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aerokurier 9/1998
Titel aerokurier (34546 Byte)Editorial Sind Sie vorbereitet auf 2000? / Pilot Report APM-20 Lionceau: Stille Wass(m)er sind tief / Magazin RSA-Treffen ’98: An Neuigkeiten kein Mangel, Konfederate Klassiks baut Wracks um /  Reise Rekordflug mit einer Lancair 320 nach Mallorca / Flying AirVenture 1998: Good Morning, Oshkosh! / Praxis Tips für Nacht- (flug-) schwärmer, Umsteigen auf Turboprop, Unfall-Analyse, aerokurier-Aktion: Landen zum Nulltarif / Ultraleicht Pretty Flight: Rumäniendeutsche aus Oberbayern, F-Schlepp zum Windenstartpreis? / Segelflug Weltrekord: Von Serres bis Spittal und zurück, Stemme S10-VT: Mit Turbo-Power in Serie gestemmt, Europameisterschaft der Clubklasse, Hotzenwald-Wettbewerb, Mehr erleben, mehr Punkte, Russische Meisterschaften in Oriol, 28. Porta-Cup, Wettbewerbs-Segelflug als Schulsport / Helicopter Special Mit dem TV-Chopper auf Nachrichtenjagd, Hubschrauber der neuen Generation, Kit-Hubschrauber, Branchenspiegel


EDITORIAL

Sind Sie vorbereitet auf 2000?

Zwei Buchstaben und eine Zahl treiben den Programmierern weltweit Schweißtropfen auf die Stirn: Y2K. Sie sind eine Abkürzung für die englische Bezeichnung Year 2000, den Jahrtausendwechsel, der sich in 16 Monaten vollziehen wird. Alte PCs, das heißt alle elektronischen Geräte mit älteren Microchips stellen ihre innere Uhr am 1.1.2000 um 100 Jahre zurück auf den 1.1.1900.

Bei der Deutschen Flugsicherung DFS, die sich bereits seit 1996 mit dieser Problematik beschäftigt, rechnet man mit Gesamtkosten von bis zu 40 Millionen Mark für die Behebung des Problems. Die DFS schreibt in einer Mitteilung, sie räume diesem Problem höchste Priorität ein.

Aber auch Avionik ist betroffen. Wenn Sie nur den leisesten Zweifel haben, ob Ihre Avionik (oder ihr privater Computer) mit dem Jahr 2000 zurechtkommt, lassen Sie sich vom Hersteller schriftlich bestätigen, daß es keine Probleme geben wird.

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PILOT REPORT

APM-20 Lionceau: Stille Wass(m)er sind tief

Dort, wo einst Wassmer-Flugzeuge entstanden, am Flugplatz Issoire Le Broc, südlich von Clermont-Ferrand, wartet derzeit ein VLA-Leichtflugzeug auf seine Zulassung durch die JAA. Entwickelt wurde der Zweisitzer namens APM-20 Lionceau von Philippe Moniot. Bevor dieser sich selbständig gemacht hatte, stand er bei Wassmer als Ingenieur in Lohn und Brot.

Die Struktur der Lionceau verwendet – wie könnte es heutzutage anders sein – ausschließlich Composite. Als Standardantrieb kommt, auch dies überrascht kaum, ein Rotax 912 mit 80 PS zum Einsatz. Das Flugzeug verzichtet auf Flügeltanks, statt dessen gibt es einen Zentraltank mit unterschiedlichem Volumen. Die Kabine des Tiefdeckers bietet reichlich Platz. Die Cockpithaube im Stile der Piaggio P.149 ermöglicht rundherum gute Sicht.

Die Flugleistungen und Handlungeigenschaften der APM-20 dürfen als zufriedenstellend beurteilt werden. Das Flugzeug bietet sich zum Reisen an – was sich nicht von allen VLAs sagen läßt. Zirka 210 000 Mark soll die Lionceau einmal kosten. Preislich bewegt sie sich damit auf Katana-Niveau. Noch aber wird sie nicht gebaut. Philippe Moniot will erst die Zulassung in den Händen halten. Dann soll – auf kleiner Flamme – die Serienfertigung anlaufen. Der Grund: Die kompletten bisherigen Entwicklungskosten wurden von ihm selbst finanziert. Da heißt es vorsichtig sein.

