aerokurier
8/2000
Editiorial Vorbild Nordrhein-Westfalen / Reportage
Startbahn Spree / Flugzeug Report Katana mit Mid-West-Wankel AE110 / Magazin Akaflieg
München Mü 30: Erfolgreicher Erstflug, MCR 4S: Aus zwei mach vier, Helikopter für das
21. Jahrhundert / Reise Fliegen im südlichen Afrika / Flying Taylorcraft
BC-12-D / Praxis
Landen nach Dienstschluss, Meteo: Temp-Interpretation, Unfall-Analyse:
Rettungssystem war Zeitbombe /
Ultraleicht
Flugzeug-Report: Die neue Dynamic, Neuer UL-Antrieb: Der smart geht in die Luft, Deutsche
UL-Meisterschaften / Segelflug Deutsche Meisterschaft der
Offenen Klasse, DM 18-m-Klasse: Mit der LS8/18 an allen vorbei, Clubklasse SPEZIAL,
High-Tech-Startmaschine, Der Segelflug muss aufwachen / Mitgliederschwund (Teil 3) / Sonderedition
50 Jahre DAeC Erfolge im Sport: Der internationale Vergleich, DAeC-Chronik:
Einigkeit macht stark, Die Sportsparten im Deutschen Aero Club, Auftakt des neuen
Segelflugs, Interview: Lobbyarbeit und Vereine stärken!
EDITORIAL
Vorbild Nordrhein-Westfalen
Es ist selten geworden, dass staatliche Initiativen in Sachen Allgemeine Luftfahrt
gelobt werden können jedenfalls aus Sicht der Luftfahrt. Gabs das überhaupt
einmal, könnte man sogar fragen.
Nordrhein-Westfalen hat jetzt aber eine Initiative mit Vorbildcharakter
gestartet. Das Wirtschafts- und Verkehrsministerium in Düsseldorf stellt rund 1,7
Millionen Mark für die technische Umrüstung von "selteneren" Flugzeugen mit
Kolbentriebwerk zur Verfügung. Kosten der Zulassung und Lärmmessung werden übernommen,
und es werden die Flugzeughalter, sie müssen ihren Standort in Nordrhein-Westfalen haben,
direkt unterstützt. Mit im Rahmen dieses Projektes vereinbarten Preisnachlässen der
Hersteller von Schalldämpfern (Gomolzig, Heggemann, Liese) und Propellern (Hoffmann,
MT-Propeller) kann die Förderung bis zu 50 Prozent der Kosten betragen!
NRW hat sich auch nicht kleinlich daran orientiert, dass die
Fördergelder im Lande bleiben. So ist Bayern mit drei Betrieben in der Branche
Nutznießer. Die Fördermaßnahme hilft, Umrüstungen anzuschieben, die sonst wohl nie
vollzogen würden.
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REPORTAGE
Startbahn Spree
Berlin hat eine ganz ungewöhnliche Attraktion: Von der Spree aus kann man mit der
"Duck zero one" zu Sightseeingflügen über die Hauptstadt starten. Vom Wasser
aus? Richtig. "Duck zero one" ist eine Cessna 206 auf Schwimmern, und sie wird
als einziges Wasserflugzeug Berlins vom Air Service Berlin für touristische Flüge
betrieben. Am Treptower Park ist der Liegeplatz des begehrten Flugobjekts, an dem nicht
nur Piloten ihre Freude haben.
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FLUGZEUG REPORT
Katana mit Mid-West-Wankel AE110
Die Firma Mid-West aus Egelsbach hat in eine Katana DA20 einen Zweischeiben-Wankel
installiert. Mit einer Saugrohreinspritzung bestückt, leistet das kompakte Aggregat 105
PS. Der Basismotor ist bereits nach JAR-E zertifiziert. JAR-zugelassen werden muss
allerdings noch die Einspritzung. 2001 könnte dies geschehen.
Der Mid-West-Wankel bietet, wie bei Flugmotoren üblich, viel
Redundanz. Es gibt je zwei Zündkreise, ein redundant angelegtes Flytronic-Steuergerät,
zwei Manifold-Pressure-, Drehzahl- und Temperatursensoren und außerdem zwei elektrische
Benzinpumpen.
