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aerokurier 7/1999

Titelseite (36062 Byte) Editorial Aktiv gegen Fluglärm / Reportage Heliboys / Pilot Report Euro-Enaer EE-10 Eaglet  / Magazin IGM ´99: Gute Gebrauchte sind rar, Charter-Tips: US-zugelassene Flugzeuge, Rotax-Motor für Cessna 150, Windrose Air in Berlin-Tempelhof  / Reise Auf halbem Weg nach AmerikaFlying Sun ’n Fun 1999: Lakeland von innen / Praxis Risikofaktor Mensch, Teuflisches Gemisch: Wasser im Sprit,  Unfall-Analyse: Durchstartmanöver unter IFR misslungen, aerokurier-Aktion: Landen zum Nulltarif / Ultraleicht Kappa KP 2U-Sova: Solider Sportler, F-Schlepp mit TL-232 Condor plus  / Segelflug Gesamtrettungssystem in der Erprobung, Neu für die Standard-Klasse: Genesis 2 / Special Segelflug-WM Let’s get together, Segelflugzeuge auf der WM, Luftrennen: Die Regeln, Die Piloten und Organisatoren im Portrait, Kalender, Präpariert: Der Bindlacher Berg, Zuschauen - Nicht mitmischen, Mit dem Flugzeug zur WM, Hinter den Kulissen: LSG Bayreuth und die Helfer, Ausflugsziele Bayreuth und Umgebung, Die Flugzeuge der WM: Klassengesellschaft, Segelflug in Deutschland


EDITORIAL

Aktiv gegen Fluglärm

Der Umgang mit dem Thema Lärm ist die größte gesellschaftliche Herausforderung unserer Zeit. Das gilt besonders aber für die Allgemeine Luftfahrt und den Luftsport.

Lärm ist immer das, was andere machen. Deshalb ist die physikalisch meßbare Größe, der Geräuschpegel, die Grundlage einer sachlichen Diskussion sein sollte, untauglich. Lärm ist weniger ein physikalisches denn ein psychologisches Problem. Aus diesem Grund darf die (Flug-) Lärmproblematik nicht allein technisch angegangen werden, zumal die Flugzeuge heute im Durchschnitt deutlich leiser sind als noch vor Jahren. Die Reduzierung der Schallemissionen von Flugzeugen in vielen Fällen die Grenze des technisch machbaren bereits erreicht. Nur: weiß das der Flugplatz-Anrainer? Eine aktive und dauerhafte Öffentlichkeitsarbeit ist unabdingbar.

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REPORTAGE

Heliboys

Mit Helikoptern werden in Australien die riesiegen Viehherden getrieben. Das sogenannte "Stock Mustering" ist für die erfahrenen Cowboys im Cockpit eine alltägliche Routine. Brian Maginnity hat für uns die Station Victoria River Dawns (VRD) im North Territory besucht. Auf einer Fläche von mehr als 4400 Quadratkilometern sind 13 Helikopter des Musters Robinson R22 im Einsatz.

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PILOT REPORT

Euro-Enaer EE-10 Eaglet

Die Wiege der Eaglet stand bei Enaer in Santiago de Chile – vor gut zwölf Jahren. Zur Zulassung war der zweisitzige Tiefdecker nicht gelangt. Jetzt, mit zahlreichen Änderungen versehen, soll er aber. Die Serienfertigung wird im nordholländischen Den Helder bei Euro-Enaer erfolgen mit Bauteilen, die aus Chile angeliefert werden. Lediglich die Ruder will man in Holland selbst fertigen.

Unser Flug im Prototypen offenbarte, daß noch einiges an Feinarbeiten notwendig ist. Noch trägt das Flugzeug nämlich zu viel Gewicht mit sich herum. Der Tiefdecker wirkte trotz 145 PS beim Startlauf eher müde. Auch die Steigleistung von 600 ft/min fiel nicht gerade berauschend aus. Die Ruderabstimmung hingegen hinterließ bereits einen sehr guten Eindruck. Im Reiseflug erzielten wir bei 75 Prozent Leistung zwischen 120 und 125 kts. Die Sicht aus dem Cockpit ist sehr gut – ein Punkt, der nicht nur für einen Trainer von Wichtigkeit ist. Rund 160 000 Dollar soll die EE-10 Eaglet kosten.