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MAGAZIN

RSA-Treffen ’98: An Neuigkeiten kein Mangel

Wer Neuigkeiten suchte, konnte auf dem 51. Treffen der französischen Experimentalfliegervereinigung RSA in Epinal-Mirecourt voll auf seine Kosten kommen. Über 850 Flugzeuge aus vielen europäischen Ländern hatten sich eingefunden, darunter aus der überaus aktiven französischen Kitszene eine stattliche Zahl an Novitäten.

Eye-Catcher der RSA-Jahresveranstaltung war die Caudron JN760-C1.01 "Cyclone" von Claude Noan. Es handelt sich dabei um den Nachbau eines leichten Jagdflugzeuges im Originalmaßstab, unter der langen Cowling ein Zwölf-Zylindermotor von Renault/Snecma mit satten 650 PS.

Konfederate Klassiks baut Wracks um

Der letzte Flug endete im Kino. Was sich anhört wie der Titel eines zweitklassigen Katastrophenfilms aus den achtziger Jahren ist in Wirklichkeit eine spannende Geschichte über die Dekoration eines außergewöhnlichen Kinos.

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REISE

Rekordflug mit einer Lancair 320 nach Mallorca

In der Rekordzeit von nur vier Stunden und neun Minuten flogen Albert Zech und Johannes Helmerich mit dem Kitflugzeug Lancair 320 nonstop von Manching nach Mallorca. Den Verlauf des Mittelmeer-Kurztrips schildert Albert Zech.

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FLYING

AirVenture 1998: Good Morning, Oshkosh!

Es gibt keinen zweiten Platz wie diesen. Zum 46. Mal rief die Experimental Aircraft Association, und wieder frönten vom 29. Juli bis 4. August auf dem Wittman Regional Airport fast eine Million Luftfahrtenthusiasten ihrer Leidenschaft. Auch wenn Sie nicht selbst hinreisen konnten: Unser Bericht läßt Sie dabeisein bei der verrücktesten Airshow des Jahres.

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PRAXIS

Tips für Nacht- (flug-) schwärmer

VFR haben sie schon fast alles erlebt? Nur Nachtflug fehlt ihnen noch? Wir sagen Ihnen, welche Grundlagen Sie für diese faszinierende Art des Fliegens beherzigen sollten. Wer in dieser Zeit fliegen will, braucht eine CVFR- und Nachtflugberechtigung.

Nicht, was Sie bei einem derartigen Lehrgang ins Kurzzeitgedächtnis pauken, sondern wie man sich in der Praxis durch manchen Kniff das Nacht- (flug- ) leben leichter machen kann, rollen wir auf. Das ist nicht nur interessant für die echten Nachtflieger, sondern auch für die, die in der halben Stunde nach SS oder vor SR fliegen wollen. Das darf jeder VFRler, trifft in dieser Zeit, besonders bei bewölktem Himmel aber schon nachtflugähnliche Bedingungen an.

Umsteigen auf Turboprop

Wen imponieren Turbopropflugzeuge nicht. In diesem Praxisbeitrag werden die Unterschiede von starrem Konzept, bei dem Turbinenwelle mitsamt allen Verdichtern über ein Getriebe fest mit dem Propeller verbunden ist, und der freilaufenden Turbine erklärt. Anlaßvorgang, Steig- und Sinkflugverfahren werden vorgestellt.

Unfall-Analyse

Wegen einer starken Wetterverschlechterung wollte der Pilot einer DR 400, von Rügen kommend, auf dem Flugplatz Rostock/Laage zwischenlanden. Der Platz ist von einer Kontrollzone umbgeben; er wird militärisch wie zivil genutzt. Nach der ersten Kontaktaufnahme flog die DR 400 ohne Genehmigung in die Kontrollzone ein. Da sich zum gleichen Zeitpunkt MiG-Kampfflugzeuge der Bundeswehr im Anflug befanden, forderte der Lotse den Piloten auf, die Kontrollzone sofort zu verlassen. Er wollte eine Kollision mit den Jets vermeiden. Der Radarlotse übernahm dann die weitere Führung des Privatflugzeugs. Das Radar vectoring wurde jedoch vom Piloten nur bedingt eingehalten, die Kurse mußten immer wieder korrigiert werden. Ein Augenzeuge sah wenig später, wie das Flugzeug einen Kreis flog, in den Wolken verschwand, und wenig später mit großer Bahnneigung wieder herauskam. Es durchtrennte eine Stromleitung und prallte auf dem Boden auf. Pilot und Passagier wurden getötet.

aerokurier Aktion: Landen zum Nulltarif

Die Nordsee, die Donau und Deutschlands besterforschter Meteoritenkrater: In der Septemberrunde von "Landen zum Nulltarif" locken wieder tolle Ziele.