Die Bedienung des Motors ist einfach. Er kommt ohne Choke,
Vergaservorwärmung und Gemischhebel aus. Außer dem Gashebel gilt es nur die elektrische
Propellerverstellung zu bedienen. Da der Antrieb bis zu 7500 U/min dreht, ist ein
entsprechend stark untersetzendes Getriebe installiert. Mehr zu den Flugleistungen und den
Besonderheiten des Mid-West-Wankels lesen Sie in der August-Ausgabe des aerokurier.
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MAGAZIN
Akaflieg München Mü 30: Erfolgreicher Erstflug
Premiere in Königsdorf. Mitte Juni präsentierte die Akaflieg München ihr ehrgeiziges
Motorflugzeugprojekt Mü 30 Schlacro zum ersten Mal im Flug. Dem 300-PS-Boliden ist eine
Zukunft als Schlepp- und Akrobatikflugzeug zugedacht.
Die Erstflugfeier hatten die Akaflieger als Flugschau
inszeniert. Glück mit dem Wetter hatten sie auch. Pilot war ein "Alter Herr"
der Akaflieg: Helmut Fendt, heute beim Luftfahrt-Bundesamt. Als Student hat er die Mü 30
Anfang der 80er Jahre mit aus der Taufe gehoben. Die Auslegung des Schlepp- und
Kunstflugzeugs war Thema seiner Diplomarbeit.
MCR 4S: Aus zwei mach vier
Am 14. Juni absolvierte der neue viersitzige Tiefdecker MCR 4S von Christophe Robin in
Dijon-Darois, der wesentlich auf der zweisitzigen MCR 01 basiert, den Jungfernflug. Bis
Mitte Juli konnte der Prototyp bereits 50 Stunden Flugerprobungsprogramm abspulen. Die
Gemeinsamkeit zwischen der MCR 01 und der MCR 4S liegt bei erstaunlichen 75 Prozent.
Leer wiegt der Prototyp des Tiefdeckers nur 327 kg. Das
Maximalgewicht ist auf 750 kg festgelegt. Zieht man vom MTOW die Standardtreibstoffmenge
von 120 l ab, ergibt sich eine Nutzlast von 338 kg. Damit rückt die MCR 4S ins Lager der
echten Viersitzer. Als Motorisierungen sind Rotax- und JPX-Antriebe mit 100 bis 120 PS
vorgesehen. Rechnerisch sollen sich bei 75 Prozent Leistung in FL 80 echte 280 km/h
einstellen. Bei Vollgas sollen es in 11500 ft sogar bis zu 320 km/h sein.
DynAéro, die Herstellerfirma der wegweisenden neuen
Robin-Flugzeuge, liegen für die MCR 4S bereits Bestellungen vor. Der Auslieferstart für
die Bausätze steht unmittelbar bevor.
Helikopter für das 21. Jahrhundert
Beim 22. Hubschrauberforum in Bückeburg diskutierten Fachleute unter dem Motto
"Die Zukunft steht nicht still" über die künftigen Perspektiven des
Drehflüglers. Nach einer Studie der Universität von Maryland, in Zusammenarbeit mit der
NASA (referiert von George Price) sind die gravierenden Verbesserungen für den
effizienten und ökonomischen Helikoptereinsatz erst in den letzten fünf Jahren deutlich
spürbar geworden.
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REISE
Fliegen im südlichen Afrika
Stellenbosch in der Kapprovinz von Südafrika war Start und Ziel für Gerhard
Obernosterer und drei Freunde, die gemeinsam mit einer Piper PA-28 durch das südliche
Afrika flogen. Sie überflogen die Skelettküste in Namibia, die Etoschapfanne, den
Okawango, die Victoriafälle und das Kap der Guten Hoffnung. Da hier die meisten
Flugplätze auf Hochplateaus liegen und ihre Dichtehöhe nicht selten 7000 bis 8000 ft
beträgt, mussten die Piloten ihr Abfluggewicht immer sehr genau berechnen.
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FLYING
Taylorcraft BC-12-D
Taylorcrafts standen immer im Schatten der sehr viel erfolgreicheren Cubs von Piper.
