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Editiorial Zukunft gestalten / Reportage Operation Airlift: Die größte zivile Luftbrücke aller Zeiten / Pilot Report Mooneys neues Einstiegsmodell: Eagle M20S /aerokurier Leserwahl Flugzeug 2000 / Magazin Luftraum F in Siegerland, Von der Primitiv- zur Silberkrähe, Stunden sammeln in Malaga, OUV Sommertreffen ’99, 10. Hubschrauber-WM in Nördlingen / Reise Mission TimbuktuFlying Oldtimer-Treffen der Superlative auf der Hahnweide / Praxis Höhenruderausfall, Gedränge in der Platzrunde - was tun?, Unfall-Analyse: Cessna und Beech auf Kollisionskurs / Ultraleicht Pilot Report: Fascination, Neuer UL-Fragenkatalog auf CD-ROM, UL-Fliegertag des DAeC / Segelflug Weltmeisterschaften: Titel für Holger Karow, WM Statistik, Pilot Report: Genesis 2, DG-505MB erhält die Musterzulassung, Kunstflug-WM: Bohlig wird Vizeweltmeister


EDITORIAL

Zukunft gestalten

Sichtflugvignette, Avgasbesteuerung und EMV-Gebühr: Zur Zeit gibt es viele Themen, die Piloten die Zornesröte in das Gesicht treiben. Dass manchem dabei die Lust am Fliegen vergeht, ist verständlich.

Man darf aber nicht vergessen, dass es eine Menge positiver Faktoren in der Luftfahrt gibt. Der Gesamtbestand an Luftfahrzeugen in Deutschland ist so hoch wie nie zuvor. Die Zahl der Zuschauer, die zu Flugtagen gehen und sich von der Luftfahrt begeistern lassen, ist so hoch wie in den fünfziger Jahren. Die Reaktion der Allgemeinen Luftfahrt auf die Vignette können wir ebenfalls als Positivum verbuchen. Nie zuvor arbeiteten die Luftfahrtverbände so eng zusammen wie bei dem gemeinsamen Ziel der Beseitigung der Vignettenpläne. Nie zuvor wurden viele der sonst so trägen Flieger zusammen so aktiv.

Es lohnt sich zu kämpfen. Fliegen ist faszinierend, egal, ob man als Pilot in einem Geschäftsreisejet, einem UL oder in einem Segelflugzeug sitzt. Und das Fliegen ist nützlich. Egal, ob man als Urlauber in einem Airliner auf die Balearen jettet oder ob man als Geschäftsreisender nach Amerika reist oder mit einer Ein- oder Zweimot unterwegs ist. Aber Zukunft passiert nicht, sie wird gemacht. Von uns allen. Packen wir es gemeinsam an.

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REPORTAGE

Operation Airlift: Die größte zivile Luftbrücke aller Zeiten

275 Citations auf einem Flugplatz hat selbst Cessna noch nicht gesehen. Die Jets kamen nach Raleigh/Durham, um behinderte Sportler nach Hause zu fliegen. Am 5. Juli zwischen 7.00 Uhr und 21.00 Uhr landeten und starteten sie auf dem Flughafen in North Carolina. Das sind rund 20 Flugzeuge pro Stunde, zusätzlich zum normalen Linienverkehr. Es galt, eine gute Sache zu unterstützen, die Special Olympics World Games, die vom 26. Juni bis zum 4. Juli stattfanden. 7000 Sportler aus 161 Nationen hatten daran teilgenommen. Die amerikanischen Athleten wurden zum großen Teil mit Business Jets eingeflogen, die von ihren Eignern gratis zur Verfügung gestellt wurden.