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MAGAZIN

IGM ´99: Gute Gebrauchte sind rar

Der Umzug nach Speyer gibt der IGM einen positiven Impuls. Attraktive Angebote auf dem Gebrauchtmarkt sind jedoch schwer zu finden.

Rund 125 Flugzeuge suchten auf der 35 Internationalen Gebrauchtflugzeugmesse vom 13. bis 16. Mai einen neuen Käufer. Immerhin kamen 4000 Interessierte. Obwohl die IGM damit immer noch weit entfernt von früheren Zahlen ist, zeigten sich die Händler auf der Messe sehr optimistisch: Wenig Masse, dafür aber ein gutes Publikum, war ihr Fazit.

Charter-Tips: US-zugelassene Flugzeuge

So mancher verwirklicht seinen Traum vom Fliegen in den USA. Nach Erwerb der amerikanischen Pilotenlizenz stellt sich für ihn jedoch die Frage nach der Umschreibung. Verzichtet er – aus welchen Gründen auch immer – darauf, darf er in Deutschland nur US-zugelassene Flugzeuge fliegen. Davon gibt es eine ganze Menge und viele von ihnen werden von ihren Eignern verchartert. Nicht bei allen geht alles allerdings mit rechten Dingen zu. Worauf bei der Anmietung N-registrierter Flugzeuge unbedingt zu achten ist, hat Patrick Neelmeier für den aerokurier zusammengetragen.

Rotax-Motor für Cessna 150

Seit Oktober letzten Jahres besitzt die Umrüstung der Cessna 150 auf Rotax-Motor den Segen des Luftfahrt-Bundesamtes. Zu verdanken ist dies dem langen Atem von Dr. Guido Sperl, Chef eines Ingenieurbüros, das auf Struktur-, Dynamik- und Fluidmechanik-Entwicklungsarbeiten spezialisiert ist. Durchgeführt werden dürfen die 56 000 DM teuren Rotax-Umrüstungen exklusiv bei der Firma Fläming Air am Flugplatz Oehna/Zellendorf (Tel. 033742/60330). In Entwicklung ist auch ein Umrüstsatz für den 100 PS starken Rotax 912S3. Mit der Zulassung wird bis Jahresende gerechnet.

Windrose Air in Berlin-Tempelhof

Zu den Unternehmen, die in Berlin nach dem Fall der Mauer in der Executive-Fliegerei Pionierarbeit geleistet haben, gehört die Windrose Air.

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REISE

Auf halbem Weg nach Amerika

Mit einiger fliegerischer Erfahrung, einer guten Vorbereitung und solidem Equipment an Bord ist ein VFR-Flug nach Island kein Abenteuer. Zwei Berliner Piloten haben die Strecke über Schottland und die Faröer-Inseln mit einer Cessna 172 beflogen und dabei viele fliegerische Eindrücke gewonnen.

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FLYING

Sun ’n Fun 1999: Lakeland von innen

Graue Wolken hier, blue sky dort. Und das Flugticket ist kaum teurer als das nach Mallorca. Das ist aber nicht der einzige Grund, jedes Jahr im April nach Florida zum Sun ´n Fun zu entschwinden. Unser Autor Thomas Schüttoff war nicht nur einfach Gast, sondern arbeitete unter der gnadenlosen Sonne in Lakeland als Volunteer im Freiwilligenheer der EAA, ohne das auf dem Mega-Fly-in nichts ginge.

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PRAXIS

Risikofaktor Mensch

Die Technik wird immer besser. d. h. sicherer, der Mensch bleibt wie er ist – ein fehlerbehaftetes Wesen. Dieses Statement ist zwar richtig, aber es übertreibt. Es gibt heute durchaus Methoden und Wege, den "homo volans", den Piloten also, seinen Job im Cockpit sicherer verrichten zu lassen. Die vorhandenen Techniken und Strategien wurden von Airlines und Forschungsinstituten der Luftstreitkräfte entwickelt. Dort ist der Handlungsbedarf am größten. Aber auch Piloten der Allgemeinen Luftfahrt können von diesem Know-how profitieren. Worauf zu achten ist, beschreibt der Airline-Pilot Karl-Heinz Apel.