David Deiss ist Besitzer einer Taylorcraft und hat auf einem ungewöhnlichen Weg den
Sprung vom Modellbauer zum Privatpiloten geschafft. "Schuld" war ein Mitflug in
einer BC-12-D von 1946. Die Folgen waren absehbar: Der einmotorige Oldtimer begeisterte
Deiss, der seinem Freund schließlich das Flugzeug inklusive Schulung abkaufte, denn Deiss
hatte noch keinen Schein.
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PRAXIS
Landen nach Dienstschluss
Was passiert, wenn ein Pilot nach der offiziellen Öffnungszeit eines Flugplatzes noch
landet? Wir haben die Bezirksregierung Düsseldorf mit einem fiktiven Flug konfrontiert
und darum gebeten, den Flug wie einen echten zu behandeln. Wir waren gespannt, wie das
"Urteil" der Behörde hierzu ausfallen würde. Sicherheitslandung hieß ein Teil
der Antwort. Dass wir aber 1000 Mark zahlen sollten, weil wir auch grob fahrlässig
gehandelt hatten, fanden wir ziemlich hart und nicht nachvollziehbar.
Meteo: Temp-Interpretation
Ein Temperaturaufstieg, oder kurz Temp genannt, verrät sehr viel mehr über die
Schichtung der Atmosphäre und das resultierende Wetter, als der Name vermuten lässt.
Die Interpretation von Temps hat aus flugmeteorologischer Sicht
bis heute kaum etwas an Bedeutung verloren. Diese Behauptung gilt auch, wenn man an so
maßgeschneiderte Produkte denkt wie Top-Therm und Konvektionskarten, die über pc_met zur
Verfügung gestellt werden, aber eben nur für Deutschland und die Alpen. Wie kann ich im
Ausland speziell die Thermikverhältnisse abschätzen, Flüge vorbereiten, für das diese
Produkte nicht erhältlich sind? Außerdem: Konvektionsanalysen mittels Temp sind
präziser als Top-Therm und Konvektionskarten. Eine Anleitung zur Temp-Analyse.
Unfall-Analyse: Rettungssystem war Zeitbombe
Die automatische Auslösung des Notfallschirms im Cockpit einer Pilatus Porter wurde
zwei Piloten zum tödlichen Verhängnis. Während der Pilot einen kompakten Notschirm
trug, hatte sich der Copilot mit einem Schulfallschirm versorgt, der mit einer aktivierten
Notreserve ausgestattet war. Sie zündete, als die Porter im Sinkflug nach Absetzen von
Fallschirmspringern eine Höhe von 300 m durchflog und dabei eine Sinkrate von über 13
m/s hatte. Der Copilot wurde durch die Energie des sich öffnenden Schirms aus der
hinteren Tür des Flugzeugs gezogen. Der Schirm verfing sich im Leitwerk und riss Teile
davon ab. Die Porter war danach nicht mehr steuerbar und stürzte ab.
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ULTRALEICHT
Flugzeug-Report: Die neue Dynamic
Ein neues Hochleistungs-UL kündigt sich an. Die neue WT9 Dynamic könnte die
Konkurrenz in den Schatten stellen. Rudolf Schäfer, Chef der Ikarusflug verhilft mit der
WT9 Dynamic einem Ultraleichtflugzeug auf den deutschen Markt, das ganz klar auf die
Leistungsspitze in dieser Klasse zielt.
Wir haben uns den Prototypen des rasanten
Kunststoff-Tiefdeckers beim Hersteller im slowakischen Prievidza, gut vier Autostunden
nordöstlich von Wien, angesehen. Pate für die Dynamic, das lassen auch heute noch ihre
Linien durchscheinen, standen die Kitflugzeuge Pulsar und Lancair, von denen einige
Bausätze bei einer Partnerfirma der Aerospool in Bratislava gebaut wurden. Dennoch
handelt es sich bei dem neuen Tiefdecker um eine komplette Neukonstruktion.
