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aerokurier 5/1999

aeTi0599.jpg (30203 Byte) Editorial Unfalluntersuchung: Ursache unbekannt / Reportage Flugabenteuer Namibia: Extremtrip durch die Wüste / Pilot Report Jetprop DLX / Magazin 8,33-kHz-Kanaltrennung, World Grand Prix of Aerobatics Leserwahl Flugzeug des Jahres 2000 / Reise In fünf Tagen ums MittelmeerFlying Eine ganz besondere Harvard T-6 / Praxis Training: Recovern aus ungwöhnlichen Fluglagen, Luftraum: So geht’s durch Delta-Lufträume, Navigation: FliteStar macht die Flugplanung leicht, Aktion: Landen zum Nulltarif, Unfall-Analyse: Schalter an falscher Stelle / Ultraleicht Pilot Report: UFM 11 Lambada / Segelflug Wellensegelflug: Abenteuer in den argentinischen Anden, Flugbericht: DG-800S, WM 1999: In Bayreuth treten 22 Nationen an, Segelfliegen auf Jamaika: Cool Runnings, Die Majewska: Rekordfliegerin und Oberhexe


EDITORIAL

Unfalluntersuchung: Ursache unbekannt

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat ihre Bilanz des Jahres 1998 vorgelegt: 314 Flugunfälle waren zu beklagen, 59 Menschen verloren dabei ihr Leben. Die Unfallraten zeigen einen rückläufigen Trend. Wie lange der in Zukunft anhält, bleibt abzuwarten. Die Neugliederung der BFU zum 1. 9. 1998 durch das "Gesetz über die Untersuchung von Unfällen und Störungen bei dem Betrieb ziviler Luftfahrzeuge" (FlUUG) birgt einigen Sprengstoff, denn Flugunfälle mit Motorflugzeugen unter 2000 kg Abflugmasse, Motorseglern und Segelflugzeugen müssen jetzt nur noch untersucht werden, wenn sich durch die Untersuchung neue Erkenntnisse für die Sicherheit in der Luftfahrt ergeben. Unfall-Untersuchung und präventive Aufklärungsarbeit zur Vermeidung von gleichartigen Unfällen wird also zum Kaffeesatzlesen.

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REPORTAGE

Flugabenteuer Namibia: Extremtrip durch die Wüste

Faszinierend und lebensfeindlich: Die Namib gilt als die älteste Wüste der Welt. Wer hier fliegt, erlebt exteme Bedingungen. Mit einer STOL CH 701 waren wir in der Wüste unterwegs. In einer faszinierenden Reportage erleben Sie die grandiose Landschaft, die Menschen und natürlich die ganz besondere Herausforderung, die das Fliegen im extremen Klima der Wüste an Mensch und Maschine stellt.

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PILOT REPORT

Jetprop DLX

So mancher Malibu- oder Mirage-Pilot mag schon von einer Turbine geträumt haben. Der Traum kann wahr werden. Mit seiner Verwirklichung muß nicht gewartet werden, bis Piper – voraussichtlich Mitte 2000 – die 400 Wellen-PS starke Meridian flugerprobt und musterzertifiziert hat. Die Hier-und-jetzt-Alternative heißt Jetprop DLX. Es handelt sich um den Umbau einer Malibu oder Mirage zu einem Turbinenflugzeug. Nach der FAA-abgesegneten Umrüstung sorgen die 560 WPS einer PT6A-34 für Flugleistungen, die keine Wünsche mehr offen lassen

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MAGAZIN

8,33-kHz-Kanaltrennung

Da Gerätehersteller und Flugzeugbetreiber nicht an die pünktliche Umsetzung der neuen 8,33-kHz-Regelung von Funkgeräte glaubten, steht man jetzt vor einem Fiasko. Die neuen COM-Geräte werden zunächst nur für Flüge über Flugfläche 245 Pflicht. Als Einführungsdatum hatte man sich ursprünglich auf den 1. Januar 1998 geeinigt. Die Einführung wurde zunächst auf den 1. Januar 1999. Doch ein halbes Jahr vor der Einführung mußte man das geplante Einführungsdatum erneut verschieben, da nicht genügend Betreiber ihre Funkgeräte umgerüstet haben würden. Der 7. Oktober 1999 wurde als neues Einführungsdatum verabschiedet. Informationen zum Thema 8,33 kHz finden Sie im Internet unter http://144.194.16.11/8.33/what_after.htm.

World Grand Prix of Aerobatics

Klaus Schrodt ist derzeit Deutschlands bester Motorkunstflieger. Gemeinsam mit der Weltelite nahmen er und seine Extra 330S am World Grand Prix of Aeronautics teil, der teilweise in Japan und China ausgetragen wurde. Die begeisterten, aber recht undisziplinierten Chinesen stürmten die Runway und machten die Durchführung der Wettbewerbe am Ende außerordentlich schwierig. Dennoch kam Schrodt mit einem guten sechsten Platz nach Hause und vielen Episoden aus dem Reich der Mitte.

