Deutschland
Am 25. Oktober 1998 ermöglichte eine Westwetterlage phantastische Wellenflüge über
Südhessen und Nordbaden bis auf FL 150. Die Flugsicherung spielte mit.
Alleine vom Fluggelände Heppenheim schafften fünf Piloten mit ASK 16, SZD-55, LS4 und
DG-800 den schwierigen Aufstieg in der starken Turbulenz der Hangthermik, um von da aus
rein thermisch bis zum Rhein vorzufliegen. Die freundlichen Lotsen der Flugsicherung
Frankfurt erteilten Freigaben bis auf FL 150. Für viele Piloten kam dies völlig
überraschend. Sie waren entweder nicht warm genug gekleidet, oder die Sauerstoffanlage
war nicht einsatzbereit. Wie Eberhard Lulay vom Aeroclub Bergstraße berichtet, stieg die
doppelsitzig besetzte ASK 16 in FL 150 noch gut mit 1 m/s, aber es war bei
Außentemperaturen von -18 oC bitterkalt im Cockpit.
Im Segelflug von Bremen bis Rhein-Main Airport
Manches Streckenflugerlebnis aus den 50er Jahren erscheint heute wie aus einer anderen
Welt. Segelflug auf dem größten deutschen Verkehrsflughafen das geht an die
Grenzen des Vorstellungsvermögens. Flugplätze des internationalen Luftverkehrs, von
denen der Segelflug heute nahezu überall großräumig ausgeschlossen ist, konnten Mitte
der 50er Jahre ganz normal mit Segelflugzeugen angesteuert werden. Peter von Kunowski flog
1955 mit einem Kranich III von Bremen nach Frankfurt Rhein-Main ein
Follow-me-Fahrer wies ihn zur Landung auf ein freies Grasstück ein! Die Herausforderung
lag in der Distanz.
"Segelflugzentrum" Münster/Osnabrück
Am Flughafen Münster/Osnabrück finden heute internationaler Linienflugverkehr und
Segelflugbetrieb statt. Das Miteinander funktioniert auf zwei getrennten Betriebsflächen.
Im vergangenen Jahr kam es aber zu Irritationen bei einigen Profis. Eine Lufthansa 737
startete durch, nachdem die Besatzung während des Anflugs ein Segelflugzeug (völlig
legal und korrekt) im Queranflug zur nördlichen Graspiste entdeckt hatte.
Im Mitgliedermagazin der Vereinigung Cockpit (VC-Info) erschien daraufhin unter dem
Titel "Segelflugzentrum" Münster/Osnabrück eine spektakuläre Beschreibung des
Durchstartmanövers. Tenor des Artikels: Im Sinne der Flugsicherheit ist Segelflug an
einem Verkehrsflughafen wie Münster/Osnabrück nicht zu akzeptieren.
Martin Söllinger, bei Eurowings Flugkapitän auf ATR, rückt das mit einer sachlichen
Darstellung der Entwicklung und Lage in Münster/Osnabrück gerade.
Weltmeisterschaft in Bayreuth ohne Kontrollzone
Für die 26. Segelflug-Weltmeisterschaften vom 30. Juli bis 15. August wird Bayreuth
zum reinen Segelflugzentrum. Die Kontrollzone an dem Regionalflughafen wird für die
Meisterschaft aufgehoben.
Die 26. Segelflug-Weltmeisterschaften für die Offene, Renn- und Standard-Klasse haben
mit dem Flugplatz Bayreuth-Bindlacher Berg einen Austragungsort, an dem normalerweise
Segelflug und Linienverkehr innerhalb einer Kontrollzone gemeinsam stattfinden. Selbst
für die Generalprobe der Weltmeisterschaft, die Vor-WM "Bavaria Glide 1998" mit
107 Segelflugzeugen, ließen sich die beiden Betriebsarten unter einen Hut bringen. Für
die WM bekommt die Kontrollzone den Status HX.
Anhänger und der Euro-Führerschein
Für Führerscheinneulinge gibt es seit dem 1. Januar umfassende Änderungen, was das
Ziehen von Anhängern betrifft. Der Artikel präsentiert die wichtigen Neuerungen.
Das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung
Der Wettbewerb "Das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im
Verein", eine Gemeinschaftsaktion der Dresdner Bank und des Deutschen Sportbundes,
läuft auch in diesem Jahr. Bis zu 60 Vereine sollen wieder mit jeweils 10000 Mark
unterstützt werden. Bewerbungen aus dem Luftsport sind bis zum 28. Februar beim Deutschen
Aero Club in Heusenstamm einzureichen. Dort gibt es auch die Meldeformulare.
Weitere aktuelle Segelflugmeldungen unter airSport
Zurück zum Kopf der Seite
SPECIAL Professional PC-PILOT
Reportage: Vom Joystick zum Steuerhorn
"Mit nem Mausklick kriegt man keine 747 runter." Das mußte schon so
mancher "professionelle" PC-Pilot erfahren. Eine echte Flugsimulation mit vollem
Bewegungsablauf und realitätsnaher Landschaftswiedergabe ist eben doch anders als das
Spiel mit dem Joystick vor dem Monitor. Pro Flight bietet in Verbindung mit Lufthansa
Flight Training in Bremen, Berlin und Frankfurt Simulatorkurse an, bei denen jeder sein
ganz persönliches Leistungslevel überprüfen kann. Der Spaß am Fliegen auf Flugfläche
Null steht dabei im Vordergrund. Wie dies zwei jungen PC-Pilotinnen im Simulatorcockpit
der 747-200 erlebten, schildert die Reportage im Special.