Neuer UL-Antrieb: Der smart geht in die Luft
Nach mehr als einem Jahr Erprobung ist es so weit: Der 55-PS-Dreizylinder des
Stadtmobils Smart kommt auf den Markt. Als erster Hersteller bietet B & F den modernen
Turbo für die FK 9 MK II an. Leicht, leise und umweltfreundlich mit moderner Technologie.
Die Zielvorgaben für den neuen UL-Motor waren von Anfang an klar. Dass
der smart Suprex M 160 jetzt am Verkaufsstart steht, ist ein Ergebnis der Kooperation von
gleich drei Partnern: der EFK Flugschule und UL-Technik Otto Funk, der
DaimlerChrysler/Micro Compact Car Smart (MCC) und des UL-Herstellers B & F.
Aus 599 cm3 produziert der kompakte, flüssigkeitsgekühlte
Dreizylinder-Viertakter 55 PS bei 5250 U/min. Dabei wird die Startleistung durch eine
geänderte Steuerungssoftware für die Serientriebwerke auf 60 PS gesteigert, bevor die
Elektronik nach 50 Sekunden wieder auf 55 PS Dauerleistung herunterregelt. Das ist nicht
eben üppig für die aktuelle Generation der ULs, lässt den smart-Turbo aber zum Beispiel
als Tauschaggregat für manches ältere Muster interessant erscheinen.
Deutsche UL-Meisterschaften
Drei spannende Wettbewerbstage bescherten die 15. Deutschen UL-Meisterschaften vom 22.
bis 24. Juni in Kulmbach. Es war aufregend bis zuletzt. Zwölf Dreiachserteams, 14 Trikes
und sieben Motorschirmpiloten flogen in ihren Klassen um die Punkte. Nach drei
Navigationsflügen und zwei Ziellandewettbewerben standen wieder die Wettbewerbsroutiniers
auf dem Podest. Heinz Korella (mit Co Walter Wolfram) verteidigte seinen im Vorjahr
erflogenen Titel in der doppelsitzigen Dreiachserklasse. Jan Altenkirch holte sich in der
Einsitzerklasse den Titel.
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SEGELFLUG
Deutsche Meisterschaft der Offenen Klasse
Mal ganz aus Pilotensicht gesehen: Wolf-Dietrich Herold, mit seiner ASW 22
"1E" bei der Deutschen Meisterschaft vom 28. Mai bis 11. Juni in Mengen dabei
trotz Spannweitenhandicaps (22 m) sogar einmal Tagessieger , berichtet aus
der Offenen Klasse. (Ergebnisse Offene Klasse)
Aufgaben und Tagessieger
1. Juni: 489 km um Neustadt/Titisee, Eichstätt, Neresheim; Tagessieger:
Michael Sommer und Tassilo Bode, beide mit ASW 22BL, 89,7 km/h. Nur ein Drittel der
Piloten in der Zeitwertung.
2. Juni: 286 km um Giengen, Monheim; Tagessieger:
Wolf-Dietrich Herold (ASW 22), 72,1 km/h. Nur drei Piloten mit Zeitwertung.
3. Juni: 392 km um Kirnbergsee (Staumauer), Rauhe Wanne
(Sender), Bad Waldsee; Tagessieger: Ulrich Gmelin (Nimbus 4), 114,5 km/h,
übernimmt Gesamtführung.
4. Juni: 199 km um Geisingen, Blaubeuren; Tagessieger:
Michael Sommer (ASW 22BL), 95,9 km/h. Tassilo Bode (3.) übernimmt Tabellenspitze. Zwei
Drittel der Piloten in der Zeitwertung.
7. Juni: 428 km rund um Stuttgart mit den Wenden Kirnbergsee,
Bretten, Bopfingen; Tagessieger: Uli Schwenk (ASW 22BL), 117 km/h. Gmelin und
Schwenk übernehmen für einen Tag die Gesamtführung.
8. Juni: 307 km um Kirnbergsee, Langenbrand (Sender),
Freudenstadt, Riedlingen; Tagessieger: Tassilo Bode (ASW 22BL), 104 km/h. Bruno
Gantenbrink fällt mit 73,4 km/h aus der Spitzengruppe.
9. Juni: Cats Cradle, max. Flugzeit 2,5 Stunden; Tagessieger:
Holger Back (ASW 22BL), 394 km.