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PILOT REPORT

Mooneys neues Einstiegsmodell: Eagle M20S

Mooney steht seit einiger Zeit unter neuer Führung. Die Phase, in der das Unternehmen wirtschaftlich torkelte, scheint nunmehr vorbei zu sein. Inzwischen wurde das Händlernetz neu strukturiert und auch die schnelle Versorgung mit Ersatzteilen ist fortan nicht mehr in Frage gestellt. Die aktuelle Produktpalette umfaßt drei Modelle. Neu ist neben der bekannten Bravo und Ovation die Eagle M20S. Sie fungiert künftig als Einstiegsmodell. Mit 319 000 Dollar ziert sie der niedrigste Preis. Technisch betrachtet stellt die Eagle nichts anderes dar als eine Ovation mit weniger teurer Avionik, mit kleineren Tanks, Flügeln ohne Luftbremsen und einem gedrosselten Conti-Motor IO-550, der nicht 280 PS, sondern 235 PS bereitstellt. Trotzdem bietet die Eagle Flugleistungen, die sich sehen lassen können. Die maximale Reisegeschwindigkeit in 8000 ft liegt über 170 Knoten. Als bestes Steigen stellen sich 1050 ft/min ein, als Steiggradient werden 633 ft pro nautische Meile geboten. Bis zu 1200 NM weit kann die M20S fliegen. Wie alle Mooneys beeindruckt auch die Eagle durch eine solide Bauausführung. Im Cockpit findet sich nüchterne Sachlichkeit gepaart mit guter Ergonomie. Die vielfältig verstellbaren Sitze – Leder zählt zur Standardausstattung – lassen kaum Wünsche offen.

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aerokurier LESERWAHL

Flugzeug 2000

Im Mai- und Juni-Heft forderten wir die Leser zur Wahl des Flugzeugs 2000 auf. Nun lüften wir das Geheimnis und stellen die Ergebnisse vor.

Genau 4365 Leser haben die Chance genutzt, in sechs Kategorien zu bestimmen, welches Muster das Prädikat "Flugzeug 2000" tragen darf. Die Teilnahme hat sich gelohnt, immerhin standen Preise im Wert von rund 15000 Mark zur Verlosung

Motorflugzeuge: Zur Wahl standen 25 Muster.
Platz 1: Cirrus SR20, Platz 2: Extra 400, Platz 3: Diamond DA40-180

VLA-Fugzeuge: Zur Wahl standen vier Muster.
Platz 1:Diamond DA20 Katana, Platz 2: Tecnam P92-J, Platz 3: Zenair Zenith CH2000

Ultraleichtflugzeuge: Zur Wahl standen 22 Muster.
Platz 1: D4 Fascination, Platz 2: DynAéro MCR 01, Platz 3: B & F FK 12 Comet

Kitflugzeuge: Zur Wahl standen zehn Muster.
Platz 1: Lancair 320/360, Platz 2: DynAéro MCR 01, Platz 3: Stoddard Hamilton Glasair III

Motorsegler: Zur Wahl standen sieben Muster.
Platz 1: Super Dimona HK-63 TTS, Platz 2: Stemme S-10VT, Platz 3: Scheibe SF-25C Rotax

Segelflugzeuge: Zur Wahl standen 28 Muster.
Platz 1: Schempp-Hirth Duo Discus, Platz 2: Schleicher ASH 25M, Platz 3: Schleicher ASW 27

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MAGAZIN

Luftraum F in Siegerland

Der Flugplatz Siegerland nimmt in diesem Monat sein ILS in Betrieb. Um den IFR-Verkehr sicher abwickeln zu können, wurde ein Luftraum F eingerichtet.

Südöstlich von Siegerland ist der Flugplatz Breitscheid (EDGB), der von der Installation des ILS betroffen ist, führt doch der Gleitpfad des ILS über die Platzrunde von Breitscheid. Außerdem liegt EDGB im neu eingerichteten Luftraum F. Foxtrott wird aktiviert, wenn der anfliegende IFR-Verkehr das Final Approach Fix erreicht hat und nach der Landung deaktiviert. Die Aktivierung von F wird über Funk bekanntgegeben. Ist der Luftraum F nicht aktiv – und das dürfte überwiegend der Fall sein – ist Breitscheid völlig normal und ohne Einschränkungen anfliegbar. Angst vor dem blauen Fleck auf der ICAO-Karte braucht kein VFR-Pilot zu haben.

Von der Primitiv- zur Silberkrähe

Sie gehört zum Urgestein der deutschen Selbstbauerszene. Sie gab es schon, als die Oskar-Ursinus-Vereinigung noch nicht gegründet war. Jetzt, 40 Jahre nach ihrem ersten Aufriß bei der Flugwissenschaftlichen Vereinigung Aachen, ist sie wirklich fertiggestellt: die FVA 18/3 "Silberkrähe". Ihr Besitzer Joachim Mahrholdt erzählt die Geschichte dieses Ur-Ultraleichts im aktuellen aerokurier.