Teuflisches Gemisch: Wasser im Sprit

Wasser gelangt auf ganz verschiedenen Wegen in die Tanks von Flugzeugen. Undichte Tankdeckel oder Tankstutzen, Kondensationen in nicht randvoll gefüllten Flügeltanks und Wasser, das beim Refueling aus den Erdtanks der Tankstelle mit aufgenommen wurde, zählen zu den gängigen Ursachen. Um Wasser aus dem Treibstoffsystem von Kolbenein- und Zweimots wieder herauszubekommen, stehen mehr oder weniger viele Entwässerungsventile zur Verfügung. So mancher Pilot steht mit diesen allerdings auf Kriegsfuß. Wann wie richtig entwässert wird, beschreibt Thomas Dietrich in seinem Praxis-Beitrag.

aerokurier-Aktion: Landen zum Nulltarif

In der Julirunde unserer Aktion landen Sie gratis in der Lausitz, in Brandenburg und im Frankenland. Welzow, zwischen Berlin und Dresden gelegen, ist diesmal das östlichste Ziel. Etwas weiter im Norden , im Speckgürtel von Berlin, liegt mit Straußberg ein zweiter interessanter Platz, der den Anflug lohnt. Das dritte Ziel, an dem sie mit dem aerokurier-Coupon aus dem aktuellen Heft gratis landen dürfen, ist der Flugplatz Hettstadt bei Würzburg.

Unfall-Analyse: Durchstartmanöver unter IFR misslungen

Der Flug von Essen/Mülheim nach Sylt verlief bis zum Anflug aufWesterland routinemäßig. Vor Ort herrschte jedoch Nebel, dessen Untergrenzen den IFR-Anflug eigentlich nicht zuließen. Dennoch versuchte der IFR-lizenzierte Pilot mit der Piloter PA-46 einen Missed Approach auf die einzige, mit ILS ausgerüstete Piste in Westerland. Die einmotorige Maschine stürzte neben die Piste, Pilot und Copilot kamen dabei ums Leben.

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ULTRALEICHT

Kappa KP 2U-Sova: Solider Sportler

Die erste D-zugelassene Kappa KP 2U-Sova mußte im aerokurier-Test beweisen, was in ihr steckt. Der Tiefdecker in Ganzmetallbauweise ist für die UL-Klasse eine aufwendige Konstruktion. Auf ihrer Habenseite stehen gute Flugeigenschaften. Doch bei einigen Details hapert es noch. Wir haben die Licht- und Schattenseiten des tschechischen Zweisitzers offengelegt.

F-Schlepp mit TL-232 Condor plus

Als erfolgreich bezeichnet Martin Wezel die ersten F-Schlepps mit dem TL-232 Condor plus für die Zulassung. Mit einer LS-4 im Schlepp erreichte das Gespann bei Flügen am Flugplatz Hockenheim laut Wezel ein Steigen von 3,6 m/s bei 110 bis 120 km/h.

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SEGELFLUG

Gesamtrettungssystem in der Erprobung

Glasfaser-Flugzeug-Service Hansjörg Streifeneder hat die ersten erfolgreichen Erprobungsversuche für die Zulassung eines Gesamtrettungssystems für Segelflugzeuge absolviert (siehe auch international express, Seite 14). Hansjörg Streifeneder flog die ersten vier Tests mit seinem modifizierten Discus bis zu einer Geschwindigkeit von 160 km/h selbst. Von den Kräften beim Entfaltungsstoß des 130 m2 großen Schirms zeigte er sich positiv überrascht: "Die Beschleunigungen sind geringer als erwartet."

Neu für die Standard-Klasse: Genesis 2

Mit einem Minimum ein Maximum erreichen, so könnte das Konzept der Genesis 2 beschrieben werden.