Diesmal geht es nach Büsum, Nördlingen und Neuburg-Egweil. Mit dem aerokurier-Coupon, den Sie im Heft finden, können Sie an diesen drei Plätzen kostenlos landen.

Wenn sich auch Ihr Flugplatz an der aerokurier-Aktion "Landen zum Nulltarif" beteiligen und sich einem breiten Publikum vorstellen möchte, melden Sie sich in der Redaktion bei Heiko Müller unter Tel. 0228/9565-129 oder-222 oder per E-Mail.

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ULTRALEICHT

Pretty Flight: Rumäniendeutsche aus Oberbayern

In Deutschland entwickelt, in Rumänien gebaut: Knapp 18 Monate nach dem Erstflug des Prototypen ist jetzt die Serienfertigung der Pretty Flight angelaufen. Exklusiv hat der aerokurier das erste Serienexemplar gleich nach der Ankunft in Deutschland geflogen. InSachen Flugeigenschaften konnte die Pretty Flight überzeugen. Allerdings zeigte der Ganzmetall-Schulterdecker noch kein überzeugendes Finsh. Das soll sich jedoch bei den nächsten zur Auslieferung stehenden Flugzeugen ändern. Gelingt das, ist die Pretty Flight ein neues, interessantes Angebot.

F-Schlepp zum Windenstartpreis?

Nach den Motorseglern sollen jetzt ULs im Segelflugzeugschlepp eingesetzt werden. Derzeit laufen unter anderem Versuche mit einer Rans S-7.

Das Flugzeug, leicht modifiziert und mit einer Tost-Kupplung ausgrüstet, hat sich bisher gut im Schleppbetrieb bewährt. Allerdings dürfen derzeit nur Flugzeuge bis 350 kg MTOW geschleppt werden. Technisch ist weit mehr drin. Welche Vorteile der der F-Schlepp mit einem UL bringt und wo die Grenzen liegen, lesen Sie im aktuellen Heft.

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SEGELFLUG

Weltrekord: Von Serres bis Spittal und zurück

Südalpen travers:Nach den Tausendern im Viererpack, dem spektakulären 1420-km-Flug und Zielrückkehrrekord über 1240 km hat Klaus Ohlmann einen weiteren Paukenschlag gelandet. Am 8. Juli vollendete er in der 15-m-Klasse einen freien Zielrückkehrflug über 1306 km.

Die 1306-km-Strecke gelang Klaus Ohlmann am 8. Juli mit einem Ventus c mit 15 m Spannweite vom Flugplatz Serres La Batie Montsaléon zu einem fast schon historischen Termin: Fast auf den Tag genau zwei Jahre zuvor, am 9. Juli 1996, hatte er von Serres, dem Sitz seines Segelflugunternehmens Quo Vadis International in den französischen Seealpen aus mit einem Nimbus 3D einen 1420-km-Zielrückkehrflug bis in die Nähe von Klagenfurt (aerokurier 12/96) vollenden können. Mit seinem jüngsten Flug setzt Klaus Ohlmann eine neue Marke in die Weltrekordliste der 15-m-Klasse für den freien Zielrückkehrflug.

Stemme S10-VT: Mit Turbo-Power in Serie gestemmt

Der zweisitzige Touring Motorsegler Stemme S10 ist jetzt mit Turbo-Power motorisiert. Als S10-VT steht die Stemme mit dem Flugmotor Rotax 914 inzwischen in der Serienproduktion.

Bis auf die Typenbezeichnung sind die veränderten inneren Werte der Stemme S10 von außen nicht anzusehen. Der Touring Motorsegler, der als einziger dieser Klasse seinen Piloten auch das Segelflugerlebnis pur ähnlich wie ein Hochleistungsdoppelsitzer bieten kann, hat mit dem Wechsel vom Limbach- zum Rotax-Motor tatsächlich aber tiefgreifende Änderungen erfahren.

Direkt spürbar, erfliegbar sind natürlich die Leistungen, die sich von der der S10-V deutlich abheben. Mit der maximalen Startleistung von 115 PS, die für fünf Minuten abgefordert werden kann, steigt die VT mit über 4 m/s. Selbst mit der gedrosselten, maximalen Dauerleistung von 100 PS (5500 U/min) steigt sie noch mit rund 3,50 m/s. Im Start braucht sie bis zum Überfliegen des 15-m-Hindernisses 590 m bei einer Abflugmasse von 850 kg. Die Reisegeschwindigkeit wird mit 222 km/h angegeben.