10. Juni: 316 km um Geisingen, Ehingen, Tuttlingen, Biberach; Tagessieger:
Kornelius Volosciuk (ASW 22BL), 83,1 km/h. Nur acht Piloten in der Zeitwertung.
DM 18-m-Klasse: Mit der LS8/18 an allen vorbei
Das war schon eine kleine Sensation bei der Deutschen Meisterschaft der 18-m-Klasse in
Mengen: Mit dem auf 18 m Spannweite vergrößerten Standard-Klasse-Flugzeug LS8 hat Claus
Triebel im Feld der Wölbklappenflugzeuge nicht nur mithalten können, sondern sogar
überzeugend gewonnen. Mit gut 100 Punkten hatte er zum Schluss die Nase vorn vor Bernd
Gauger auf LS6-18w, aus der Rolladen-Schneider die LS8/18 abgeleitet hat. Platz drei
belegte gleichfalls ein Pilot mit einem reinen Segelflugzeug: Martin Staiger (DG-800S). (Ergebnisse 18-m-Klasse)
Aufgaben und Tagessieger
1. Juni: 460 km um Geisingen, Harburg, Plettenberg (Sender); Tagessieger:
Martin Staiger (DG-800S), 80,2 km/h. Nur neun Piloten in der Zeitwertung.
2. Juni: 250 km um Ulm (BAB), Donauwörth, Blaubeuren; Tagessieger:
Ernst-Otto Dumke (DG-800), 67,7 km/h, einziger mit Zeitwertung!
3. Juni: 384 km um Fürstenberg (Sender) Harburg, Biberach; Tagessieger:
Jürgen Schuster (Ventus 2), 101,9 km/h. Claus Triebel (2.) übernimmt für Rest der
Meisterschaft die Tabellenführung.
4. Juni: 190 km um Tuttlingen, Hohenzollern, Schelklingen; Tagessieger:
Günther Siebinger (Ventus 17,6), 64,1 km/h. Nur zwei Piloten in der Zeitwertung.
7. Juni: 367 km um Fürstenberg, Langenbrand (Sender),
Villingen, Farrenberg, Zwiefalten; Tagessieger: Siggi Baumgartl (LS6-18w), 105,4
km/h. Ralf Fischer stürzt mit Außenlandung aus Tabellenspitze (2. 15.).
8. Juni: 272 km um Geisingen, Hohenzollern, Gruibingen,
Farrenberg, Riedlingen; Tagessieger: Ronald Reith (ASH 26), 82,2 km/h
9. Juni: 267 km, Freudenstadt, Klippeneck, Blaubeuren; Tagessieger:
Martin Staiger (DG-800S), 84,9 km/h, einziger Pilot mit Zeitwertung.
Clubklasse SPEZIAL
Das erstklassig besetzte Clubklasse SPEZIAL in Weißenburg wurde von sehr schwierigen
Wetterlagen geprägt, von den zahlreichen Teilnehmern aber dennoch als großer Erfolg
gewertet.
Der Name ist Programm: Clubklasse SPEZIAL ein Wettbewerb
nur für Clubklasse-Flugzeuge. Er richtet sich von seiner Idee her gleichzeitig an die
absoluten Top-Piloten in Deutschland, engagierte Wettbewerbsflieger und absolute Anfänger
im zentralen Fliegen. Immerhin drei Piloten des aktuellen A-Kaders waren dabei:
Europameister Frank Hahn (ASW 15), Bernd Nübling (ASW 19) und Axel Reich
(Standard-Libelle). Außerdem im Feld: Barron-Hilton-Cup-Sieger Joachim Kuhlmann und
zahlreiche Junioren vor allem aus Baden-Württemberg. Insgesamt 43 Namen umfasste die doch
recht lange Teilnehmerliste.
High-Tech-Startmaschine
Zuverlässig sollte sie sein und zugleich automatisch geregelte Starts ermöglichen.
Das waren die Anforderungen der Aukruger an ihre neue Startwinde, die sie im preiswerten
Eigenbau erstellen wollten.