Stunden sammeln in Malaga

Wer zum Stundensammeln nicht über den großen Teich jetten möchte, der ist in Malaga, an der Costa del Sol, sicherlich gut aufgehoben. Der Aeroclub Bahia de Malaga steht weitestgehend unter deutscher Leitung und bietet deutschen Piloten die Möglichkeit, während des Urlaubs kurzzeitig Mitglied zu werden. Die Maschinen des Clubs dürfen mit deutscher Lizenz geflogen werden. Zudem erhält der Pilot auf Wunsch kostenlos einen spanisch sprechenden Copiloten, der sowohl in fliegerischer wie auch in touristischer Hinsicht viele wertvolle Tipps geben kann.

OUV Sommertreffen ’99

In diesem Jahr trafen sich Deutschlands Kitflugzeugbauer am Flugplatz Speyer zu ihrem jährlich stattfindenden Fly-in. Das gute Wetter am ersten Septemberwochenende hätte eigentlich Top-Besucherzahlen erwarten lassen, doch tatsächlich gab es rund 20 Prozent weniger Teilnehmer. Der Grund: andere attraktive Flugveranstaltungen, darunter das beliebte Oldtimer-Treffen auf der Hahnweide. Dennoch: 120 Kitflugzeuge haben sich eingefunden, darunter 60, die von ihren Eignern selbst gebaut worden sind. Unter ihnen Dr. Hans Peter Gebel aus Frankfurt. Seit sieben Jahren baut der Diplom-Ingenieur an einem Exec-90-Hubschrauber. Inzwischen liegt das zweite Gutachten vor und die Flugerprobung befindet sich im fortgeschrittenen Stadium. Anfang 2000 könnte die endgültige Experimentalzulassung des LBA vorliegen. Dr. Gebel wäre dann der erste Do-it-Yourselfer, dem es gelungen ist, einen Exec 90 durch das hürdenreiche Bauprüfungs- und Erprobungsprogramm zu dirigieren.

So mancher Selbstbauer begnügt sich nicht bloß damit, die in Kisten angelieferten Bauteile in ein flugfähiges Objekt zu verwandeln. Sie wollen ihrem Flugzeug die eigene Handschrift mit auf den Weg geben. Horst Breit und Günter Schick zählen dazu. Die beiden haben eine HB-207 Alfa, die im April ihren Erstflug absolviert hat, bereits in 50 Punkten gegenüber dem Original abgeändert. Damit noch nicht genug: ein Autopilot, eine Einspritzanlage und eine Backup-Batterie stehen noch auf dem Plan.

Einen anderen Weg wählte Hans Herbert Weiß aus Neunkirchen. Er kaufte in den USA einen echten Gewinner, eine Glasair III. Das High-Performance-Flugzeug hat vor zwei Jahren in Oshkosh einen Silberpokal für gute Bauausführung gewonnen. Sieben Jahre Bauzeit hat der eigentliche Erbauer, ein Amerikaner, investiert. Weder Kosten noch Zeit scheint er dabei gescheut zu haben. Davon profitiert jetzt Hans Herbert Weiß. 250 Stunden war er bislang in seinem Juwel unterwegs – und die Liebe ist noch genauso intensiv wie am ersten Tag.

10. Hubschrauber-WM in Nördlingen

Mit Siegen in der Einzelwertung sowie in der Mannschaft waren die russischen Hubschrauberteams die herausragenden Sportler bei der 10. Hubschrauber-Weltmeisterschaft, die im August in Nördlingen ausgetragen wurde. 51 Teams aus elf Nationen hatten sich beteiligt und den mehr als 40000 Zuschauern über vier Tage lang fliegerische Leistungen auf hohem Niveau gezeigt. Erfreulich aus deutscher Sicht: Heinz Schäfer und Peter Schmidt belegten auf einer Schweizer 300 gleich nach den Russen Rang vier in der Einzelwertung. In der Mannschaftswertung kam Deutschland hinter Russland und Österreich auf den dritten Platz.

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REISE

Mission Timbuktu

1931 flog die deutsche Elly Beinhorn allein mit einer Klemm von Berlin in die Westsahara. Ihr Ziel war die damals als mystische geltende Stadt Timbuktu. Aufzeichnungen und Schilderungen der Pilotin nahmen Karl-Heinz Maxwitat (aus Berlin) und Dr. Franz Stadtbäumer (München) auf. Sie wollten die historische Strecke nachfliegen und dabei viele Fotos von einer faszinierenden Wüstenlandschaft machen. Dass ihnen dabei beinahe Elly Beinhorns Schicksal widerfahren wäre, ist sicher ein reiner Zufall. Zwischen Mopti und Timbuktu hatte der Motor der Klemm versagt, bei der Notlandung ging das Flugzeug zu Bruch. Elly Beinhorn galt mehrere Tage als verschollen.