Wozu mit einem langen Leitwerksträger und großem Leitwerk schädlichen Widerstand erzeugen, wenn sich beides mit einem momentenarmen Tragflügelprofil unter Erzielung guter Flugeigenschaften vermeiden läßt? Konstrukteur Jim Marske, von dem die Kit-Segelflugzeuge Monarch und Pioneer stammen, und Aerodynamiker John Roncz, der für Burt Rutan für das Unternehmen Nonstop-Weltumrundung den Voyager beflügelt hat, haben in diesem Sinne die Genesis entwickelt. Inzwischen sind in Litauen bereits zehn Flugzeuge "vom Band gelaufen".

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SPECIAL SEGELFLUG-WM

Let’s get together

Die 26. Segelflug-Weltmeisterschaften vom 31. Juli bis 15. August in Bayreuth werden die besten Piloten aller Segelflugnationen zum Vergleich zusammenbringen.

Unter dem Motto "Let’s get together" hat der Deutsche Aero Club versucht, den Besten aller Länder die Teilnahme an der WM möglich zu machen. Absagen aus finanziellen Gründen sollte es nicht geben. Auch sollte niemand durch das Terrain oder mögliche sportliche Nachteile abgeschreckt werden. In einem Förderverein wurde Geld gesammelt, um Teams und Ausrichter unter die Arme zu greifen. Die Wahl des Austragungsortes fiel auf Bayreuth in Oberfranken, der Schönwetterecke Deutschlands.

Segelflugzeuge auf der WM

Das große Starterfeld in Bayreuth mit 124 Segelflugzeugen täuscht Vielfalt vor. Tatsächlich gibt es je Klasse im wesentlichen nur noch zwei Muster.

Wer sich als Besucher der Segelflug-Weltmeisterschaften ein Bild über die Entwicklung im Segelflugzeugbau machen will, für den wird Bayreuth alles andere als ein Mekka. Einziger Lichtblick wäre die Genesis 2 gewesen. Dieses amerikanisch-litauische Kurzrumpfflugzeug für die Standard-Klasse wollte der US-Amerikaner Clem Bowman fliegen. Wenige Wochen vor der WM kam Clem Bowman auf tragische Weise bei einem Unfall ums Leben.

Luftrennen: Die Regeln

Im Segelflug ist vieles anders. Aus dem Blickwinkel anderer Sportarten wirkt Wettbewerbssegelflug sogar schon ein wenig kurios. Gibt es hier doch auch für den Punkte, der die Aufgaben nur zum Teil schafft.

In der Leichtathletik ist es gar nicht vorstellbar, daß ein 10000-m-Läufer, der nach 9,5 km aufgibt, für seine Leistung noch bewertet wird. Im Segelflug ist Vergleichbares an der Tagesordnung. Ist Wettbewerbssegelfliegen also gar kein ernsthafter Sport? Das wohl schon, sogar mit großer Tradition. Die Besonderheiten lassen sich erklären.

Die Piloten und Organisatoren im Portrait

Im Special werden alle 123 Teilnehmer aus 25 Nationen mit Teamchefs im Bild und sportlichen Werdegang vorgestellt. Vorgestellt wird auch die WM-Organisation in Bayreuth.

Kalender

Über die wichtigsten Ereignisse am Platz und das Vortragsprogamm der OSTIV informiert der Event-Kalender.

Präpariert: Der Bindlacher Berg

Für die Segelflug-Weltmeisterschaften ist der Flugplatz Bayreuth, nordöstlich der Stadt auf dem Bindlacher Berg, stark erweitert worden.

Insgesamt vier Grasbahnen und eine Hartbelagpiste stehen jetzt zur Verfügung. In den letzten zwei Jahren hat die Luftsportgemeinschaft Bayreuth dafür viel Arbeit investiert. Im erweiterten Nordteil wurde eine Drainage gelegt, Humus aufgefüllt und das Gelände eingeebnet. Längst deckt den Neuerwerb eine ebene, dichte Grasfläche. In diesem Frühjahr ist noch eine Wasserleitung für die Betankung längs über den Platz gezogen worden. Ein Überblick über den Schauplatz.