Europameisterschaft der Clubklasse

Frank Hahn aus Amberg ist neuer Europameister der Clubklasse. Nach sieben Jahren Vorherrschaft von Ralf Fischer übernahm er bei der zehnten Europameisterschaft in Jihlava, Tschechien, den Titel nach fünf Wertungsflügen. Ralf Fischer war nicht mehr zur Titelverteidigung angetreten.

Nach der völlig ins Wasser gefallenen Europameisterschaft in Slovenj Gradec, Slowenien, vor zwei Jahren traf es die Clubklasse in diesem Jahr in Tschechien mit der 10. EM vom 27. Juni bis 11. Juli erheblich besser an. Fünf Wertungsflüge – allerdings mit vielen Außenlandungen und einer reinen Streckenwertung – machten jedenfalls eine Meisterschaft möglich. Im Mittel kamen 237 km große Aufgaben zur Ausschreibung mit einem 317-km-Vieleck als größter. Von dem für den vierten Tag aufgegebenen 200 km Polygon wurden allerdings nur 142 km geflogen. (Ergebnisse)

Hotzenwald-Wettbewerb

Fünf Flugtage über dem Südschwarzwald: In diesem Jahr sonnten sich die Piloten des Hotzenwald-Wettbewerbs im Wetterglück. Fünf Wertungsflüge schrieb Wettbewerbsleiter Karl Enggist aus. Insgesamt 22 Piloten, fünf mit Doppelsitzern, zwei Renner und 15 Piloten in der gemischten Club- und Standard-Klasse nahmen an dem Wettbewerb in der ersten Juni Woche teil (Ergebnisse).

Mehr erleben, mehr Punkte

Sind die Regeln der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug leistungsbeschränkend?, fragt der Multi-Weltrekordpilot Hans-Werner Grosse in einem Kommentar.

Denn oft entscheidet sich schon nach den ersten Aufwinden, ob das, was wir eine Stunde vorher hoffnungsvoll aufs DMSt-Anmeldeformuluar geschrieben haben, wieder einmal zuviel oder zuwenig war. Da man auf den Anmeldebonus nicht verzichten will, werden daher meist Strecken aufgeschrieben, die auf der sicheren Seite liegen. Um wieviele begeisternde längere Flüge, mit denen wir noch unsere Enkel in Atem halten könnten, haben wir uns damit alle betrogen!, fragt Hans-Werner und plädiert für neue Bewertungsregeln (Das Pädoyer in vollem Umfang).

Russische Meisterschaften in Oriol

Die Russischen Segelflugmeisterschaften in Oriol, bekannt durch die Europameisterschaften der Frauen, wurde in der zweiten Junihälfte unter deutscher Beteiligung ausgetragen. Ralf Schubert und Kai Glatter vom AC Pirna, in der DMSt 1997 Junioren-Vizemeister der Standard-Klasse, waren in Oriol dabei.

Der Austragungsort liegt rund 300 km südlich von Moskau und bietet im Grunde alles, was von einem großen Segelflugzentrum erwartet werden kann. Zu dem vom russischen Militär finanzierten Flugplatz gehören unter anderem ein Sporthotel mit 60 Zimmern, zahlreiche Schulungsräume, Bar und Kantine. Weiterhin sind in Oriol 30 Segelflugzeuge, größtenteils Jantar Std. 3, und zehn Schleppmaschinen stationiert. Für die Bewirtschaftung stehen 80 Festangestellte, vom Segelflugzeugmechaniker über medizinisches Personal bis hin zur Bardame, zur Verfügung. Was dem Flugplatz fehlt, sind aktive Segelflieger, hiervon gibt es in Oriol lediglich fünf! Bedenkt man, daß auf der Hälfte der rund 24 Segelflugzentren in Rußland aus (meist) Geldmangel kein Flugbetrieb durchgeführt werden kann, so erscheint die vorgefundene Situation geradezu paradox.

28. Porta-Cup

In den vergangenen Jahren geriet der Porta-Cup immer mehr zu einem Vereinswettbewerb der auf dem Flugplatz Porta Westfalica ansässigen Clubs. In diesem Jahr, so sagte sich der Ausrichter, der Aero-Club Bad Oeynhausen um Lothar Hase, sollte alles anders werden. Nur bis zur Hälfte des Teilnehmerfeldes durften vereinsansässige Piloten ausmachen. So kam eine Schar von Segelfliegern aus der gesamten Republik zusammen, um über Pfingsten (30. Mai bis 6. Juni) miteinander zu fliegen.