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FLYING

Oldtimer-Treffen der Superlative auf der Hahnweide

Klasse und Masse stimmten am ersten September-Wochenende beim 10. Oldtimer-Treffen auf der Hahnweide. Freunde historischen Fluggeräts erlebten eine Hammer-Weide. Als Publikumslieblinge der Jubiläumsveranstaltung erwiesen sich wieder einmal die Junkers JU 52 der Schweizer JU-AIR, die gleich mit ihren drei Dreimots aus Dübendorf gekommen war.

Auch die Freunde von großen Warbirds kamen nicht zu kurz. Klaus Lässing hatte es geschafft, aus Duxford eine Curtiss P-40, eine P-51, eine in Spanien gebaute Messerschmitt Bf 109 sowie eine Spitfire auf die Hahnweide zu locken.

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PRAXIS

Höhenruderausfall

aerokurier-Mitarbeiter Karl-Heinz Apel beschreibt, was zu tun ist, wenn während eines Fluges der Zug am Stick oder Steuerhorn ins Leere führt, weil das Höhenruder ausgefallen ist. Glücklicherweise tritt diese Situation nur extrem selten auf. Erlebt man aber das schier Unglaubliche, dann ist für Experimentieren keine Zeit mehr. Vielmehr muß der Pilot sehr genau wissen, welche Handlungsoptionen ihm noch zur Verfügung stehen. Wie sich die Trimmung, die Motorleistung, das Fahrwerk und die Landeklappen zur Veränderung des Anstellwinkels einsetzen lassen, beschreibt dieser Praxisbeitrag.

Gedränge in der Platzrunde - was tun?

Nirgendwo ist der Sichtflugpilot so gefordert wie in der Platzrunde. Zum einen verlangt sein Flugzeug erhöhte Aufmerksamkeit, zum anderen gilt es, den Luftraum sorgfältig im Blickfeld zu behalten. Befinden sich viele Flugzeuge in der Platzrunde und haben diese noch unterschiedliche Anfluggeschwindigkeiten, kann’s schnell drunter und drüber gehen. Was ist zu tun, wenn der Vordermann zu langsam fliegt? Wie ordnet man sich richtig ein, wenn die Platzrunde aus unüblicher Richtung angeflogen wird. Was wann wo und wie zu tun ist, beschreibt Karl-Heinz Apel in einem ausführlichen Beitrag.

Unfall-Analyse: Cessna und Beech auf Kollisionskurs

Eine Cessna und eine Beech kollidierten frontal über dem Michigan See, in unmittelbarer Nähe von Meigs Airport, dem Flughafen für die Allgemeine Luftfahrt in Chikago (er liegt auf einer Halbinsel). Während die Cessna von Norden nach Süden entlang des Seeufers flog, befand sich die Beech genau auf Nordkurs zur Landung auf der Piste 36. Obwohl von der Towerlotsin auf Meigs Airport dazu aufgefordert, meldete die Cessna-Pilotin ihre Querab-Position zur Landebahn nicht. Die Aufmerksamkeit der Kontrollerin galt derweil einem dritten Flugzeug, das mit Fahrwerksproblemen im Südosten des Platzes kreiste.

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ULTRALEICHT

Pilot Report: Fascination

Wolfgang Dallach hat wieder zugeschlagen. Die neue Kunststoff-Fascination fliegt. Die Manier, in der sie das tut, ist in der UL-Klasse wohl einmalig. Wir haben den Prototyp geflogen, und uns beeindruckte nicht nur das große Geschwindigkeitspotential des Tiefdeckers. Gegenüber der Ur-Version besticht die neue Fasciantion auch durch ihre ausgewogenen Flugeigenschaften und viele Verbesserungen im Detail, die nicht zuletzt durch die moderne Kunststoffbauweise möglich wurden.

Neuer UL-Fragenkatalog auf CD-ROM

Backnang: Eine bequeme Lernhilfe für angehende UL-Piloten bietet jetzt der DULV an: den neuen, mit dem DAeC erarbeiteten Fragenkatalog als CD-ROM. Die empfehlenswerte CD-ROM kostet 74 Mark.

UL-Fliegertag des DAeC

Braunschweig: Den UL-Fliegertag 1999 veranstaltet der DAeC am 13./14. November am Flugplatz Bad Sobernheim. Übernachtungsmöglichkeiten vermittelt der Luftsportverband Rheinland-Pfalz unter Tel. 06751/2308.