Zuschauen - Nicht mitmischen

Die Weltmeisterschaften finden mitten in der Ferienzeit statt, da wird es manchen Segelflieger im Wettbewerbsgebiet reizen, mal ein Stück mit den WM-Piloten mitzufliegen. Den "Spaß" sollte man sich für eine faire und sichere Meisterschaft verkneifen. Und bitte nicht in den Funkverkehr einmischen, das könnte den Piloten extrem schaden. Hilfe von außen ist den Teams nämlich verboten.

Darüber, welche Strecken ausgeschrieben werden, informiert die WM-Homepage jeden Vormittag.

Mit dem Flugzeug zur WM

Einmal bei den Segelflug-Weltmeisterschaften in Bayreuth vorbeizuschauen, ist auch mit dem Flugzeug möglich. In den Spitzenzeiten, während des Starts (um 12 und 13 Uhr lokal) und während der Zielanflüge (gegen 18 Uhr lokal) ist mit Einschränkungen zu rechnen. Dann kann es sein, daß längere Wartezeiten oder eine Ausweichlandung auf einem der Nachbarplätze in Kauf genommen werden müssen.

Den Regionalflughafen Bayreuth umgibt eine Kontrollzone, die allerdings für die Weltmeisterschaft aufgehoben wird, genauer gesagt, täglich während der WM-Flüge (vom Start bis zu den Zielankünften). Da dieser Zeitraum je nach Wetter und Aufgabe variiert, sollten anfliegende Gäste immer von einer aktiven Kontrollzone ausgehen und sich rechtzeitig vor den Einflugpunkten melden. Das ermöglicht dann auch bei WM-Betrieb eine Einordnung.

Hinter den Kulissen: LSG Bayreuth und die Helfer

Vor Ort, auf dem Flugplatz Bindlacher Berg, wird die WM von der Luftsportgemeinschaft Bayreuth organisiert. Das Großereignis prägt das Clubleben seit über zwei Jahren.

Erfahrungen mit großen Wettbewerben hat die LSG Bayreuth seit langem. Vor 25 Jahren (1975) richtete sie erstmals eine Deutsche Meisterschaft aus. Flugplatz, Wettbewerbsgebiet und Wetter hatten damals Nationalmannschaftssprecher Diether Memmert zu dem Statement hingerissen: "Auf dem Bindlacher Berg könnte man eine Weltmeisterschaft ausrichten."

Ausflugsziele Bayreuth und Umgebung

Eröffnet werden die Segelflug-Weltmeisterschaften am 31. Juli mitten in der Stadt Bayreuth. Zuvor hat Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz die Teilnehmer im Rathaus zu Gast.

Mit seinem historischen Stadtkern bildet Bayreuth eine schöne Kulisse für den WM-Auftakt. Die repräsentativen Bauten und Anlagen entstanden haupsächlich Mitte des 18. Jahrhunderts: das markgräfliche Opernhaus, das wohl schönste erhaltene Barocktheater Europas, die Eremitage, das Neue Schloß, die Friedrichstraße und der Hofgarten.

Die Flugzeuge der WM: Klassengesellschaft

Die Flugzeuge der Weltmeisterschaften in Bayreuth sind in drei Klassen eingeteilt, die verschiedene Tagesaufgaben erhalten und in der Wertung völlig getrennt voneinander behandelt werden. In jeder Klasse wird ein Weltmeister ermittelt.

Segelflug in Deutschland

Die Wiege des Segelflugs steht nicht weit vom Austragungsort der 26. Segelflug-Weltmeisterschaften enfernt: auf der Wasserkuppe in der Rhön. Hier fand 1937 auch die erste Segelflug-WM statt. Heini Dittmar gewann den Titel.

Die Entwicklungsgeschichte des Segelflugs, die in den 20er und 30er Jahren ganz wesentlich in Deutschland geprägt wurde, erklärt auch, daß heute die größte Zahl an Segelfliegern einer Nation in Deutschland zu finden ist. Rund 36000 Mitglieder des Deutschen Aero Clubs sind als Segelflieger registriert, das macht fast ein Drittel des Weltsegelflugs aus.

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Last updated June 26, 1999