Wettbewerbs-Segelflug als Schulsport

In Nordrhein-Westfalen treffen sich die Schülerfluggemeinschaften alle zwei Jahre zum Streckenflugwettbewerb. Ende Juni/Anfang Juli war erstmals Kamen Austragungsort.

In Kamen waren 50 Schülerinnen und Schüler aus insgesamt zwölf Schulen in Nordrhein-Westfalen dabei. Das moderne Fluggerät, das von den Partnervereinen und dem Ausrichter, den Luftsportfreunden 64 Kamen/Bergkamen, den jungen Leuten anvertraut wurde, konnte sich sehen lassen. Die Palette der Muster erstreckte sich von einer K 8B über die Ka 6CR Astir, ASK 21, ASK 23, Duo-Discus bis hin zur ASH 25M. Diese beispielhafte Aufzählung summierte sich auf rund 30 Segelflugzeuge. Die Schlepparbeit erledigte ein Rotax-Falke, der pausenlos im Einsatz war.

Weitere aktuelle Segelflugmeldungen unter airSport

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HELICOPTER SPECIAL

Mit dem TV-Chopper auf Nachrichtenjagd

In den USA sind Direktübertragungen aus dem Helikopter an der Tagesordnung. Viele TV-Sender verfügen über Helikopter, die meist für 60 bis 120 Stunden pro Monat angechartert werden und mit denen sie über den Großstädten ständig unterwegs sind. Immer auf der Suche nach der Verfolgungsjagd a la O.J. Simpson, der Brandkatastrophe oder dem schweren Verkehrsunfall. Wir sind im kalifornischen San Diego bei "Chopper 8" mitgeflogen und haben wenig später in Aschaffenburg die Gelegenheit zu einem ersten deutschen Demoflug mit der kompletten Kamerausstattung an Bord einer Bell 407 genutzt. Bei uns steckt Electronic News Gathering (ENG) bisweilen noch in den Kinderschuhen.

Hubschrauber der neuen Generation

Leiser, effizienter und vor allem sparsamer. Das sind die Helikopter der neuen Generation. Bell Helicopter Textron, Boeing und Eurocopter tummeln sich am Markt der leichten Einmots und Twins und versuchen, die Poleposition zu ergattern. Während aber das Ziel das gleiche ist, gehen die Hersteller recht unterschiedliche Wege: Eurocopter setzt auf den verbesserten Fenestron und die vielen neuen technischen Details made in Germany. Boeing überzeugt durch den völlig neuen Heckrotorantrieb NOTAR und Bell sucht seine Nischen mit dem Bau von bewährten, eher soliden Produkten. Welche Technologien sich letztlich durchsetzen, entscheidet zum einen der sich mit den neuen JAA-Regularien verändernde Markt ab dem Jahr 2000, zum anderen aber auch die Preisentwicklung. Kosten stehen nämlich beim Helikopterbetrieb immer noch ganz oben.

Kit-Hubschrauber

Der Markt der Selbstbau-Helikopter in Deutschland wächst, beschaulich zwar, aber doch kontinuierlich. Beim jüngsten Sommertreffen der Oskar-Ursinus-Vereinigung stellten einige Piloten ihre mit viel Liebe gebauten Drehflügler vor. Spitzenreiter ist derzeit die italienische CH-7 Angel. Bei den Zweisitzern erfreut sich die Rotorway Exec 90/162F großer Beliebtheit. Wer es noch spritziger will, der wählt die Mini 500, eine Nachbildung der agilen Boeing MD 500, die es bald auch als Voyager 500 in einer zweisitzigen Version geben soll. Die Einsitzer sind schon ab rund 60000 Mark, je nach Ausstattung, erhältlich. Die Bauzeit muß man allerdings noch einkalkulieren.

Branchenspiegel

Im Branchenspiegel des Helicopter Special ’98 haben wir in diesem Jahr 83 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgelistet, die Helikopter betreiben und/oder für deren Entwicklung, Wartung und Instandhaltung sorgen. Darüber hinaus gibt die Liste Aufschluß über Operator, bei denen man die Fluglizenz auf Helikoptern (PPL-E) erwerben oder Ratings/Checkflüge machen kann.

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Last updated August 26, 1998