Der Etablierte: Microsoft Flight Simulator 98
Microsoft hat mit seinem Flugsimulator Maßstäbe gesetzt. Seit rund 16 Jahren starten
PC-Piloten mit seiner Hilfe in den virtuellen Luftraum. Der Microsoft FS98 gilt
unbestritten als der erfolgreichste Flugsimulator der Welt. Dazu gibt es eine Fülle von
Szenerien, Flugzeugen und Adventures, sogenannte Add-ons. Spezialisten rund um den Globus
entwickeln dank der von Microsoft offengelegten Programmierschnittstelle Erweiterungen.
Kaum eine Woche vergeht, in der nicht ein neues Add-on auf den Markt kommt. Dadurch bietet
der Microsoft Simulator heute fast unbegrenzte Möglichkeiten.
Der Komplette: Sierra Pro Pilot 99
Eine gleichermaßen für Fluganfänger wie für fortgeschrittene Piloten interessante
Übungsplattform ist der Sierra Pro Pilot. Wem es in erster Linie darum geht, das Steuern
eines Flugzeuges zu erlernen, seine fliegerischen Fähigkeiten zu erweitern oder in IMC zu
trainieren, der ist bei Sierra Pro Pilot an der richtigen Adresse. Dies ist ein kompletter
Flugsimulator mit sechs Flugzeugen der General Aviation, über 3500 Flughäfen
darunter viele deutsche, ATC Funkverkehr, Flugplanung, einem Copiloten, GPS sowie
ausführlicher videogestützter Flugschule und einem gutgemachten, kleinen Lehrbuch über
die Grundlagen des VFR- und IFR-Fliegens.
Der Spielerische: Flight Unlimited II
"Fliegen ohne Grenzen" ist eigentlich der falsche Name für diese Simulation,
denn fliegen kann der PC-Pilot nur in der San Francisco Bay Area aber diese
Inszenierung ist beeindruckend realistisch. In der für 1999 angekündigten Version III
von Flight Unlimited soll das Fluggebiet mit der Area rund um Seattle erweitert werden.
Eingeschränkt sind auch die Möglichkeiten des Einsatzes im IFR-Training ein ADF
fehlt ebenso wie ein GPS-System. Aber es wäre auch viel zu schade, bei dieser Landschaft
nur auf die Instrumente und nicht nach draußen zu sehen. Wahrlich unlimited ist der
Spaß, den diese Komplettsimulation bietet.
Der Professionelle: B747-400 Precision Simulator
Ganz und gar nicht spielerisch kommt der B747-400 Precision Simulator von Aerowinx
daher. Er erfordert höchste Konzentration. Der PC-Pilot kann ganz schön ins Schwitzen
kommen. Der Name ist Programm: Wirklich präzises Fliegen nach den Instrumenten eines
modernen Glascockpits mit EFIS und eines Flight-Management-Computers (FMC) wird hier
verlangt. Alle Bedienelemente entsprechen dem Original und sind ebenso komplex. Der
Simulator ist selbst für Profis eine ernstzunehmende Trainingsplattform und durchaus für
Schulungen tauglich.
ADD-ons: Zubehör für den FS 98
Für den Microsoft FS 98 gibt es eine Flut von Ergänzungs- und Zubehörprogrammen,
sogenannten Add-ons. Add-ons, das sind andere Flugzeugtypen, Flugplätze, Städte und
Landschaftsszenerien, Abenteuer und Flugaufträge sowie sonstige Ergänzungen und
Zusatzprogramme. Aus dem riesigen Angebot stellen wir die neueren und besonders
bemerkenswerten Produkte vor. Noch nie zuvor hat es im Umfeld des Microsoft-Flugsimulators
so viele Neuheiten gegeben wie in den vergangenen sechs Monaten. Eine ganze
Zulieferindustrie ist entstanden.
Szenerien: Neue Welten
Der PC-Pilot, der seinen Simulator nicht nur für reines Verfahrenstraining nutzt,
möchte gerne auch interessante Flugplätze und Landschaften sehen. Zusatzseceneries
schaffen neue Anreize. Wer sich vor allem im deutschen Luftraum bewegen will, mußte sich
beim FS 98 mit ganz wenigen Flugplätzen zufriedengeben. Es wird das neueste
Szenerieangebot vorgestellt.
Kleine Helfer: Der Copilot und viele Extras
Rings um den FS 98 sind nicht nur große Flugzeugsammlungen und sehr viele
Landschaftsszenerien entstanden, sondern auch allerhand andere nützliche Programme, von
denen der echte Pilot bis jetzt oft nur träumen kann. So gibt es zum Beispiel einen
Copiloten, der alle lästigen Arbeiten tadellos erledigt.
Zurück zum Kopf der Seite |