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LESERWAHL

Flugzeug des Jahres 2000

Im aerokurier 5/99 (Erstverkaufstag: 28. April) und 6/99 (Erstverkaufstag 26. Mai) bieten wir eine aktuelle Marktschau in den Kategorien Motorflugzeuge, VLA, UL-Flugzeuge, Kitflugzeuge, Motorsegler und Segelflugzeuge. Die Teilnehmer wählen Ihren Favoriten in jeder Kategorie aus, füllen einfach die Postkarte in Heftmitte aus und schicken sie uns bis zum 2. Juli 1999. Unter allen Einsendern verlosen wir Top-Preise im Wert von rund 15000 Mark:

1. Preis: Tutima Fliegerchronograph TLG im Wert von rund 9800 Mark.

Gehäuse und Tastendrücker des Fliegerchronographen TLG sind aus Reintitan gefertigt, die Drehlünette ist aus 18-karätigem Gold. Das kratzfeste Saphirgals ist beidseitig entspiegelt. Wasserdicht bis 20 bar.

2. Preis: Porsche-Mountainbike

Ein Porsche-Mountainbike S im Wert: rund 3490 Mark. Mit Shimano-Schaltung und Magura-Hydraulikbremsen.

3. bis 5. Preis: Je ein PC-Flugsimulator

Die Gewinner des 3. – 5. Preises können wählen zwischen dem nagelneuen PC-Flugsimulator-Programm Flight Unlimited III oder dem Sierra Pro Pilot `99.

6. bis 20. Preis: Je eine Mag-Lite mit Zubehör.

Mitarbeiter der Motor-Presse Stuttgart sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme an der Leserwahl ausgeschlossen. Die Preise sind Sachpreise, eine Barauszahlung des Gegenwerts der Preise ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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REISE

In fünf Tagen ums Mittelmeer

Die erforderliche Soloflugzeit für den Erwerb des ATPL wollten zwei junge Piloten sinnvoll nutzen. Gemeinsam mit einem erfahrenen Fluglehrer flogen sie mit einer Cessna 182 innerhalb von fünf Tagen rund ums Mittelmeer. Ihre Reise führte von Landshut über Gerona, Ibiza, Cagliaria, Tunis, Malta und Mali Linj in Kroatien. Über Siofok am Plattensee flogen sie wieder heim und verbuchten damit 3000 Flugmeilen auf der Habenseite.

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FLYING

Eine ganz besondere Harvard T-6

Dietmar Eger hat eine T6 an den Flugplatz Rottweil geholt. Übliche T-6 kommen mit 550 Sternmotor-PS aus, nicht so die Eger-Maschine. 800 PS entfachen in ihr das richtige Feuer. Bei so viel Dampf ist Vollgas überflüssig. Und noch etwas unterscheidet diese T-6 von anderen: ihre Spannweite ist um anderthalb Meter geringer. 1981 mußte der Tandem-Zweisitzer diese Tuningmaßnahme über sich ergehen lassen. Übrigens: Einer der Vorbesitzer war kein geringerer als der legendäre US-Pilot Chuck Yeager.

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PRAXIS

Training: Recovern aus ungwöhnlichen Fluglagen

Das Szenario ist stets gleich: mieses Wetter, schlechte Sicht, Ablenkung und/oder räumliche Desorientierung. Dies führt schnell dazu, daß die Basisfluginstrumente an den Piloten sehr Divergierendes zurückmelden. Fast keine Fahrt, Nase überm Horizont und dazu noch in einer Schräglage. Oder: Fahrtanzeige fast am roten Strich, Sinkrate extrem hoch und dabei auch noch in einer Kurve. Was tun? aerokurier-Mitarbeiter Thomas Dietrich hat sich mit dem Problem befaßt. Er beschreibt die beiden typischen bedrohlichen Situationen und wie man aus ihnen wieder schadlos herauskommt. Ein nützliches Wieder-Aufpolieren ihrer Fertigkeiten.

Luftraum: So geht’s durch Delta-Lufträume

Über einer Reihe von deutschen Verkehrsflughäfen sind seit 25. März D-Lufträume (nicht Kontrollzonen) eingerichtet. Am Beispiel des Flughafens Münster/Osnabrück wird gezeigt, wie sich die neuen Luftraumstrukturen in der Praxis für den Privatpiloten auswirken.

Navigation: FliteStar macht die Flugplanung leicht

FliteStar, das Flugplanungs-Werkzeug für den Profi, gibt es inzwischen in einer preisgünstigen VFR-Version. Am PC lassen sich die umfangreichen Flugplanungsaufgaben heute bequem per Mausklick erledigen. Mit dem Windows-Programm FliteStar VFR von Jeppesen erfolgt das "Abstecken" der Strecke einfach und intuitiv auf Basis der Jeppesen Navigations-Datenbank Europa. Alle zugehörigen Rechnungen vollzieht das Programm automatisch. Mit einem Beispielflug wird das Programm vorgestellt.