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SEGELFLUG

Weltmeisterschaften: Titel für Holger Karow

Es gibt wieder einen deutschen Weltmeister: Mit überragenden und dazu stetigen Leistungen hat Linienpilot Holger Karow – ganz Profi – bei den 26. Segelflug-Weltmeisterschaften in der Offenen Klasse Gold erflogen. Ein Auf und Ab gab’s dagegen auf den ersten Plätzen der anderen Klassen. In der Standard-Klasse erneuerte der Weltmeister von 1997 Jean-Marc Caillard, Frankreich, seinen Titel. Giorgio Galetto (42), vor zwei Jahren bei der WM in St. Auban Dritter, flog in der Rennklasse zum Titel.

Insgesamt gab es in Bayreuth zwei Medaillen für Deutschland. Die zweite holte Bruno Gantenbrink (50). Hinter dem sehr beständig fliegenden Jan Walter Andersen aus Dänemark belegte der Weltmeister und zweifache Europameister von 1989 Platz drei der Offenen Klasse. (Ergebnisse siehe WM-Homepage)

WM Statistik

Durchschnittlich 402 km flog die Standard-Klasse an den sieben Wertungstagen. Die höchste Schnittgeschwindigkeit seiner Klasse erzielte Laurent Aboulin (Discus 2b) am 3. August, als er mit 135,8 km/h über ein 422-km-Vieleck jagte.

Die Rennklasse flog Aufgaben zwischen 240 km und 572 km, im Schnitt waren die Strecken 414,5 km lang. Der Amerikaner Bill Bartell erzielte am zweiten Wettbewerbstag den höchsten Schnitt mit 138 km/h über ein 566,3-km Vieleck.

In der Offenen Klasse flog der Däne Jan Andersen mit 731,2 km beim Cats Cradle am zweiten Wertungstag die längste Strecke. Im Schnitt wurden 483 km geflogen. Schnellster war Weltmeister Holger Karow, der am ersten Tag das 635,6-km-Vieleck mit sagenhaften 152,3 km/h umrundete.

Pilot Report: Genesis 2

Ungewöhnlich, aber mit sehr guten Manieren: Die Genesis 2 fliegt erstaunlich normal. Das ist die wohl überraschendste Erfahrung mit dem neuen Standard-Klasse-Flugzeug der amerikanischen Genesis Group, das in Litauen gefertigt wird und so ganz und gar nicht normal aussieht.

DG-505MB erhält die Musterzulassung

Bruchsal: Das LBA hat kürzlich die Musterzulassung für die DG-505MB erteilt. DG Flugzeugbau liefert den Doppelsitzer mit Klapptriebwerk wahlweise mit 22 Meter Spannweite oder mit dem 20-Meter-Flügel der DG-505/20 ELAN mit Winglets.

Kunstflug-WM: Bohlig wird Vizeweltmeister

Niederöblarn: Mit einem tollen Erfolg beendete das deutsche Team die Segelkunstflug-WM vom 19. bis 28. August im österreichischen Niederöblarn. Der Biberacher Henry Bohlig holte sich in der Gesamtwertung den zweiten Platz. Und Silber gab es auch für das siebenköpfige deutsche Team, hinter Polen und vor Rußland. Den Titel erflog sich der vielfache Welt- und Europameister Jerzy Makula, mit Krzystof Brzakalik lag ein weiterer Pole auf Rang drei.

Insgesamt starteten bei dieser neunten WM 54 Piloten und zwei Pilotinnen aus zwölf Nationen. Erstmals konnten die deutschen Segelkunstflieger mit den seit Jahrzehnten dominierenden Mittel- und Osteuropäern mithalten. Durch die guten Platzierungen von Helmut Lindner (5.) und Detlev Eilers (10.) lagen gleich drei Deutsche unter den ersten zehn. Eilers und der Leverkusener Michael Rottland hatten gleich zum Auftakt der WM auf sich aufmerksam gemacht, als sie in der Bekannten Pflicht Silber und Bronze erflogen.

Ergebnis: Segelkunstflug-WM ´99

Pl. Pilot Flugzeug Nat.
1 J. Makula Fox PL
2 H. Bohlig Swift D
3 K. Brzakalik Swift PL
5 H. Lindner Swift D
10 D. Eilers Swift D
18 E. Schaal Fox D
20 M. Rottland Swift D
29 M. Goest LO 100 D
31 B. Simmes Cirrus K D

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Last updated September 24, 1999