Das Meisterstück ist den Aukrugern gelungen. Seit Beginn der Saison 2000
steht die neue Startwinde im Einsatz. An den Windenfahrer stellt das Startgerät so gut
wie keine Anforderungen. Er wählt nur noch das Segelflugzeugmuster und die
Gegenwindkomponente vor, alles andere kann "digital" erfolgen: Der
Leistungshebel wird nach dem "Seil-straff"-Kommando einfach nach vorn geschoben.
Mit konstantem Seilzug befördert die Winde automatisch ausgesteuert das
Segelflugzeug an den Himmel.
Verwirklicht haben die Aukruger ihre Wunschwinde mit einem
Diesel-Hydraulik-Mix. Ein 320 PS starker Lkw-Diesel generiert in dem Hybridantrieb im
optimalen Betriebsbereich (1800 Umdrehungen pro Minute) die erforderliche Leistung. Über
eine Hydraulik eine direkt angeflanschte große Pumpe und Hydraulikmotor
erfolgt die Kraftübertragung zu den Seiltrommeln. Der Umweg über die Hydraulik bietet
viele Vorteile. So schafft der hydrostatische Antrieb ein drehzahlunabhängiges
Drehmoment. Die Drehzahl der Seiltrommeln ist stufenlos regelbar, und das wird über eine
entsprechende Elektronik auch genutzt.
Der Segelflug muss aufwachen / Mitgliederschwund (Teil 3)
Was steckt hinter dem weltweit zu verzeichnenden Rückgang der Zahl aktiver
Segelflieger? Wie kann man den Trend brechen? Fred Weinholtz setzt die Thesen von John
Roake, Neuseeland, (aerokurier 6/2000), in Bezug zum Segelflug, wie er in Europa
organisiert ist.
Weitere aktuelle Segelflugmeldungen unter airSport
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SONDER EDITION 50 JAHRE DAeC
Erfolge im Sport: Der internationale Vergleich
Deutschland zählt zu den größten und erfolgreichsten Luftsportnationen der Welt.
International sind die sieben im DAeC vertretenen Sportfachgruppen immer wieder ganz vorn
bei Europa- und Weltmeisterschaften vertreten.
Nach 50 Jahren Deutscher Aero Club fällt es schon schwer, eine
Bilanz der vielen sportlichen Erfolge zu ziehen. So umfangreich ist inzwischen die
Bestenliste angewachsen. Eine Übersicht.
DAeC-Chronik: Einigkeit macht stark
Am 4. August 1950 wurde in Gersfeld/Rhön der Dachverband der Luftsportler in
Deutschland, der Deutsche Aero Club (DAeC), gegründet.
Es war kein einfaches Unterfangen, überhaupt einen Verband für
Luftsportler aus der Taufe zu heben, denn der Luftsport unterlag zu dieser Zeit den
strengen Auflagen der alliierten Besatzungsmächte. Im Gegensatz zu anderen Sportarten
musste er gegen die Widerstände der Besatzungsmächte seine sportliche Bedeutung, sein
gesellschaftliches Gewicht und seine zivilen Interessen behaupten. Ein Rückblick.
Die Sportsparten im Deutschen Aero Club
Was heißt fliegen? Im Deutschen Aero Club lässt es sich in den unterschiedlichsten
Formen praktizieren. Allein sieben Luftsportarten vereinigt der Verband unter seinem Dach.
Eine Vorstellung aller sieben Luftsportsparten.
Auftakt des neuen Segelflugs
Der Wettbewerb "Rhön 1951", zwei Monate nach Wiederzulassung des Segelflugs
ausgerichtet, geriet zum ersten großen Fliegerfest in der Geschichte des Deutschen Aero
Clubs. Ein Zeitungsbericht aus der damaligen Zeit beschreibt die Stimmung und gibt einen
Überblick über Lizenzwesen und verfügbare Segelflugzeuge zu jener Zeit.
Interview: Lobbyarbeit und Vereine stärken!
Der Aero Club richtet seinen Blick in die Zukunft, ohne die Vergangenheit zu vergessen.
DAeC-Präsident Wolfgang Weinreich sprach mit dem aerokurier über Probleme und
Perspektiven des Luftsports.
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