Aktion: Landen zum Nulltarif

Auf ein Neues: "Landen zum Nulltarif" startet ins dritte Jahr. Mit der aerokurier-Aktion landen sie jetzt an vielen Plätzen wieder gratis. Aschaffenburg-Großostheim, Breitscheid und Görlitz eröffnen die LzN-Saison im Mai. Die Coupons, die Ihnen zur kostenlosen Landung auf diesen drei Flugplätzen verhelfen, finden Sie im aktuellen aerokurier.

Wenn auch Sie mit ihrem Flugplatz im Rahmen unserer Aktion präsentieren wollen, melden Sie sich einfach bei der Redaktion aerokurier unter Tel. 0228/9565-222 oder via Fax 0228/9565-246.

Unfall-Analyse: Schalter an falscher Stelle

Beim Absturz seines Experimentalflugzeug Long EZ kam der amerikanische Countrysänger John Denver ums Leben. Unmittelbar nach dem Unfall hatte es Spekulationen über Selbstmordabsichten des Sängers gegeben, der zur Unfallzeit kein gültiges Medical mehr besaß. Die Unfallermittler des NTSB fanden bei ihren umfahgreichen Recherchen heraus, daß ein schlecht erreichbarer und nicht eindeutig regulierbarer Tankwahlschalter für den Absturz ausschlaggebend war.

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ULTRALEICHT

Pilot Report: UFM 11 Lambada

Ihre exzellente Verarbeitung ist das Pfund, mit dem die tschechische Lambada wuchert. Was der Kunststoff-Mitteldecker zu bieten hat, sollte uns das erste deutsche Exemplar noch vor der Zulassung zeigen. Was die positiven Seiten der UFM Lambada sind, und was Anlaß zur Kritik gibt, können sie in unserem ausführlichen Pilot-Report nachlesen.

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SEGELFLUG

Wellensegelflug: Abenteuer in den argentinischen Anden

Klaus Ohlmann hat die argentinischen Anden für den Segelflug entdeckt. Eine erste Expedition hat die Möglichkeiten ausgelotet. 2000 km sind hier in den Wellen drin, sagt der Langstreckenexperte. Aber sie müssen erkämpft werden. Klaus Ohlmann beschreibt den Genuß des Dahinjagens in Höhen von 8000 m, aber auch die Tiefpunkte und den Streß.

Flugbericht: DG-800S

Die S-Klasse von DG-Flugzeugbau gibt’s jetzt in einer speziellen Wettbewerbsversion mit neuen Winglets.

Gekauft werden mußte die DG-800S bisalng als 18-m-Flugzeug, zu dem es die zusätzlichen Flügelrandbögen für 15 m Spannweite gab, so daß sich reine Rennklasse-Wettbewerbspiloten "überflüssige" 3 m Spannweite zulegen mußten. Das ist jetzt anders, jetzt ist die S gleich in der reinen 15-m-Version und damit preisgünstiger verfügbar. Der Preisvorteil beläuft sich auf über 10000 Mark, den pure Rennklassepiloten mit der kleinen DG-800S erzielen können.

WM 1999: In Bayreuth treten 22 Nationen an

Bayreuth ist ausgebucht: Ende März war Meldeschluß für die 26. Segelflug-Weltmeisterschaften. Die Pilotenliste führt jetzt 126 Teilnehmer aus 22 Nationen auf, das Maximum für den Flugplatz Bindlacher-Berg. Die Teilnehmerliste liegt auf der WM-Homepage.

Segelfliegen auf Jamaika: Cool Runnings

Wenn schon eine olympische Bobmannschaft nichts Ungewöhnliches ist für die Karibikinsel Jamaika, warum dann ein Segelflugverein? Hannes Zimmermann hat den ersten Club mit aus der Taufe gehoben.

Im Spielfilm "Cool Runnings" wollen vier farbige Jamaikaner als Mannschaft der Viererbob-Wettbewerbe an Olympischen Winterspielen teilnehmen. So seltsam sich diese Geschichte anhört, sie ist wahr. Wahr ist auch, daß Ende Januar eine Gruppe Westeuropäer nach Jamaika reiste, um auf der Karibikinsel ein nicht weniger kurioses Projekt in Angriff zu nehmen – die Gründung des ersten Segelflugvereins.

Die Majewska: Rekordfliegerin und Oberhexe

Seit 1989 vergibt der internationale Luftsportverband FAI neben der Lilienthal-Medaille jährlich die Pelagia-Majewska-Medaille. Sie erinnert an eine herausragende Pilotin, die den Frauen-Segelflug wesentlich mit geprägt hat. Ein Portrait.

Weitere aktuelle Segelflugmeldungen unter airSport

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Last updated April 25, 1999